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TECHNISCHE DATEN
zu Wagner: Ring des Nibelungen

RC B FSK Freigabe ab 6 Jahren
BLU-RAY-Typ: 4 x Blu-ray
Medium: BLU-RAY
Genre: Musik
Bildformat:
Infos folgen...
Tonformat:
Infos folgen...
Verpackung: Blu-ray Box
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch, Spanisch
Anbieter:
Arthaus Musik
Label:
Arthaus Musik
EAN-Code:
0807280137491 / 0807280137491
+++ ..DVD-RUBRIKEN.. +++

Sie befinden sich hier: Home > Musik > BLU-RAY > Wagner: Ring des Nibelungen

Wagner: Ring des Nibelungen

Titel:

Wagner: Ring des Nibelungen

Label:

Arthaus Musik

Regie:

Michael Schulz

Laufzeit:
930 Minuten
Genre:
Musik
FSK:
ab 6 Jahren
Erscheinung:

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Kaufen, Bestellen oder Ausleihen: Wagner: Ring des Nibelungen BLU-RAY

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Stand der Preise: 09.12.2016 00:38:01.

Wagner: Ring des Nibelungen Trailer ansehen:



Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Wagner: Ring des Nibelungen:
Es ist die wohl ungewöhnlichste Umsetzung von Richard Wagners „Der Ring des Nibelungen", die es je gab: Das spanische Inszenierungskollektiv „La Fura dels Baus" schafft ein Bühnenereignis der Superlative. Die Mischung aus Musik, Akrobatik und Show mit aufwändiger 3D-Video- und Lichttechnik ist für die visionären Ausdruckswelten Richard Wagners geradezu prädestiniert. Den Dirigentenstab führt kein geringerer als Zubin Mehta.

Mit der „Götterdämmerung", dem Dritten Tag, schließt Wagner bzw. Carlos Padrissa und seine Theatergruppe La Fura dels Baus den „Ring des Nibelungen", mit einem Vorabend und drei Tagen, alles abendfüllende, sich über Stunden hinziehende Aufführungen. Was in den vorhergehenden Teilen geschehen ist, wird hier zu Ende geführt. Gemeinsam verbrennen Brünnhilde und Siegfried „im reinigenden Feuer"; sie werden in einer höchsten Vereinigung erlöst. Eine ganze Epoche treibt unweigerlich ihrem Ende entgegen: Die Menschenwelt und die Götterwelt sind rettungslos korrumpiert, nur ein Neubeginn nach einem vollständigen Zusammenbruch kann eine wahrhaft neue Welt herbeiführen.

Das von Zubin Mehta und Lorin Maazel handverlesene Orchestra de la Comunitat Valenciana spielt und klingt bravourös. Zubin Mehta gibt der Partitur frischen Wind. Transparenz, plastische Eloquenz und eine kluge Disposition der großen Blöcke statt schleppender Trauerarbeit oder schmetterndem Fanal. Streicher, Holzbläser und Blech mischen sich großartig, harmonische Brüche, chromatische Übergänge und Stimmungswechsel sind Teil eines übergreifenden Ganzen.

Licht- und Bühnenarbeiter sind ständig in Bewegung. Alle Bildschöpfungen des „Ring“ von La Fura del Baus tauchen hier, dramaturgisch plausibel platziert, noch einmal auf – die illuminierten Bassins der tauchenden Rheintöchter, die goldenen Klone aus Nibelheim, die Google-Flüge um den Planeten, das von Akrobaten gebildete Walhall-Mobile, welches zum „Rheingold“-Finale die Götter umschloss und nun, zu Brünnhildes Abgesang auf die brennende Burg, in der glutroten Luft zerreißt.

Die Besetzung ist hochkarätig: Allein ein dämonisch überwältigender Hagen, wie ihn Matti Salminen im blühenden Vollbesitz seiner Stimm- und Gestaltungskraft hinwuchtet, ist wohl nirgends eindrucksvoller zu bekommen. Jennifer Wilson ist eine prächtige Brünnhilde, Lance Ryan ein tadelloser Siegfried. Ralf Lukas und Elisabete Matos überzeugen als wendiger Gunter und liebesbedürftige Gutrune ebenso wie der aus dem Schnürboden einschwebende sonore Franz-Josef Kapellmann als Alberich oder die Nornen, die Rheintöchter, der Chor - ein Ensemble in Topform.

Als Gesamtkunstwerk darf man dieses von Tiziano Mancini virtuos gefilmte Spektakel ohne Zweifel als den „Ring“ des 21. Jahrhunderts preisen. Echte Wagner-Fans, und alle die es werden wollen, sollten diese Aufführung nicht verpassen.

Die Blu-ray überzeugt mit einem ordentlichen Bild (16:9), welches dem Zuschauer ein gutes „Ich-bin-mitten-drinn“-Gefühl verleiht. Der Ton (PCM Stereo DTS-HD MA 7.1), der wohl das wichtigste ist, ist klar und deutlich. Ein wahrer Ohrenschmaus. An Bonusmaterial gibt es ein knapp halbstündiges Making Of zur „Götterdämmerung“. ()

alle Rezensionen von Bernd Hellweg ...
Die vielfach preisgekrönte weltbekannte spanisch-katalanische Theatergruppe La Fura dels Baus inszenierte in Kooperation mit Unitel Classica und 3Sat Wagners Ring des Nibelungen. Nicht nur die Inszenierung, ist, wie von dem in Barcelona ansässigen Ensembles nicht anders zu erwarten, spektakulär, mit Zubin Metha am Pult des Qrquestra de la Comunitat Valenciana und Sängern der Spitzenklasse wird diese Ring-Produktion als Gesamtkunstwerk zur Verwirklichung von Wagners Traum.

„Siegfried" ist der Zweite Tag in Wagners Tetralogie „Der Ring des Nibelungen", die Uraufführung fand 1876 im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten des Festspielhauses in Bayreuth statt. Im Gegensatz zu den anderen Teilen des Gesamtwerks ist „Siegfried" in seiner ganzen Stimmung lichter, heller gehalten. Wohl wird die Handlung des „Ring" entscheidend weitergeführt und endet mit der Liebe Siegfrieds zu Brünnhilde, aber die zutiefst tragischen Begebenheiten des Zyklus ereignen sich in den drei anderen Werken.

Wie auch für die anderen Opern des „Rings“ hat Wagner für „Siegfried“ die mittelalterliche Epik und skandinavische Sagenwelt „geplündert". So fließen u. a. Motive aus dem Nibelungenlied, der Edda und der Thidrekssaga zusammen. Wagner arbeitete zwanzig Jahre lang an dem Stoff (von 1851 bis 1871).

Die Handlung: In diesem epochalen Meisterwerk wächst der bei einer Inzestbeziehung von Siegmund und Sieglinde gezeugte Siegfried, beim Waffenschmied Mime auf. Dieser ist der Bruder von Alberich und hofft dadurch doch noch in den Besitz des Rings der Nibelungen zugelangen. Dieser wird immer noch von Fafner bewacht, der sich nun sogar in einen Lindwurm verwandelt hat. Jedoch werden alle von Mime angefertigten Schwerter von Siegfried zerstört, da dessen Kraft einfach zu stark für diese ist. Mime erinnert sich an die Bruchstücke von Notung, doch findet er keine Möglichkeit, das Schwert neu zuschmieden. Da erhält er jedoch Besuch vom verkleideten Wotan, der ihm erzählt, dass nur ein Furchtloser das Schwert neu schmieden kann. Aber dieser Furchtlose wird eines Tages Mime das Leben nehmen. Aus diesem Grund lässt er das Schwert nun von Siegfried neu schmieden, da dieser noch nie im Leben Furcht gekannt hat, und schickt ihn zu Fafner um den Ring wiederzubeschaffen. Danach will Mime mit einem Betäubungstrank Siegfried außer Gefecht setzen und töten, umso der Weissagung Wotans zu entgehen. Dies schlägt jedoch fehl, als Siegfried mit dem Ring zurückkehrt, da dieser im Blut des Lindwurms gebadet hat und somit unverwundbar geworden ist. Zumindest fast, denn während des Blutbades hat sich ein einfaches Laubblatt auf Siegfrieds Schulter niedergelassen und dies soll im weiteren Verlauf noch eine tragende Rolle spielen.

Fazit: Science Fic¬tion und Fantasy, Cyberwahrheiten und virtuelle Welten verschmelzen zu einer superlativischen Show. Als Gesamtkunstwerk darf man dieses von Tiziano Mancini virtuos gefilmte Spektakel ohne Zweifel als den „Ring des 21. Jahrhunderts“ preisen. Die Besetzung ist hochkarätig: Lance Ryan (Siegfried), Matti Salminen (Hagen, Hunding, Fasolt), Juha Uusitalo (Wotan) und Jennifer Wilson (Brünnhilde) haben enorme Stimmen, die sie dank statuarischen Personenregie optimal entfalten können. Ein wahrer Schatz von einer Inszenierung, von dem Wagner wohl nur träumen konnte. Grandios!

Die Blu-ray überzeugt mit einem ordentlichen Bild (16:9), welches dem Zuschauer ein gutes „Ich-bin-mitten-drinn“-Gefühl verleiht. Der Ton (PCM Stereo DTS-HD MA 7.1), der wohl das wichtigste ist, ist klar und deutlich. Ein wahrer Ohrenschmaus. An Bonusmaterial gibt es ein knapp halbstündiges Making Of zu „Siegfried“. ()

alle Rezensionen von Bernd Hellweg ...
Für fünf Wochen im Sommer wird das ostfränkische Städtchen Bayreuth zur Festspielmetropole. Musikliebhaber aus aller Welt pilgern in diesen Tagen auf den Grünen Hügel, um die Aufführung der Werke Richard Wagners zu genießen. Um dieses Spektakel allerdings sehen zu können sind sieben und mehr Jahre Wartezeit inzwischen gängig. Doch warum so lange warten, wo man doch nun Wagners Werke auf Blu-ray gemütlich zu Hause genießen kann.

Auf dem neuen Medium Blu-ray erscheint u. a. nun „Die Walküre“, zwar nicht vom grünen Hügel Bayreuth sondern aus der spanischen Stadt Valencia, aber mit einer Aufführung, die neue Akzente in der Oper des 21. Jahrhunderts setzte. Inszeniert wurde das Ereignis 2007 von Carlos Padrissa und seiner Theatergruppe La Fura dels Baus, und den Dirigentenstock schwingt kein geringerer als Zubin Mehta.

Für Nicht-Kenner eine kurze Einführung und die Handlung der Oper: „Die Walküre“ ist der erste Tag des „Ring des Nibelungen“ nach dem Vorabend „Das Rheingold“. Sie ist zugleich die erste große Tragödie des „Rings“, der zudem aus den Musikdramen „Siegfried“ und „Götterdämmerung“ besteht, die sich an die „Walküre“ anschließen. Die Handlung spielt in mythischer Vorzeit und basiert auf Motiven aus der germanischen Sagenwelt. Ursprünglich sollte dieses Stück „Siegmund und Sieglinde - Der Walküre Bestrafung“ heißen, doch Wagner verschob den Schwerpunkt später.

Nachdem am Vorabend im „Rheingold“ die Grundlagen des „Ring“-Dramas gelegt wurden, beginnt in der „Walküre“ ein neuer Handlungsabschnitt. Seit dem „Rheingold“ ist eine undefinierbare Zeitspanne verstrichen. Wotan, der Wahrer der göttlichen Ordnung, hat eine durch Verträge begründete Weltordnung geschaffen und sich damit selbst zur Einhaltung der Verträge verpflichtet. Die Riesen Fasolt und Fafner haben das Gold an sich gebracht, das der Zwerg Alberich aus dem Rhein geraubt und verflucht hat. Der Fluch bringt den Besitzern des Schatzes Macht aber auch den Tod, ein Schicksal, dem auch die Götter nicht entgehen. Für Wotan ist nun die Zeit gekommen, das Erscheinen eines Menschengeschlechts zu begünstigen, das sich der Suche der dem Untergang geweihten Götter annimmt. Aber einfach ist das nicht!

Fazit: Zubin Mehta hat das Orquestra de la Comunitat Valencia zu einem veritablen Wagner-Orchester geformt. Zwar ist sein Tempi manchmal etwas zu langsam, welches gerade bei den langen Erzählungen etwas quälend wirkt, und den Sängern das Leben schwer machen, aber im Großen und Ganzen bekommt man eine tolle musikalische Leistung geboten. Insbesondere dort, wo Mehta zusammenrafft und für einen schönen Fluss sorgt, hat das Orchester keine Probleme. Mehta hat einfach den Sinn für instrumentale Schönheiten. Er sorgt selbst bei Walkürenritt und Trauermarsch für Eleganz.

Die Sänger sind durchgehend gut, besonders Jennifer Wilson als Brünnhilde ist stimmlich und musikalisch vom aller Feinsten. Und was die Ausstatter hier auf die Beine gestellt haben, postmoderner Phantasie- und Bilderwelten, ist nicht zu schlagen. Was hier u. a. auf den gewaltigen, beweglichen Projektionswänden aufgeboten wird ist grandios. Ein echter Leckerbissen für Wagner-Fans und alle die es werden wollen.

Die Blu-ray überzeugt mit einem ordentlichen Bild (16:9), welches dem Zuschauer ein gutes „Ich-bin-mitten-drinn“-Gefühl verleiht. Der Ton (PCM Stereo DTS-HD MA 7.1), der wohl das wichtigste ist, ist klar und deutlich. Ein wahrer Ohrenschmaus. An Bonusmaterial gibt es ein knapp halbstündiges Making Of zur „Walküre“. ()

alle Rezensionen von Bernd Hellweg ...
Kein anderes Klassik-Event lebt so stark vom eigenen Mythos wie die Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth. Denn sie sind größenwahnsinnig, skandalumwittert und abgründig. Die Promis stehen Schlange und werden vom Patriarchen persönlich begrüßt. Regierungschefs da, Schriftsteller dort, berühmte Musiker dazwischen. Sehen und gesehen werden bei der Premiere auf dem Grünen Hügel. Wer wegen der Musik kommt und wer wegen des Glamours, das weiß keiner so genau.

Geändert hat sich dem ersten Festival 1876 eigentlich nichts. Damals kam der Kaiser, heute kommt die Kanzlerin. Damals hieß der Chef noch Richard, heute heißen sie Katharina und Eva, der Nachname blieb. Sogar das Programm ist (seit den 1880er Jahren) das gleiche. Welches Festival kann das schon von sich behaupten. Nur die Sache mit den Karten hat sich geändert. Auf Tickets muss man bekanntlich so lange warten wie auf einen neuen Trabi in der DDR. Zehn Jahre Minimum.

Doch muss man diese Wartezeit wirklich auf sich nehmen? Nein, denn nun kann man diese Wagner-Werke auch gemütlich zu Hause sehen, und das auch noch in HD-Qualität auf Blu-ray. Und muss es unbedingt Bayreuth sein? Auch hier wieder ein klares „nein“! Die spanische Stadt Valencia setzte 2007 neue Akzente in der Oper des 21. Jahrhunderts, nicht nur mit ihrem spektakulären neuen, von Santiago Calatrava entworfenem Opernhaus, sondern auch mit der überwältigenden Ästhetik von Wagners Ring, inszeniert von Carlos Padrissa und seiner Theatergruppe La Fura dels Baus sowie Zubin Mehta als Dirigenten.

Gestartet wird natürlich mit „Das Rheingold“. Doch zuvor eine kurze Erklärung und die Handlung zum ersten Teil „Der Ring des Nibelungen“: „Das Rheingold“ bildet zusammen mit den folgenden drei Musikdramen „Die Walküre“, „Siegfried“ und „Götterdämmerung“ das Gesamstwerk (die Tetralogie) „Der Ring der Nibelungen“. „Das Rheingold“ ist das kürzeste der vier Werke (ca. 2 1/2 Stunden).

Die Handlung: Die Rheintöchter Woglinde, Wellgunde und Flosshilde hüten ein faszinierendes Spielzeug: das Rheingold. Es verhilft zu ewiger Macht, wenn sein Besitzer der Liebe abschwört und aus dem Gold einen Ring schmiedet. Zwerg Alberich vom Volk der Nibelungen gelingt dies. Die Riesen Fasolt und Fafner bauen eine Burg für Göttervater Wotan, der ihnen aber den vereinbarten Lohn, Göttin Freia, verweigert. Loge, der Feuergott, schlägt einen Kompromiss vor: Wotan soll mit Alberichs Ring die beiden Riesen bezahlen. Wotan ist von der Idee nicht begeistert, doch dann nehmen die beiden Riesen Göttin Freia als Pfand. Die Unsterblichkeit der Götter steht auf dem Spiel: Nur Freia kann die Äpfel zum Gedeihen bringen, die den Göttern ewige Jugend spenden. Zusammen mit Loge macht sich Wotan auf nach Nibelheim, um Alberich den Nibelungenschatz samt dem Ring abzunehmen. Alberich jedoch hat den Ring verflucht, so dass er jedem Träger Unheil bringt. Der Fluch fordert das erste Opfer: Fafner tötet Fasolt im Streit um das Rheingold. Die Götter ziehen in die Burg Walhall ein. Doch die Gefahr des Fluchs ist noch nicht gebannt.

Mit allen Schikanen modernster Technik wurde hier „Das Rheingold“ auf die Bühne gebracht. Dazu kommt eine Ästhetik, die heutiger gar nicht sein könnte. „Star Wars“ und „Harry Potter“ lassen grüßen. Die Götter werden meistens in Körbchen an auf- und niederfahrenden Hebekränen herumgeschwenkt, während die Rheintöchter in schwebenden Glaskästen planschen. Es sind allerdings die Videobilder von Franc Aleu, die immer wieder begeistern. Verführerisch schön wiegen sich in Zeitlupe graublaugrüne Wellen und Wasserströme. Immer wieder strahlt und verglüht die Erde, Planeten kreiseln, Regenbogen scheinen am Bühnenrahmen. Walhall hat menschliche Gestalt, erst abstrakt als Strukturgerüst, dann wirklich von lauter Körpern am Seil gebildet. Auf zwölf fahr- und teilbaren Projektionsflächen werden diese Bilder gezeigt. Die Auflösung ist bis zum Zwölffachen einer normalen DVD gesteigert. Es gibt Passagen in diesem „Ring“, in denen das Ganze wie eine 3-D-Animation wirkt, bei der Virtuelles mit Klang, Körpern und Farben verschmilzt. Kinetische Energie und räumliche Dimension der Musik gehen darin auf. Es gibt aber auch viele Passagen, die solche Imaginationskraft nicht erreichen. Dann wirkt das Video-Geflimmer illustrativ. Das kann bis zur Qualität eines Bildschirmschoners sinken. Die Sänger sind topp und das Orchester unter Zubin Mehta ist hervorragend. Wagners Musik selbst kann, wenn man sich darauf einlässt, Menschen überwältigen. Sie ist mal wild, mal tragisch, manchmal kitschig, immer emotional.

Fazit: In der spektakulären Inszenierung von La Fura dels Baus wird Richard Wagners „Rheingold" zum Ereignis aus Musik, Akrobatik und Technik. Ein wahrer Leckerbissen für alle Wagner-Fans und die, die es werden wollen.

Die Blu-ray überzeugt mit einem ordentlichen Bild (16:9) und vor allem sehr guten Ton (PCM Stereo DTS-HD MA 7.1) An Bonusmaterial gibt es ein knapp halbstündiges Making Of zum „Das Rheingold“. ()

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Weitere Filminfos:

Medien-Typ: Blu-ray Disc


Bonusmaterial:
Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten
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