Franklyn
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Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Franklyn:
Während in der vom Klerus beherrschten düsteren Gothic-Metropole Meanwhile City unser maskierter Held Preest, unerbittlich angetrieben von seinem Plan "The Individual" auszulöschen, gegen die Schergen der religiösen Tyrannen kämpft, treffen wir parallel im heutigen London auf drei verschiedene Schicksale: Ein verzweifelter Vater sucht seinen verlorenen Sohn, ein junger Mann mit gebrochenem Herz findet seine Jugendliebe wieder und Studentin Emilia steigert sich in zunehmend morbidere Kunstprojekte hinein. Wie klug arrangierte Figuren in einem Schachspiel prallen die Protagonisten beider Welten machtvoll aufeinander bis zum alles entscheidenden Finale. FRANKLYN (2008) bietet einen tadellosen, atmosphärischen 1080p-Transfer im Seitenverhältnis von 2.35:1. Schon von Beginn an dominieren dunkle, schattenbehangene Szenen die Bilder. Dank eines ordentlichen Kontrastes bleiben auch in diesen Sequenzen Details noch gut erkennbar. Da es so gut wie keine hellen Bildsegmente gibt, konnte man die Leistung des Kontrastes gut optimieren, so sieht man während des Filmes auch kaum überstrahlende Bereiche. Die Schärfe schwankt in den Real-Szenen zwischen gut und befriedigend, gerade weitwinklige Aufnahmen lassen ab und an etwas Feinzeichnung vermissen, Close-Ups bieten jedoch ein facettenreiches Bild mit gut zu erkennenden Details der Gesichter der Schauspieler. Qualitativ etwas stärker heben sich die CGI-Umgebungen und -Hintergründe vom Rest des Filmes ab, da sie wesentlich schärfer und detaillierter auf die Leinwand gebannt werden. Die Farbgebung wurde der Atmosphäre des Filmes angepasst. Das Ergebnis ist ein nahezu monochromatischer Bildeindruck mit leichten farblichen Nuancen. Von Natürlichkeit kann hierbei nicht mehr gesprochen werden, dennoch ist die visuelle Ausrichtung aus stilistischen Gründen nachvollziehbar. Der Transfer bietet eine ordentliche Kompression, die niemals ans Tageslicht tritt, auch analoge Defekte sind keine auszumachen. Die Blu-ray Disk bietet zwei DTS-HD 5.1-Tracks in deutscher sowie englischer Sprache. Im direkten Vergleich der beiden Tonspuren ist zunächst kein großer Unterschied hörbar, Sprache und Effekte verteilen sich gleichermaßen auf allen Lautsprechern des Sets und sorgen dabei für eine dichte Atmosphäre. In den wenigen dynamischen Szenen zeigt sich jedoch schnell, dass der englische Originalton vor allem im Tieftonbereich mit deutlich mehr Wucht ans Werk geht. Warum hier der deutsche Track zurückhaltender bleibt, ist schleierhaft, denn in allen anderen Aspekten zieht er mit dem Original gleich. Der Film selbst bietet ein dichtes Geflecht aus Umgebungsgeräuschen, Score-Elementen und Effekten die ihn erfreulich weit vom Mittelmaß davontragen. Dank der guten dynamischen Eigenschaften, sorgt der Sound auch für den einen oder anderen wuchtigen Moment im Film. Wenn am Ende zum etwa eine Explosion eine Wohnung in Stücke zerreißt, spürt man dies in jedem Knochen der Körpers. Das Bonusmaterial dieser Blu-ray Disk ist leider etwas dürftig. Da wäre zunächst das knapp vier Minuten dauernde „Making of, das nichts anderes als eine lose Zusammensetzung von Filmszenen bietet sowie insgesamt neun Interviews, die trotz einer Gesamtlaufzeit von über 30 Minuten kaum Interessantes bieten. Ebenso gehaltlos ist das Behind-The-Scenes Feature „Beim Dreh“, welches einem ermöglicht einen Blick hinter die Kameras zu werfen. Neben drei kurzen Deleted Scenes findet man noch den „Original Trailer“ zum Film auf der Disk. Mit FRANKLYN (2008) lieferte Gerald MacMorrow vergangenes Jahr seine erste große Regiearbeit ab, doch trotz guter Ansätze bleibt das düstere Werk leider nur durchschnittlich. Laut Coverangaben soll sich der Film auf Augenhöhe mit grandiosen Genre-Beiträgen wie etwa V FOR VENDETTA (2006) bewegen, leider kann der Film selbst mit dieser hohen Messlatte nicht mithalten, auch wenn es die Marketingstrategen anderweitig suggerieren möchten. Die Story ist über die meiste Zeit äußerst verwirrend. Man bewegt sich scheinbar in verschiedenen Wahrnehmungs-Ebenen und kann nur schwer erraten, was die Protagonisten mit ihren Aktionen bezwecken. Erst in den letzten Minuten kann man als Zuschauer das Dickicht aus verworrenen Storylines und bewusst eingesetzter Manipulationen ein wenig durchschauen, die Quintessenz bleibt uns Gerald MacMorrow aber letztendlich leider schuldig. Zu seinem Regiedebüt konnte der Newcomer einige durchaus namhafte Stars verpflichten. Neben Sam Riley und Ryan Phillippe ist auch Eva Green mit an Bord. Letztere ist in den vergangenen Jahren ja bekanntlich nicht gerade mit Höchstleistungen an den Kinokassen angetreten, dafür macht sie in FRANKLYN (2008) eine durchaus gute Figur, denn die großartig interpretierte Ambivalenz ihres Charakters kauft man ihr eigentlich zu jedem Zeitpunkt ab. Enttäuschend ist jedoch das Trauer-/Schauspiel von Ryan Phillippe der als Hauptrolle völlig fehlbesetzt scheint und nach Abnahme seiner Filmmaske stets völlig austauschbar und stereotyp bleibt FRANKLYN (2008) ist ein insgesamt gutes, wenn auch nicht überragendes Erstlingswerk geworden, das vor allem durch seine guten Schauwerte zu gefallen weiß. Neben der dichten Atmosphäre dürfte es die schwer zu durchschauende Geschichte sein, welche die Zuschauer über die etwas zu lange Spielzeit rettet. Technisch ist die Blu-ray Disk auf einem sehr guten Niveau. Die Bildqualität ist meist solide, besticht aber in den CGI-Sequenzen mit einer tollen Plastizität. Der Sound bietet eine dichte räumliche Atmosphäre und vor allem im Original sehr gute dynamische Werte. Das Bonusmaterial ist leider etwas dürftig und eher lieblos. Subjektive Filmwertung: 6 von 10 schwer zu durchschauende Thriller (Matthias Schmieder) alle Rezensionen von Matthias Schmieder ... Reminder, PDF-Datenblatt zu Franklyn, BLU-RAY:
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Weitere Filminfos zu Franklyn: Originaltitel: Franklyn Land / Jahr: Großbritannien 2008 Medien-Typ: Blu-ray Disc Bonusmaterial zu Franklyn:
Kinotrailer, Kapitel- / Szenenanwahl, Making Of, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Interviews, Wendecover, Deleted Scenes, Beim Dreh
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