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Elfi Mikesch

* 31. Mai 1940 in Judenburg, Österreich, Fotografin, Maske, Kostüm, Kamerafrau, Filmemacherin Elfi Mikesch wurde 1940 in Österreich geboren. Nach ihrer Ausbildung als Fotografin ging sie 1964 nach ...

Biografie zu Elfi Mikesch


* 31. Mai 1940 in Judenburg, Österreich, Fotografin, Maske, Kostüm, Kamerafrau, Filmemacherin

Elfi Mikesch wurde 1940 in Österreich geboren. Nach ihrer Ausbildung als Fotografin ging sie 1964 nach Berlin. 1971 arbeitete sie bei Rosa von Praunheims an dem Film "Leidenschaften" mit. 1972 übernahm sie Maske und Kostüm für Werner Schroeters Film "Salome". 1984 gründete sie mit Monika Treut in Hamburg die Firma Hyäne/Hyäna-Film-Produktion.

Einer ihrer ersten Filme, bei dem sie Buch, Kamera und Regie führte, war der Dokumentarfilm Ich denke oft an Hawaii, der für die ZDF-Redaktion "Das kleine Fernsehspiel" entstand und 1978 mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet wurde. 1986 erhielt Elfi Mikesch den deutschen Kamerapreis für Der Rosenkönig und 1992 zum zweiten Mal für Malina.

Ganz gleich ob Elfi Mikesch Spielfilme, Dokumentarfilme oder Experimentalfilme dreht, sie alle besitzen die Gemeinsamkeit "die Kreativität der Einzelnen zuzulassen und davor keine Angst zu haben". So werden Wünsche und Phantasien ihrer Protagonisten auch in ihren Dokumentarfilmen visuell umgesetzt. Elfi Mikesch trennt in ihren Filmen nicht zwischen realen und künstlichen Räumen, authentischen und erdachten Situationen. Sie alle gehören für sie zu einer Wirklichkeit.

Elfi Mikeschs erster Dokumentarfilm Ich denke oft an Hawaii ist eine experimentelle Arbeit über Vereinsamung, Neubausiedlungen, Sprachlosigkeit und die Entfernung zwischen Berlin und Hawaii. Elfi Mikesch wohnte bereits seit zwölf Jahren in der Nähe der Rossols. Plötzlich stellte sie an Carmen eine Veränderung fest, die sie auf die Idee brachte, über Carmen und deren Familie einen Film zu drehen. "Vor einem Jahr ungefähr fiel mir bei Carmen auf, wie sehr sie sich im Laufe der Zeit verändert hatte. Ihr früher zarter Körper war riesig geworden, ihr Mund aber war nicht mitgewachsen. Winzig wirkte er im Gesicht mit den großen Augen, Sprachlosigkeit. Ich kam auf die Idee, mit Carmen einen Film zu machen, über ihren Alltag und über ihre Träume."

Elfi Mikesch hat das Drehbuch zu dem Film zusammen mit der Familie Rossol erarbeitet. Ihr selbst fiel hauptsächlich die Aufgabe zu, die einzelnen Bewusstseinsfragmente zusammenzufassen und zuzuspitzen. Sie konzentrierte sich dabei auf das Verhältnis von Carmen zu ihrer Mutter. Ort der Handlung ist vor allem die gemeinsame Wohnung, Wohnzimmer, Küche. Dadurch entsteht eine Dichte der Atmosphäre, über die die einzelnen, vielschichtig ineinander verwobenen Konflikte dieser Familie schlaglichtartig sichtbar werden.

1978 wurde der Film Ich denke oft an Hawaii mit dem Bundesfilmpreis in Silber in der Sparte abendfüllender Kinofilm ohne Spielhandlung ausgezeichnet.

"Wie sonderbar sind diese Wesen, die, was nicht deutbar, dennoch deuten - was nie geschrieben wurde lesen - Verworrenes beherrschend binden und Wege noch im ewig Dunklen finden." Dieser Satz einer alten Frau, der sozusagen als Fragment ihres ganzen Lebens immer wieder auftaucht, ist auch Leitfaden des Filmes Was soll'n wir denn machen ohne den Tod geworden. Ein Film, der Geschichten alter Leute erzählt und besonders eingeht auf die zweier alter Frauen, die sich in diesem Altenheim gefunden haben.

Was soll'n wir denn machen ohne den Tod ist ein Film, der Mut fordert und macht, indem er in die sonst abgeschiedenen Räume alter Menschen schaut, indem er zuhört und zur Fortsetzung der Kommunikation anregt. Authentisch und mit großem Einfühlungsvermögen beobachtet Elfi Mikesch einen Lebensabschnitt, der oft mit Einsamkeit und Melancholie assoziiert wird: Doch auch das Alter, so findet die Filmemacherin, hat seine humorvollen und kreativen Seiten.

Mittelpunkt des Films Verrückt bleiben verliebt bleiben ist Torsten Ricardo E., 31 Jahre alt, Maler, Schauspieler, besessener U-Bahn-Fahrer. Was Torsten über seine grausame Kindheit, seine Jahre im Kinderheim und in der Psychiatrie erzählt, ist einfach furchtbar. Mitzuerleben, wie Torsten sich in dieser Welt zurechtfindet, sein geschärfter Realitätssinn, seine übermächtige Fantasie und seine entwaffnende Kommunikationsfähigkeit, das ist eine Lektion in Lebensenergie und Lebenshunger.

Torsten kann kein normales Leben führen, und Elfi Mikesch gibt mit sanftem Nachdruck Einblick in den Reichtum eines Lebens, das in der Tat jede Normalität sprengt. Selten hat ein Film einen so zärtlichen Zugang gefunden zum Schicksal und zur Imagination eines Menschen, der aus der Alltäglichkeit herausgefallen ist. "Behindert sind die anderen, wissensbehindert, weil die nicht erkennen, was du für Fähigkeiten hast", sagt Torsten und überrumpelt die Zuschauer mit seiner poetisch-klarsichtigen Sprache.

Das schließt die Abgründe der eigenen Existenz ebenso ein wie die großen Wünsche: "Die U-Bahn könnte ich heiraten, denn sie ist treu. Sie verlässt mich nicht. Die U-Bahn kommt immer wieder, weil die doch keinen Mann hat und noch nicht vergeben ist. Bei den Frauen weiß ich das nicht so genau. Die U-Bahn bleibt mir treu."

Seit seiner Premiere auf der Berlinale 1997 hat dieser Film ein begeistertes Echo hervorgerufen: Zustimmende Kritiken, zahlreiche Festival-Einladungen, Auszeichnungen und ein dankbares Publikum. 1997 wurde Verrückt bleiben verliebt bleiben mit dem 3sat-Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet.

Elfi Mikeschs Dokumentarfilm Die Markus-Family beschreibt den Alltag und die Welterfahrung eines seit seiner Kindheit stark sehbehinderten Mannes, der sich seine eigene visuelle Fantasiewelt geschaffen hat.

In Gesprächen mit Markus und seiner Familie führt der Dokumentarfilm von Elfi Mikesch den Zuschauer behutsam in die Welt des sehbehinderten jungen Mannes ein. Dem gegenüber stehen Markus' Begegnungen mit dem Tischler Fritz, der sich zum ersten Mal mit den fremd anmutenden Vorstellungen von Markus konfrontiert sieht. Langsam wird die Kehrseite der idyllischen Abgeschiedenheit in der französischen Provinz sichtbar; man erfährt von Markus' Ängsten, von seiner Einsamkeit und Sehnsucht nach Liebe. Gleichzeitig entführt der Film aber auch in seine einzigartige Fantasiewelt.

Die Markus-Family wurde auf der Berlinale 2000 in der Sektion "Panorama" aufgeführt. Anschließend lief er unter anderem auf dem Filmfestival von Locarno und im New Yorker Museum of Modern Art in der Reihe "Germany 2000: New Films".

Elfi Mikesch nahm neben ihrem filmischen Schaffen auch Lehrtätigkeiten an verschiedenen Universitäten wahr. Kameraarbeiten machte sie unter anderen für Rosa von Praunheim, Werner Schroeter und Peter Lilienthal. Sie erhielt zahlreiche Kamera- und Filmpreise. (DJFL)


Filme auf DVD oder Blu-ray Disc mit Elfi Mikesch

Die Jungfrauenmaschine mit Elfi Mikesch 1.

Die Jungfrauenmaschine

mit Ina Blum, Dominique Gaspar, ...
Absolut Medien
Erscheinungsdatum: 05.02.2001 (Deutschland 1988)
Freigegeben ab 16 Jahren
Medium: DVD


Mondo Lux - Die Bilderwelten des Werner Schroeter mit Elfi Mikesch 2.

Mondo Lux - Die Bilderwelten des Werner Schroeter

Alive AG
Erscheinungsdatum: 11.11.2011 (Deutschland 2011)
Freigegeben ab 12 Jahren
Medium: DVD




Nachrichten rund um Elfi Mikesch

DER SCHMETTERLINGSJÄGER - Ab 24. Nov. 2015 auf DVD & VoD
DER SCHMETTERLINGSJÄGER wird von NFP marketing & distribution in Deutschland auf DVD und als EST/VoD (im Vertrieb von EuroVideo) veröffentlicht. [mehr]

absolut Medien: Monika Treut: Filme 1985–2001
Ihre Dissertation schrieb sie über „Die grausame Frau. Zum Frauenbild bei de Sade und Sacher-Masoch“, erschienen im Verlag Stroemfeld/Roter Stern. [mehr]



Biografien

Als Biografie bezeichnet man die Lebensbeschreibung einer Person. Eine Biografie ist die schriftliche Präsentation des Lebenslaufs eines Menschen. Die präsentieren wir euch für zahlreiche Stars. Neben der Beschreibung geben wir euch einen Einblick auf die erschienen DVDs oder Blu-ray Discs. Dazu kommen Erwähnungen in News und Blog-Einträgen.

Wir konzentrieren uns mit unseren Biografien auf Schauspieler und Schauspielerinnen, aber auch Regisseure und andere Prominente aus der Film-Branche.

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