Bronson
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Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Bronson:
Codec: MPEG-4 AVC Video High Profile 4.1 Bitrate: 13998 kbps Auflösung: 1080p / 23,976 fps / 16:9 Diese Blu-ray von Kinowelt besitzt das Seitenverhältnis 1,78:1. Die Bildqualität leidet etwas unter der starken Nachbearbeitung seitens der Macher von BRONSON. Was auffällt ist, dass das Bild vor allem in dunklen Szenen stark rauscht, allerdings handelt es sich dabei nicht um analoges Filmkorn, sondern digitales Rauschen. Entsprechend sind die Schärfewerte nur durchschnittlich. Besonders in dunklen Szenen wirkt das Geschehen doch etwas weich, helle sind in Ordnung. Unter knackig versteht man allerdings trotzdem etwas anderes. Die Kompression arbeitet mit sehr niedriger Bitrate und produziert manchmal auf Hintergründen leichte Artefakte. Positiv stechen die tollen Farben heraus, welche perfekt gesättigt erscheinen, allerdings stilistischen Veränderungen unterzogen wurden und daher nicht immer natürlich wirken. Der Kontrast wurde leicht steil gewählt, um BRONSON eine peppige Optik zu verleihen. Tatsächlich besitzt der Film eine sehr gute Plastizität, überstrahlt aber kaum. Der Schwarzwert ist extrem tief. In dunkleren Szenen kann es vorkommen, dass unwesentliche Bildelemente etwas versumpfen. Schmutz sowie analoge Defekte gibt es auf dem Ausgangsmaterial nicht zu sehen. Verfügbare Tonspuren: Englisch: DTS-HD Master Audio / 5.1 / 48 kHz / 2301 kbps / 16-bit (DTS Core: 5.1 / 48 kHz / 1509 kbps / 16-bit) Deutsch: DTS-HD Master Audio / 5.1 / 48 kHz / 2053 kbps / 16-bit (DTS Core: 5.1 / 48 kHz / 1509 kbps / 16-bit) Kommentar: DTS-HD Master Audio / 2.0 / 48 kHz / 981 kbps / 16-bit (DTS Core: 2.0 / 48 kHz / 768 kbps / 16-bit) Die beiden DTS-HD Master Audio 5.1-Tracks in Deutsch und Englisch basieren auf derselben Abmischung und hören sich bis auf einen Faux Pas in der Synchro nahezu identisch an. Bei unserem Rezensionsexemplar war nämlich bei der deutschen Tonspur der Kanal links vorne durchweg stumm, so dass sich der komplette Mix rechtslastig anhört. BRONSON ist eher frontlastig und bietet nur wenige Surroundeffekte, aber nette Umgebungsklänge sowie Musik von hinten. Einlagen wie "It\'s a Sin" von den Pet Shop Boys sind dann auch die einzigen Momente, in denen Räumlichkeit aufkommt. Allerdings muss man sagen, dass die Frontstage vor allem im englischen Original sehr extensiv genutzt wird, um den Zuschauer in den Kopf von Charles Bronson zu versetzten. Die Dialoge kleben hier nicht am Center, sondern "schweben" fast schon surreal im vorderen Bereich. Die deutsche Synchronisation kann diesen Effekte leider nicht konservieren, ist aber qualitativ überzeugend. Der Tiefenbass kommt ebenfalls nur sporadisch zum Einsatz, darf dann aber zum Beispiel die Faustkämpfe mit einem dumpfen Bassfundament untermalen. Die Klangqualität könnte besser kaum sein und bietet einen extrem satten Sound mit guter Dynamik, der aber niemals zu künstlich oder poppig wirkt und somit der Atmosphäre von BRONSON angemessen erscheint. Deutsche Untertitel für BRONSON sind vorhanden. Des Weiteren wurde auch der Audiokommentar von Regisseur Nicolas Winding Refn übersetzt. Das ist eine gute Sache, denn der Kommentar entpuppt sich als Quell reichhaltiger wie interessanter Informationen zum Entstehungsprozess von Bronson. Man erzählt zum Beispiel, wer alles für die Hauptrolle vorgesehen war, aber auch Hintergründe zum echten Charles Bronson. Das Making Of dauert 16 Minuten und enthält eine Interviewsammlung mit Cast und Crew. Das Ganze ist mit vielen Filmszenen unterlegt und jeder Sprecher kann seine eigenen Erfahrungen von der Entstehung des Films einbringen, so dass die Aussagen nie zu plakativ und werbelastig wirken. Das anschließende Interview mit Tom Hardy dauert ebenfalls 16 Minuten und lässt den Hauptdarsteller über die Dreharbeiten, das Casting sowie sein Interesse an der Rolle und dem Charakter plaudern. Auch sein Treffen mit dem echten Charles Bronson sowie seine Transformation in ihn sind Gegenstand des Gesprächs. Folglich darf auch ein Beitrag über Tom Hardys Fitnesstraining nicht fehlen. Wenn man den Mimen im Interview vorher gesehen hat, mag man gar nicht glauben, dass er tatsächlich die Figur in dem Film ist. Seine Verwandlung in den Muskelberg mittels harten Trainings wird folglich in diesem, sechs Minuten langen Beitrag von seinem Trainer beschrieben. Es folgt die Audioaufnahme von Charles Bronson zum Film (18 Min.), welche bei der Kinoaufführung für einen Skandal sorgte, da die Justiz davon nichts wusste. Bronson grüßt darin seine Familie und bedankt sich bei den Filmemachern. Einige brisante Aussagen wie die Blockade des Films durch die Justiz sowie eine Beschreibung seines Innenlebens sowie seiner Motivation erweisen sich dabei als sehr interessant. Die B-Roll zeigt zwölf Minuten lang unkommentierte Aufnahmen vom Set, gefolgt von einer selbst ablaufenden, zwei Minuten langen Fotogalerie. Der deutsche sowie englische Trailer zu BRONSON dürfen natürlich ebenfalls nicht fehlen. Zum Schluss gibt es noch eine Trailershow zum Kinowelt-Programm zu sehen. Mit BRONSON legt der dänische Regisseur Nicolas Winding Refn (PUSHER 1-3) eine packende Verfilmung des Lebens von Großbritanniens gefährlichstem Strafgefangenen vor. Michael Gordon Peterson ist seit seiner Kindheit ein Raufbold, der auch mal seine Lehrer prügelt und im Erwachsenenalter eine hemmungslose Gewaltaffinität entwickelt. Nach einem Raubüberfall wandert er in den Knast, wo er sich einen Namen macht, indem er Mithäftlinge und Wärter verprügelt. Nach seiner Entlassung verdient er sein Geld mit Faustkämpfen und legt sich den Kampfnamen Charles Bronson zu. Allerdings fährt er nach nur 69 Tagen bereits wieder in den Knast ein. Dort macht er weiterhin durch Gewaltexzesse und Geiselnahmen auf sich aufmerksam, wird von einem Gefängnis in das nächste und schließlich in die Psychiatrie verlegt, wo sein gewalttätiges Gemüt allerdings ebenfalls nicht unter Kontrolle zu bekommen ist. BRONSON ist im Grunde genommen ein ziemlich nihilistischer Film. Man verfolgt die "Karriere" von Charles Bronson durch die Gefängnisse, Irrenhäuser und kurze Perioden in Freiheit. Überall jedoch sorgen seine Gewalteskapaden für Aufruhr, Gewalt und Gegengewalt. Die einzelnen Episoden sind optisch in einer sehr surrealen Optik verpackt, so dass man permanent das Gefühl hat, einem (Alb-)Traum beizuwohnen. So werden die einzelnen Stationen in Bronsons "Karriere" von ihm selbst in sarkastischer Art und Weise kommentiert - auf einer Bühne mit leicht gruseligem Clown-Makeup, das ein wenig an Captain Spaulding aus Rob Zombies THE DEVIL\'S REJECTS erinnert. Diese Optik in Kombination mit der entsprechend schrägen Kameraarbeit und Ausstattung erinnert sehr deutlich an verschiedene Werke von Stanley Kubrick wie zum Beispiel UHRWERK ORANGE oder BARRY LYNDON. Das ist allerdings auch kein Wunder, denn Kameramann Larry Smith hatte bereits mit dem legendären Regisseur gearbeitet und der Regisseur erwähnt Kubrick im Audiokommentar des Öfteren als Vorbild. Die Darsteller sind allesamt erste Sahne, werden allerdings von Tom Hardy (ROCKNROLLA) als Charles Bronson an die Wand gespielt - eine atemberaubende Performance. Insgesamt stellt BRONSON einen absoluten Geheimtipp für Freunde des abgedrehten Kinos dar, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Die Blu-ray Disc von Kinowelt zeigt BRONSON in solider technischer Qualität, die allerdings nicht optimal ausfällt. Das Bonusmaterial überzeugt in Qualität sowie Quantität. (Danny Walch) alle Rezensionen von Danny Walch ... Reminder, PDF-Datenblatt zu Bronson, BLU-RAY:
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Weitere Filminfos zu Bronson: Originaltitel: Bronson Land / Jahr: Großbritannien 2009 Medien-Typ: Blu-ray Disc Bonusmaterial zu Bronson:
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Kommentare zu Bronson:
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