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TECHNISCHE DATEN
zu Spider-Man

RC B FSK Freigabe ab 12 Jahren
BLU-RAY-Typ: 1 x Blu-ray
Medium: BLU-RAY
Genre: Fantasy
Bildformat:
High Definition (1.85:1) - 1080p
Tonformat:
Deutsch: Dolby Digital 5.1,Englisch: Dolby True HD 5.1,Englisch: L-PCM Stereo,Italienisch: Dolby Digital 5.1,Französisch: Dolby Digital 5.1,Spanisch: Dolby Digital 5.1,Katalanisch: Dolby Digital 5.1
Verpackung: Blu-ray Case
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Türkisch, Dänisch, Schwedisch, Finnisch, Norwegisch, Holländisch, Italienisch, Französisch, Spanisch, Arabisch
EAN-Code:
4030521728134 / 4030521728134
+++ ..DVD-RUBRIKEN.. +++

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Spider-Man

Titel:

Spider-Man

Label:

SONY Pictures Home Entertainment

Regie:

Sam Raimi

Laufzeit:
121 Minuten
Genre:
Fantasy
FSK:
ab 12 Jahren
Erscheinung:

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Stand der Preise: 26.02.2017 00:38:02.
Inhaltsangabe zu Spider-Man:


Peter Parker ist ein normaler Junge, der als Waise bei Tante May und Onkel Ben aufwächst und obendrein für die schöne Nachbarstochter Mary Jane schwärmt. Als er jedoch bei einer Schul-Exkursion von einer genmanipulierten Super-Spinne gebissen wird, entwickelt Peter plötzlich unglaubliche Fähigkeiten: Phantastische akrobatische Talente, einen übernatürlichen Instinkt für Gefahren und die Begabung, Netze zu spinnen. Begeistert macht er das Beste aus seinem neuen Potential: Geld. Doch dann wird Onkel Ben bei einem Überfall getötet und sein Vermächtnis Aus großer Kraft folgt große Verantwortung lastet schwer auf ihm. Als SPIDER-MAN widmet Peter Parker nun sein Leben dem Kampf gegen das Böse. Sein Erzfeind kommt aus dem direkten Umfeld: Norman Osborn, Vater von Schulfreund Harry, mutiert zum skrupellosen Grünen Kobold und terrorisiert New York. Auch Tante May und Mary Jane sind nicht mehr sicher. Es kommt zum Kampf auf Leben und Tod! Spider-Man stammt aus dem Hause SONY Pictures Home Entertainment.


Spider-Man Trailer ansehen:

Schauspieler / Schauspielerinnen in Spider-Man:


Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Spider-Man:
Wir schreiben die Jahrtausendwende: Bryan Singer versammelt in der gleichnamigen Adaption Marvels Heldenvereinigen die „X-Men“ unter der Leitung von Mutant Professer X auf der großen Leinwand und ebnet mit einem finanziell und qualitativ überzeugenden Resultat den Weg für die stetig anschwellende Comic-Adaptions-Invasion des 21. Jahrhunderts. Zwei Jahre später folgt mit Sam Raimis „Spider-Man“ der endgültige Durchbruch der filmgewordenen Comics auf Mainstream- und Blockbusterebene und ermöglicht weiteren, zu Unrecht degradierten Superhelden, wie Ang Lees ambitioniertem „Hulk“ (2003) oder Guillermo del Toros eigensinnigem „Hellboy“ (2004), einen ersten Leinwandauftritt. Flut und Hype des besagten Genres erweisen sich allerdings nicht zwangsläufig als Erfolgskonzept. Abgesehen von enttäuschten Erwartungen der Fans, kratzen vor allem peinliche Auftritte, wie Halle Berrys „Catwoman“ (2004) oder Jennifer Garners „Elektra“ (2005), am Image der neuauferstandenen Comicverfilmungen – notwendige Kollateralschäden?

Zehn Jahre nach „Spider-Man“: Der Boom scheint nicht nachzulassen und obwohl „The Green Lantern“ letztes Jahr (in jeder Hinsicht) mit Vollgas gegen die Wand gefahren war, geben Hollywoods Produzenten weiteren Adaptionen gerne grünes Licht, denn die Einnahmequelle „Comicverfilmung“ scheint längst noch nicht erschöpft. Geändert hat sich neben obligatorischen 3D-Extensions besonders der Drang in die Abgründe der Strahlemänner vorzudringen – ausgelöst von Christopher Nolans „Batman“-Reboot („Batman Begins“, „The Dark Knight Rises“). Fans des düsteren Trends müssen allerdings noch ein paar Wochen warten, bevor Nolan mit „The Dark Knight Rises“ dem dunklen Ritter eine epische Conclusio inszeniert. Denn auch schon davor wird und wurde bereits 2012 Comicverfilmungs-Geschichte geschrieben. Joss Whedon führte Ende April eine Horde großer Superhelden-Egos im „Avenger“-Klassentreffen zusammen, sprengte sämtliche Erwartungen und befindet sich gerade im absoluten Box-Office-Höhenflug, bis schließlich Marc Webbs „The Amazing Spider-Man“ im Juli dreidimensional durch die Kinos schwingt.

Webbs engagiertes „Spider-Man“-Reboot steht trotz starkem Cast und kreativer Regie im Schatten von Hollywoods düsterstem Abgrund: Dem schnellen Geld. Dies spielte vermutlich auch bei der Wahl Sam Raimis als „Spider-Man“-Regisseur vor über zehn Jahren eine Rolle. Entgegen vieler (berechtigter) Befürchtungen entpuppte sich dieses Standartvorgehen jedoch als Glücksgriff. Nicht selten werden innovativen Independent-Regisseuren hoch budgierte Adaptionen angeboten, um sich in der A-Liga zu profilieren – damit einhergehend werden ihnen aber oft mit strengen Auflagen die Hände gebunden, woraus die berüchtigten „kreativen Differenzen“ erfolgen. Mutige Ausnahmen, wie Peter Jacksons einmalige „Herr der Ringe“-Trilogie, dürfen in diesem Zusammenhang gerne mit Raimis „Spider-Man“-Trilogie genannt werden. Beide Regisseure schufen mit Splatter- und Gore-Filmen unumstößliche Kultwerke, wie „Braindead“ (Jackson, 1992) oder „Evil Dead“ (Raimi, 1981) und gehören seit ihren Blockbuster-Erfolgen zur etablierten Gesellschaft der Filmindustrie. Bleibt zu hoffen, dass Webb seine freie, offene und ehrliche Art kombiniert mit frischen Inszenierungseinfällen vom Independent-Meisterwerk „(500) Days of Summer“ im kommenden Reboot auf den Spinnenmann übertragen kann.

Raimi selbst gelang diese Hürde mit Bravour. „Spider-Man“ vereint die besten Aspekte des Blockbusterkinos mit gut aufgelegten Darstellern, flüssiger und kurzweiliger Inszenierung, sowie dem Anspruch nicht nur als notwendige Exposition für ein potentiell profitables Franchise zu dienen, sondern als eigenständiges Werk, das nach und nach ergänzt und vervollständigt werden kann und wurde, der menschlichen Spinne eine adäquate Zelluloiddarstellung zu bieten.

Die unscheinbare „Amazing Fantasy“-Ausgabe Nr. 15 ist nicht nur symbolisches Mekka für alle Spidey-Fans, sondern bereicherte das amerikanische Kulturgeschehen um den ersten Auftritt von Peter Parkers Alter Ego Spider-Man. Kurzerhand erschien später eine eigene Comicreihe mit dem titelgebenden Helden „The Amazing Spider-Man“ und auch heute noch spinnt die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft ihr Netz durch die Seiten sämtlicher Comichefte. Sein Name wird in einem Atemzug mit Superman und Batman genannt und wenn es um die Beliebtheit geht, steht Spidey ebenfalls ganz oben auf der Lieblingscomichelden-Liste, wenn er nicht gerade sogar schon zum Nationalheiligtum der vereinigten Staaten von Amerika erkoren wird. „With great power comes great responsibility“ wird also nicht nur zu Peter Parkers Leitmotiv, sondern lässt sich auch auf Raimis Verfilmung adaptieren.

Die spannendste Frage ist somit die der Exegese der mannigfaltigen Vorlagen. Drehbuchautor David Koepp schöpft aus einem bunten und illustrierten Comicuniversum, kreiert von Stan Lee und Steve Ditko, das seinen Ursprung in den 60er Jahren hat. Wo im Comic der Biss einer radioaktiven Spinne Initialzündung zu Parkers Schicksal war, passt Koepp die Handlung dem Zeitgeschehen an und ersetzt „radioaktiv“ mit „genmanipuliert“, wovon 1962 noch kein Mensch geredet hat. Daraus resultieren gravierende Veränderungen, wie beispielsweise Spideys mechanische Netzdrüsen, die nun durch eine Veränderung der Gene überflüssig geworden sind: Die Netze kommen bei Raimi aus Drüsen am Handgelenk und sind somit organischer Art. Auch Peters High-School-Liebe Gwen Stacy spielt (vorerst) keine Rolle. Trotzdem vereintt Koepp eine überschaubare und ausgeglichene Anzahl an Figuren aus den Comics im Handlungsgerüst von „Spider-Man“.

Peter Parker alias Spider-Man (Tobey Maguire) bleibt im Sinne Lees und Ditkos ein Außenseiter und schüchterner Streber, der seit der vierten Klasse in Nachbarin Mary Jane Watson (Kirsten Dunst) verliebt ist. Dazu gesellt sich der Tod seiner Eltern und die Tatsache, dass er bei Tante May (Rosemary Harris) und Onkel Ben (Cliff Robertson) in durchschnittlichen Verhältnissen lebt. Freund und Klassenkamerad Harry Osborn(James Franco) und dessen wohlhabender Vater (Willem Dafoe) und Gründer der Firma „Oscorp“ spielen ebenfalls tragende Rollen. Zuletzt genannter wird im Verlauf der Ereignisse zu Spideys. Nemesis Green Goblin und vereint das gerne im Comic aufgegriffene „Dr. Jakyll and Mr. Hyde“-Motiv mit einem klassischen „Spider-Man“-Antagonisten. Als hervorragend erweist sich diese Charakterkonstellation, wenn Peter und Normans Alter Egos im obligatorischen finalen Aufeinandertreffen kollidieren und trotzdem neben schwarz-weißer Gut-gegen-Böse-Thematik, die zwischenmenschlichen Beziehungen im Vordergrund der Handlung stehen.

Gegen den Trend aktueller Verfilmungen des gefragten Genres entpuppt sich Vieles in Raimis inszenierter Comicwelt als weit weniger facettenreich, wie beispielweise in Zack Snyder Meisterwerk „Watchmen“. Allerdings zeichnet gerade eine gewisse Naivität den Charme der bunten „Spider-Man“-Filme aus, da zumal die Herkunft des Comics diesen Stil legalisiert und desweiteren sich stets fantastische/komödiantische Elemente mit ernster Dramatik in ausgeglichener Symbiose befinden, die sich weder Kitsch, noch Trash vorwerfen lassen muss. Natürlich ist Koepps Script nicht fehlerfrei und schwächelt vor allem an gesetzten Konventionen, die vor allem im letzten Drittel zu Tage kommen. Doch selbst dieser nachgiebigere Teil von „Spider-Man“ ist immer noch kurzweiliges Blockbuster-Kino at his best. Vermutlich war es genau die Mischung zwischen Mainstream und Comic, die Raimis Hollywood-Debüt so erfolgreich gemacht haben.

Dabei gesteht Raimi dem Zuschauer nicht einmal ein befriedigendes Happy-End zu, was unter anderem Ergebnis der tragisch vernetzten Figurenkonstellation und -entwicklung ist. Geschickt wird mit dem Gedanken „Spider-Man“ als Exposition gespielt, allerdings ohne penetrant auf anstehende Sequels zu drängen, sondern eine zusammenhängende Entwicklung zwischen den einzelnen Fortsetzungen zu ermöglichen. Wenn Peter am Ende die Worte seines Onkels resümiert, bleibt trotz trauriger Stimmung die Erinnerung an einen Film voll von atemberaubenden, spannenden und romantischen Momenten. Neben legendären Kamerafahrten, die Spidey durch die Häuserschluchten Manhattens folgen, meißelte sich vor allem ein Moment in die Steintafeln der Filmgeschichte: Der erste Kuss von Peter/Spidey und MJ kopfüber im Regen. Ein verklärter Kitschmoment? Nein, vielmehr das Zeugnis einer durch und durch sympathisch und menschlich erzählten Coming-of-Age-Geschichte im Superheldengenre.

Dass Peter/Spidey sofort das Publikum auf seiner Seite hat, ist in erster Linie Tobey Maguire zu verdanken. Humorvoll und tollpatschig erfüllt er seine Paraderolle, die ihm wie auf den Leib geschnitten ist. Zwischen schüchternem Normalo und anfangs unkoordiniertem Superheld, verkörpert Maguire auch den nach und nach erfolgenden Wandel seiner Figur gekonnt. „Meine Gabe, mein Fluch!“, sagt Peter/Spidey wenn er nach dem Tod seines Onkels dessen Worte verstanden hat: „Aus großer Kraft folgt große Verantwortung“. Die kürzlich auf den Filmfestspielen in Cannes als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnete Kirsten Dunst ergänzt Maguires Spiel wunderbar und passend, obwohl sie selbst oft mit ihrem Charakter unzufrieden war. James Franco ergänzt das Trio der Stars, die dank „Spider-Man“ ihren internationalen Durchbruch feiern konnten und hinterlässt trotz seiner kleinen und konventionell angelegten Rolle einen guten Eindruck.

Charakterdarsteller Willem Dafoe krönt den Cast nicht mit seinem großen Namen, sondern bekommt als Antagonist eine adäquate Rolle, in der sich die Mime sowohl spielfreudig, wie auch dramatisch austoben darf. Raimi traut seinem Publikum einen etwas anspruchsvolleren und interessanteren Gegner zu, der nicht nur aus irgendeiner unerklärbaren Weltherrschafts-Motivation handelt, sondern gerade im Bezug zu den restlichen Figuren eindeutig in Richtung komplexer durchtriebener Gegenspieler geht. Wenn Dafoe in einer Szene seinem Alter Ego im Spiegel gegenüber steht oder Normans schizophrene Konflikte austrägt, kratzt der amerikanische Schauspieler in seinen besten Momenten am Niveau eines Jack Nicholsons oder Heath Ledger, die Batmans Mephisto zwar unterschiedlich interpretieren, aber dennoch darstellerische Glanzleistungen lieferten.

Garniert wird die Darstellerriege mit dem mittlerweile obligatorischen Auftritt von Marvel-Urgestein und Spider-Man-Schöpfer Stan Lee und einem herrlichen Cameo-Auftritt von Raimis Weggefährten Bruce Campbell, der als schmieriger Wrestling-Kommentator Spidey im englischen O-Ton als „the amazing Spider-Man“ ankündigen darf, sowie mit J. K. Simmons absurd übertriebenem Overacting als Daily-Bugle-Chefredakteur. Beabsichtigt oder nicht: Durch die nur beiläufige Einführung und Vertiefung von Simmons Rolle, sowie der Figuren von Rosemary Harrs und Cliff Robertson, baut Raimi eine gelungene Basis auf, die er später zu elementaren Bausteinen seiner „Spider-Man“-Trilogie verankert. So bleibt Onkel Bens Tod nicht nur Selbstzweck, um Peters Verantwortungswandel herbeizuführen, sondern wird zu einem Motiv, das auch in den Fortsetzungen zur Charaktervertiefung und -entwicklung eine wichtige Rolle spielt.

Dass „Spider-Man“ als Comicverfilmung den Anspruch auf starke Action-Sequenzen hat, ist natürlich selbstverständlich. Raimi versteht aber sein Handwerk und opfert Cast und Drehbuch nicht zu Gunsten eines Actionfilms, sondern wiegt dezent zwischen Krawall und Drama ab. Nüchtern betrachtet fällt zehn Jahre später eines mehr auf den je: Raimis Arbeit besticht als Gesamtwerk. Einzelne actionreiche Momente sind trotz sicherer und temporeicher Inszenierung zu sehr auf Spektakel getrimmt und funktionieren nur im fertigen Film, da ansonsten nur die Ausrede von Pionierarbeit die gealterten Effekte kaschieren könnte. Dieses Manko betrifft aber nur die Optik und lässt sich in Anbetracht der restlichen Schauwerte und ästhetischen Einfälle verkraften. Ein letzter Erwähnter sei Komponist Danny Elfman, der leitmotivische und tolle Arbeit geleistet hat und nicht zuletzt mit der epischen Main Theme zur Vollendung von „Spider-Man“ beigetragen hat.

Fazit: Zehn Jahre nach dem Kinostart von „Spider-Man“ bleibt festzustellen, dass Raimis Werk nach wie vor zu den ausgeglichensten Blockbustern des 21. Jahrhunderts gehört und aus der aktuellen Ära von Comic-Adaptionen nicht mehr wegzudenken ist – als Wegbereiter dieser sogar essentiell für die jüngste Kinogeschichte. Bleibt abzuwarten, welchen Platz Mark Webbs „The Amazing Spider-Man“ in dieser Geschichte einnehmen wird. Einen Eintrag aufgrund seiner undankbaren Entstehungsgeschichte hat das „Spider-Man“-Reboot auf alle Fälle schon sicher. ()

alle Rezensionen von Matthias Hopf ...
Peter Parker ist ein normaler Junge, der als Waise bei Tante May und Onkel Ben aufwächst und obendrein für die schöne Nachbarstochter Mary Jane schwärmt. Als er jedoch bei einer Schul-Exkursion von einer genmanipulierten Super-Spinne gebissen wird, entwickelt Peter plötzlich unglaubliche Fähigkeiten: Phantastische akrobatische Talente, einen übernatürlichen Instinkt für Gefahren und die Begabung, Netze zu spinnen. Begeistert macht er das Beste aus seinem neuen Potential: Geld. Doch dann wird Onkel Ben bei einem Überfall getötet und sein Vermächtnis "Aus großer Kraft folgt große Verantwortung" lastet schwer auf ihm. Als SPIDER-MAN widmet Peter Parker nun sein Leben dem Kampf gegen das Böse. Sein Erzfeind kommt aus dem direkten Umfeld: Norman Osborn, Vater von Schulfreund Harry, mutiert zum skrupellosen Grünen Kobold und terrorisiert New York. Auch Tante May und Mary Jane sind nicht mehr sicher. Es kommt zum Kampf auf Leben und Tod! Der erste Teil der Trilogie präsentiert sich wie auch seine jüngeren Kollegen in einem Full-HD-Transfer (1.920 x 1.080 Pixel), jedoch mit einem Seitenverhältnis von „nur“ 1.85:1 (Original). Die Bildqualität weiß dabei über weite Strecken zu gefallen, wenn auch niemals das maximale Potential des Mediums ausgespielt wird. Die Farben wirken im Vergleich zur SD-DVD nochmals kräftiger und feiner abgestuft, was dem bunten Treiben auf der Leinwand sehr gut zu Gesicht steht. Die Schärfe bewegt sich für eine Blu-ray-Disc jedoch nur auf durchschnittlichem Niveau, denn gerade Panoramaaufnahmen lassen es an Durchzeichnung mangeln. Auch weist der Transfer relativ starkes Rauschen auf, welches vom natürlichen Filmgrain kaum noch zu trennen ist. Die Kompression arbeitet jedoch tadellos, Verunreinigungen oder Beschädigungen sind keine sichtbaren vorhanden. (Quelle: Review Spider-Man Trilogie exkl. bei Media Markt, Matthias Schmieder)

Leider versäumte man es bei Sony für die Solo-Auflagen der Einzeltitel aus der „alten“ Spider-Man-Trilogie neue HD-Transfers anzulegen. Somit muss man hier leider mit der gleichen durchwachsenen Qualität inklusive wenig HD-Feeling Vorlieb nehmen wie in der Trilogie Box. Aus diesem Grund stammen die Ausführungen zum Bild auch vom Reviewer-Kollegen Matthias Schmieder aus seiner Review zur exklusiven Media Markt Box! Gegenüber der Erstauflage in der Trilogie-Box wurde bei dieser Auflage die deutsche HD-Spur (Dolby TrueHD) eingespart. Somit gibt es nun bloß noch DD 5.1-Spuren in diversen Sprachen. Dafür liegt nun aber das Original gleich in zwei HD-Formaten (Dolby TrueHD und L-PCM Stereo) vor – eine seltsame VÖ-Politik, die nur unter Einbeziehen der Internationalität des neuen Releases erklärbar erscheint.

An sich gibt es zwar an der deutschen DD 5.1-Spur nicht so viel zu bemängeln, wenn man nicht wüsste wieviel besser das HD-Format im Vergleich klingt! Direktionale Effekte gibt es zuhauf, der Score wird über die gesamte Front ausgegeben und klingt voluminös, die Dynamik passt auch ganz gut und der LFE-Kanal leistet seinen Beitrag. Das HD-Format des Originals ist aber spürbar differenzierter, klanglich einfach deutlich druckvoller und auch die Direktionalität ist höher. Dazu wird der Score auch noch räumlicher eingespielt. Allein der klangliche Vorsprung lässt dagegen die komprimierten Spuren angestaubt wirken! Schade, dass es ausgerechnet die deutsche HD-Spur erwischen musste – hier hätten wir Deutschen natürlich lieber auf die englische L-PCM-Spur verzichtet, zumal ja ein weiteres, noch wertigeres HD-Format in Englisch (Dolby TrueHD) bereits berücksichtigt wurde! Wenigstens hier gibt es nun die erhoffte Aufwertung gegenüber der Trilogie-Box, denn die Blu-ray des Einzeltitels kommt mit den Features der DVD-Releases daher und hat sogar noch zwei neue Funktionen spendiert bekommen, die die erweiterten Möglichkeiten der BD-Technologie nutzen.

Hier zunächst die bekannten Features (alle in SD aufgespielt):

Gleich drei Audiokommentare (Filmemacher & Besetzung, Visuelle Effekte: Designer & Team, Tobey Maguire und J.K. Simmons) hat diese Auflage zu bieten. Alle drei sind Multi-Voice-Kommentare, die als Gesprächsrunde mit wechselnden Sprechern aufgezeichnet wurden. Je weniger die Crew am Kommentar beteiligt ist, desto mehr prägen persönliche Eindrücke und Anekdoten den Kommentar. Die Crew führt hingegen deutlich häufiger Produktionsdetails aus. Unterhaltsam sind alle Kommentare bei wechselhaftem Informationsgehalt. Das HBO-Making Of (ca. 25 Minuten) ist deutlich durchsetzt von Werbung, hält aber auch einen zumindest oberflächlichen Blick hinter die Kulissen bereit. In der Featurette „Spider-Man: Die Mythologie des 21. Jahrhunderts“ (ca. 25 Minuten) spricht Spider-Man-Erfinder Stan Lee zusammen mit dem Zeichner-Team über die Entwicklung der Figur und Comics. Das 40-Minuten-Feature „Spider-Mania: Sondersendung von E! Entertainment“ liefert viele Informationen rund um das Spider-Man Franchise, ist aber auch stark von Werbung durchsetzt. Die „Profile Regisseur und Komponist“ (zusammen ca. 15 Minuten) lassen Cast & Crew über Regisseur Sam Raimi und dessen Passion sowie über Danny Elfman berichten. Nicht ganz neutral, aber durchaus interessant. Das 7-teilige Feature „Hinter den Kulissen von Spider-Man“ (gesamt ca. 32 Minuten) beleuchtet verschiedene Aspekte der Produktion ohne lästige Werbung und ist damit das bessere Making Of! Die Screen Tests (gesamt ca. 5 Minuten) zeigen Bildschirm-Tests von Darstellern aus dem Casting, von CGI-Aufnahmen sowie Make up und Kostümen. Drei Minuten Gags & Outtakes bieten die üblichen Pannen und Patzer vom Set. Weiter geht es mit sechs Webisodes (gesamt ca. 20 Minuten). Diese sind Clips, die fürs Internet produziert wurden und die im Vorfeld des Kino-Releases Informationen in Bezug auf Spider-Man verbreiteten, jedoch nur „Randthemen“ zum Inhalt haben, die nicht bereits in offziellen Werbeclips und Making Ofs gezeigt werden, dennoch sehenswerte Clips! Der Rest der Features entstammt eher dem werbenden Electronic Press Kit, als da wären zwei Musikvideos (zusammen ca. 7 Minuten), satte elf Fernsehspots (zusammen ca. 5 Minuten), der Original Kinotrailer (HD, 1:18 Minuten) und der Trailer von AMAZING SPIDER-MAN (HD, 02:15 Minuten) zur Kino-Neuauflage des modernisierten Franchise. Dieser Trailer ist natürlich neu aufgespielt und nicht schon von früheren DVD-Releases bekannt.

Ebenfalls neu und somit exklusiv auf Blu-ray enthalten ist der Trivia Track „Spider Sense Trivia-Herausforderung“, der filmbegleitend immer wieder mehr oder weniger interessante Fakten zum Franchise an sich, der laufenden Szene oder dem Film an sich mit Text und teils Bild-im-Bild einblendet. Das letzte neue Feature Schnittraum von Spider-Man oder auch Cutting Room ist nichts weiter als das bekannte BD-Live Feature von Sony, in welchem der Zuschauer zum Regisseur wird und sich Szenen des Films in beliebiger Reihenfolge hintereinander abgespielt ansehen kann. Hierfür ist ein Netzwerkzugang (Internet) des Blu-ray-Players notwendig. Auch der Trivia Track nutzt für Informations-Updates die Netzwerkverbindung!

Insgesamt eine durchaus gute Ausstattung, die reichlich Informationen zur Produktion bereithält, oft aber zu sehr an der Oberfläche kratzt und viel zu oft Werbung betreibt. Dass alle Features – abgesehen von den neuen BD-Live-Features – nur in SD aufgespielt sind, enttäuscht in Hinblick darauf, dass für die Extras die gute deutsche HD-Tonspur der Auflage in der Trilogie-Box weggelassen wurde! An SPIDER-MAN scheiden sich die Geister, denn einerseits ist diese Verfilmung von Sam Raimi der Wegbereiter für eine ganze Reihe von Marvel-Comic-Superhelden-Verfilmungen, die heute schon zum guten Ton des modernen Action-Kinos gehören und fast schon wieder langweilen ob ihrer nicht enden wollenden Anzahl, andererseits basiert sie eben nur auf den Comics und nimmt sich laut der Fans vermeintlich zu viele Freiheiten heraus. Dennoch wurde SPIDER-MAN megaerfolgreich und zog zwei kaum weniger gut gelaufene Fortsetzungen nach sich, die dem Erstling aber inhaltlich nicht mehr das Wasser reichen konnten. Sam Raimi drehte den Streifen als massentaugliches Popcorn-Kino höchster Güte mit mehr Story als normal und etwas Tiefgang mit Charakterzeichnung. Der Film weiß auch heute noch sehr gut zu unterhalten, wenngleich er angesichts der seit dem ersten Release des Films nachgekommenen anderen Comic-Verfilmungen zumindest tricktechnisch gesehen etwas angestaubt wirkt.

Die SPIDER-MAN Filme TEIL 1+2 wurden zunächst von Sony nur zusammen mit TEIL 3 als Trilogie Box veröffentlicht. Zur Neuauflage des Franchise in modernisierter Form im Kino (THE AMAZING SPIDER-MAN mit Andrew Garfield anstatt Tobey Maguire als Spider-Man), schickt Sony die ersten beiden Comic-Verfilmungen nun als Einzeltitel ins Rennen um die Heimkinozuschauergunst. Während die Ausstattung mit Extras lobenswerterweise deutlich aufgewertet wurde, blieb der Bildtransfer (leider) gegenüber der Box-Auflage unverändert und wurde ausgerechnet die deutsche Dolby TrueHD-Tonspur eingespart – und das wo es eh schon so wenig deutsche Releases älterer Kino-Blockbuster mit deutschem HD-Ton gibt! Da muss der kaufbereite Fan nun abwägen, ob er eher die Extras braucht, die nur auf der jetzigen Auflage des Einzeltitels auf Blu-ray enthalten sind oder ob ihm HD-Ton in Deutsch wichtiger ist, der wiederum nur auf der Trilogie Box zu finden ist! ()

alle Rezensionen von Marcus Kampfert ...
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Weitere Filminfos:

Originaltitel: Spider-Man
Land / Jahr: USA 2002
Medien-Typ: Blu-ray Disc


Bonusmaterial:
Kinotrailer, Kapitel- / Szenenanwahl, Making Of, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Musikvideo(s), Auch als UMD verfügbar, Spider Sense Trivia Herausforderung, Schnittraum von Spider-Man, 3 Audiokommentare, Spider-Man: Die Mythologie des 21. Jahrhunderts, Spider-Mania: Sondersendung von E! Entertainment, Profile Regisseur und Komponist, Hinter den Kulissen von Spider-Man, Screen Tests, Gags und Outtakes, Webisodes, 11 Fernehspots, Trailer The Amazing Spider-Man
Kommentare:

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