Zombieland
Schauspieler / Schauspielerinnen in Zombieland:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Zombieland:
Die Handlung ist ganz schön dünn, wenn ich sie jetzt, nach zweimaligem sehen des Films, niederschreibe. Letztendlich nicht untypisch, wenn ich an alle Roadtrip Filme denke, die ich bisher gesehen habe. Auf einer Reise, wohin sie auch immer gehen mag, lernen die Protagonisten sich gegenseitig schätzen und es erwächst eine Form von Vertrauen und Familiensinn, der den einzelnen Figuren in der Regel längst abhanden gekommen ist. Das sieht jeder gerne und im Grunde ändert sich nur Reiseziel und Konstellation der Figuren. „Little Miss Sunshine“ (2006) ist eines der schönsten Beispiele für so einen Roadtrip. Auch wenn die Geschichte mehr Tiefgang hat, da es sich um eine dysfunktionale Familie handelt, deren Mitglieder guten Grund haben sich gegenseitig zu hassen, wird die Schwere durch liebenswerte Charaktere und situationskomische Momente entschärft. Mehr auf Komödie getrimmt waren die Reisen der Familie Griswold, deren „Vacation“ (1983) ebenfalls einen Vergnügungspark als Ziel hatte. An solche Filme müssen die Drehbuchautoren Rhett Reese und Paul Wernick gedacht habe, als sie an „Zombieland“ (2009), der eigentlich als TV-Serie geplant war, geschrieben haben. Der Roadtrip lebt von der Chemie zwischen den vier Hauptdarstellern und wird durch die Zombies als reine Lachnummern aufgepeppt. Mit Horrorfilm hat das wirklich nichts zu tun, denn die Zombies taugen nur als Kanonen-, Heckenscheren-, Banjo- oder Kettensägenfutter. Deren kreativster Abgang durch die Hand eines Lebenden wird zum „Zombiekill of the Week“ gekürt – das spricht ja wohl für sich. In der Masse könnte es brenzlig werden, aber wirkliche Sorgen um das Wohlergehen der Helden macht man sich zu keinem Zeitpunkt. Das Casting der vier Hauptdarsteller ist ein Glücksgriff und alle, besonders natürlich Woody Harrelson, lassen sich den Spaß an ihren Rollen anmerken und den Zuschauer daran teilhaben. Ich empfehle jedem sich einmal „Oceans Twelve“ (2004) anzusehen, wenn er einen Film sehen will, in dem die Hauptdarsteller einen Mordsspaß haben, der Zuschauer sich aber irgendwie überflüssig fühlt. Dem aufmerksamen Leser wird aufgefallen sein, dass ich den Film vor der Rezension bereits zweimal gesehen habe. Der Grund dafür ist simpel: „Zombieland“ ist ungemein Unterhaltsam und kurzweilig. Längenfreie Inszenierung, gute getimter Humor und ein Cameo von Bill Murray, von dem ich noch lange schwelgen werde. Lachmuskeln lockern und einsteigen, aber Regel Nr. 3, Rückbank checken und anschnallen, nicht vergessen! Extras: Als Extras gibt es die BD Live Funktion, Deleted Scenes und Audiokommentare des Regisseurs Ruben Fleischer und der Hauptdarsteller, zwei Dokumentationen über die Dreharbeiten und das Set- und Produktionsdesign, sowie Trailer zu finden. (Jan Heesen) alle Rezensionen von Jan Heesen ...
College-Streber Columbus (Jesse Eisenberg) überlebt die Seuche, die die Menschheit in fleischfressende Zombies verwandelt, nur deshalb, weil er ein ausgemachter Angsthase ist. Der bis an die Zähne bewaffnete Haudegen Tallahassee (Woody Harrelson) dagegen kennt keine Angst. Gemeinsam stehen sie nun vor der schwersten Herausforderung: sich zusammenzuraufen. Emma Stone und Abigail Breslin spielen weitere Hauptrollen in dieser Horror-Komödie mit Doppelspitze. Der anamorphe HD-Transfer von ZOMBIELAND hat praktisch keine Schwächen. Von den satten Farben über den homogenen Kontrast, der selbst in den vielen dunklen Szenen noch ausreichend Details offeriert, über den einwandfreien Schwarzwert bis hin zur hohen Kanten- und Detailschärfe gibt es eigentlich nichts wirklich Negatives zu berichten. Selbst das Filmgrain ist nur als „keinesfalls störend“ einzustufen und passt sogar zum rauen Stil des Films, wird aber eventuell nicht jedem zusagen, da man es besonders in den vielen dunklen Szenen schon deutlich wahrnimmt. Die Vertonung von ZOMBIELAND hätte man sich dem Genre nach wohl etwas lebhafter und spannender vorgestellt. So sind Dynamik und Basslevel zwar passabel, entlocken dem Zuhörer aber kein unbehagliches Zucken. Die direktionalen Effekte sind abzählbar und beziehen sich fast ausschließlich auf die Zombieattacken und kommen dann einfach auch zu wenig druckvoll daher. Sehr gut hingegen gelang die Musikeinbindung. Sehr weiträumig, dynamisch und überaus klangvoll finden sich Score und Filmsongs auf allen Kanälen wieder. Die Stimmen wirken etwas vordergründig, wurden aber immerhin bildlogisch auch mal einer vom Center abweichenden Box zugeordnet. Original und Synchro ähneln sich tonal stark. Direkt zum Film lassen sich gleich drei verschiedene Features/Modi zuschalten. Den Anfang macht der Audiokommentar mit den Darstellern Woody Harrelson & Jesse Eisenberg, Regisseur Ruben Fleischer sowie den Drehbuchautoren Rhett Reese & Paul Wernick, der durchaus informative Einblicke in die Arbeit am Film bietet, jedoch aufgrund der Multi-Voice-Aufmachung auch oft nur „lockere Späße“ hervorbringt – immerhin zeigt sich hier nochmal die gute Stimmung, die man auch im Film selbst bei den Darstellern verspürt. Wie bei Sony üblich gibt es zum Film auf Blu-ray auch den so genannten movieIQ-Modus, in welchem über ein einblendbares, halbtransparentes Fenster BD-Live-Echtzeit-Informationen zu Cast & Crew, Soundtrack und TriviaFacts abgerufen werden können. Tipp: Erst beim zweiten Ansehen zuschalten, da man sonst recht häufig einen Teil des Bildinhaltes versäumt! Ein weiteres interaktives Feature namens Jenseits des Friedhofs offeriert szenenspezifische Informationen, die ebenfalls als kleines Bildfenster eingeblendet werden. Teile dieser Erläuterungen durch Cast & Crew nebst Setaufnahmen sind aber auch in den separat vom Film abrufbaren Videofeatures enthalten. Und da wären wir auch schon bei den vom Film unabhängigen Videofeatures. Die drei Clips könnten zusammen ein recht brauchbares Behind-the-Scenes bzw. Making of abgeben, wurden aber als einzeln anwählbare Filmchen auf der Disc abgelegt. Auf der Suche nach Zombieland (ca. 16 Minuten) beleuchtet dabei die Entwicklung und Umsetzung des Films anhand von Cast & Crew-Statements, Filmausschnitten sowie Szenen vom Set. Zombieland ist dein Land (ca. 12 Minuten) ist analog aufgebaut und bearbeitet das Produktions- und Set-Design. Zu guter Letzt wirft Visuelle Effekte – Entstehungsszenen (ca. 2 Minuten) noch einen sehr knapp gehaltenen Blick auf eben diese. Abschließend gibt es filmbezogen noch einige gelöschte Szenen (ca. 5 Minuten) und diverse Demo-Trailer (ca. 6 Minuten) in welchen verschiedene Darsteller Fragen zu Zombies beantworten – natürlich sind die Antworten nicht ganz ernst zu nehmen. Sony betreibt noch etwas Eigenwerbung mit der Trailershow und der BD-Live-Sektion, die lediglich Zugang zur Online-Dependance des Anbieters gewährt, wo ausschließlich Promos zu anderen Filmen und Informationen über Sony Pictures zu finden sind.
Alle Features liegen hochauflösend vor und sind optional untertitelbar. Die neue Zombie-Welle, die ihr Schattendasein der 1970er weit hinter sich gelassen hat und nun der breiten Masse zugängig ist, verleitete unlängst das TIME Magazine zur Aussage „Zombies are the new Vampires“, was soviel bedeutet wie, dass Zombies nun mehr oder minder salonfähig sind und genauso viele Zuschauer faszinieren und begeistern wie es seit jeher die Vampire der Filmgeschichte, angefangen bei Nosferatu, taten. Während der Zombie-Horror der 1970er sich allerdings auf Schrecken und heftigen Gore beschränkte und die Zombies eigentlich nur als menschenfressende Untote darstellte, ist das Genre heutzutage etwas facettenreicher geworden. Insbesondere gewinnt man der Zombie-Thematik immer öfter auch komische und heitere Töne ab. Seit dem grandiosen SHAUN OF THE DEAD lacht man sich quasi schlapp über die tolpatschigen Wesen, die mehr schlecht als recht ihre Daseinsberechtigung durchsetzen. Nachdem zuletzt DOG HOUSE sehr krude daherkam und einem mitunter der Gag im Hals stecken blieb, ist nun ZOMBIELAND schon fast wieder ein kleines Juwel in Sachen Zombie-Unterhaltung. Obwohl die Story sehr schlicht geraten ist und die Charakterzeichnung dagegen fast schon wieder zu aufwendig ausfällt, hat ZOMBIELAND genügend Potential um eigenständig und kurzweilig zu bleiben. Die Darsteller sind sichtlich gern bei der Sache und insbesondere Woody Harrelson spielt so abgedreht und klasse wie seit NATURAL BORN KILLERS nicht mehr! Trotz vieler (gelungener) Gags hat ZOMBIELAND auch genügend, teils derben Splatter zu bieten, um den Gorehound direkt nach dem Lacher noch ein Raunen zu entlocken, mit einer Schlachtplatte hat der Streifen aber nicht so viel gemein. Ein besonderes Schmankerl ist übrigens der Cameo-Auftritt von Bill Murray als Bill Murray, der zum Zombie wird – zum Schieflachen! Die Blu-ray bietet überaus gute technische Kost, wenngleich es gerade hinsichtlich des Tons sicherlich noch deutlich bessere aktuelle Scheiben gibt. Die Extras sind teils durchaus informativ, enthalten aber Dopplungen und dürften noch umfangreicher sein. Mindestens ein Leihtitel für den humorigen Horror-Videoabend, den man sich bei Gefallen anschließend auch gern als Blu-ray ins heimische Regal stellt! (Marcus Kampfert) alle Rezensionen von Marcus Kampfert ... Reminder, PDF-Datenblatt zu Zombieland, BLU-RAY:
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Weitere Filminfos zu Zombieland: Originaltitel: Zombieland Land / Jahr: USA 2009 Medien-Typ: Blu-ray Disc Bonusmaterial zu Zombieland:
Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Entfallene Szenen, Kommentare, Blicke hinter die Kulissen mit „Auf der Suche nach Zombieland”, „Zombieland ist dein Land” - Die Zombifizierung der Vereinigten Staaten, Visuelle Effekte - Entstehungsszenen, Demo-Trailer, „Jenseits des Friedhofs” - Hinter den Kulissen, Bild-im-Bild-Track, movieIQ™: Per BD-Live Echtzeitinformation rund um Besetzung / Musik / Wissenswertes und vieles mehr - während der Film läuft
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