Coco Chanel
Die Millenium-Dame der großen Mode: Von der kleinen Näherin aus der französischen Provinz zur markantesten Mode-Ikone aller Zeiten. Coco Chanel, alias Gabrielle Chasnel, wurde am 19. August 1883 als ...
Biografie zu Coco Chanel
Die Millenium-Dame der großen Mode: Von der kleinen Näherin aus der französischen Provinz zur markantesten Mode-Ikone aller Zeiten. Coco Chanel, alias Gabrielle Chasnel, wurde am 19. August 1883 als zweite Tochter eines Straßenhändlers im beschaulichen Saumur in der Auvergne geboren. Chanel wuchs in sehr bescheidenen Verhältnissen auf, mit 12 Jahren verlor sie ihre Mutter, der Herr Papa reichte sie an ihre Schwester und in das Waisenhaus weiter: mit 16 Lenzen, just aus der Fürsorge entlassen, schlug sie sich als Näherin durch, ging nach Paris, um in einigen Nachtclubs als Sängerin und Tänzerin zu überleben. Hier erhielt sie den berühmten Kosenamen "Coco". Ab 1909 arbeitete sie als Modistin in Paris, wobei sie bald ihren sehnlichsten Wunsch, hüte zu kreieren auch erfüllen konnte. In der „Rotonde“ lernte Coco den reichen Herrenreiter Étienne Balsan kennen, der sie später auf seinem Gut Royallieu aushielt und ihr den Zugang zu den hohen Kreisen ebnete. So richtig angenommen wurde sie aufgrund ihrer Herkunft jedoch nie. Der Bergwerksbesitzer Arthur Capel finanzierte ihr 1911 in Paris ihr erstes Modehaus und 1913 im mondänen Seebad Deauville eine BoutiqueAber auch er ehelichte - den hehren Normen folgend - eine Adelige aus England. Chanel war außerdem mit Pablo Picasso, Sergej Diaghilew, Jean Cocteau und Igor Strawinsky eng befreundet. Im Privatleben Chanels scheiterten zahlreiche Affären, wie beispielsweise mit dem russischen Fürsten Dimitri Pawlowitsch und die Freundschaft mit dem Herzog von Westminster, Hugh Richard.
Ihren Reiz hat sie bis heute nicht verloren, sie ist die umtriebige Mode-Emanze überhaupt: Schon 1914 entwarf sie den Körper locker umwallende Accessoires, während des Kriegs kreierte sie aus Restposten Jersey ihre Mode mit klaren Linien statt der üblichen Spielereien. Bald beschäftigte sie 300 Näherinnen, Ihren internationalen Durchbruch hatte sie mit dem klassischen Duft "No 5". Als Inspiration des Chanel-Looks dienten ihr Uniformen der Weltkriege. Chanel beerdigte das unbequeme Korsett, erfand 1926 das "Kleine Schwarze", kürzte die Röcke auf eine knappe Knielänge, designte Modeschmuck und gestrickte Badeanzüge. Im Jahre 1954 versuchte die Siebzigjährige ein Comeback als Modeschöpferin. Obwohl die Presse mit beißendem Spott darüber berichtete, machte sie unbeirrt weiter – bis im Jahr darauf "Life" die schlichte Eleganz ihrer wollenen Straßenkostüme lobte und sich von da an Weltstars von ihr einkleiden ließen. Am 10. Januar 1971 – während der Vorbereitungen für die nächste Kollektion – starb Coco Chanel im Alter von 87 Jahren. im Pariser Edel-Hotel Ritz. Bis zuletzt hatte sie emsig an einer nächsten Kollektion geschuftet, jedoch litt sie an einer Kopfdurchblutung. Die letzten Worte der No 5-Ikone lauteten„So stirbt man also“. In dem Biopic „Coco Chanel. Der Beginn einer Leidenschaft" setzte Audrey Tautou ihr ein würdiges cineastisches Denkmal. (Jean Lüdeke)
Filme auf DVD oder Blu-ray Disc mit Coco Chanel
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Wir konzentrieren uns mit unseren Biografien auf Schauspieler und Schauspielerinnen, aber auch Regisseure und andere Prominente aus der Film-Branche.
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