Die Insel
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Darsteller:
Ewan McGregor Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Die Insel:
Lincoln Six Echo und Jordan Two Delta sind unter den letzten Überlebenden der Menschheit, die nach der globalen Verseuchung in nicht allzu ferner Zukunft ihre Existenz in einer kühlen, hoch technologisierten Welt fristen. Tiere scheint es nicht mehr zu geben. Nur einige wenige auserwählte Menschen dürfen die abgeschirmte Umgebung verlassen, um auf der Insel, dem einzigen nicht verseuchten Fleckchen Erde, den Rest ihres Daseins zu verbringen. So heißt es jedenfalls. Doch Lincoln kommt dahinter, dass sie alle menschliche Klone sind, die nur darauf warten, als Ersatzteillager für ihre menschlichen „Besitzer” eines Tages ausgeschlachtet zu werden – die Beförderung auf die Insel bedeutet nichts anderes als den Tod. Gemeinsam mit Jordan gelingt Lincoln die Flucht in die Außenwelt. Die zeitgemäße Science-Fiction-Story, die eine scharfe Kritik an der skrupellosen Wissenschaftshörigkeit der Menschheit darstellt, verarbeitet Ansätze, die in den 70er Jahren bereits von Robin Cook und Michael Crichton in dem grandiosen Film Coma thematisiert wurden. Auch Parallelen zu Steven Spielbergs Zukunftssaga Minority Report sind nicht von der Hand zu weisen. Dennoch gelingt es Michael Bay hier ausgezeichnet, eine schlüssige, spannungsgeladene und geradlinig erzählte neue Variante über eine mögliche Zukunft der Menschheit abzuliefern. Freunde seiner Actionszenen kommen natürlich auch hier auf ihre Kosten, eine Highwayverfolgungsjagd mit lästigen Gegenständen auf der Fahrbahn wird dem Zuschauer sicher nachhaltig in Erinnerung bleiben. Bay stellt sich mit diesem Film auf eine Stufe mit Roland Emmerich, dem es mit The Day After Tomorrow ebenfalls eindrucksvoll gelungen war, die Vorzüge des Hollywood-Entertainments mit einer nachdenklich stimmenden Story zu kombinieren. (Frank Brenner) alle Rezensionen von Frank Brenner ...
Lincoln Six-Echo (McGregor) und Jordan Two-Delta (Johansson) leben Mitte des 21. Jahrhunderts in einer scheinbar utopischen Wohneinheit, die in Wirklichkeit ein Gefängnis ist. Wie alle Bewohner werden sie ständig überwacht, angeblich zu ihrem eigenen Schutz. Sie alle hoffen, irgendwann auf „Die Insel“ reisen zu dürfen: die allerletzte unverseuchte Oase auf der Erde. Denn es heißt, dass alle Menschen auf der Welt – außer ihnen – bei einer Umweltkatastrophe umgekommen sind.
Seit kurzem wird Lincoln jedoch von unerklärlichen Albträumen geplagt. Immer ungeduldiger stellt er sein Gefangenendasein infrage. Doch auf die Wahrheit ist er nicht vorbereitet: Neugierig geworden, entdeckt Lincoln, dass sein gesamtes Leben eine einzige Lüge ist – und die Insel nur Auswuchs eines grausamen Betrugsmanövers. Ihm wird klar, dass er, Jordan und alle anderen tot sehr viel mehr wert sind als lebendig. Die Zeit wird knapp, und so flieht Lincoln mit Jordan aus der einzigen Welt, die sie kennen. Draußen entkommen sie den wachsamen Augen des unheimlichen Instituts, und ihre anfangs platonische Freundschaft entwickelt sich zu einer intensiven Beziehung. Doch schon haben die gnadenlosen Schergen des Instituts die Verfolgung aufgenommen. Lincoln und Jordan kennen nur ein Ziel: am Leben zu bleiben.Michael Bays neuester Hochglanz-Actioner präsentiert sich in einem anamorphen 2,40:1-Transfer, dessen Look stark an Filme wie MINORITY REPORT erinnert. Das Bild zeichnet sich durch eine deutliche Grobkörnigkeit, sehr harte Kontraste und steril anmutende Farbgebungen aus. Diese Eigenschaften unterstützen die vom Regisseur angestrebte Optik zwar perfekt, dennoch gilt es dadurch auch einige Nachteile zu verschmerzen. Der stellenweise sehr hoch angesetzte Kontrastwert lässt oftmals leichte Doppelkonturen an entfernten Objekten entstehen. Zudem verursacht der deutliche Filmgrain einen sichtbaren, wenn auch verzeihlichen Schärfeverlust. Nahaufnahmen bieten hingegen maximale Plastizität und eine unglaubliche Anzahl feinster Details. Die Kompression arbeitet mit durchschnittlich knapp über 5,5 Mbps sehr moderat, lediglich Konturen werden ab und an durch leichte Artefaktstrukuren etwas belastet. Deutliche Nachzieheffekte oder gar Dropouts sind jedoch keine festzustellen. Glücklicherweise ließ sich Michael Bay nicht dazu hinreißen, die optischen Verfälschungen auf das Maximum zu treiben, wie man es zuletzt bei Spielberg beobachten konnte. Dies dankt ihm auch der gute Transfer dieser DVD, welcher den schwierigen Umständen meisterhaft trotzt und somit noch gute acht Punkte erreicht.Die DVD bietet sowohl die deutsche Synchronfassung, als auch das englische Original in Dolby Digital 5.1. Die beiden Tonspuren unterscheiden sich nur minimal voneinander. Die Dialoge der Originalfassung klingen etwas stimmiger und voller als die des deutschen Pendants, da sich diese leicht vom Geschehen abheben und etwas zu luftig erscheinen. Für eine permanente und stimmungsvolle Atmosphäre sorgt Steve Jablonskys genialer Score, welcher sich die meiste Zeit auf allen Kanälen ausbreitet. Da man bei der Abmischung wohl etwas zurückhaltender zu Werke ging, kommen beide Tracks, trotz effektvoller Tieftonwiedergabe und etlichen Splitsurroundeffekten, dynamisch nicht in Reichweite unserer Referenz-DVDs. Dennoch machen beide Tonspuren beim Anhören durchaus Freude, denn sie offenbaren auch keine gravierenden Schwächen. Alles in allem ziehen sie mit der Bildbewertung gleich und erreichen somit dieselbe Punktzahl.Die DVD bietet außer den wirklich ansehnlich gestalteten Menüs so gut wie gar nichts. Das enthaltene 15 Minuten dauernde Making Of lässt sich mit den Worten Beweihräucherung und Promotion wohl am treffendsten beschreiben. Einen messbaren Informationsgehalt besitzt es auf jeden Fall nicht. Besitzer von DVD-ROM-Laufwerken können sich noch über einen Link zum Audiokommentar von Regisseur Michael Bay freuen, für Nutzer eines Standalone-DVD-Players ist dies jedoch uninteressant. Neben dieser SINGLE-DISC-Variante erschien auch noch eine DELUXE EDTION (als Erstauflage im limitierten Seelbook), welche zusätzlich den zugegebenermaßen tollen Soundtrack von Steve Jablonsky als Audio-CD beinhaltet. Weiteres Bonusmaterial gibt es dort jedoch auch nicht zu finden.Mit Mega-Produktionen wie ARMAGEDDON (1998) und PEARL HARBOR (2001), die mit Budgets jenseits der 100 Millionen Dollar-Grenze aufwarteten, eroberte Michael Bay die Kinokassen weltweit im Sturm. Doch trotz seiner Werke in bestechender Hochglanzoptik ist der Ruf des Krawall-Machers nicht der Beste. Zu substanzlos, klischeehaft, übertrieben patriotisch und seit BAD BOYS II (2003) auch mit einem menschenverachtenden Zynismus versehen, sind seine Filme nahezu ausschließlich Actionfans gewidmet – diese kommen jedoch stets voll auf ihre Kosten. DIE INSEL verspricht hier allein aus inhaltlicher Sicht weit mehr als vorhergegangene Produktionen. So dürfen sich notorische Bay-Kritiker die ersten 30 Minuten über eine erstaunlich solide Entwicklung der Filmelemente Handlung und Charakter wundern. Statt direkt mit ausufernden Action-Sequenzen zu beginnen, nimmt sich Mister Bay tatsächlich die Zeit, wesentliche (Film-)Elemente zu vermitteln. So geschieht es, dass der geneigte Zuschauer plötzlich am Geschehen teilnimmt, anstatt sich bloß von der opulenten Optik betören zu lassen. Mit fortlaufender Spielzeit muss dem Regisseur jedoch wieder eingefallen sein, was seine Filme auszeichnet, denn nach spannenden 60 Minuten verliert sich die mühsam aufgebaute Spannung zusehends in immer mehr ausuferndem Action-Getöse. Das sieht zwar alles ganz toll aus, bringt uns in der Handlung jedoch kein Stück weiter. Spannende Story-Elemente, wie die Konfrontation der Bevölkerung mit der Wahrheit über ihre menschlichen Ersatzteillager, werden zu Gunsten von durch die Luft fliegenden Fahrzeugen und ausgedehnten Verfolgungsjagden wegrationalisiert. Eine im wahrsten Sinne tolle Figur machen jedoch die etlichen namhaften Darsteller. Scarlett Johansson sieht nicht nur atemberaubend gut aus, sie harmoniert auch hervorragend mit Schauspielkollege Ewan McGregor. Immer wieder werden das hohe Tempo und die Atmosphäre durch gut platzierte Situationskomik der beiden Hauptakteure aufgelockert und somit zur Kurzweiligkeit beigetragen. Doch auch Sean Bean vermag als durchtriebener Geschäftsmann ohne Gewissen und Moral den Film durch sein Acting zu bereichern. Etwas zu kurz kommen jedoch die Performances von Djimon Hounsou und Steve Buscemi, wobei vor allem ersterer unter seiner sehr eindimensional gestrickten (Neben-)Rolle leiden muss. DIE INSEL ist ein wirklich gelungener und abwechslungsreicher High-Budget-Actionfilm, der leider nach einer guten Stunde viel seines Potentials einbüßt und sich gegen Ende zudem etwas in die Länge zieht. Dennoch kann man(n) Michael Bay erneut bestätigen, dass er einen absolut massentauglichen Kassenmagneten schuf, welcher auch bei der DVD-Auswertung die Dollar-Noten flattern lassen wird. Dafür spricht auch die gute Umsetzung, denn das Bild ist trotz vieler Verfremdungen sehr ansehnlich geworden, zudem bewegt sich der Ton auf gehobenem Niveau. Lediglich die Extras glänzen durch Abwesenheit, denn selbst die DELUXE EDITION bietet außer dem Soundtrack keine zusätzlichen Boni. (Matthias Schmieder) alle Rezensionen von Matthias Schmieder ... Reminder, PDF-Datenblatt zu Die Insel, BLU-RAY:
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Weitere Filminfos zu Die Insel: Originaltitel: The Island Land / Jahr: USA 2005 Produktion: Edward R. Pressman für New Line Cinema Vorlage: Roman "Die Insel des Dr. Moreau" von H. W. Wells Musik: Gary Chang Kamera: William A. Fraker Spezialeffekte: Stan Winston Ausstattung: Graham Walker Kostüme: Norma Moriceau Schnitt: Paul Rubell Ton: David Lee Medien-Typ: Blu-ray Disc Bonusmaterial zu Die Insel:
Kapitel- / Szenenanwahl, Making Of, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Auch als UMD verfügbar
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