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Luggi Waldleitner

* 1. Dezember 1913 in Kirchsee, Bayern, Deutschland, als Ludwig Waldleitner • † 16. Januar 1998 in Innsbruck, Österreich, Produzent Beim Skifahren in Tirol hatte Waldleitner den Kameramann Guzzi ...

Biografie zu Luggi Waldleitner


* 1. Dezember 1913 in Kirchsee, Bayern, Deutschland, als Ludwig Waldleitner • † 16. Januar 1998 in Innsbruck, Österreich, Produzent

Beim Skifahren in Tirol hatte Waldleitner den Kameramann Guzzi Lantschner kennengelernt, der einen Assistenten suchte und den Filmbegeisterten mit nach Berlin nahm. Das Jahr: 1936, das Projekt: Leni Riefenstahls Olympia Film, für den er als Kabelträger, Kameraassistent und Aufnahmeleiter arbeitete. Später war er bei Siegel-Monopol-Film, Algefa-Film, UFA, Lubitsch-Film und Wolzogen-Film als Aufnahmeleiter, Regie-Assistent und Produktions-Assistent tätig und schließlich ab 1943 bei der Berlin Film als Produktionsleiter.

Nach dem Krieg betrieben er und seine Jugendliebe und spätere Ehefrau Ilse Kubaschewski das Kurfilmtheater in Oberstdorf. Beide gründeten dann den Gloria Filmverleih. Von 1949 bis 1951 war Waldleitner noch Herstellungsleiter bei Kurt Ulrich von der Berolina Film. Als die "Kuba" mit der Gloria Film rasante Karriere machte, trennten sie sich, und Waldleitner gründete Ende 1951 seine Roxy Film.

Waldleitner hat im Laufe seines 45-jährigen Produzentenlebens weit über 100 Filme produziert, co-produziert und in die Kinos gebracht, dem Wirtschaftswunder Heimatfilme geliefert, der Adenauer-Ära den ersten Spiegel vorgehalten, mit den Autorenfilmern gemeinsame Sache gemacht und an den jeweiligen deutschen Filmwellen mitgestrickt. Und dabei ist sich Luggi Waldleitner, der sechs Wochen nach seinem 84. Geburtstag starb, trotzdem immer treu geblieben: der grantelnde Gastwirtssohn aus dem Oberbayerischen, der mit seiner Davidoff überall präsent war und ohne den vier Jahrzehnte bayerische (und damit deutsche) Filmgeschichte undenkbar wären.

"Ich stehe im rechten Lager, hat er sich einmal definiert, "arbeite mit den Linken und vergnüge mich mit den Liberalen." Als sein Duzfreund Franz Josef Strauß ihm einmal seine Zusammenarbeit mit Rainer Werner Fassbinder vorwarf, entgegnete er nur: "Was willst du denn? Ich habe ja auch nichts dagegen, wenn du mit Breschnew zum Mittagessen gehst." Wen er nicht mochte, mit dem legte er sich an: "Was will denn der langhaarige Aff' da?" moserte er bei einem Berlinale-Empfang über den jungen Wim Wenders.

Wen er aber mochte, mit dem konnte er Geschäfte machen oder denen konnte er aus der Patsche helfen, wie Doris Dörrie, der mitten im Moskauer Filmfestival einmal das Geld ausgegangen war. Die Hochachtung erstreckte sich übrigens auf beide Seiten. Alexander Kluge zollte ihm den Tribut; er sei "der einzige mir bekannte Altproduzent, der zu allen Zeiten für sämtliche Verbindlichkeiten persönlich gehaftet hat".

Waldleitner konnte in einer langen Champagner-Nacht Dutzende Hände schütteln und frühmorgens hellwach an seinem Schreibtisch fünf Stockwerke über dem Stachus sitzen. Was wäre ohne ihn vielleicht alles nicht zustandegekommen: die bayerische Filmförderung, die Beteiligung des Freistaats an den Münchner Filmwochen und natürlich Streifen von Tausend rote Rosen blühn über Das Mädchen Rosemarie, sieben Simmel-Adaptionen und Lili Marleen bis zu Jenseits der Stille, einem der Flaggschiffe des hoffnungsvollen deutschen Films.

Luggi Waldleitner hat unzählige internationale Preise gewonnen, u. a. 1958 einen Golden Globe für Rolf Thieles Drama Das Mädchen Rosemarie und 1978 eine Oscar-Nominierung für Hans W. Geissendörfers Film Die gläserne Zelle, und wurde mit zahlreichen Bundes- und Staatsauszeichnungen geehrt, darunter mit dem großen Bundesverdienstkreuz.

Als einer der großen alten Herren des deutschen Kinos vereinte Luggi Waldleitner drei Generationen von Filmemachern in sich. Der Kritiker Peter Buchka (Süddeutsche Zeitung) schrieb über den verdienten Produzenten: "Luggi Waldleitner hat in seinem Leben mehr Filmpolitik gemacht als alle Kultusminister zusammen."

Oscar-Nominierung für 1978 als Produzent von "Die gläserne Zelle" (Bester Auslandsfilm) (DJFL)


Filme auf DVD oder Blu-ray Disc mit Luggi Waldleitner




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Als Biografie bezeichnet man die Lebensbeschreibung einer Person. Eine Biografie ist die schriftliche Präsentation des Lebenslaufs eines Menschen. Die präsentieren wir euch für zahlreiche Stars. Neben der Beschreibung geben wir euch einen Einblick auf die erschienen DVDs oder Blu-ray Discs. Dazu kommen Erwähnungen in News und Blog-Einträgen.

Wir konzentrieren uns mit unseren Biografien auf Schauspieler und Schauspielerinnen, aber auch Regisseure und andere Prominente aus der Film-Branche.

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