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TECHNISCHE DATEN
zu Pianomania

RC B FSK Info fehlt
BLU-RAY-Typ: 1 x Blu-ray
Medium: BLU-RAY
Genre: Dokumentation
Bildformat:
High Definition (2.40:1) - 1080p
Tonformat:
Deutsch: Dolby Digital 5.1
Verpackung: Blu-ray Case
Untertitel:
Deutsch
EAN-Code:
4250128406871 / 4250128406871
+++ ..DVD-RUBRIKEN.. +++

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Pianomania

Titel:

Pianomania

Label:

farbfilm verleih GmbH

Regie:

Robert Cibis, Lilian Franck

Laufzeit:
96 Minuten
Genre:
Dokumentation
FSK:
oA
Erscheinung:

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Stand der Preise: 03.12.2016 00:38:01.
Inhaltsangabe zu Pianomania:


„Der Ton atmet nicht.“ – klagt der Pianist Pierre-Laurent Aimard verzweifelt. Das ist ein typischer Satz im beruflichen Alltag von Stefan Knüpfer. Denn jedes Klavier hat seine eigene Persönlichkeit, jedes Stück verlangt nach der ihm eigenen Klangfarbe und jede Interpretation hat ein besonderes Temperament! Das richtige Instrument mit den geforderten Eigenschaften passend zur Vision des Virtuosen zu finden, zu vervollkommnen und letztlich auf die Bühne zu schaffen, fordert grenzenlose Leidenschaft, die außerordentliche Fähigkeit Worte in Töne zu übertragen und nicht zuletzt äußerst starke Nerven… Pianomania stammt aus dem Hause Lighthouse Home Entertainment GmbH & Co. KG.


Pianomania Trailer ansehen:

Schauspieler / Schauspielerinnen in Pianomania:


Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Pianomania:
Pianomania“ neu auf Blu-ray Disc und DVD bei Lighthouse.
Auf der ständigen Suche nach dem perfekten Klang

Der vielfach preisgekrönte Dokumentarfilm „Pianomania“ ist jetzt bei Lighthouse auf Blu-ray Disc und DVD erschienen. Lilian Franck und Robert Cibis begleiten Stefan Knüpfer, den Cheftechniker von Steinway & Sons in Österreich, einen im positiven Sinn Besessenen, auf der ständigen Suche nach dem perfekten Klavierklang. Kein gefeierter und umjubelter Tastenstar steht hier im Mittelpunkt, sondern ein hingebungsvoller Klangästhet, ohne dessen Arbeit kein noch so guter Pianist befriedigende Klänge hervorbringen könnte. Denn auch die besten Konzertflügel sind lebende Systeme, die einer ständigen Überarbeitung bedürfen. Neben dem obligatorischen Stimmen zählt dazu vor allem das wesentlich kompliziertere Intonieren. Jeder Pianist hat seine Vorliebe, was die Klangfarbe betrifft.

Bereits mit 23 Jahren wurde Stefan Knüpfer in die weite Welt geschickt, um Steinway-Flügel zu warten. Mittlerweile ist er in der Musikstadt Wien verantwortlich für viele Konzertstimmungen. Hier im Mekka der klassischen Musik sind die großen Tastenvirtuosen gerne zu Gast. Stefan Knüpfer bekommt hautnah ihre Launen und Wünsche zu spüren. Als gebürtiger Hamburger sieht er das aber gelassen und ist nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen. Einige bekannte Pianisten spielen in „Pianomania“ eine Nebenrolle hinter dem Hauptdarsteller Knüpfer. Ihm wird es wirklich nicht leicht gemacht, weil kaum ein Pianist jemals vollkommen zufrieden mit dem Klang eines Flügels ist. Das Optimum ist für Alfred Brendel, wenn alle Töne auf der gesamten Klaviatur die gleiche Klangfarbe und dynamischen Möglichkeiten haben. Jeder Ton muss dabei „leben“. Weil aber Temperatur und Feuchtigkeit vieles verändern können, muss der Techniker oft bis kurz vor dem Konzert noch Hand anlegen. Um Termine einzuhalten, gilt es lange Nachtsitzungen durchzustehen. So muss Knüpfer kurzfristig Hämmer austauschen, weil sie um 0,7 Millimeter zu schmal sind. Auch wenn Künstler und Techniker dieselbe Sprach sprechen, so lässt sich der ideale Wunschklang oft nicht in klare Worte fassen. Dann wird so lange experimentiert, bis beide zufrieden sind.

Neben Alfred Brendel und anderen Pianisten wird Knüpfer besonders zusammen mit Pierre-Laurent Aimard während dessen Aufnahme von „Die Kunst der Fuge“ von Johann Sebastian Bach beobachtet. Dieses Gipfelwerk des Kontrapunkts ist nicht für ein bestimmtes Instrument geschrieben. Die Aufführungsmöglichkeiten reichen von Blechbläserensembles bis zur Orgel. An einen modernen Konzertflügel stellt Aimard für seine Interpretation eigentlich eine unmögliche Anforderung. Er soll je nach Charakter des Stücks nach Cembalo, Klavichord oder Orgel klingen. Der Techniker gibt sein Bestes, um diesem Ideal nahe zu kommen. Ein Cembalist gibt Klangbeispiele und erwähnt, dass ein moderner Konzertflügel als „Musikmaschine“ für einen Saal mit 4000 Personen durch die Lautstärke vieles an der Klangfarbe eines historischen Instruments verloren habe. Für die orgelartigen Stücke wird zunächst eine Lösung mit mehreren Klangspiegeln über dem Flügel ausprobiert, was aber nachher wieder verworfen wird. Der Weg auf der Suche nach dem perfekten Klang ist manchmal sehr schwierig und mühsam. Aber in diesem Fall hat sich die Arbeit auch der Tontechniker gelohnt, denn es kam eine preisgekrönte Referenzaufnahme in der Klavierinterpretation dieses Meisterwerkes heraus.

Auch auf der Blu-ray Disc ist ein perfekter Klang verwirklicht worden. Die Tonaufnahmen wurden mit einem hohen technischen Aufwand hergestellt. Sämtliche Szenen sind in Dolby Surround Qualität und mit bis zu 90 Tonspuren aufgezeichnet. „Pianomania“ wird dadurch zu einem akustischen Erlebnis und durch die vorzügliche Kameraführung zu einem optischen Genuss. Makroaufnahmen lassen in das komplizierte Innenleben der Mechanik eines Steinway-Konzertflügels blicken, um Stefan Knüpfer bei seiner Arbeit zu beobachten, die nicht selten der eines Forschers gleichkommt. Immer wieder muss neu experimentiert werden im zähen Ringen um die Verwirklichung einer musikalischen Vision. Nach viel Stress und Rückschlägen gibt es aber zur Belohnung immer wieder glückliche Momente, wenn alles so geworden ist wie gewünscht oder sogar noch besser. Es ist eine intime und den meisten verborgene Welt, die sich dem Zuschauer in diesem außergewöhnlichen Film öffnet. Er bekam von der Filmbewertungsstelle das Prädikat „Besonders wertvoll“, weil er auch für Zuschauer interessant ist, die keine musikalischen Insider sind.

Das Bonusmaterial bringt Interviews, geschnittene Szenen und stellt technische Details eines Konzertflügels vor. Stefan Knüpfer erklärt, wie sich über die Beschaffenheit der Hammerköpfe der Klang verändern lässt. Ihre Abstände müssen exakt gleich sein, damit alle die Saiten an der richtigen Stelle treffen. Durch Stechen und Schleifen werden die Hammerköpfe weicher und der Klang dunkler. Knüpfer begreift einen Ton wie eine Farbe, innerhalb derer Schattierungen und Abstufungen in unzähligen Nuancen möglich sind. Bleigewichte in den Tasten beeinflussen das Spielgewicht. Ein Blick in die Steinway-Fabrik in Hamburg zeigt, dass ein wertvoller Flügel dort fast komplett in Handarbeit hergestellt wird. Steinway steht für über 150 Jahre Tradition und Perfektion. Mit der Entwicklung von 128 Patenten gilt das Unternehmen als Begründer des modernen Klavierbaus. Mehr als 1500 konzertierende Pianisten weltweit und über 90% aller Konzerthallen, Theater und Opernhäuser entscheiden sich für Flügel aus dem Hause Steinway & Sons. Auf keinen Fall wollte Knüpfer mit den großen Pianisten tauschen, deren Erfolg auch von seinem Können abhängt. Die ungesunde Lebensweise und immer wieder in fremden Betten zu schlafen sei nichts für ihn. Bei aller Bescheidenheit weiß er jedoch, wie wichtig er mit seiner Arbeit und immer freundlichen, nie hektischen Art ist. Dafür bekommt er von den Pianisten ein großes Lob. ()

alle Rezensionen von Johannes Kösegi ...
Klaviere verstimmen sich - das liegt in der Natur der Sache. Es gibt ca. 220 Saiten in einem Instrument, die zusammen einen Zug von 10 bis 15 Tonnen auf den Rahmen ausüben. Jede dieser Saiten muss gestimmt werden, wenn das Instrument länger nicht gestimmt wurde sogar mehrmals. Die Aufgabe eines Klavierstimmers ist es, nicht nur die richtige Tonhöhe zu erreichen, auch der Klang kann bei einem guten Instrument deutlich variiert werden. Für diese Arbeit braucht ein Klavierstimmer schon ein feines Fingerspitzengefühl, wie natürlich auch ein besonderes Ohr.

Stefan Knüpfer, Cheftechniker von Steinway Österreich in Wien, stimmt Klaviere nicht bloß, er lässt sie klingen. Seine faszinierende Arbeit mit den besten Pianisten der Welt illustriert der Dokumentarfilm „Pianomania“ von Robert Cibis und Lilian Frank.

Zwei Jahre lang, mit 280 Drehstunden und Tonaufnahme auf bis zu 90 Tonspuren, wurde der gebürtige Hamburger mit der Kamera begleitet. Ohne Erläuterungen und Kommentare zeigt die Dokumentation, wie Knüpfer Klaviaturen einsetzt, Hammerköpfe leimt, Instrumente stimmt, Saiten präpariert, Klängen nachlauscht oder sich mit seinen Kunden bei Proben im Wiener Konzerthaus über deren Wünsche verständigt. Die Künstler wünschen sich z.B. mehr „Magie" oder beklagen, der Ton atme zu wenig. Mit Leidenschaft, Akribie, Experimentierfreude und einer unendlichen Geduld macht sich Knüpfer ans Werk.

Als Handlungsstrang zieht sich eine Einspielung von Johann Sebastian Bachs „Kunst der Fuge“ im Wiener Konzerthaus durch Pierre-Laurent Aimard (53) durch die Dokumentation. Mit Lang Lang (28) und Alfred Brendel (79) in weiteren Episoden sind die Passionen berühmter Pianisten dreier Generationen im Spiel.

Fazit: „Pianomania" ist eine wunderbare unterhaltsame Dokumentation, die Dank einer guten Balance zwischen Information, Witz und Anspruch den musikalische Laie nicht über- und den Klassikkenner nicht unterfordert.

Zur technischen Umsetzung auf DVD: Das störungsfreie Widescreenbild (2.40:1) kommt mit einer guten Schärfe sowie ebensolchen Farben daher. Der der sehr gute Ton (Dolby Digital 5.1) macht sich natürlich besonders bei den Musikstücken bemerkbar. An Bonusmaterial gibt es neben einem vier-minütigen Interview mit Stefan Knüpfer noch das „1 x 1 des Klaviers“ von Knüpfer(ca. 20 Min.), indem er interessant von der Tonlänge, den Hammerköpfen, der Tastatur u. s. w. erzählt und erklärt. Des Weiteren gibt es noch von Pierre-Laurent Aimard eine Erklärung zu „Die Kunst der Fuge“ sowie zwei kurze Ausschnitte aus dem Stück. Abgeschlossen wird der Bonusteil der DVD dann noch mit vier geschnittenen Szenen und dem Kinotrailer.

Randnotiz: Die Dokumentation erhielt 2009 in Locarno den Preis der „Semaine de la Critique“ und den Golden Gate Award beim San Francisco International Film Festival und weitere Auszeichnungen, Nominierungen und viele Einladungen zu Festivals ()

alle Rezensionen von Bernd Hellweg ...
Für Aufnahmen und für Auftritte von Pianisten ist der Klavierstimmer eine der wichtigsten Personen. Er kann das Klavier so abstimmen, dass der Pianist seine gewünschte Abstimmung hergestellt bekommt. Stefan Knüpfer, tätig im international bekannten Haus „Steinway Austria“ ist einer der bekanntesten Experten. Über seine Arbeit berichtet der Film Pianomania.

Ein Mann spielt am Klavier. Ihm gegenüber sitzt Stefan Knüpfer und lauscht der Musik, während er gleichzeitig das Klavier stimmt. So fängt der Film über den Klavierstimmer Knüpfer an. Anschließend führt es ihn zum Wiener Konzerthaus. Dort trifft er auf Lang Lang, der ihm erklärt, was mit den Klavieren nicht stimmt. Zunächst zeigt er ihm, wie der Sitz eingestellt wird. Mitunter kann sich die Sitzhöhe wohl auch auf das Klavierspiel auswirken. Anschließend sucht er mit einem Mitarbeiter des Hauses nach einer ganz bestimmten Sitzbank für den Pianisten. Nun ordnet er an, welches Klavier auf die Bühne des Hauses gestellt werden soll.
Einige Zeit später arbeitet Stefan Knüpfer mit einem anderen Pianisten zusammen. Dabei geht es auch um die Vorbereitung von Aufnahmen. Andererseits ist Stefan Knüpfer mitunter auch schon einmal beim Kauf von einem Klavier dabei.

Die Regie für diese Dokumentation lag in den Händen von Lilian Franck und Robert Cibis. Komponiert wurde die Musik, die die Dokumentation begleitet, von Ina Nikolow und Benedikt David.

Zu sehen ist der Film in Deutsch, wobei die Tonspur Dolby Digital 5.1 gegeben ist. Bei 16:9 Anamorph 1.85:1 liegt das Format des Bildes.

Durch die FSK wurde die Dokumentation ohne Altersbeschränkung freigegeben. Für die Veröffentlichung war die Lighthouse Home Entertainment zuständig. Der etwa 96minütige Film wurde im Jahr 2009 produziert. Zusätzlich beträgt die Laufzeit des Bonusmaterials etwa 41 Minuten.

Neben einem Interview mit Stefan Knüpfer sind die Deleted Scenes und ein Kinotrailer zu sehen. Unter anderem werden die Künste der Fuge und Contrapunctus erwähnt. Mit dem 1 x 1 des Klaviers werden beispielsweise die Hammerköpfe und das Stechen erklärt.

Mehrfach wurde der Film inzwischen ausgezeichnet, wie beispielsweise mit dem Prädikat „Besonders wertvoll“. Dieses wurde dem Film von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden verliehen. Außerdem gewann der Film beim Dokumentarfilm Festival Eurodok den Ehrenpreis. Einen weiteren Preis erhielt der Film beim Festival „Semaine de la critique“ sowie beim internationalen Filmfestival San Francisco.

Besonders gut hat mir dabei das Cover gefallen. Die Bilder wurden passend zum Film so aufgeteilt, dass sie wie Tasten angeordnet worden sind.

Als Untertitel trägt der Film den Titel „Ein Film über Liebe, Perfektion und ein kleines bisschen Wahnsinn. Die Liebe und die Perfektion sind allerdings auch wirklich spürbar. Stefan Knüpfer verbindet nicht nur Leidenschaft mit seiner Arbeit, er lebt seine Arbeit vielmehr aus. Schon wenn er einem bekannten Pianisten wie Lang Lang oder Julius Drake gegenüber sitzt, ist zu spüren, dass er seine Arbeit liebt. Das zahlreiche Bonusmaterial komplettiert eine DVD, die Liebhaber des Klaviers mit Sicherheit begeistern wird. Schließlich wird hier ein intensiver Einblick in die Zeit vor Aufnahmen und Konzerten gezeigt. ()

alle Rezensionen von Marina Teuscher ...
Das Genre der Dokumentationen findet meist wenig Anklang in großen Kinosälen oder erfolgreiche Einspielergebnisse. Vielmehr lassen sich solche Filme auf Festivals oder bei Sondervorführungen sehen. So könnte man von einem kleinen, aber feinen Genre sprechen, wäre da nicht die Tatsache, dass es doch etliche Dokumentationsfilme gibt. Hin und wieder überragen gewisse Filme über bestimmte Themen, Handlungen und Personen die breite Masse. So auch die Dokumentation „Pianomania“ von Robert Cibis und Lilian Franck. „Ein Film über Liebe, Perfektion und ein kleines bisschen Wahnsinn…“, so die Titelunterschrift auf dem Poster.

Das Regieduo Cibis und Franck entführen den Zuschauer für eineinhalb Stunden in eine ganz andere Welt. „Pianomania“ dokumentiert hauptsächlich die Arbeit des Klavierstimmers Stefan Knüpfer. Zusammen mit Starpianisten, wie Pierre-Laurent Aimard oder Lang Lang arbeitet Knüpfer daran, dass bei einem Konzert oder bei Tonaufnahmen alles perfekt klingt und ausbalanciert ist. Mühseliges Stimmen, anständiges Ausprobieren und am Ende gibt es immer noch etwas, mit dem der Pianist nicht zufrieden ist.

Selbst wenn sich die Beschreibung der Arbeit in diesen groben Zügen langweilig, gar ätzend anhört, überrascht „Pianomania“ den Zuschauer. Denn man kann den Dokumentarfilm ebenfalls faszinierend, sowie fesselnd bezeichnen. Cibis und Lilian können dem Zuschauer für ihre Sache begeistern. Sie spielen nicht stur Informationen und Fakten ab und liefern eine einfallslose Zusammenstellung des gefilmten Materials, sondern geben sich völlig dem Projekt hin, wie auch Knüpfer und die Pianisten.

„Pianomania“ setzt nicht voraus, Fachkenntnisse im Umgang mit Instrumenten oder Musik zu haben, sondern ist für jeden greifbar und schafft es trotzdem auch für Kenner interessant zu sein. Der Informationsgehalt an Fakten mag zwar gering sein, doch in der Dokumentation geht es vielmehr um das Erleben eines Berufes, eines Hobbys und einer faszinierenden Sache, die Perfektion anstrebt, die völlige Hingabe erfordert und gelegentlich auch wahnsinnig macht oder ist. So fesselt das dokumentierte Geschehen den Zuschauer und er fängt langsam an zu verstehen, was so interessant ist an der unergründlichen Welt der Töne.

Das Regieduo verzichtet bewusst auf einen Off-Kommentator oder einen Erzähler, da sie überflüssig wären und zu sehr vom eigentlichen Geschehen ablenken würden. Klavierstimmer Knüpfer führt quasi durch den Film und nur seine Worte und die seiner Kollegen sind notwendig. Den Rest der Erzählung erledigt die hervorragende Kameraarbeit. Man verzichtet auf virtuose Einstellungen, denn das eigentliche Virtuose ist das Geschehen. So wird der Eindruck nicht durch die gefilmten Bilder manipuliert oder verfälscht, sondern Dank einer zurückhaltenden Kameraführung schlicht und gut dokumentiert.

Natürlich bekommt der Zuschauer auch die Töne zu hören, über welche geredet, philosophiert und auch diskutiert wird. Cibis und Franck haben bis zu 90 Tonspuren aufgenommen, um möglichst nahe an die tatsächlichen Töne heranzukommen. Doch selbst wenn man als Zuschauer nicht wirklich versteht, ob der Ton voller, weicher oder härter klingt, mag es an schlechten Lautsprechen oder am Fehlen des absoluten Gehörs liegen, transportiert „Pianomania“ die völlige Hingabe und Begeisterung Knüpfers und der Pianisten auf die Leinwand und reißt somit den Zuschauer mit.

„Pianomania“ ist Liebe, Perfektion und ein bisschen Wahnsinn. Außergewöhnlich spannend und mitreißend zeigten die Regisseure Cibis und Franck Meisterstimmer Knüpfer und Star-Pianisten bei der Arbeit. Ausgezeichnet dokumentiert und liebevoll umgesetzt. Ob Klassikfan, Musikinteressierter oder lediglich Zuhörer bzw. Zuschauer, diese Dokumentation ist durch ihre lebhafte und faszinierende Art sehenswert. ()

alle Rezensionen von Matthias Hopf ...
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4


Weitere Filminfos:

Medien-Typ: Blu-ray Disc


Bonusmaterial:
Kinotrailer, Kapitel- / Szenenanwahl, Interviews, PIERRE-LAURENT AIMARD, DAS 1x1 DES KLAVIERS MIT STEFAN KNÜPFER, DELETED SCENES
Kommentare:

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