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TECHNISCHE DATEN
zu Coraline - 3D

RC B FSK Freigabe ab 6 Jahren
BLU-RAY-Typ: 1 x Blu-ray
Medium: BLU-RAY
Genre: Animation
Bildformat:
High Definition (1.85:1) - 1080p
Tonformat:
Deutsch: DTS 5.1,Englisch: DTS-HD Master Audio 5.1,Französisch: DTS 5.1,Italienisch: DTS 5.1,Spanisch: DTS 5.1,Niederländisch: DTS 5.1
Verpackung: Blu-ray Case im Schuber
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Holländisch, Italienisch, Französisch, Spanisch
EAN-Code:
5050582824339 / 5050582824339
+++ ..DVD-RUBRIKEN.. +++

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Coraline - 3D

Titel:

Coraline - 3D

Label:

Universal Pictures Germany

Regie:

Henry Selick

Laufzeit:
100 Minuten
Genre:
Animation
FSK:
ab 6 Jahren
Erscheinung:

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Stand der Preise: 12.07.2017 00:38:01.
Inhaltsangabe zu Coraline - 3D:


Es gibt Türen, die besser ungeöffnet bleiben … Die kleine Coraline Jones ist ein vernachlässigtes und gelangweiltes Kind. Da kommt ihr eine Geheimtür in ihrem neuen Haus gerade recht. Denn auf der anderen Seite ist ihr Leben viel schöner: Hier haben ihre Eltern mehr Zeit für sie und das Leben macht mehr Spaß. Dass ihre Eltern auf dieser Seite schwarze Knopfaugen haben, stört Coraline darum nicht. Sie merkt aber bald, dass diese perfekte Welt und die vermeintlich bessere Mutter versuchen, sie für immer gefangen zu halten. Coraline muss ihre ganze Erfindungsgabe, Entschlossenheit und ihren Mut zusammen-nehmen, um dieser gefährlichen Welt zu entkommen – und ihre echte Familie zu retten… Der Film in der 2D-Version und in der 3D-Version Coraline - 3D stammt aus dem Hause Universal Pictures Germany.


Coraline - 3D Trailer ansehen:



Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Coraline - 3D:
Es gibt Türen, die besser ungeöffnet bleiben …

Die kleine Coraline Jones ist ein vernachlässigtes und gelangweiltes Kind. Da kommt ihr eine Geheimtür in ihrem neuen Haus gerade recht. Denn auf der anderen Seite ist ihr Leben viel schöner: Hier haben ihre Eltern mehr Zeit für sie und das Leben macht mehr Spaß. Dass ihre Eltern auf dieser Seite schwarze Knopfaugen haben, stört Coraline darum nicht. Sie merkt aber bald, dass diese perfekte Welt und die vermeintlich bessere Mutter versuchen, sie für immer gefangen zu halten. Coraline muss ihre ganze Erfindungsgabe, Entschlossenheit und ihren Mut zusammen-nehmen, um dieser gefährlichen Welt zu entkommen – und ihre echte Familie zu retten…

Der Film in der 2D-Version und in der 3D-Version Technische Daten:

Codec: MPEG-4 AVC Video (High Profile 4.1)
Bitrate: 25539 kbps
Auflösung: 1080p / 23,976 fps / 16:9

Die 3D Blu-ray von CORALINE bietet wie schon die 2D-Fassung das Bildformat 1,85:1. Was der Zuschauer mit 3D-Equipment hier zu sehen bekommt, ist schlicht atemberaubend. Kaum ein Film nutzt die dritte Dimension so konsequent und effektiv wie CORALINE. Der gesamte Film wirkt fast durchgehend dreidimensional mit einer phänomenalen Detailzeichnung, klaren, niemals nachgeschärften Konturen und grandioser Tiefenschärfe. Gegenstände und Personen werden in ihrer Darstellungsebene klar getrennt und hervorgehoben, einige Pop-Out-Effekte wurden regelmäßig eingestreut, ohne den Film zu effekthascherisch wirken zu lassen. Den 3D-Effekt-Overkill braucht man aber eigentlich auch gar nicht in dieser Fülle, denn bereits normale Szenen bieten eine ungeheure Bildtiefe, dass dem Zuschauer die Kinnlade herunterklappt. Rauschen ist nirgends zu sehen und Ghosting fällt nur in einer Szene negativ auf, was wir dem Transfer aber nicht negativ anrechnen wollen, denn dafür ist der Rest einfach zu überwältigend und perfekt. Die Kompression arbeitet selbstverständlich ohne Produktion von Artefakten. Die Farben wirken absolut bunt und perfekt gesättigt. Ebenfalls nahe der Perfektion befindet sich die Kontrastbalance mit einem ultratiefen Schwarzwert, der aber niemals dominant auftritt. Auf der anderen Seite kommt es bei hellen Sequenzen auch nicht zum Überstrahlen - die Balance ist hier einfach ideal gewählt! Man kann hier noch so viel mit Superlativen um sich werfen - alles trifft auf diesen Blu-ray-Transfer zu. Den Mini-Fauxpas mit dem Ghosting in einer Szene verzeihen wir gerne und vergeben dennoch den Award für Referenzqualität!

Ebenfalls auf der Blu-ray vorhanden ist die 2D-Fassung von CORALINE. Die Bildqualität ist auch in der "flachen" Version ähnlich perfekt. Um eine Tiefenwirkung zu erzielen, wurden aber die Hintergründe mitunter leicht verwischt, um Tiefenunschärfe vorzutäuschen. Verfügbare Tonspuren:

Englisch: DTS-HD Master Audio / 5.1 / 48 kHz / 3450 kbps / 24-bit (DTS Core: 5.1 / 48 kHz / 1509 kbps / 24-bit)
Holländisch: Dolby Digital Audio / 5.1 / 48 kHz / 448 kbps / DN -4dB
Französisch: Dolby Digital Audio / 5.1 / 48 kHz / 448 kbps / DN -4dB
Deutsch: Dolby Digital Audio / 5.1 / 48 kHz / 448 kbps / DN -4dB
Italienisch: Dolby Digital Audio / 5.1 / 48 kHz / 448 kbps / DN -4dB
Spanisch: Dolby Digital Audio / 5.1 / 48 kHz / 448 kbps / DN -4dB
Audiodeskription: Dolby Digital Audio / 2.0 / 48 kHz / 192 kbps / DN -4dB / Dolby Surround
Kommentar: Dolby Digital Audio / 2.0 / 48 kHz / 192 kbps / DN -4dB / Dolby Surround

Wie das Bild, so präsentiert sich auch der Sound in wunderbarer Form - zumindest in Englisch. Denn HD-Sound gibt es leider nur im Originalton, wogegen die deutsche Fassung in Dolby Digital 5.1 abgemischt wurde. Man muss dem HD-Mix auf jeden Fall mehr Volumen und Druck bescheinigen, der Unterschied ist deutlich hörbar. CORALINE macht regen Gebrauch von kleinen und großen Surroundeffekten, wodurch Action- oder Grusel-Szenen sehr aktiv und lebendig wirken, da auch die Direktionalität und Dynamik zu überzeugen vermögen. Auch in ruhigeren Sequenzen gibt es kleinere Effekte, die den Hörraum ausfüllen sowie Umgebungsklänge und eine sehr räumliche Musikwiedergabe. Der Tiefenbass arbeitet sicherlich nicht am Limit, aber kann sich prägnant in Szene setzen, wann immer Bedarf vorhanden ist. An der Dialogwiedergabe gibt es in beiden Sprachfassungen nichts auszusetzen. Die Qualität der deutschen Fassung ist gut, aber CORALINE erscheint in der Synchronisation nicht ganz so spritzig und spitzzüngig wie in der Originalfassung von Dakota Fanning. Die allgemeine Klangqualität bietet einen nahezu perfekten Sound mit glasklaren Höhen, breiten wie satten Mitten sowie tiefen, trockenen Bässen.

Einzelwertung:

Deutsch DD 5.1: 8,5/10 Punkte
Englisch DTS-HD MA 5.1: 9,5/10 Punkte Untertitel gibt es in Deutsch, Englisch sowie diversen weiteren Sprachen. Der Audiokommentar von Regisseur Henry Selnick und Komponist Bruno Coulais wurde ebenfalls übersetzt, was sich als Glücksfall erweist, denn die beiden steuern jede Menge toller Informationen zu ihrem Werdegang sowie der Entstehung von CORALINE bei.

Das Bonusmaterial beginnt mit neun Minuten an unveröffentlichten Szenen (HD) mit einer Einleitung durch Regisseur Henry Selick. Die zusätzlichen Sequenzen sind sehenswert und recht witzig, wurden letzten Endes aber auf Grund des Erzähltempos herausgenommen. Immerhin liegen die Szenen vollständig animiert vor und nicht nur als Storyboards wie bei anderen Animationsfilmen. Das Making Of (HD) ist in zehn Teile gesplittet, welche insgesamt 36 Minuten laufen. Jedes Feature behandelt ein spezielles Thema von CORALINE wie etwa die Puppen, die Handlung, Animationen etc. In Form von Aufnahmen vom Set, Filmszenen sowie Interviews mit Beteiligten wird das jeweilige Thema vielleicht etwas knapp, aber ausreichend erläutert. Die Stimmen der Figuren (HD) widmet sich elf Minuten lang den Stars, welche hinter dem Mikrofon Platz nahmen und den Charakteren ihre Stimmen liehen. So darf man etwa Dakota Fanning und Teri Hatcher im Studio beobachten und jeder Protagonist darf auch noch ein paar Statements zum Film und der Arbeit im Tonstudio von sich geben. Dazwischen erläutert immer wieder Regisseur Selick die Vorzüge seiner Sprecher und warum sie so gut zu dem jeweiligen Charakteren passen. Der fünfminütige Beitrag "Gruselige Coraline" (HD) widmet sich den Grusel-Elementen von CORALINE und wie diese tricktechnisch umgesetzt wurden. Regisseur und Tricktechniker erläutern das Ganze. CORALINE ist ein Animationsfilm von Regisseur Henry Selick aus dem Jahr 2009. Als Vorlage diente die gleichnamige Geschichte des britischen Autors Neil Gaiman aus dem Jahr 2002. Wie schon Selicks bekanntes Vorgängerwerk NIGHTMARE BEFORE CHRISTMAS (1993) wurde auch dieser Film mit der weiterentwickelten Puppentricktechnik animiert. Im Mittelpunkt der Handlung steht die elfjährige Coraline Jones, die mit ihren Eltern in eine alte Villa aufs Land zieht. Da Mutter und Vater vielbeschäftigt sind und berufsbedingt wenig Zeit für ihre Tochter aufbringen können, begibt sich das neugierige, aber einsame Mädchen selbst auf Erkundungstour und lernt die schrulligen Mitbewohner des Hauses kennen. So etwa ein schrulliger russischer Zirkusakrobat oder ein Paar älterer britischer Damen. Zudem findet Coraline in ihrem Zimmer eine versteckte Tür, welche aber scheinbar vor langer Zeit zugemauert wurde. Der Nachbarsjunge Wybie, dessen Oma die alte Villa gehört, bringt eines Tages Coraline eine Puppe, die genau wie sie selbst aussieht. Des Nachts wird Coraline dann von einer knopfäugigen Ratte geweckt, die durch die mysteriöse Tür verschwindet. Coraline folgt dem Tier und landet in einer Parallelwelt, wo Mutter und Vater so sind, wie sie es sich immer gewünscht hat. Doch irgendwas stimmt nicht in diesem scheinbaren Paradies, wie die schlaue Coraline schon bald herausfindet...

Der Film besticht durch eine äußerst charmante Puppentricktechnik. Nicht aalglatt am Computer, sondern mit einer Art Stop-Motion wurde hier den Charakteren Leben eingehaucht. Keine glatten Texturen, sondern Miniaturaufnahmen von echten Modellen und Gegenständen lassen wie Welt von CORALINE wesentlich organischer und lebendiger wirken als bei komplett computeranimierten Filmen. Natürlich ist nicht alles handgemacht - ohne CGI-Unterstützung kommt selbst solch ein Film heute nicht mehr aus. Die Handlung ist clever designt und die Ideen der Macher kennen in diesem Fantasy-Szenario scheinbar keine Grenzen - in einer Parallelwelt kann man halt alles machen. Das Ergebnis sind wunderschöne Bilder und Animationen, die aber für die kleinsten Zuschauer nicht unbedingt geeignet sind, denn CORALINE bietet auch eine deftige Portion Grusel - vor allem gegen Ende. Parallelen zu klassischen Märchen oder Kinder- und Jugendgeschichten sind sicherlich kein Zufall. So stammt der Zugang zur Parallelwelt über die versteckte Tür mit Sicherheit ursprünglich aus dem Kaninchenbau bei "Alice im Wunderland". Die Sprecher haben in der englischen Fassung etwas mehr Charme und sind dort auch recht prominent: Dakota Fanning, Teri Hatcher, Keith David sowie Ian McShane leihen den Figuren unter anderem ihre Stimmen. In der deutschen Fassung wird Coraline dagegen von Luisa Wietzorek gesprochen, die neben Dakota Fanning unter anderem auch Miley Cyrus, Anna Faris oder Chloë Moretz in KICK-ASS ihre Stimme leiht. Insgesamt ist CORALINE ein unglaublich charmanter, spannender und gruseliger Fantasy-Animationsfilm für Jung und Alt - uneingeschränkt empfehlenswert!

Die 3D Blu-ray Disc von Universal bietet ein absolut phänomenales Bild und sehr guten Sound. Das Bonusmaterial ist nur durchschnittlich in Anzahl und Qualität, aber auch nicht schlecht. ()

alle Rezensionen von Danny Walch ...
Die elfjährig Coraline zieht mir ihren Eltern, beide Autoren für Gartenbücher und -kataloge, ins Nirgendwo, nur um festzustellen, dass sich Nichts ändert. Ihre Eltern schreiben nach wie vor den lieben langen Tag an den Büchern und Katalogen. Selbst das tägliche Essenkochen ist für die Mutter nur eins, nervig. Der Vater hingegen steht total unter dem Pantoffel der Mutter und hat die glorreiche Idee, Coraline, die am liebsten gemeinsam mit ihren Eltern den riesigen verfallenen Garten herrichten würde, könne doch die Fenster des Hauses zählen. Während des Fensterzählens findet Coraline eine mysteriöse kleine Tür im Wohnzimmer, die jedoch abgeschlossen ist und hinter der sich, nachdem die Mutter sie aufgeschlossen hat, enttäuschenderweise nur Backsteine befinden. Als ob die Eltern nicht genug nerven würden, lernt Coraline Wybie, den, ihrer Meinung nach, mindestens ebenso nervigen Nachbarsjungen kennen. Nicht nur, dass er dramatische Auftritte hinlegt, nein er wird auch noch von einer mysteriösen schwarzen Katze begleitet. Daran, dass er nervt kann für Caroline auch die Tatsache nichts ändern, dass er ihr am nächsten Tag eine Puppe mitbringt, die er bei seiner Großmutter gefunden hat und die Caroline wie aus dem Gesicht geschnitten ist, bis auf die Tatsache, dass sie anstelle von Augen zwei große schwarze Knöpfe hat. Ihr wäre es lieber er hätte sich an den Rat seiner Großmutter gehalten, Caroline nicht zu besuchen, da in dem Haus die Schwester der Großmutter auf mysteriöse Art und Weise verschwunden ist. Genervt vom Tag, den Eltern und Wybie legt Caroline sich schlafen und als eine knopfäugige Maus auftaucht meint sie zunächst zu träumen, doch es kann ja nicht Schaden, der Maus zu folgen, zumal die Maus schnurstracks auf die geheimnisvolle Tür zugeht hinter der sich jetzt, des nachts ein Tunnel in eine andere Welt verbirgt. Dort angekommen kann es sich nur um einen Traum handeln, dass ihre Mutter plötzlich mit Leib und Seele kocht, der Vater sich Zeit für die Tochter nimmt und überhaupt Alles ganz genau so ist, wie Caroline es sich schon immer gewünscht hat und auch die mysteriöse schwarze Katze kann plötzlich sprechen. Einen Haken allerdings hat die Sache, die anderen Eltern und die anderen skurrilen Nachbarn haben die gleichen großen Knopfaugen wie Carolines Puppe und wenn sie im anderen Zuhause bei den anderen Eltern bleiben möchte muss auch sie ihre Augen gegen die Knopfaugen eintauschen. Als Caroline dies ablehnt wir der Traum zum Alptraum.

Eigentlich könnte mit dem Satz „Pass auf, was du dir wünschst“ der direkt auf dem Blu-ray Cover steht schon die gesamte Kritik für Caroline am Ende sein, denn der Satz bringt es kurz und prägnant auf den Punkt um was es bei Caroline geht. Doch zum Glück geht es um mehr als nur darum, sich vor dem in Acht zu nehmen, was man sich wünscht und wie aus einem Wunschtraum ein Alptraum wird, es geht auch darum zu lernen, nicht nur die Dinge sondern vor allem anderen die Menschen in all ihrer Unperfektheit so zu nehmen wie sie sind, kommen und/oder einem begegnen. Keiner ist so, wie wir ihn vermeintlich auf den ersten Blick meinen zu kennen oder wie hat es einer meiner Profs mal so schön im Studium formuliert „Das Vorurteil ist das Urteil vor den Urteil“ und nur allzu oft vergesse auch ich es. Schön, dass es da Filme wie Caroline gibt, die mir diesen klugen Satz liebevoll in Erinnerung rufen und mich nach all der berechtigten Angst mit einem unperfektem perfektem Happy End entlassen.
Zuviel Zuckerguss hätte auch all dem, was Caroline richtig macht geschadet, denn Caroline ist ganz bewusst anders. Alleine schon der Kontrast zwischen den modernen (computer-)animierten Hintergründen und der herrlich altmodischen Stop Motion Technik die den Figuren leben einhaucht hebt den Film aus der Masse heraus oder erst all die skurrilen Nachbarn die mit im Haus von Caroline wohnen. Da sind die zwei alten Damen Fräulein Miriam Forcible und Fräulein April Spink, die nicht nur einen Faible für ihre Terrier haben und eine richtige Ahnengalerie der verstorbenen Vorgänger haben, sondern auch einen heftigen Disput darüber, was denn nun im Teesatz, den sie für Caroline deuten, steht und ihr trotz aller Uneinigkeit einen entscheidenden Gegenstand geben. Da ist Herr Bobinsky der Mäuse für seinen Mäusezirkus trainiert und deren Warnungen an Caroline weitergibt. Und da ist natürlich Wybie, der vor ein paar Jahr(zehnt)en noch ein typischer Junge mit blühender Phantasie und ausgeprägtem Bewegungsdrang war und heute einer mit AD(H)S. Also alles ganz „normale“ Menschen wie du und ich, die dann doch nicht so „normal“ sind und daher von uns „Normalen“ gemieden werden, doch was ist eigentlich dieses „normal“? Und wer definiert es? Der erwachsene Leser merkt, auch für ihn hat Caroline die ein oder andere unbequeme Frage und vermutlich in den Eltern auch die ein oder andere Identifikationsfigur, selbst, wenn er meint, so sei er nicht. Dass der Film sich dabei aber über niemand lustig macht oder gar jemanden verurteilt, weil er so ist, wie er ist und so zeigt, dass normal nicht normal ist, kann den Machern gar nicht hoch genug angerechnet werden. Sie halten uns einfach liebevoll und mit einem Augenzwinkern den Spiegel vor und die Kinder haben auch ihren Spaß. Allerdings sollten die Kinder ruhig schon etwas älter sein, so zwischen acht und zehn, je nachdem wie reif sie sind, denn die ein oder andere Szene kann für die jüngsten Zuschauer schon durchaus Angst auslösen.

Wiewohl die deutsche Synchronisation sehr gut gelungen ist und die Sprecher zu den Charakteren passen, geht doch ein wenig des Charmes der Originalstimmen verloren. Dakota Fenning, Teri Hatcher und Jennifer Saunders mögen die Zugpferde sein, doch Dawn French, Keith David, John Hodgman, Robert Bailey Jr und ganz besonders Ian McShane stehen Ihnen in Sachen Stimmkunst in Nichts nach und stehlen die ein oder andere Szene, ganz besonders Ian McShane als mysteriöse Katze. Immer wieder erstaunlich zu was die menschliche Stimme in der Lage ist und wie wandlungsfähig sie sein kann. Wer die Blu-ray sein Eigen nennt sollte sich unbedingt, das Featurette zu den Stimmen anschauen und wer Wallace & Gromit, Hennen Rennen und/oder The Nightmare Before Christmas verpasst hat, der erfährt im „Making-Of“ Interessantes zum Stop Motion Verfahren.

So lange man nicht die „grün/rot“ 3D Variante schaut, sondern sich auf die 2D Variante beschränkt sind Bild und Ton auf dem Stand aktuellen Stand der Technik, wenn es auch die ein oder andere Tonspur mehr als nur die Englische in DTS-HD Master hätte sein dürfen, z.B. Deutsch?! Wer den Film in 3D schauen möchte sollte sich die echte 3D Blu-ray kaufen. ()

alle Rezensionen von Eric Hoch ...
Das Animationsstudio Laika Entertainment ist in seinem Schaffen unerschütterlich. Auch wenn die Stop-Motion Animation die ineffizienteste Form des Filmemachens ist, so ist sie für Laika Entertainment eine Herzensangelegenheit. Nachdem Laika Entertainment zusammen mit Regisseur Tim Burton den unverwechselbaren, romantisch - morbiden Animationsfilm Corps Bride im Jahr 2005 produzierte, ist es einige Jahre sehr still in der Animationsabteilung geworden. 2009 feierte das Studio dann das erfolgreiche Stop– Motion – Comeback mit dem Film Coraline. Dank dem einzigartigen Stil von Regisseur Herny Selick und neuester Computertechniken, die eine Bild für Bild Animation mit der 3D Animation vereinen, ist ein effektvoller Film entstanden. Zu Recht war der Film ein vielversprechender Anwärter auf einen Oscar und den begehrten Annie-Award, der besondere Leistungen für Animationsfilme würdigt.

Coraline ist aber nicht nur wegen der tollen Animation so faszinierend, sondern auch wegen der Geschichte. Henry Selick schafft es durch seine Figuren und durch seinen Erzählstil eine bleibende Erinnerung bei seinen Zuschauern zu hinterlassen. Seine Animationsfilme zielen schon lange nicht mehr nur auf die Aufmerksamkeit der Kinder und der jungen Zuschauer. Ganz im Gegenteil, Coraline ist, genau wie der Vorgänger Nightmare before Christmas, ein Film der für alle Erwachsenen.

In der Geschichte geht es um das kleine Mädchen Coraline. Sie ist mit ihren Eltern in eine neue Stadt gezogen und das neue Haus der Familie muss erst noch erkundet werden. Weil Coralines Eltern sehr beschäftigt sind und durch ihre Arbeit keine Zeit für ihre Tochter haben, nimmt Coraline die Inspektion selbst in Angriff. Dabei findet das Mädchen mit den kurzen blauen Haaren eine kleine geheimnisvolle Tür im Haus. Den passenden Schlüssel überreicht ihr die völlig entnervte Mutter unter der Bedingung, dass Coraline sie für den Rest des Tages nicht mehr stört. Als Coraline die Tür öffnet, starrt sie auf einen schmalen kleinen Tunnel. Auf der anderen Seite warten in einer Parallelwelt ihre Eltern, an denen nicht nur die angenähten Knopfaugen sehr merkwürdig sind.

Coraline bekommt durch die Stop-Motion Animation ein ganz besonderes Aussehen. Die Bewegungen der Figuren haben einen ganz leichten Verwacklungseffekt, der nur bei der Bild-für- Bild Animation entsteht. Aber weil dieser Effekt so leicht und fast subtil ist, merkt man auch, gleich, dass die Arbeit unglaublich detailliert und präzise ausgeführt worden ist. Die Figuren haben ein einzigartiges Aussehen, was durchaus als Markenzeichen des Regisseurs Henry Selick verstehen werden kann. Vor allem in der Parallelwelt, in der Coraline ihre ''anderen'' Eltern kennen lernt, kann es schon mal sehr abstrakt und für kleine Kinder gruselig werden. Im Vergleich zu anderen 3D Animationsfilmen hat Coraline bedauerlicherweise zu wenig Aufmerksamkeit erregt. Ein solcher Film entsteht sehr selten und über einen sehr langen Zeitraum. Allerdings hat Laika nachgelegt und präsentierte im Jahr 2014 The Boxtrolls. Man kann sich auf weitere Stop-Motion Kunst von Laika freuen. ()

alle Rezensionen von Petra-Gabriela Gieb ...
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Weitere Filminfos:

Originaltitel: Coraline
Land / Jahr: USA 2009
Medien-Typ: Blu-ray Disc


Bonusmaterial:
Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, BD-Live, Unveröffentlichte Szenen, Das Making Of von Coraline, Die Stimmen der Figuren, Gruselige Coraline, Filmkommentar mit Regisseur Henry Selick und Komponistt Bruno Coulais
Kommentare:

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