Inception
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Mit internationaler Besetzung drehte der gefeierte Filmemacher Christopher Nolan dieses actionreiche Science-Fiction-Abenteuer über eine Reise um die Erde – und in die Welt der Träume.
Dom Cobb (Leonardo DiCaprio) ist der Beste seines Fachs: Als „Extraktor“ stiehlt er wertvolle Geheimnisse aus dem Unterbewussten, wenn es im Traumzustand besonders angreifbar ist. Seine Fähigkeiten machen ihn zum begehrten Player in der Industriespionage, doch dafür muss er eine hohen Preis zahlen: Er befindet sich ständig auf der Flucht. Vielleicht bekommt er jetzt die Chance für ein neues Leben – allerdings nur, wenn ihm das Unmögliche gelingt: Diesmal geht es um „Inception“ – er soll keine Idee stehlen, sondern sie jemandem ins Unterbewusstsein einpflanzen. Falls Cobb und sein Team Erfolg haben, gelingt ihnen das perfekte Verbrechen. Doch selbst die beste Planung bereitet sie nicht auf jenen gefährlichen Gegner vor, der offenbar jeden ihrer Schritte voraussieht. Nur Cobb selbst hätte mit diesem Gegner rechnen müssen. ...
Inhaltsangabe zu Inception: 
Mit internationaler Besetzung drehte der gefeierte Filmemacher Christopher Nolan dieses actionreiche Science-Fiction-Abenteuer über eine Reise um die Erde – und in die Welt der Träume.
Dom Cobb (Leonardo DiCaprio) ist der Beste seines Fachs: Als „Extraktor“ stiehlt er wertvolle Geheimnisse aus dem Unterbewussten, wenn es im Traumzustand besonders angreifbar ist. Seine Fähigkeiten machen ihn zum begehrten Player in der Industriespionage, doch dafür muss er eine hohen Preis zahlen: Er befindet sich ständig auf der Flucht. Vielleicht bekommt er jetzt die Chance für ein neues Leben – allerdings nur, wenn ihm das Unmögliche gelingt: Diesmal geht es um „Inception“ – er soll keine Idee stehlen, sondern sie jemandem ins Unterbewusstsein einpflanzen. Falls Cobb und sein Team Erfolg haben, gelingt ihnen das perfekte Verbrechen. Doch selbst die beste Planung bereitet sie nicht auf jenen gefährlichen Gegner vor, der offenbar jeden ihrer Schritte voraussieht. Nur Cobb selbst hätte mit diesem Gegner rechnen müssen. Inception stammt aus dem Hause Warner Home Video.
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Schauspieler / Schauspielerinnen in Inception:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Inception:
0Frank Brenner2010-12-17Erstaunlich, dass dieser Film innerhalb von gerade mal sieben Tagen nach seinem Kinostart in Deutschland eine Million Zuschauer für sich verbuchen konnte! Eigentlich sollte man bei der derzeitigen Standardkost in Fernsehen und im Kino kaum für möglich halten, dass die Zuschauer sich tatsächlich noch für intelligent gemachte Unterhaltung begeistern können! Und die ist Christopher Nolans („Batman Begins“, „The Dark Knight“) neuer Film auf alle Fälle wieder geworden. Die Geschichte ist sogar dermaßen komplex und anspruchsvoll, dass man von Anfang an am Besten gut aufpasst, damit einem keines der wichtigen Details entgeht. Hals über Kopf wird man vom dem kassenstarken Autorenfilmer in eine Geschichte geworfen, die einen alsbald nicht mehr loslässt.
Cobb (Leonardo DiCaprio) hat sich auf das Eindringen in die Träume anderer Menschen spezialisiert. Seine Auftraggeber sind zumeist millionenschwere Industriebosse, die sich durch die „Deception“, das Herauskramen von Informationen aus dem Unterbewusstsein des Träumenden, Vorteile für ihre eigenen Unternehmen versprechen. „Industriespionage“ hätte man das wohl früher genannt. Aber an Cobb nagt ein unverarbeitetes Problem der näheren Vergangenheit. Da er in den Vereinigten Staaten gesucht wird, kann er seine beiden kleinen Kinder nicht mehr sehen. Die Mutter, seine Frau Mal (Marion Cotillard), lebt nicht mehr. Da unterbreitet ihm der Japaner Saito (Ken Watanabe) ein lukratives Angebot. Cobb und sein Team sollen bei einem Industriellenspross (Cillian Murphy) den umgekehrten Weg beschreiten – die „Inception“, das Einpflanzen einer Idee in das Unterbewusstsein des Träumenden, vornehmen. Obwohl Cobb um die Gefahren eines solchen Eingriffes weiß, ist die angebotene Belohnung viel zu verlockend, als dass er den Auftrag ausschlagen könnte.
Viel zu selten weiß ein Regisseur die Mittel der aktuellen filmischen Möglichkeiten dermaßen geschickt in seinen Werken zu nutzen wie Christopher Nolan. In „Inception“ bewegt er sich mit traumwandlerischer Sicherheit in Welten, die dem Unterbewusstsein entspringen und in denen demnach alles möglich ist. Cobb und seine Helfer dringen bei ihrem Auftrag immer tiefer in die Psyche ihrer Zielperson vor, erschaffen Traumszenen in den Träumen, die sich schließlich über mehrere Ebenen erstrecken. Dabei folgt das exzellente Drehbuch den genreinternen Gesetzmäßigkeiten und bleibt in seiner Komplexität durchweg glaubwürdig und für aufmerksame Zuschauer nachvollziehbar. Auch die private Komponente, die mit der verstorbenen Frau Cobbs ins Spiel kommt, wurde von Nolan auf beachtliche Weise eingebunden und ist weit entfernt von entsprechenden Klischeedramatisierungen. Die BluRay begeistert dank eines hervorragenden Bildes und einem facettenreichen Ton (Deutsch, Italienisch und Französisch in Dolby Digital 5.1, die Originalversion im DTS HD Master Audio) auf der ganzen Linie. Die Haupt-BluRay enthält neben dem rund zweieinhalbstündigen Film auch den von Warner-Veröffentlichungen bekannten Extraction Mode, mit dem man sich Making-Of-Sequenzen an den entsprechenden Filmstellen direkt anschauen kann. Die vierzehn Segmente bringen es dabei auf eine Länge von 44 Minuten. Die zweite enthaltene BluRay bietet einige weitere zusätzliche Features. „Dreams: Cinema of the Subconciousness“ ist eine von Co-Star Joseph Gordon-Levitt moderierte Dokumentation zum Phänomen des Träumens, bei der in 45 Minuten Experten zum Thema zu Wort kommen und interessante Fachinformationen bieten. „The Cobol Job“ ist eine 14minütige animierte Comicversion der Vorgeschichte der Hauptfiguren Cobb und Arthur, die die Zeit vor der eigentlichen Filmhandlung beleuchtet. Der komplette extrahierte Soundtrack des Films von Hans Zimmer ist als separater DTS HD Master-Audio-Ton abspielbar. Abgerundet werden die Extras durch zwei Galerien (Konzeptkunstentwürfe und Promotionmaterial in Form zahlreicher verschiedener Poster) sowie Trailer und TV-Spots.
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Erstaunlich, dass dieser Film innerhalb von gerade mal sieben Tagen nach seinem Kinostart in Deutschland eine Million Zuschauer für sich verbuchen konnte! Eigentlich sollte man bei der derzeitigen Standardkost in Fernsehen und im Kino kaum für möglich halten, dass die Zuschauer sich tatsächlich noch für intelligent gemachte Unterhaltung begeistern können! Und die ist Christopher Nolans („Batman Begins“, „The Dark Knight“) neuer Film auf alle Fälle wieder geworden. Die Geschichte ist sogar dermaßen komplex und anspruchsvoll, dass man von Anfang an am Besten gut aufpasst, damit einem keines der wichtigen Details entgeht. Hals über Kopf wird man vom dem kassenstarken Autorenfilmer in eine Geschichte geworfen, die einen alsbald nicht mehr loslässt.
Cobb (Leonardo DiCaprio) hat sich auf das Eindringen in die Träume anderer Menschen spezialisiert. Seine Auftraggeber sind zumeist millionenschwere Industriebosse, die sich durch die „Deception“, das Herauskramen von Informationen aus dem Unterbewusstsein des Träumenden, Vorteile für ihre eigenen Unternehmen versprechen. „Industriespionage“ hätte man das wohl früher genannt. Aber an Cobb nagt ein unverarbeitetes Problem der näheren Vergangenheit. Da er in den Vereinigten Staaten gesucht wird, kann er seine beiden kleinen Kinder nicht mehr sehen. Die Mutter, seine Frau Mal (Marion Cotillard), lebt nicht mehr. Da unterbreitet ihm der Japaner Saito (Ken Watanabe) ein lukratives Angebot. Cobb und sein Team sollen bei einem Industriellenspross (Cillian Murphy) den umgekehrten Weg beschreiten – die „ Inception“, das Einpflanzen einer Idee in das Unterbewusstsein des Träumenden, vornehmen. Obwohl Cobb um die Gefahren eines solchen Eingriffes weiß, ist die angebotene Belohnung viel zu verlockend, als dass er den Auftrag ausschlagen könnte.
Viel zu selten weiß ein Regisseur die Mittel der aktuellen filmischen Möglichkeiten dermaßen geschickt in seinen Werken zu nutzen wie Christopher Nolan. In „ Inception“ bewegt er sich mit traumwandlerischer Sicherheit in Welten, die dem Unterbewusstsein entspringen und in denen demnach alles möglich ist. Cobb und seine Helfer dringen bei ihrem Auftrag immer tiefer in die Psyche ihrer Zielperson vor, erschaffen Traumszenen in den Träumen, die sich schließlich über mehrere Ebenen erstrecken. Dabei folgt das exzellente Drehbuch den genreinternen Gesetzmäßigkeiten und bleibt in seiner Komplexität durchweg glaubwürdig und für aufmerksame Zuschauer nachvollziehbar. Auch die private Komponente, die mit der verstorbenen Frau Cobbs ins Spiel kommt, wurde von Nolan auf beachtliche Weise eingebunden und ist weit entfernt von entsprechenden Klischeedramatisierungen. Die BluRay begeistert dank eines hervorragenden Bildes und einem facettenreichen Ton (Deutsch, Italienisch und Französisch in Dolby Digital 5.1, die Originalversion im DTS HD Master Audio) auf der ganzen Linie. Die Haupt-BluRay enthält neben dem rund zweieinhalbstündigen Film auch den von Warner-Veröffentlichungen bekannten Extraction Mode, mit dem man sich Making-Of-Sequenzen an den entsprechenden Filmstellen direkt anschauen kann. Die vierzehn Segmente bringen es dabei auf eine Länge von 44 Minuten. Die zweite enthaltene BluRay bietet einige weitere zusätzliche Features. „Dreams: Cinema of the Subconciousness“ ist eine von Co-Star Joseph Gordon-Levitt moderierte Dokumentation zum Phänomen des Träumens, bei der in 45 Minuten Experten zum Thema zu Wort kommen und interessante Fachinformationen bieten. „The Cobol Job“ ist eine 14minütige animierte Comicversion der Vorgeschichte der Hauptfiguren Cobb und Arthur, die die Zeit vor der eigentlichen Filmhandlung beleuchtet. Der komplette extrahierte Soundtrack des Films von Hans Zimmer ist als separater DTS HD Master-Audio-Ton abspielbar. Abgerundet werden die Extras durch zwei Galerien (Konzeptkunstentwürfe und Promotionmaterial in Form zahlreicher verschiedener Poster) sowie Trailer und TV-Spots.
(Frank Brenner)
alle Rezensionen von Frank Brenner ...
0Christopher Zietzke2010-12-31Mit internationaler Besetzung drehte der gefeierte Filmemacher Christopher Nolan dieses actionreiche Science-Fiction-Abenteuer über eine Reise um die Erde – und in die Welt der Träume.
Dom Cobb (Leonardo DiCaprio) ist der Beste seines Fachs: Als „Extraktor“ stiehlt er wertvolle Geheimnisse aus dem Unterbewussten, wenn es im Traumzustand besonders angreifbar ist. Seine Fähigkeiten machen ihn zum begehrten Player in der Industriespionage, doch dafür muss er eine hohen Preis zahlen: Er befindet sich ständig auf der Flucht. Vielleicht bekommt er jetzt die Chance für ein neues Leben – allerdings nur, wenn ihm das Unmögliche gelingt: Diesmal geht es um „Inception“ – er soll keine Idee stehlen, sondern sie jemandem ins Unterbewusstsein einpflanzen. Falls Cobb und sein Team Erfolg haben, gelingt ihnen das perfekte Verbrechen. Doch selbst die beste Planung bereitet sie nicht auf jenen gefährlichen Gegner vor, der offenbar jeden ihrer Schritte voraussieht. Nur Cobb selbst hätte mit diesem Gegner rechnen müssen. Nach den ersten Teilen der Batman-Trilogie schafft Regisseur Christopher Nolan wieder einmal, Bildgewalt und Anspruch zu kombinieren. Über die Komplexität und Vielschichtigkeit von "Inception" lässt sich nicht streiten, nicht zuletzt, da das visuelle Moment hier tragende Stütze der Illustration darstellt. Dem auf Träumen und Fiktivem basierenden Film musste also eine ansprechende Inszenierung zuteilwerden, welche eben diese Elemente visuell vereint. Viele gewollte Un- und Tiefenschärfen lassen die Struktur zwischen Traum und Realität verschwimmen. Der extrem kontrastierte Look sorgt für sattes, flächiges Schwarz und partiell für etwas dunkle Weißwerte. Das Farbspektrum spielt wieder einmal mit stilistischen Extremen: Dominant werden überwiegend warme, erdige Farbtöne gewählt, die Traum-Sequenzen erhalten hier einen stählernen, kühleren Look. Den gesamten Film über zieht sich ein marginales, sehr feines Rauschen durch das Bild, das sogar über die CGI-Effekte gelegt wurde und somit einzig für Plastizität sorgt. Die Schärfe ist manches Mal grandios gut und präsentiert eine hohe Detaildichte, der angesprochene Traumstil sorgt hier allerdings für ein stilistisch gänzlich anderes Gesamtbild.
Qualitativ bewegt sich "Inception" natürlich auf sehr hohem Niveau, zeigt jedoch auch gezielte technische "Schwächen", die dem Film und seinem Effekt jedoch mehr als dienlich sind. Den Leitfaden, den das Bild durch etwaige Unschärfen und Kontraste setzte, führt der Ton gleichermaßen weiter. Heftige, durchdringende Bässe sorgen passend für das Traumfeeling und schaffen eine soundtechnische Grundlage, die den Zuschauer permanent im Geschehen hält. Das Klangbild variiert von brachialen Tiefen mit viel Raum über dynamische Dialoge und eingestreute, sehr räumliche Sounds, die perfekt mit der Abstraktion des Films harmonieren. Die Front ist ebenso wie das hintere Klangfeld sehr breit gestaffelt, was der Dynamik sehr dienlich ist.
Eigentlicher Macher des fulminanten Soundbildes ist Hans Zimmers unglaublich differenzierter Score. Die ständig zwischen Intensität, Feinheit und Brachialem variierenden Kompositionen zeigen einmal mehr die Wichtigkeit der Filmmusik auf. Ein wenig herabwürdigend ist es allerdings doch, wenn einem der erfolgreichsten Filme des Jahres 2010 auf Blu-ray lediglich eine deutsche Dolby-Digital-Spur zuteilwird, die nur ansatzweise die Fulminanz des englischen DTS-HD Master Audios wiederzugeben vermag. Die schleierhaften Gründe für den in die Jahre gekommenen Codec weiß einzig Warner Home zu entschlüsseln, jedoch ist dieses Phänomen bereits bei früheren Blu-rays aus dem Hause Warner Home Entertainment zu beobachten.
Nichtsdestotrotz ist das Klangbild nicht nur stilistisch einmalig, auch qualitativ wird hier Hochwertiges geboten, obgleich das schwächere Format ein Dorn im Auge ist. Erwähnt sei jedoch nochmals der herausragende Soundtrack von Hans Zimmer, der ein weiteres Mal Maßstäbe setzt. Gerade weil der Soundtrack wieder einmal so gelungen ist, findet er sich auch auf der Bonusdisc als umfangreicher 5.1-Mix wieder. Zwei Galerien zu Produktion und Marketing zeigen über 30 Konzeptskizzen. "Inception: Der Cobol Job" ist ein Comic-Prolog, der die Vorgeschichte des Films in Form eines animierten Comics darstellt. Ein 44-minütiges Feature zur Traumforschung sorgt auf populärwissenschaftliche Weise für einen Realitätsbezug, und eine zusätzliche Funktion ermöglicht die Wiedergabe des Films ab der letzten Unterbrechung.
Das eigentliche Highlight stellt jedoch der "Extraktions-Modus" auf der Hauptdisc dar. Dieses Bild-in-Bild-Feature stellt zwar eine komplett neue Bild- und Tonspur dar, sodass nur der Originalton angewählt werden kann, jedoch zeigt es gute 50 Minuten an Featurettes zur Produktion und Entwicklung des Films. Jene Features können auch direkt aus dem Menü heraus angewählt werden, was eine bequeme Alternative darstellt.
Die Bonussektion ist zwar stark selektiert, bietet dafür umso bessere inhaltliche und optische Qualität. Der fantastische Thriller zeigt hier abermals, wie progressiv Christopher Nolan als Regisseur und Autor ist. Nolan schafft hier einen zweieinhalb-stündigen Schlagabtausch zwischen Traum und Realität, Action und Romanze, Thriller und Heist-Movie, das audiovisuelle Asse im Ärmel hat. Stark, kräftig, das sind treffende Attribute für Bild und Ton, die mit stilistischen Meisterleistungen gespickt ein rundes, überdurchschnittlich gutes Ganzes schaffen. Die Extras sind hier informativer Natur und auf der gleichen professionellen Ebene angesiedelt wie der Film.
Die Blu-ray beinhaltet einen der besten Filme des Jahres in durchaus ansehnlicher und klanglich toller Qualität - wir wünschen weiterhin schöne Träume.
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Mit internationaler Besetzung drehte der gefeierte Filmemacher Christopher Nolan dieses actionreiche Science-Fiction-Abenteuer über eine Reise um die Erde – und in die Welt der Träume. Dom Cobb (Leonardo DiCaprio) ist der Beste seines Fachs: Als „Extraktor“ stiehlt er wertvolle Geheimnisse aus dem Unterbewussten, wenn es im Traumzustand besonders angreifbar ist. Seine Fähigkeiten machen ihn zum begehrten Player in der Industriespionage, doch dafür muss er eine hohen Preis zahlen: Er befindet sich ständig auf der Flucht. Vielleicht bekommt er jetzt die Chance für ein neues Leben – allerdings nur, wenn ihm das Unmögliche gelingt: Diesmal geht es um „Inception“ – er soll keine Idee stehlen, sondern sie jemandem ins Unterbewusstsein einpflanzen. Falls Cobb und sein Team Erfolg haben, gelingt ihnen das perfekte Verbrechen. Doch selbst die beste Planung bereitet sie nicht auf jenen gefährlichen Gegner vor, der offenbar jeden ihrer Schritte voraussieht. Nur Cobb selbst hätte mit diesem Gegner rechnen müssen. Nach den ersten Teilen der Batman-Trilogie schafft Regisseur Christopher Nolan wieder einmal, Bildgewalt und Anspruch zu kombinieren. Über die Komplexität und Vielschichtigkeit von "Inception" lässt sich nicht streiten, nicht zuletzt, da das visuelle Moment hier tragende Stütze der Illustration darstellt. Dem auf Träumen und Fiktivem basierenden Film musste also eine ansprechende Inszenierung zuteilwerden, welche eben diese Elemente visuell vereint. Viele gewollte Un- und Tiefenschärfen lassen die Struktur zwischen Traum und Realität verschwimmen. Der extrem kontrastierte Look sorgt für sattes, flächiges Schwarz und partiell für etwas dunkle Weißwerte. Das Farbspektrum spielt wieder einmal mit stilistischen Extremen: Dominant werden überwiegend warme, erdige Farbtöne gewählt, die Traum-Sequenzen erhalten hier einen stählernen, kühleren Look. Den gesamten Film über zieht sich ein marginales, sehr feines Rauschen durch das Bild, das sogar über die CGI-Effekte gelegt wurde und somit einzig für Plastizität sorgt. Die Schärfe ist manches Mal grandios gut und präsentiert eine hohe Detaildichte, der angesprochene Traumstil sorgt hier allerdings für ein stilistisch gänzlich anderes Gesamtbild. Qualitativ bewegt sich "Inception" natürlich auf sehr hohem Niveau, zeigt jedoch auch gezielte technische "Schwächen", die dem Film und seinem Effekt jedoch mehr als dienlich sind. Den Leitfaden, den das Bild durch etwaige Unschärfen und Kontraste setzte, führt der Ton gleichermaßen weiter. Heftige, durchdringende Bässe sorgen passend für das Traumfeeling und schaffen eine soundtechnische Grundlage, die den Zuschauer permanent im Geschehen hält. Das Klangbild variiert von brachialen Tiefen mit viel Raum über dynamische Dialoge und eingestreute, sehr räumliche Sounds, die perfekt mit der Abstraktion des Films harmonieren. Die Front ist ebenso wie das hintere Klangfeld sehr breit gestaffelt, was der Dynamik sehr dienlich ist. Eigentlicher Macher des fulminanten Soundbildes ist Hans Zimmers unglaublich differenzierter Score. Die ständig zwischen Intensität, Feinheit und Brachialem variierenden Kompositionen zeigen einmal mehr die Wichtigkeit der Filmmusik auf. Ein wenig herabwürdigend ist es allerdings doch, wenn einem der erfolgreichsten Filme des Jahres 2010 auf Blu-ray lediglich eine deutsche Dolby-Digital-Spur zuteilwird, die nur ansatzweise die Fulminanz des englischen DTS-HD Master Audios wiederzugeben vermag. Die schleierhaften Gründe für den in die Jahre gekommenen Codec weiß einzig Warner Home zu entschlüsseln, jedoch ist dieses Phänomen bereits bei früheren Blu-rays aus dem Hause Warner Home Entertainment zu beobachten. Nichtsdestotrotz ist das Klangbild nicht nur stilistisch einmalig, auch qualitativ wird hier Hochwertiges geboten, obgleich das schwächere Format ein Dorn im Auge ist. Erwähnt sei jedoch nochmals der herausragende Soundtrack von Hans Zimmer, der ein weiteres Mal Maßstäbe setzt. Gerade weil der Soundtrack wieder einmal so gelungen ist, findet er sich auch auf der Bonusdisc als umfangreicher 5.1-Mix wieder. Zwei Galerien zu Produktion und Marketing zeigen über 30 Konzeptskizzen. "Inception: Der Cobol Job" ist ein Comic-Prolog, der die Vorgeschichte des Films in Form eines animierten Comics darstellt. Ein 44-minütiges Feature zur Traumforschung sorgt auf populärwissenschaftliche Weise für einen Realitätsbezug, und eine zusätzliche Funktion ermöglicht die Wiedergabe des Films ab der letzten Unterbrechung. Das eigentliche Highlight stellt jedoch der "Extraktions-Modus" auf der Hauptdisc dar. Dieses Bild-in-Bild-Feature stellt zwar eine komplett neue Bild- und Tonspur dar, sodass nur der Originalton angewählt werden kann, jedoch zeigt es gute 50 Minuten an Featurettes zur Produktion und Entwicklung des Films. Jene Features können auch direkt aus dem Menü heraus angewählt werden, was eine bequeme Alternative darstellt. Die Bonussektion ist zwar stark selektiert, bietet dafür umso bessere inhaltliche und optische Qualität. Der fantastische Thriller zeigt hier abermals, wie progressiv Christopher Nolan als Regisseur und Autor ist. Nolan schafft hier einen zweieinhalb-stündigen Schlagabtausch zwischen Traum und Realität, Action und Romanze, Thriller und Heist-Movie, das audiovisuelle Asse im Ärmel hat. Stark, kräftig, das sind treffende Attribute für Bild und Ton, die mit stilistischen Meisterleistungen gespickt ein rundes, überdurchschnittlich gutes Ganzes schaffen. Die Extras sind hier informativer Natur und auf der gleichen professionellen Ebene angesiedelt wie der Film. Die Blu-ray beinhaltet einen der besten Filme des Jahres in durchaus ansehnlicher und klanglich toller Qualität - wir wünschen weiterhin schöne Träume.
(Christopher Zietzke)
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Weitere Filminfos zu Inception:
Originaltitel: Inception
Land / Jahr: Großbritannien / USA 2010
Medien-Typ:
Blu-ray Disc
Bonusmaterial zu Inception:
Kinotrailer, Kapitel- / Szenenanwahl, Making Of, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Featurette, Fotogalerie, TV Spot
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