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Francisco de Goya

* 30. März 1746 in Fuendetodos, Aragonien, Spanien • † 16. April 1828 in Bordeaux, Frankreich, Maler "Ich hatte drei Lehrer, Rembrandt, Velázquez und die Natur" (Goya) Francisco de Goya y ...

Biografie zu Francisco de Goya


* 30. März 1746 in Fuendetodos, Aragonien, Spanien • † 16. April 1828 in Bordeaux, Frankreich, Maler

"Ich hatte drei Lehrer, Rembrandt, Velázquez und die Natur" (Goya)
Francisco de Goya y Lucientes wurde 1746 in dem kleinen Dorf Fuendetodos in Aragonien geboren und zog mit seiner Familie bald nach Saragossa, wo er im religiösen Institut der Escuelas Pias seine erste Bekanntschaft mit der Kunst machte. Mit 14 Jahren kam er in die Werkstatt von José Luzan Martinez, wo er in die Zeichenkunst eingeführt wurde, indem er alte Drucke kopierte.

Aufgrund seiner einfachen Herkunft (sein Vater war Vergolder) fand Goya zunächst keinen Zugang zu den akademischen Künstlerkreisen, und nachdem er bitterlich darüber enttäuscht war, nach einem Zeichenwettbewerb nicht an der Königlichen Akademie San Fernando in Madrid angenommen zu werden, trat er in die Schule des im Dienst des spanischen Hofs stehenden Malers Francisco Bayeu ein. Nachdem er 1769 nach Italien reiste, kehrte er 1771 nach Saragossa zurück, wo er im Juni 1772 das Fresko des kleinen Chors der Kirche fertigstellte.

Innerhalb kurzer Zeit stieg er zu einem der bestbezahlten Maler der Stadt auf, der u.a. elf Ölgemälde für die Kapelle des Karthäuserkloster schuf. Mit der Heirat mit Bayeus Schwester Josefa im Juli 1773 sicherte er sich zudem die öffentliche Anerkennung, nach der er bereits so lange strebte. 1774 ging Goya nach Madrid, um unter seinem Schwager in der Königlichen Gobelinmanufaktur zu arbeiten und Vorlagen, sogenannte Kartons, für Bildteppiche zu entwerfen. Obwohl die königliche Manufaktur zu den bedeutendsten Europas zählte, reichte es dem ehrgeizigen Goya nicht, dass seine Werke lediglich die Grundlage für Tapisserien (u. a. für den Speisesaal im Escorial) bildeten.

Seinen ersten großen Erfolg feierte er, als er sich durch den Tod von Mengs frei gewordenen Platz in der Academia San Fernando bewarb und sein - von seinem großen Vorbild Diego Velázquez inspiriertes - Werk "Christus am Kreuz" einstimmig angenommen wurde. Auf der Welle des Erfolgs als Maler religiöser Themen beauftragte ihn König Karl III. mit der Ausführung einer der sieben Altartafeln für die Kirche von San Francisco el Grande in Madrid. Er übernahm weiterhin kirchliche Aufträge und entwarf Gobelin-Muster.

Die Grundlage für seinen späteren Ruhm legte Goya jedoch mit Arbeiten für den mächtigen Premierminister Floridablanca und den Brudes des Königs, den Infanten Don Luis de Borbón. Auch seine im Gegensatz zur normierten höfischen Malweise in einem sehr persönlichen Stil gehaltenen Bildnisse von Kindern machten ihn berühmt - dieses Thema sollte Goya, der vier seiner insgesamt fünf Kinder mit Josefa im jüngsten Alter verlor, sein Leben lang begleiten.

Während er als Künstler immer größere Anerkennung erfuhr (u. a. wurde er mit den offiziellen Porträts der Krönungsfeierlichkeiten von Karl IV. betraut), warf seine schwere Krankheit ihn stark zurück, denn 1792 war der Maler von einer Taubheit befallen worden, die ihn sein Leben lang quälen sollte. Um Gerüchten über das Ende seiner Karriere entgegenzutreten, widmete er im Januar 1794 dem Freund Don Iriarte elf kleine Bilder auf Blech, in denen er, wie er im Begleitschreiben formulierte, seinen Gefühlen und Einfällen freien Lauf habe lassen können wie es ihm in den Auftragswerken bislang nie möglich gewesen sei.

Nach dem Tode Bayeus wählte ihn die Akademie 1795 zum neuen Direktor. Goya galt nun als bedeutendster Maler Spaniens. Zu dieser Zeit trat auch die Herzogin von Alba in sein Leben, von der man kolportiert, sie habe "nicht ein einziges Haar auf dem Kopf, das nicht Verlangen erweckt". Eine geheimnisvolle Liebe verband ihn mit der hochmütigen Frau, und die Bildnisse, die Goya von ihr malte, werden heute zu seinen schönsten Gemälden gerechnet.

Seine Krankheit zwang ihn, den Lehrstuhl an der Akademie aufzugeben, doch mit seinen Hexenszenen und den Caprichos, einer Serie von Radierungen, die im Januar 1799 erschien, festigte er seinen Ruhm ebenso wie mit den Porträts aufklärerischer Freunde, in denen er erneut die Fähigkeit unter Beweis stellte, in seinen Bildern den Charakter des Menschen einzufangen. 1800 entstand eines seiner berühmtesten Meisterwerke, Die Familie Karls IV., in dem sich der Maler - ähnlich wie Velázquez in den "Las Meninas" - im Hintergrund selbst darstellte.

Doch bis 1808 erhielt der Erste Hofmaler keinen königlichen Auftrag mehr. Stattdessen zeichnete sich in den zahlreichen Porträts, die Goya malte, bereits jene bürgerliche Auffassung ab, die die Malerei des 19. Jahrhunderts bestimmen sollte. Verzweifelt über das Schicksal seines Vaterlandes und durch seine Taubheit isoliert, brachte Goya seine Bedrückung in erschütternden Bildern zum Ausdruck: Spanien geriet in einen Strudel historischer Umwälzungen: 1807 marschierte Napoleon unter dem Vorwand in das Land ein, es gegen seinen Feind England beschützen zu wollen und setzte später seinen Bruder Joseph als Regenten ein. Als Anfang 1808 Madrid besetzt wurde, kam es zu wütenden Aufständen - der Beginn eines brutalen Volksaufstandes gegen die französischen Invasoren. Goya zog sich vom Hof zurück und konzentrierte sich in den Jahren 1810 bis 1820 vor allem auf eine Serie von 80 Radierungen über die Schrecken des Krieges, "Desastres de la Guerra".

Nachdem die liberale Revolution dem König 1820 eine konstitutionelle Verfassung aufzwang, widmete sich Goya seinen vielleicht geheimnisvollsten Werken, den Pinturas Negras: "schwarzen Bildern", die als Ölmalerei direkt auf den Putz seines Esszimmers und Salons ausgeführt wurden und die wohl in engem Zusammenhang mit dem seelischen und gesundheitlichen Zustand des sich immer pessimistischeren und menschenfeindlicheren Malers stehen. Er entdeckte in dieser Zeit für sich aber auch eine neue Drucktechnik, die Lithographie.

Als es Ferdinand VII. mit Hilfe französischer Truppen 1823 gelang, erneut eine absolutistische Herrschaft zu errichten, verließ Goya die Stadt, um in Bordeaux ein Exil zu finden. Obwohl sein Gesundheitszustand sich stetig verschlechterte - er litt an einer halbseitigen Lähmung und einem Tumor und konnte nicht mehr gut sehen - widmete er sich weiterhin mit großer Hingabe seiner geliebten Arbeit, u. a. entstanden hier rund 40 in der Art der "Caprichos" gehaltenen Miniaturen, bei der Wassertropfen auf geschwärzte Elfenbeinplättchen gespritzt wurden, so dass keine Druckplatte der anderen glich.

Doch am 2. April 1828 trat eine völlige Lähmung ein, und in der Nacht vom 15. auf den 16. April 1828 starb Goya, umgeben von seiner Familie und engsten Freunden.

"Goya ist immer ein großer, oft ein erschreckender Künstler ... Keiner hat sich weiter vorgewagt ins Gebiet des Absurden" (Charles Baudelaire) (DJFL)


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