Small World
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Manchmal, mit fortschreitendem Alter, rücken Erinnerungen aus der Kindheit stärker ins Bewusstsein als die Erlebnisse des gerade vergangenen Tages. So geht es auch dem alternden Freigeist Konrad Lang (GÉRARD DEPARDIEU), der zusehends alltägliche Dinge vergisst, sich aber immer präziser an seine früheste Kindheit erinnert. Nicht zuletzt aus diesem Grund zieht es ihn auch zurück in den Schoß der Industriellen-Familie Senn, zu der sich Konrad durch die gemeinsam verbrachte Kindheit mit dem gleichaltrigen Thomas (NIELS ARESTRUP) zugehörig fühlt. Thomas` Mutter, das resolute Familienoberhaupt Elvira Senn (FRANÇOISE FABIAN), gewährt Konrad zwar Unterkunft, reagiert jedoch zunehmend beunruhigt und ablehnend auf Konrads Erinnerungen. Verwundert beobachtet Simone (ALEXANDRA MARIA LARA), die junge Gattin des Familienerben, die wachsende Nervosität der Familienangehörigen. Sie fühlt sich zu dem verwirrten Alten hingezogen, während der Rest der Familie sich kühl distanziert. Als Simone auch noch damit beginnt, das Puzzle aus Konrads Erinnerungen zusammen zu setzen, ahnt sie nicht, dass sie damit einem lebensgefährlichen Geheimnis auf der Spur ist ... ...
Inhaltsangabe zu Small World: 
Manchmal, mit fortschreitendem Alter, rücken Erinnerungen aus der Kindheit stärker ins Bewusstsein als die Erlebnisse des gerade vergangenen Tages. So geht es auch dem alternden Freigeist Konrad Lang (GÉRARD DEPARDIEU), der zusehends alltägliche Dinge vergisst, sich aber immer präziser an seine früheste Kindheit erinnert. Nicht zuletzt aus diesem Grund zieht es ihn auch zurück in den Schoß der Industriellen-Familie Senn, zu der sich Konrad durch die gemeinsam verbrachte Kindheit mit dem gleichaltrigen Thomas (NIELS ARESTRUP) zugehörig fühlt. Thomas` Mutter, das resolute Familienoberhaupt Elvira Senn (FRANÇOISE FABIAN), gewährt Konrad zwar Unterkunft, reagiert jedoch zunehmend beunruhigt und ablehnend auf Konrads Erinnerungen. Verwundert beobachtet Simone (ALEXANDRA MARIA LARA), die junge Gattin des Familienerben, die wachsende Nervosität der Familienangehörigen. Sie fühlt sich zu dem verwirrten Alten hingezogen, während der Rest der Familie sich kühl distanziert. Als Simone auch noch damit beginnt, das Puzzle aus Konrads Erinnerungen zusammen zu setzen, ahnt sie nicht, dass sie damit einem lebensgefährlichen Geheimnis auf der Spur ist ... Small World stammt aus dem Hause 20th Century Fox Home Entertainment.
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Schauspieler / Schauspielerinnen in Small World:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Small World:
0Jean Lüdeke2011-09-04Klasse-Kino zwischen Krankheit und Krimi: Frankreichs Urvieh- und Charaktermonster Gérard Dépardieu sucht in Martin Suters gleichnamigen Bestseller sich selbst und seine Vergangenheit. Die ewig leidliche Frage: Lässt sich Literatur verfilmen? Und kann man die Bildlichkeit der Worte in die Sprachlichkeit des Bildes transportieren? „Small World“ ist Martin Suters erster, 1997 erschienener Roman und gleichsam der Anfang seiner sogenannten „neurologischen Trilogie“. Der Autor scheint wie für Adaptionen geschaffen, denn schon mit „Der Koch" schoss der Romancier auf Rang 1 der Bestsellerlisten, und der Schweizer Literat feiert fröhliche Urstände auf der Leinwand: Mit "Small World" wird nach "Un Ami Parfait", "Lila Lila" und "Giulias Verschwinden" zum vierten Mal ein Buch von ihm adaptiert. Und das fokussiert ein Lieblingsthema des französischen Films, nämlich den diskreten Charme einer verschwiegenen und vergessenen Bourgeoisie. Derartiges manierierte schon der unlängst verstorbene Altmeister Claude Chabrol. Nun wagt sich der 1966 geborene Bruno Chiche an diese komplizierten Zelluloid-Partituren; zum größten Erstaunen beherrscht er diese Gratwanderung zwischen geschriebenem und gesehenem Wort souverän und behände. Bei ihm gleitet das gravierende Thema Demenz nicht in bleierne und bodenlose Bilder der sprachlosen Bedrückung ab, was vor allem an einem gewohnt wuchtig und profunde aufspielenden Gérard Depardieu liegt. Er ist jener Konrad Lang, einer der dazu gehörte, zum Industriellen-Clan der Senn. Als verwaistes Kind einer Bediensteten war er Spielkamerad des gleichaltrigen Thomas (Niels Arestrup). Nachdem beide sich in dieselbe Frau verliebten und der Sohn des Hauses folgerichtig das monetäre und gesellschaftlich relevante As aus dem feinen Ärmel zog, trennten sich ihre Wege. Jetzt ist Konrad über 60 Jahre alt und leidet an einer der tückischsten, sich epidemisch ausbreitenden Zivilisations-Krankheit schlechthin: Nämlich Demenz. Just hat er- versehentlich natürlich - das Feriendomizil seiner ehemaligen Gastfamilie in Brand gesetzt, da platzt er wie ein Elefant im Porzellanladen in die Hochzeitszeremonie von Thomas' Sohn und kippt der Braut Simone (Alexandra Maria Lara) sündhaft teuren Schampus über die seidene Robe. Dies jedoch markiert hier den Beginn einer sonderbaren Freundschaft zwischen der jungen Frau und dem verwirrten Alten, aber es ist auch die leidliche Vita von nebulösen Verwicklungen, Verstrickungen, Verheimlichungen, Lügen und strengen Geheimnissen. Seismographisch verfolgt dieser präzise ausgeleuchtete und perfekt gesettete Film, wie Konrads Gegenwartsgedächtnis zugunsten von Kindheitserinnerungen fatal verschwindet. Und genau diese frühen Erinnerungsstränge fürchtet die strenge Patriarchin Elvira Senn (Françoise Fabian) wie der Teufel das Weihwasser. Es ist berührend anzusehen, in welches dramaturgische Licht „Small World“ die Alzheimer-Krankheit taucht, und man würde sich selbst als Betroffener wünschen, in ähnlich wahrer Würde und vergessener Weisheit in den Alzheimer-Hades hinab zu steigen. ...
Klasse-Kino zwischen Krankheit und Krimi: Frankreichs Urvieh- und Charaktermonster Gérard Dépardieu sucht in Martin Suters gleichnamigen Bestseller sich selbst und seine Vergangenheit. Die ewig leidliche Frage: Lässt sich Literatur verfilmen? Und kann man die Bildlichkeit der Worte in die Sprachlichkeit des Bildes transportieren? „ Small World“ ist Martin Suters erster, 1997 erschienener Roman und gleichsam der Anfang seiner sogenannten „neurologischen Trilogie“. Der Autor scheint wie für Adaptionen geschaffen, denn schon mit „Der Koch" schoss der Romancier auf Rang 1 der Bestsellerlisten, und der Schweizer Literat feiert fröhliche Urstände auf der Leinwand: Mit " Small World" wird nach "Un Ami Parfait", "Lila Lila" und "Giulias Verschwinden" zum vierten Mal ein Buch von ihm adaptiert. Und das fokussiert ein Lieblingsthema des französischen Films, nämlich den diskreten Charme einer verschwiegenen und vergessenen Bourgeoisie. Derartiges manierierte schon der unlängst verstorbene Altmeister Claude Chabrol. Nun wagt sich der 1966 geborene Bruno Chiche an diese komplizierten Zelluloid-Partituren; zum größten Erstaunen beherrscht er diese Gratwanderung zwischen geschriebenem und gesehenem Wort souverän und behände. Bei ihm gleitet das gravierende Thema Demenz nicht in bleierne und bodenlose Bilder der sprachlosen Bedrückung ab, was vor allem an einem gewohnt wuchtig und profunde aufspielenden Gérard Depardieu liegt. Er ist jener Konrad Lang, einer der dazu gehörte, zum Industriellen-Clan der Senn. Als verwaistes Kind einer Bediensteten war er Spielkamerad des gleichaltrigen Thomas (Niels Arestrup). Nachdem beide sich in dieselbe Frau verliebten und der Sohn des Hauses folgerichtig das monetäre und gesellschaftlich relevante As aus dem feinen Ärmel zog, trennten sich ihre Wege. Jetzt ist Konrad über 60 Jahre alt und leidet an einer der tückischsten, sich epidemisch ausbreitenden Zivilisations-Krankheit schlechthin: Nämlich Demenz. Just hat er- versehentlich natürlich - das Feriendomizil seiner ehemaligen Gastfamilie in Brand gesetzt, da platzt er wie ein Elefant im Porzellanladen in die Hochzeitszeremonie von Thomas' Sohn und kippt der Braut Simone (Alexandra Maria Lara) sündhaft teuren Schampus über die seidene Robe. Dies jedoch markiert hier den Beginn einer sonderbaren Freundschaft zwischen der jungen Frau und dem verwirrten Alten, aber es ist auch die leidliche Vita von nebulösen Verwicklungen, Verstrickungen, Verheimlichungen, Lügen und strengen Geheimnissen. Seismographisch verfolgt dieser präzise ausgeleuchtete und perfekt gesettete Film, wie Konrads Gegenwartsgedächtnis zugunsten von Kindheitserinnerungen fatal verschwindet. Und genau diese frühen Erinnerungsstränge fürchtet die strenge Patriarchin Elvira Senn (Françoise Fabian) wie der Teufel das Weihwasser. Es ist berührend anzusehen, in welches dramaturgische Licht „ Small World“ die Alzheimer-Krankheit taucht, und man würde sich selbst als Betroffener wünschen, in ähnlich wahrer Würde und vergessener Weisheit in den Alzheimer-Hades hinab zu steigen. (Jean Lüdeke)
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