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Klaus Dill

* 6. Oktober 1922 in Neustadt an der Weinstraße, Deutschland • † 19. Februar 2002 in Frankfurt, Hessen, Deutschland Filmplakatmaler, Grafiker Der allgemeinen Anerkennung kann sich Klaus Dill ...

Biografie zu Klaus Dill


* 6. Oktober 1922 in Neustadt an der Weinstraße, Deutschland • † 19. Februar 2002 in Frankfurt, Hessen, Deutschland
Filmplakatmaler, Grafiker

Der allgemeinen Anerkennung kann sich Klaus Dill sicher sein; unzählige Ausstellungen und Berichte über sein Werk zeugen von der Beliebtheit dieses Zeichners und Malers. Im Karl-May-Jubiläumsjahr 1992 wurde er von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung tituliert als "der beste deutsche Westernmaler".

Für die unüberschaubare Schar der Klaus Dill-Fans ist eine solche Bezeichnung keine Überraschung. Dabei braucht der beste deutsche Westernmaler den Vergleich mit den großen us-amerikanischen Westernmalern seit Frederic Remington und Charles M. Russell nicht zu scheuen. Allerdings hatten diese ihre Motive und die Sujets im eigenen Land.

Wie wurde aus Klaus Dill der Künstler, dessen Signatur das Gütesiegel ist für hervorragende Bilder, mit denen er seine Kollegen hierzulande, die auch für das Westerngenre gezeichnet und gemalt haben, überragt?

Klaus Dill wurde am 6. Oktober 1922 in Neustadt an der Weinstraße geboren; damals trug seine Geburtsstadt noch den Zusatz "an der Haardt". Er war der mittlere von drei Söhnen, zu denen sich später noch eine Tochter gesellte. Die Familie lebte im Haus des Großvaters, der ein Haushaltswarengeschäft betrieb.

Der Vater, an den sich der Sohn Klaus als hochbegabt erinnert, arbeitete bei der BASF im nicht weit entfernten Ludwigshafen in der Werbe-Abteilung, die damals "Propaganda-Abteilung" genannt wurde. Nach dem Zusammenschluss vieler deutscher Chemiebetriebe zur IG (Interessengemeinschaft) Farbenindustrie AG als großmächtigem Konzern wurde der Vater in die neue Zentrale der IG Farben nach Frankfurt am Main versetzt.

Die Familie bezog ein Reihenhaus in einer werkseigenen Siedlung im Frankfurter Stadtteil Eschersheim. Die zeichnerischen Versuche des jungen Klaus Dill unterstützte und förderte der strenge Vater durch Anleitung und Korrektur. Die Lieblingsmotive des Jungen, angeregt durch Lektüre, waren Indianer und Cowboys.

Mit 17 Jahren, 1939, begann Klaus Dill an der Städelschule, der Kunsthochschule in Frankfurt am Main, das Studium, das durch die Einberufung zum Arbeitsdienst 1941, nach drei Semestern, ein jähes Ende fand. Anschließend wurde er zur Wehrmacht eingezogen und kam im Frühjahr 1942 als Funker auf die Krim.

Nachdem seine beiden Brüder im Krieg gefallen waren, wurde Klaus Dill, inzwischen im nördlichen Russland eingesetzt, vom Fronteinsatz zum Stab des Artilleriekorps als Kartenzeichner versetzt. So überlebte er den Krieg und kam 1945 in sowjetische Kriegsgefangenschaft. 1949 kehrte er heim und hatte acht Jahre, die wichtigsten für Studium und künstlerische Entwicklung eines jungen Menschen, verloren.

Klaus Dill nahm 1949 sein Studium wieder auf und ging an die renommierte Werkkunstschule, die heutige HfG Hochschule für Gestaltung ins benachbarte Offenbach am Main. Hier begann sein Weg als "der beste deutsche Westernmaler" und "der deutsche Hollywood-Maler", wie ihn die Zeitschrift "Prinz" genannt hat.

Gern wäre Klaus Dill in den Semesterferien zu seinem Onkel Otto Dill "in die Lehre" gegangen. Doch die Tante verhinderte dies; sie fürchtete wohl, hier könnte ein Konkurrent für den "Löwen- und Pferde-Dill", wie Otto Dill genannt wurde, heranwachsen. Dieser war 1884 in Neustadt zur Welt gekommen. Dank eines Förderers konnte der malerisch begabte Otto Dill - allerdings erst als 24jähriger - das Studium der Malerei an der Münchner Akademie beginnen, wo er zum Meisterschüler des bekannten Tiermalers Heinrich von Zügel wurde.

Anders als sein Lehrer Heinrich von Zügel, der zur Idylle neigte, schuf Otto Dill mit seinen Bildern dramatische Bewegungsabläufe. Otto Dill, inzwischen Mitglied der Münchner und der Wiener Sezession und Professor in München, ging auf Reisen, zweimal nach Afrika, 1924 und 1929, wo er seine Löwen zum ersten Mal in freier Wildbahn und nicht im Zoo sah. 1930 übersiedelte er von München nach Bad Dürkheim und kehrte an die Weinstraße zurück.

1949 wurde er, ein herausragender Maler des deutschen Impressionismus, der zusammen mit Corinth, Max Liebermann und Slevogt genannt werden muss, Ehrenmitglied der Akademie der bildenden Künste in München. 1957 ist Otto Dill gestorben. Da war sein Neffe Klaus Dill schon ein anerkannter Zeichner und Maler.

Klaus Dill, der Anregungen in den Bildern seines Onkels gefunden hat, erfuhr keine Förderung durch ihn. Vielleicht sollte dies nicht beklagt werden. Sonst wäre eventuell aus Klaus Dill nur ein deutscher Spätimpressionist geworden - und nicht der beste deutsche Westernmaler.

In Klaus Dills Offenbacher Zeit an der damaligen Werkkunstschule fallen die ersten Aufträge , die er für Film und Buch zu fertigen hatte. 1952 entstand sein erstes Filmplakat - für einen Western. Und Klaus Dill lernte den Schriftsteller Joachim Rennau kennen, der in Frankfurt wohnte. Der drei Jahre ältere Autor hatte unter dem Pseudonym Rolf Randall - und unter weiteren Namen - Heftromane geschrieben.

Er war der Hauptautor der Serie um den legendären und damals noch lebenden Billy Jenkins, den König der Cowboys. Die Heftromane erschienen seit 1949 im Uta-Verlag (in Essen, dann in Sinzig, schließlich in Bad Godesberg). Rolf Randall war auch der Hauptautor der Heftromane um den Wildwest-Helden Tom Prox, der vom Konkurrenten Billy Jenkins zu dessen Freund wurde; diese Serie erschien seit 1950 im Uta-Verlag, wo auch seit 1951 Pete erschien; viele Hefte dieser "Zeitschrift für die Jugend" verfaßte auch Rolf Randall.

Neben die Heftausgaben dieser Serien traten dann die dicken Bücher, die in den Leihbüchereien darauf warteten, den Lesehunger zu stillen. Die etwa 250 Seiten umfassenden Tom-Prox-Bücher erschienen seit 1951, das erste Pete-Buch gab es zwei Jahre später. Von Anfang an zählte Klaus Dill zu den Malern, die die bunten Bilder für die Schutzumschläge schufen. Schaut man sich heute diese Bücher an, fällt auf, daß die besten Darstellungen die von Klaus Dill sind, die auch schon seine typische Art zeigen.

Es folgten die Titelbilder anderer Bücher, der Bessy-Comics, die in dem Buch WesternArt von Martin Hilland abgehandelt werden, für die Romane von Zane Grey, den man den us-amerikanischen Karl May genannt hat, die im Verlag Franz Schneider in München Ende der 60er Jahre neu aufgelegt wurden. Ab 1989 wandte sich Klaus Dill dem Werk von Karl May zu. (DJFL)


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