WERBUNG
BEWERTUNG UNSERER BESUCHER
für Das Boot - Jubiläums Edition
0,0

JA  |  NEINFEATURES
Keine BiografienBiografien
Biographien
kein Close Captioning / UntertitelUntertitel
Close Captioning
keine FotogalerieFotogalerie
Fotogalerie
Interaktives Menükein interaktives Menü
Interaktives Menü
keine InterviewsInterviews
Interviews
SzenenanwahlSzenenanwahl
Kapitelanwahl
Making Of Das Boot - Jubiläums EditionKein Making Of Das Boot - Jubiläums Edition
Making Of
Menu mit SoundKein Menu mit Sound
Menü mit Sound
Kein MusikvideoMusikvideo
Musikvideo
Kein Das Boot - Jubiläums Edition TrailerDas Boot - Jubiläums Edition Trailer
Trailer zum Film
Keine TrailershowTrailershow
Trailershow
TECHNISCHE DATEN
zu Das Boot - Jubiläums Edition

RC B FSK Freigabe ab 12 Jahren
BLU-RAY-Typ: 3 x Blu-ray
Medium: BLU-RAY
Genre: Kriegsfilm
Bildformat:
High Definition (1.85:1) - 1080p
Tonformat:
Deutsch: DTS-HD Master Audio 5.1
Verpackung: Steelbook
Untertitel:
Deutsch
EAN-Code:
4009750393239 / 4009750393239
+++ ..DVD-RUBRIKEN.. +++

Sie befinden sich hier: Home > Kriegsfilm > BLU-RAY > Das Boot - Jubiläums Edition

Das Boot - Jubiläums Edition

Titel:

Das Boot - Jubiläums Edition

Label:

EuroVideo Medien GmbH

Regie:

Wolfgang Petersen Wolfgang Petersen Biografie

Laufzeit:
357 Minuten
Genre:
Kriegsfilm
FSK:
ab 12 Jahren
Erscheinung:

Neu oder gebraucht kaufen - bei eBay.de! Das Boot - Jubiläums Edition bestellen



Kaufen, Bestellen oder Ausleihen: Das Boot - Jubiläums Edition BLU-RAY

66,99 Amazon.de - Günstige Preise bei DVD, Blu-ray, Musik ... Bestellen bei Amazon Bestellen bei Amazon
ab 5,90 € Video Buster - BLU-RAY Verleih per Post Ausleihen bei Video Buster Ausleihen bei Video Buster
ab 1,00 € eBay - Neue und gebrauchte Filme Ersteigern bei ebay.de Ersteigern bei ebay.de
Alle Preise gelten inkl. Mwst. zzgl. Versandkosten!
Stand der Preise: 06.12.2016 00:38:01.
Inhaltsangabe zu Das Boot - Jubiläums Edition:


Es ist ein wahrer Höllentrip auf Leben und Tod, dem die U-Boot Mannschaft der U 96 auf ihrer Feindfahrt täglich ausgesetzt ist. Kapitänleutnant Heinrich Lehmann, von seinen Männern respektvoll „Der Alte“ genannt, und seine Besatzung werden erbarmungslos von feindlichen Zerstörern gejagt und Flugzeugen bombardiert. Sie versenken feindliche Schiffe, geraten in schwerste Unwetter, steuern durch die streng bewachte Meerenge bei Gibraltar und sinken schließlich manövrierunfähig fast ohne Luftvorräte auf Grund. Doch immer wieder gelingt es den Männern, dem sicheren Tod durch nahezu unmenschliche Anstrengungen zu entkommen. Mit letzter Kraft steuern das U-Boot und seine Mannschaft den scheinbar sicheren Heimathafen an, das Schicksal und der Feind kennen für die Männer der U 96 jedoch kein Erbarmen … Das Boot - Jubiläums Edition stammt aus dem Hause EuroVideo Medien GmbH.


Das Boot - Jubiläums Edition Trailer ansehen:

Schauspieler / Schauspielerinnen in Das Boot - Jubiläums Edition:


Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Das Boot - Jubiläums Edition:
Jubiläums-Edition von Wolfgang Petersens „Das Boot“ auf 3 Blu-ray Discs.
Sonderausgabe mit Kinofilm, Director’s Cut und vielen neuen Extras.

Zum 30-jährigen Jubiläum der Premiere des legendären deutschen Kriegsfilms „Das Boot“ veröffentlicht EuroVideo eine luxuriöse Sonderedition mit zwölf Stunden spannender Unterhaltung und Dokumentationen auf drei Blu-ray Discs. Neben vielen neu produzierten Extras gibt es ein umfangreiches Begleitbuch mit vielen Informationen und Interviews. Der Film gilt als eine der zehn erfolgreichsten deutschen Produktionen aller Zeiten. Er erhielt sechs Oscar-Nominierungen, den Deutschen Filmpreis in Gold und Silber, die Goldene Kamera, Goldene Leinwand und den Bayerischen Filmpreis. Klaus Doldinger wurde für die Filmmusik mit dem Deutschen Schallplattenpreis ausgezeichnet.

Im Zentrum der Edition steht der restaurierte, mit zusätzlichen Szenen und digitalem Sound ausgestattete Director’s Cut von 1997 mit einem Audiokommentar von Regisseur Wolfgang Petersen, dem dieser Film eine Karriere in Hollywood bescherte. Außerdem erscheint die Original-Kinofassung von 1981 nach einer HD-Neuabtastung erstmals auf Blu-ray Disc. Als Bonus gibt es über drei Stunden neu produziertes Material wie Interviews mit den Machern, Featurettes, einen Rundgang im Original-Boot mit „Kapitänleutnant“ Jürgen Prochnow, ein Making-of von SPIEGEL-Redakteur Wilhelm Bittorf von 1981, die Dokumentation „Die Schlacht im Atlantik“ mit englischen und deutschen Zeitzeugen sowie Erinnerungen von Wolfgang Petersen und seiner Frau Maria. Eine besondere Rarität ist das Original-Hörspiel von 2010 auf Pure Audio Blu-ray, eine Kombination aus Dialog- und Soundkulisse des Films mit Textpassagen der Romanvorlage, gelesen von Herbert Grönemeyer.

„Das Boot“ ist ein typisches Beispiel für die Praxis in den 1980er Jahren, als aufwändige Produktionen gleichzeitig als Kino- und Fernsehversionen hergestellt wurden. Die ARD beteiligte sich mit etwa neun Millionen DM an dieser 25-Millionen-DM-Produktion. Das Ergebnis war ein zweieinhalbstündiger Kinofilm und eine dreiteilige Fernsehfassung von über fünf Stunden Länge. So gelang es Produzent Günter Rohrbach von der Bavaria, dem großen Hollywood-Kino Paroli zu bieten. Die Ironie dabei war, dass zuerst die Amerikaner den Film machen wollten und das „Boot“-Set für sie in den Bavaria-Studios schon aufgebaut war. Doch dazu kam es nicht, und Wolfgang Petersen mit seiner Crew konnte die Attrappen nutzen. Zuvor mussten noch Differenzen mit dem Autor der Romanvorlage, Lothar-Günther Buchheim, ausgeräumt werden. Er hat seine Erlebnisse als Kriegsberichterstatter während einer Feindfahrt der U 96 im Zweiten Weltkrieg beschrieben. Der Film überzeugt mit einer handwerklichen und tricktechnischen Perfektion in einer Zeit, als es noch keine Computeranimationen gab und die Tricks mit Modellen nachgestellt werden mussten. Allein drei verschieden große U-Boot-Modelle waren über und unter Wasser im Einsatz. Die Innenaufnahmen wurden alle in einem detailgenauen Modell-Set in Originalgröße in den Bavaria-Studios gefilmt. Hier herrschte dieselbe Enge wie im richtigen Boot und Kameramann Jost Vacano hatte oft artistische Leistungen mit der Handkamera zu vollbringen. Die Tricktechnik im Studio ließ nichts zu wünschen übrig, von Wasserwerfern aus allen Richtungen, Windmaschinen bis zu einer Rüttelwippe, die starken Seegang oder Erschütterungen nach einem Bombeneinschlag simulieren konnte.

Bei all den Effekten bleibt die Handlung überschaubar durch einige dramatische Höhepunkte. Im Vordergrund steht die Stimmung der Mannschaft in der klaustrophobischen Enge und isoliert von der Außenwelt. In diesen Grenz- und Extremsituationen bleiben menschliche Konflikte nicht aus, besonders zwischen Kapitänleutnant Lehmann (Jürgen Prochnow) und dem Ersten Offizier (Hubertus Bengsch). Erlebt wird die gesamte Feindfahrt aus der Sicht des Kriegsberichterstatters Leutnant Werner (Herbert Grönemeyer). Petersen erzählt im Interview, dass er auf zwei schauspielerische Entdeckungen besonders stolz sei, neben Nastassja Kinski im Tatort „Reifezeugnis“ ist es Jürgen Prochnow, den er zuvor schon in Fernseh- und Kinofilmen eingesetzt hat. Viele der anderen Darsteller waren damals noch unbekannt und wurden später zu Stars. Neben Herbert Grönemeyer sind es Martin Semmelrogge, Heinz Hoenig, Uwe Ochsenknecht, Claude-Oliver Rudolph, Klaus Wennemann, Sky du Mont, Otto Sander, Günter Lamprecht, Jan Fedder, Bernd Tauber, Martin May, Erwin Leder und Ralf Richter.

Nach einer opulenten Abschiedsfeier an Land folgt die Verabschiedung und Abfahrt des U-Bootes in den Atlantik. Während wochenlanger Gammelfahrten mit der Suche nach feindlichen Schiffen kommt es immer wieder zu Spannungen unter der Besatzung. Langeweile bedroht die Moral, mangelnde Hygiene die Gesundheit der Besatzung. Doch dann überstürzen sich die Ereignisse. Als sie ein englisches Handelsschiff angreifen wollen, werden sie von einem Zerstörer überrascht und müssen in die Tiefe fliehen. Nach einem heftigen Sturm beschießen sie einen Tanker und müssen entsetzt feststellen, dass die Besatzung nicht evakuiert wurde. Das wird zu einer schweren Belastung für viele. Während der Durchfahrt durch die Meerenge von Gibraltar wird das U-Boot beschossen und sackt auf 280 Meter Tiefe ab. In einem Wettlauf mit der Zeit gelingt die Reparatur und sie erreichen wieder ihren Heimathafen La Rochelle. Doch während der Einfahrt erfolgt ein überraschender Luftangriff der Alliierten, der die halbe Besatzung tötet oder verwundet. Der sterbende Kapitänleutnant muss den Untergang des Bootes mit ansehen.

In eindrucksvollen Bildern erzählt der Film von Langeweile und Panik, dem beklemmenden Gefühl in der Enge und Tiefe und der bloßen Angst ums Überleben. Zunächst kritisierten einige den Film als zu neutral gegenüber den deutschen Kriegsverbrechern. Doch bereits bei der Uraufführung in den USA vor fast 2000 Zuschauern gab es frenetischen Applaus. Eine Texttafel hatte zuvor verkündet, dass von 40.000 deutschen U-Boot-Fahrern 30.000 starben. Keine andere Waffengattung hatte größere Verluste zu verzeichnen. Und es waren bei weitem nicht alles überzeugte Nazis wie der Erste Wachoffizier an Bord. Der Altersdurchschnitt der U-Boot-Besatzungen war am Ende auf fast 20 Jahre gesunken. Der Film möchte nicht anklagen, sondern eindringlich die Sinnlosigkeit des Krieges veranschaulichen. Petersen zeigt dies oft in den Gesichtern der Schauspieler mit ihren persönlichen Schicksalen, wofür die überlange TV-Version mehr Zeit lässt. Ein idealer Kompromiss zwischen ihr und der vor allem auf Action-Szenen fokussierten Kinoversion ist der dreieinhalbstündige Director’s Cut von 1997, der durch den Audiokommentar des Regisseurs noch interessanter wird. ()

alle Rezensionen von Johannes Kösegi ...
Wolfgang Petersens Film „Das Boot“, der nach dem gleichnamigen Roman von Lothar-Günther Buchheim entstand, der darin seine Erlebnisse als Kriegsberichterstatter im Zweiten Weltkrieg verarbeitete, ist wohl der bekannteste Film der deutschen Filmgeschichte – weltweit.

Zum 30. Jubiläum des Kriegsfilm-Klassikers, der übrigens sechs Oscar-Nominierungen einheimsen konnte, präsentiert EuroVideo eine üppig ausgestattete Blu-ray Sonderedition im sehr dekorativen Steelbook, die alles, was bislang zu „Das Boot“ veröffentlicht wurde, in den Schatten stellt. Neben der Original-Kinofassung von 1981 und dem „Director´s Cut“ von 1997 gibt es ca. 6 Stunden teils neu produziertes Bonusmaterial, inkl. dem Original Hörspiel von 2010, erzählt von Herbert Grönemeyer, als pure Audio Blu-ray. Abgerundet wird das Ganze mit einem umfangreichen, 52-seitigen Begleitbuch mit vielen Infos und Interviews zum Film. Ein kleine Anmerkung: Es wäre toll gewesen, wenn die längere und nochmals intensivere TV – Fassung ebenfalls in der Blu-ray-Box enthalten wäre.

Doch bevor es zur technischen Umsetzung des Klassikers sowie dem Bonusmaterial auf Blu-ray geht, hier erst noch eine kurze Zusammenfassung der Handlung:

Während des Zweiten Weltkriegs, im Jahr 1941, durchlebt die Besatzung eines deutschen U-Boots die Hölle - niemand weiß, ob es je an Land zurückkehren wird. „Der Alte", Kapitänleutnant Heinrich Lehmann-Willenbrock (Jürgen Prochnow), hat das Kommando über das Boot „U 96", mit an Bord ist auch Kriegsberichterstatter Leutnant Werner (Herbert Grönemeyer), der einen Bericht über die U-Bootfahrer schreiben soll. Und so beginnt die stolze Ausfahrt aus dem Atlantik-Hafen La Rochelle. Die ersten Wochen der Feindfahrt im Atlantik muss die Mannschaft mit Warten und Übungen zubringen, weil die Alliierten Geleitzüge zu weit entfernt sind. In der Zeit halten sich die Männer mit Musik und den Fußballergebnisse aus der Heimat noch bei Laune. Ein erstes Gefecht mit einem Kriegsschiff endet jedoch beinahe verheerend für das U-Boot und es kommt zu einen stundenlangen Katz-und-Maus-Spiel. Nach mehreren Wochen trifft U-96 nun doch auf einen vermeintlich ungeschützten Geleitzug und es gelingt, drei Schiffe zu versenken, aber auch hier wird das Boot schnell zum Gejagten. Die alliierten Schiffe, die mit Sonar ausgestattet sind, machen Jagd auf U-96, dem nur die Flucht in die Tiefe bleibt. Die Hoffnung der Mannschaft, dass sie endlich nach La Rochelle in Frankreich zurückkehren können, wird durch einen neuen Befehlt zerstört: das Boot soll vom Atlantik in das Mittelmeer verlegt werden. Das bedeutet für das Boot den selbstmörderischen Durchbruch durch die Meerenge von Gibraltar, die von den Briten kontrolliert wird. Der Kapitän versucht bei einem Zwischenstopp im spanischen Vigo, seinen Chefingenieur, dessen Frau krank ist, und Leutnant Werner vom Schiff zubringen, was ihm aber nicht gelingt. Bei dem Versuch, Gibraltar zu passieren, kommt es zur Katastrophe: das U-Boot wird entdeckt und gerät unter Beschuss. Durch die schweren Schäden sinkt es auf den Grund und für die Mannschaft beginnt ein Kampf um Leben oder Tot.

Obgleich nun 30 Jahre seit der Veröffentlichung vergangen sind, so zählt „Das Boot“ immer noch zu den besten U-Boot-Filmen, wenn nicht sogar als der Beste. Die beklemmende Enge, durch die atmosphärische Kamera, der Lärm der Zerstörer und gleichzeitig die gespenstige Stille, die nur durch das Gepiepe des Echolots unterbrochen wird, und natürlich die hervorragenden Schauspieler die faszinierende Charakterstudien darbieten, geben dem Film eine Realität, die nicht authentischer sein könnte. Man riecht förmlich den Schweiß und das Dieselöl.

Wie bereits erwähnt enthält die Blu-ray-Box die Original-Kinofassung von 1981 und den „Director´s Cut“ von 1997. Der Unterschied zwischen diesen beiden Versionen liegt, abgesehen von der Laufzeit (Kinofassung: 149 Minuten/ Director´s Cut: 208 Minuten) darin, das in der Kinofassung die Schilderung militärischer Operationen eindeutig hinter den menschlichen Problemen und Ängsten der Besatzung zurücksteht. Petersen war es damals wichtig, deutlich zu machen, wie der Faschismus eine Jugend für verlogene Ideale begeistern und zur Ausführung eines verbrecherischen Krieges missbrauchen konnte. In der neuen Version legte Petersen mehr Gewicht auf die Action, so dass die Anti-Kriegs-Botschaft leider in den Hintergrund rückt. Auch die die Bedeutung des Kriegsberichterstatter bleibt, durch Herausnahme einiger unnötiger Psychologisierungen, auf der Strecke. Dafür steht Kommandant Willenbrock deutlich mehr im Mittelpunkt. Kurz und gut, der Director´s Cut ist ebenfalls sehenswert, aber eher für eine US-Zielgruppe zugeschnitten.

Doch nun zur technischen Umsetzung des Films auf Blu-ray. Bedenkt man das Alter des Films, und das die Handlung hauptsächlich in dem recht dunklen U-Boot mit dem Dieseldunst spielt, so kann man mit dem Bild (1,85:1) in beiden Fällen zufrieden sein, und ein HD- Feeling stellt sich trotz des kritischen Materials sehr häufig ein. Der Kontrast und Schwarzwert können im Director´s Cut überzeugen, und auch die Farben werden sehr gut wiedergegeben. Schmutz oder Störungen sind praktisch nicht zu finden. Auch Rauschen ist nur in wenigen Szenen zu finden. Auch die Kinoversion, die auf einer anderen Abtastung basiert, ist nicht schlecht, aber nicht ganz auf dem Niveau der 1997ger Version. Die Farben etwas flauer und es sind mehr Störungen im Bild zu erkennen. Einige Szenen sind körniger und auch die Auflösung ist nicht ganz so gut, aber im Ganzen gesehen ordentlich.

Was den Ton angeht, so liegt auch hier der Director´s Cut deutlich vor. Der Ton wurde komplett neu überarbeitet und liegt im HD Master Audio vor. Der Raumklang ist hervorragend. Ob in Actionszenen oder in ruhigen Passagen, alle Kanäle werden sorgfältig genutzt, so dass man ein Live-an-Bord-Gefühl bekommt. Der Ton der Kinoversion, auch wenn er ebenfalls in DTS HD Master Audio 5.1 vorliegt, kann dem Director´s Cut nicht das Wasser reichen. Sicherlich sind die Dialoge auch zu jeder Zeit gut verständlich, doch es bleibt alles hauptsächlich im vorderen Bereich. Ein wirklicher Raumklang kommt nicht zu Stande.

Doch nun zum Bonusmaterial: Auf der Director´s-Cut-Blu-ray gibt es, neben dem Audiokommentar von Petersen, ein fast einstündiges Making Of sowie die Dokumentation „Schlacht im Atlantik“. Ein BD - Live Feature rundet das Bonusmaterial dieser Disc ab.

Die Blu-ray mit der Kinofassung präsentiert die Dokus “Wolfgang Petersen – Mein Leben, mein Werk” und “Wolfgang Petersen – Zurück zum Boot”. Zusätzlich erhält man mit “The Director´s Cut – der Goldene Schnitt” einen interessanten Einblick in die Erstellung der neuen Version. Doch damit ist noch nicht Schluss, weiter geht es mit “Der Kapitän führt durchs Boot”. Hier erhält man eine kurze Führung durch die Filmkulisse. Den Abschluss der Bonis macht hier “Maria: Wolfgang, Das Boot und ich”, hier kommt Petersens Ehefrau, die als Regieassistentin an den Dreharbeiten beteiligt war, zu Wort.

Auf der dritten Blu-ray ist das bereits separat erhältliche und sehr gelungene Original-Hörspiel mit 165 Minuten Laufzeit als Pure Audio Blu-ray enthalten. Die Bearbeitung als Hörspiel übernahm Sven Stricker. Zitat: „Ich hatte für die Bearbeitung die Romanvorlage sowie die einzelnen Tonspuren der kompletten Fernseh-Serie zur Verfügung und konnte daraus eine völlig eigene, hörspielartige Form erstellen. Da alle Spuren einzeln verfügbar waren, musste man sich nicht an Timing und Schnitt des Films halten und konnte genau wie im "richtigen" Hörspiel alle Geräusche, Musiken, Dialoge und Schnitte frei um die Erzählersätze herum montieren. Und das Beste an diesem Projekt: Genau wie im Roman wird die Geschichte nun aus der Perspektive Leutnant Werners erzählt (der übrigens nur im Film diesen Namen trägt - im Buch ist er namenlos), und genau wie im Film ist es auch in der Hörspielfassung Herbert Grönemeyer, der diesen Part übernimmt, und der unter der Regie Ralf Weigands in München dreißig Jahre später erneut den Leutnant Werner gab.“

Noch ein Tipp: Das Hörspiel im Dunkeln hören, da kommt ein richtiges „U-Boot-Feeling“ auf.

Eine kleine interessante Randnotiz noch zum Schluss: Steven Spielberg lieh sich 1980 das 1:1 Modell für eine U-Boot-Sequenz in seinem Film „Indiana Jones - Jäger des verlorenen Schatzes" von der Bavaria Film aus. ()

alle Rezensionen von Bernd Hellweg ...
Dreißig Jahre ist es nun her, dass Wolfgang Petersens „Das Boot“ nicht nur die deutschen Kinos eroberte, sondern auch im Ausland einen großen Erfolg feierte und das Ansehen des deutschen Films massiv verbesserte. Der für 6 Oscars nominierte Film gilt als eine der größten und wichtigsten deutschen Filmproduktionen aller Zeiten und das zurecht: „Das Boot“ ist (gerade in den beiden längeren Fassungen) ein unheimlich intensives und hochspannendes Erlebnis und zugleich einer der besten Antikriegsfilme, da er sich zu keiner Zeit simplen Gut-Böse-Klischees bedient, sondern sich auf das konzentriert, was im Krieg das meiste Leid erfährt – die beteiligten Menschen, egal, auf welcher Seite sie stehen.

Euro Video nimmt sich das Jubiläum zum Anlass und bringt nun eine umfangreiche und lobenswert produzierte Blu-Ray-Special-Edition auf den Markt, welche auf insgesamt drei Scheiben die Faszination von „Das Boot“ bannt. Die erste Blu-Ray enthält den dreieinhalbstündigen Director's Cut des Werkes mitsamt dem Audiokommentar und zwei Dokumentationen, auf der zweiten befindet sich die „nur“ zweieinhalbstündige Kinofassung des Films, wie sie 1981 der Welt präsentiert wurde sowie weitere Interviews und Bonus-Features, die dritte enthält das komplette Hörspiel zum Film, welches von Herbert Grönemeyer (welcher eine der Hauptrollen in dem Film spielte) gelesen wird. Da bei den Presse-Mustern diese dritte Blu-Ray leider nicht mit enthalten war, kann das Hörspiel an dieser Stelle nicht bewertet werden – dennoch lässt sich auch so feststellen, dass diese Jubiläums-Edition dem Film gerecht wird.

Kenner von „Das Boot“ werden es bestimmt schon bemerkt haben: Die Edition entählt tatsächlich nicht die Fernsehfassung des Films, welche knappe fünf Stunden dauert und damit sogar den Director's Cut längentechnisch überbietet. Der Grund dafür, so schrieb es Euro Video, sei das Fehlen eines HD-Masters dieser Fassung, ohne welche es wenig Sinn machen würde, diese auf Blu-Ray herauszubringen, da sie dem Medium qualitativ nicht gerecht werden könnte. Es bleibt jedem überlassen, ob er das Fehlen dieser verschmerzen kann – es solle an dieser Stelle aber nicht ungesagt bleiben, dass Wolfgang Petersen selbst den Director's Cut für die beste Version des Films hält (was er in den enthaltenen Interviews mehrmals betont).

Der Film selbst, welcher von der Fahrt eines deutschen Kriegs-U-Boots im Zweiten Weltkrieg handelt, ist ohne jeden Zweifel in jeder Fassung sehenswert – wobei der Director's Cut der Kinofassung definitiv vorzuziehen ist, da dieser den Figuren weitaus mehr Entfaltungsraum zugesteht und die Atmosphäre auf dem U-Boot gerade durch die sehr lange und weitesgehend ereignislose Phase vor dem Beginn der Kämpfe besser einfängt. Zwischen all den erfahrenen Unterseehunden erhält der Zuschauer dabei eine Identifikationsfigur in Werner, einem jungen Kriegsberichtserstatter, welcher zum ersten Mal eine Fahrt auf einem U-Boot unternimmt und dessen vorangehenden Vorstellungen einer solchen im Laufe des Films mehrmals zerstört werden, wenn er die Nähe des Todes und die klaustrophobische, teils unerträglich angespannte und spannende Stimmung an eigenem Leib zu spüren bekommt. Werner, der vom bekannten Sänger Herbert Grönemeyer gespielt wird, bleibt weitesgehend wortlos, doch sein mal angeekeltes, mal angsterfülltes Gesicht sagt mehr als tausend Worte und reflektiert zumeist eben die Reaktionen, die der Zuschauer selbst auf das Gezeigte – oder, bei der Intensität des Films eher Erlebete – zeigt.

Überhaupt sind es vor allem die Gesichter, die an dem Film so memorabel sind: Die Dreharbeiten (die über ein Jahr dauerten) selbst sind für die Schauspieler unheimlich anstrengend gewesen und diese Anstrengung kann man an ihren Gesichtern ablesen, gerade zum Schluss. Es ist diese Spiegelung der Erschöpfung der Bootsmannschaft im Film im Zustand der Crew, die diesen Film so glaubwürdig macht: Die müden Augen, das gequälte Kächeln, die verschwitzten Haare, die unrasierten Bärte und die Schweißperlen auf der Stirn zeichnen unheimlich echte Porträts von Menschen, die physisch wie psychisch vom Krieg gebeutelt sind. Es wird in „Das Boot“ nie eine direkte Anklage gegen den Krieg erhoben, doch dies ist beim Anblick der Beteiligten auch gar nicht nötig – ihre Gesichter sagen alles, was es zu sagen gibt. Die Schauspieler sind allesamt großartig gewählt und spielen ihre Rollen mit größter Authenzität, ohne den Anflug von Eitelkeit oder Gekünsteltheit – wobei vor allem Jürgen Prochnow als der von allen als „der Alte“ bezeichnete Kapitän besonders hervorzuheben ist, besitzt er doch genau die Portion bärbeißigem Charisma, die nötig ist, um die mehrmals an ihre Grenzen getriebene Mannschaft zusammenzuhalten.

Auch inszenatorisch weiß der Film nach wie vor zu begeistern, insbesondere bei den Handkamerafahrten durch das enge U-Boot (welches beim Dreh unangetasten geblieben ist, der Platzmangel wurde somit nie künstlich aufgehoben, sondern war stets ein Bestandteil der Szenerie). Wenn die Kamera beim Tauchen des U-Boots buchstäblich durch dieses rast, dann ist man als Zuschauer mitten im Film und bekommt beinahe Platzangst. „Das Boot“ ist unheimlich intensiv, er erschafft eine beängstigende Nähe zum Ort des Geschehens und wirkt manchmal durch seine Authenzität beinahe dokumentarisch. Die Gefechtsszenen sind unheimlich spannend und beweisen, wie viel das Tondesign zur Atmosphäre beiträgt: Wenn die Besatzung muxmäuschenstill ist und auf Geräusche von feindlichen Booten achtet, dann hält man auch als Zuschauer unfreiwillig den Atem an. Auch die Musik ist klasse – die Titelmelodie ist guten Gewissen als legendär zu bezeichnen.

Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Lothar-Günther Buchheim (Werner ist sozusagen sein Pendant im Film) stellt „Das Boot“ einen sehr glaubwürdigen und angenehm unideologischen Film über den Krieg dar, welcher zu seiner Zeit nicht ganz risikolos war: Die Darstellung von deutschen Soldaten im Zweiten Weltkrieg, bei der diese nicht als bösartige Nazis, sondern viel eher als einfache Menschen in Extremsituationen gezeigt werden, heimste in Deutschland selbst viel Kritik ein. Dennoch bewies sich der Film auch in anderen Ländern als großer Erfolg und konnte sich gegen viele Vorurteile behaupten. Es ist ein Film wie kaum ein zweiter aus Deutschland, ein Werk voller Wucht und Überzeugnungskraft, welches man gesehen haben sollte, und einer der ehrlichen filmischen Beiträge zum Thema „Krieg“.

Die technische Umsetzung des Klassikers weiß durchaus zu überzeugen: Das Bild wird in 1080p angeboten und ist wohl das Beste, was man aus dem Filmmaterial herausholten konnte. Es schwankt zwar zwischen leichter und extremer Körnung, was aber nicht weiter schlimm ist, da viele Szenen durch diese an Intensität gewinnen. Besonders kommt das neue Format den Gesichtern zugute: Die Falten und die Schweißperlen der Figuren waren wohl noch nie so genau zu sehen. Die physische Präzision des Films gewinnt dadurch ordentlich. Artefakte sind im Bild keine zu beobachten und einige Szenen, welche weitläufige Szenerien zeigen, glänzen mit sehr guter Schärfe und vielen Details. So gut sah „Das Boot“ bislang auf keinem verkäuflichen Medium aus – wengleich man von einem nun 30 Jahre alten Film nicht die Qualität eines modernen Blockbusters erwarten darf.

Der Ton liegt in DTS-HD 5.1 vor und macht ebenfalls eine gute Figur: Gerade in den U-Boot-Szenen trägt der gut abgemischte Surroundsound viel zur Atmosphäre bei und selbst bei viel Hintergrundlärm bleiben die Dialoge der Figuren stets gut hörbar. Wer damit dennoch Probleme hat, darf deutsche Untertitel dazuschalten. Die Blu-Ray enthält jeweils nur den deutschen Originalton und ebenso nur deutsche Untertitel, der Audiokommentar von Wolfgang Petersen und Jürgen Prochnow ist dagegen auf Englisch – und ist über die englische Synchrofassung des Films gelegt. Im Großen und Ganzen ist „Das Boot“ auf Blu-Ray exakt das mitreißende und teils beängstigende Erlebnis, das der Film auch sein soll.

Zum Schluss noch ein paar Worte zum Bonusmaterial, welches sich auf die ersten beiden Blu-Rays verteilt und insgesamt auf eine Laufzeit von stolzen eineinhalb Stunden kommt. Disc 1:
„Die Feindfahrt von U-96“ (Making Of) (ca. 57 min.)
Knapp eine Stunde Hinter-den-Kulissen-Material, welches bereits zur Erscheinungszeit zu der Doku zusammengeschnitten wurde. Die Bildqualität entspricht leider dem Alter, ansonsten bietet das Making Of aber einen guten Einblick in die alles andere als einfachen Dreharbeiten des Films. Deutscher Ton.

„Schlacht im Atlantik“ (ca. 39 min.)
Hier gibt es einen Einblick in die tatsächlichen Geschehnisse während der Seeschlachten im Zweiten Weltkrieg, inklusive Interviewausschnitte mit Zeitzeugen und Archivmaterial. Auch hier ist die Bildqualität weit nicht auf Blu-Ray-Niveau, dennoch lohnt sich die kurze Doku, welche den Film in einen zeitlichen Kontext setzt. Deutscher Ton.

Audiokommentar in Filmlänge von Wolfgang Petersen und Jürgen Prochnow
Was soll man dazu noch sagen – die zwei bekanntesten Beteiligten an „Das Boot“ lassen die Entstehung des Films in den dreieinhalb Stunden Revue passieren. Sehr sympathisch, sehr informativ, demnach für alle Fans des Films unverzichtbar. Englischer Ton mit dazuschaltbaren deutschen Untertiteln.

Disc 2:
„Wolfgang Petersen – Mein Leben, mein Werk“ (ca. 21 min.)
Das Interview beleuchtet die Geschichte des Regisseurs Wolfgang Petersen und ist durchaus sehenswert. Angenehmerweise auch in HD-Qualität (was übrigens für das gesamte Bonusmaterial auf der zweiten Disc gilt). Deutscher Ton.

„Wolfgang Petersen – Zurück zum Boot“ (ca. 45 min.)
Wirkt wie eine Ergänzung zum oben genannten Interview und beleuchtet explizit dessen Arbeit an „Das Boot“. Auch die Rezeptionsgeschichte des Werks wird durch einige interessante Fakten angeschnitten – auf jeden Fall sehenswert. Englischer Ton mit dazuschaltbaren deutschen Untertiteln.

Director's Cut – Der Goldene Schnitt (ca. 13 min.)
Hier liegt der Augenmerk (logischerweise) auf der Arbeit am Director's Cut, welcher erst 16 Jahre nach der Premiere des Films angefertigt und veröffentlicht wurde. Es gibt interessante Hinweise auf die Unterschiede zwischen der Kinofassung, der Fernsehfassung und dem Director's Cut. Englischer Ton mit dazuschaltbaren deutschen Untertiteln.

Maria Wolfgang: Wolfgang, „Das Boot“ und ich (ca. 9 min.)
Petersens Frau Maria (welche als erste Regieassistenz an „Das Boot“ beteiligt war) erzählt einige Anekdoten aus der Drehzeit. Englischer Ton mit dazuschaltbaren deutschen Untertiteln.

Der Kapität führt durch das Boot (ca. 8 min.)
Hier erklärt Jürgen Prochnow den Aufbau des U-Bootes sowie dessen einzelne Funktionen in den verschiedenen Räumen – kurzweilig und informativ. Englischer Ton mit dazuschaltbaren deutschen Untertiteln.

Hörfilm-Fassung der Kinofassung (in 2.0)
Neben dem deutschen Originalton gibt es noch die deutsche Tonfassung für Sehbehinderte in Stereo. Wie bereits erwähnt, befindet sich auf der dritten Blu-Ray das von Herbert Grönemeyer gelesene Hörspiel zu dem Film, welches aber aus gegebenem Grund nicht rezensiert werden kann. ()

alle Rezensionen von Dmitrij Panov ...
Die Kritik am deutschen Kino scheint ein nie endendes Thema zu sein. Obwohl Genrefilme, wie aktuell Tim Fellbaums Endzeit-Thriller „Hell“, ein deutliches Zeichen dafür setzen, dass der deutsche Film noch nicht komplett eingeschlafen ist und sich lediglich mit belangloser Kost über Wasser hält, muss der Cineast genauer hinsehen, bevor er qualitativ hochwertiges made in Germany entdeckt. Meistens handelt es sich dann um „kleine“ Filme, von der Masse kaum berücksichtigt. Trotzdem konnten in der Vergangenheit immer wieder deutsche Filme Erfolge verbuchen, wie beispielsweise Florian Henckel von Donnersmarcks Stasi-Drama „Das Leben der Anderen“, das sogar mit dem Oscar als bester fremdsprachiger Film honoriert wurde. Einen weiteren Meilenstein des heimischen Kinos ist Wolfgang Petersens unangefochtener U-Boot Albtraum „Das Boot“, der anlässlich seine dreißigjährigen Jubiläums in einer 3-Disc-Sonder Edition als Blu-ray Disc veröffentlicht wird.

Angefangen bei unzähligen Auszeichnungen und positiven Kritiken, brachte es der Antikriegsfilm sogar zu einer zweifachen Kinoauswertung (1981: Original-Kinosfassung; 1997: The Director’s Cut). Die Verfilmung des gleichnamigen autobiographischen Romans von Lothar-Günther Buchheim bescherte darüber hinaus dem damals noch unbekannten Cast, darunter heutige Stars, wie Herbert Grönemeyer oder Jürgen Prochnow, den großen Durchbruch, sowie Regisseur Petersen die Eintrittskarte nach Hollywood.

Viele Menschen auf engem Raum bieten nicht nur Platz für Charakterzeichnungen und Entwicklungen, sondern ebenfalls für dramatisches Potential. Potential, welches Petersen in keiner Minute seines U-Boot-Thrillers „Das Boot“ verschwendet. Auf dem Fundament des gut ausgearbeiteten Drehbuchs macht der Regisseur keinen Bogen um unangenehme Szenarien. Er bemüht sich nicht, die Handlung zu beschönigen, was dem Film nur zu Gute kommt. Die authentische und konsequente Darstellung, weit ab von Hollywood- und Kriegsfilmklischees, hebt nicht nur den Charakter als Antikriegsfilm hervor, sondern erweist sich darüber hinaus als ehrlicher Film.

Klaustrophobisch und erschreckend ist die Atmosphäre, die „Das Boot“ auszeichnet. Zu verdanken ist dies, neben Petersens ausgezeichneter Inszenierung, vor allem der brillanten Kameraführung von Jost Vacano. Der spätere Stammkameramann von Paul Verhoeven, konzentriert sich auf den begrenzten Handlungsort und nutzt diesen perfekt aus. Die mittlerweile legendären Kamerafahrten durch die schmalen Gänge des U 96, sowie die übersichtlichen Bilder der Crew, sind Beweis dafür, dass Vacano sein Handwerk beherrscht. Angepasst an die bemerkenswerte Inszenierung, schrieb Komponist Klaus Doldinger einen sehr passenden Score, der ebenfalls zum Wahrzeichen von „Das Boot“ geworden ist.

Doch nicht nur die hochwertige Handwerksarbeit steht für die Qualität von Petersens Spielfilm. Die Darstellerriege, die durch die Bank eine bemerkenswerte Performance abliefert, bleibt dem Zuschauer wohl am längsten im Gedächtnis. Das Ensemble spielt sehr dynamisch, trotz ihrer rauen Charaktere und deren meist alles andere als harmonisch verlaufendem Zusammenleben. Erzählt aus der Sicht des Leutnants Werner, durchlebt der Zuschauer, wie jeder einzelne Charakter auf Deck des U 96, die Ungewissheit über die Mission, sowie die Angst um das eigene Überleben in der immer mehr ausweglos erscheinenden Lage. Egal ob Jürgen Prochnow, Herbert Grönemeyer oder Hubertusch Bengsch. Der Cast von „Das Boot“ bleibt eine feste Konstante in der Geschichte des deutschen Films.

Wolfgang Petersens größter Wurf darf nicht nur Stolz das Aushängeschild „Deutscher Film“ tragen, sondern ist auch noch 30 Jahre nach seiner Erstaufführung ein packendes, beklemmendes und erschütterndes Meisterwerk, das auf dem schmalen Grat des Anti-Kriegsfilm wandelt. ()

alle Rezensionen von Matthias Hopf ...
Es ist ein wahrer Höllentrip auf Leben und Tod, dem die U-Boot Mannschaft der U 96 auf ihrer Feindfahrt täglich ausgesetzt ist. Kapitänleutnant Heinrich Lehmann, von seinen Männern respektvoll „Der Alte“ genannt, und seine Besatzung werden erbarmungslos von feindlichen Zerstörern gejagt und Flugzeugen bombardiert. Sie versenken feindliche Schiffe, geraten in schwerste Unwetter, steuern durch die streng bewachte Meerenge bei Gibraltar und sinken schließlich manövrierunfähig fast ohne Luftvorräte auf Grund. Doch immer wieder gelingt es den Männern, dem sicheren Tod durch nahezu unmenschliche Anstrengungen zu entkommen. Mit letzter Kraft steuern das U-Boot und seine Mannschaft den scheinbar sicheren Heimathafen an, das Schicksal und der Feind kennen für die Männer der U 96 jedoch kein Erbarmen … Technische Daten:

Codec: MPEG-4 AVC Video (High Profile 4.1)
Bitrate: 20994 kbps
Auflösung: 1080p / 23,976 fps / 16:9

Der Blu-ray-Transfer von DAS BOOT besitzt das originale Bildformat von 1,85:1. Kinofassung und Director\'s Cut stammen dabei mit Ausnahme der Credit-Sequenzen vom selben Ausgangsmaterial, allerdings etwas weniger aufwändig nachbearbeitet und korrigiert. So sieht man in der Kinofassung mehr analoge Defekte und auch die Farben sowie Schärfewert wirken nicht ganz so "optimiert", sondern rauer. Die Schärfe ist allgemein in beiden Fassungen durchweg gut. In den vielen Naheinstellungen innerhalb des U-Boots gibt es sehr viele Feinheiten auf den Instrumenten und Gesichtern der Darsteller zu sehen - wunderbar. Jedoch sollte man auch keine Referenzqualität erwarten, immerhin handelt es sich hier um einen 30 Jahre alten Film und das Master für den Director\'s Cut wurde vermutlich noch im letzten Jahrtausend angefertigt (die Fassung selbst entstand 1997). Nachgeschärft wurde nur ganz leicht. Manche Szenen außerhalb des Boots wirken etwas softer, aber niemals unscharf. Über dem Bild liegt eine permanente Körnung des Ausgangsmaterials, welche aber nie wirklich als störendes Rauschen empfunden wird. Die Kompression arbeitet sehr sauber und zeigt keinerlei Anflüge von Artefaktbildung. Die Farben erscheinen sehr natürlich und bis auf wenige etwas blassere Sequenzen bestens gesättigt. Auch der Kontrast gibt sich keine Blöße und wirkt nicht zu poppig, sondern mit einer harmonischen Balance aus gutem Schwarz und überzeugender Durchzeichnung der vielen dunklen, schummrigen Szenen im Boot. Die Plastizität ist für solche Verhältnisse durchaus beachtlich. Schmutz sowie analoge Defekte wurden vom Ausgangsmaterial fast vollständig entfernt. Verfügbare Tonspuren:

Deutsch: DTS-HD Master Audio 5.1 / 48 kHz / 2148 kbps / 16-bit (DTS Core: 5.1 / 48 kHz / 1509 kbps / 16-bit)
Kommentar: Dolby Digital Audio 2.0 / 48 kHz / 192 kbps / Dolby Surround

Mag das Bild nicht mehr so ganz taufrisch sein, der Sound knallt beim Director\'s Cut aber immer noch so richtig rein. 1997 musste man den Soundmix komplett neu erstellen und benutzte dafür alle Möglichkeiten der modernen Technik. Der DTS-HD Master Audio 5.1-Track der deutschen Sprachfassung bietet eine exzellente Dialogwiedergabe und einen wunderbaren Surround-Mix. Schrauben knallen und zischen durch den Hörraum, Wasser spritzt, das Boot knarzt und ächzt aus allen Kanälen beim Tieftauchen und die Wasserbomben mit dem unerhörten Bassdruck lassen die Gläser in der Vitrine tanzen. Die Räumlichkeit ist phasenweise wirklich fantastisch, dazu tragen nicht nur kleine und große Geräusche oder Kampf-Effekte bei, sondern Musik. Es gibt allerdings ebenso viele frontlastige Sequenzen, wo allerdings Rechts-Links-Effekte gut zu orten sind. Alterserscheinungen wie Rauschen oder Verzerrungen sind dieser Tonspur absolut fremd. Die Klangqualität erweist sich als sehr dynamisch mit feinen Höhen, brachialen Mitten sowie trockenen, tiefen Bässen.

Die Kinofassung wurde zwar ebenfalls in DTS-HD Master Audio 5.1 abgemischt, es handelt sich hierbei jedoch um einen Upmix der alten, originalen Stereo-Spur. Diese hat höchstens Dolby Surround-ähnliche, diffuse Effekte sowie Musik von hinten zu bieten und nicht einmal annähernd den Bassdruck des Remixes. Zudem sind viele Soundeffekte anders als in der Neufassung. Trotzdem wird hier eine durchweg gute Klangqualität geboten. Verzerrungen gibt es fast nicht, der Sound wirkt auch niemals dumpf oder muffig. Die Dialoge bleiben bestens verständlich. Allerdings ist der Sound leicht höhenlastig und bietet nicht so brillante Mitten und Bässe wie die Neuabmischung.


Einzelwertung:

Director\'s Cut: 9 / 10 Punkte
Kinofassung: 6 / 10 Punkte Deutsche Untertitel sind für beide Fassungen von DAS BOOT vorhanden. Beim Bonusmaterial wird auf der Disc mit dem Director\'s Cut ein Audiokommentar von Wolfgang Petersen geboten, welcher ebenfalls übersetzt wurde und detaillierte Informationen zur Entstehung des Films beinhaltet. Das Making Of "Die Feindfahrt der U96" (HD) dauert fast eine Stunde und offenbart Aufnahmen von den Dreharbeiten, die erahnen lassen, wie aufwändig die Spezialeffekte entstanden. Der 39 Minuten lange Beitrag "Schlacht im Atlantik" (HD) ist eine Dokumentation über den U-Boot-Krieg im Zweiten Weltkrieg mit deutschem Sprecher sowie vielen Archivaufnahmen.

Auf der Blu-ray zur Kinofassung findet man das 22 Minuten lange Interview "Wolfgang Petersen - Mein Leben, mein Werk" (HD). Darin erzählt der Regisseur über seinen Werdegang und sein Schaffen. Das Ganze sehr locker vom Balkon eines Strandcafés. Danach geht es in "Wolfgang Petersen - Zurück zum Boot" (HD) um die Entstehung von DAS BOOT, wobei dieses Feature für den internationalen Markt produziert wurde, denn Petersen und sein deutscher Interviewpartner sprechen durchweg Englisch. Die diskutierten Aspekte der Dreharbeiten werden dabei immer mit Aufnahmen vom Set untermalt. "The Director\'s Cut - Der Goldene Schnitt" (HD) behandelt die Erstellung des Director\'s Cut mit dem Wie und Warum diese Fassung - aber auch die anderen - entstanden. Als nächstes folgt "Maria: Wolfgang, DAS BOOT und ich" (HD), wo Petersens Frau Maria neun Minuten lang ihre Erfahrungen von den Dreharbeiten erzählt. In "Der Kapitän führt durchs Boot" (HD) führt Jürgen Prochnow den Zuschauer interaktiv durch das Innere eines U-Boots und liefert historische Fakten. Man kann den jeweiligen Raum selbst auswählen. DAS BOOT ist wohl der größte deutsche Film der Nachkriegszeit und der erfolgreichste deutsche Film aller Zeiten. Das Werk aus dem Jahr 1981 öffnete für viele Darsteller sowie den Regisseur Wolfgang Petersen die Tür nach Hollywood. Petersen drehte dort unter anderem Werke wie DER STURM oder POSEIDON. Jürgen Prochnow brachte es in BEVERLY HILLS COP 2 oder BODY OF EVIDENCE kurzzeitig zu A-Movie-Ehren, verbrachte allerdings den größten Teil seiner USA-Karriere im B-Film-Sumpf, während Herbert Grönemeyer einen ganz anderen Weg einschlug. Bekanntermaßen gehört er heute zwar nicht zu den bekanntesten deutschen Schauspielern, aber zu den bekanntesten deutschen Popmusikern. Mit 32 Millionen D-Mark Produktionskosten war DAS BOOT auch der teuerste deutsche Film überhaupt. Kein Wunder, wenn man bedenkt, welcher Aufwand hier betrieben wurde, um die tragische Feindfahrt des deutschen U-Boots „U96“ nach wahren Begebenheiten auf Film zu bannen.

Unzählige Modelle in verschiedenen Größen wurden gebaut, um die Außenaufnahmen vom U-Boot zu ermöglichen. Einige wurden auf dem offenen Wasser im alten U-Boot-Bunker von La Rochelle, Helgoland oder dem Bodensee eingesetzt, andere wiederum in einem riesigen Bassin in den Bavaria Studios bei München. Das Innere des U-Bootes wurde dort als Set aufgebaut und kann noch heute von Touristen besichtigt werden. Kurios: Einige der Sets und Modelle wurden von Steven Spielberg in INDIANA JONES - JÄGER DES VERLORENEN SCHATZES genutzt. Über den Film muss man wohl nicht viele Worte verlieren, jeder sollte ihn kennen. Auch nach nunmehr 30 Jahren bietet DAS BOOT wirklich packende, beklemmende Unterwasser-Dramatik sowie -action. Die Darstellerleistungen sind hervorragend.

Die vorliegende Jubiläums-Edition zeigt auf Blu-ray nicht nur den 1997 neu entstandenen Director\'s Cut von Wolfgang Petersen, sondern erstmals in High Definition auch die zweieinhalbstündige Kinofassung von DAS BOOT. Beide Fassungen weisen eine gute technische Qualität auf, wobei dem Director\'s Cut etwas mehr Sorgfalt zu Teil wurde. Die Ausstattung mit Bonusmaterial übertrifft sogar die US Blu-ray von Sony. ()

alle Rezensionen von Danny Walch ...
0 von 50
5


Weitere Filminfos:

Originaltitel: Das Boot
Land / Jahr: Deutschland 1981
Medien-Typ: Blu-ray Disc


Bonusmaterial:
Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Audiokommentar von Wolfgang Petersen, Wolfgang Petersen - Mein Leben - Mein Werk, Wolfgang Petersen - Zurück zum Boot, The Director`s Cut - Der Goldene Schnitt, Maria: Wolfgang, Das Boot und ich, Der Kapitän führt durchs Boot, Making of Die Feindfahrt von U96, Schlacht im Atlantik, BD-Live,;Original Hörspiel auf Pure Audio Blu-ray
Kommentare:

Weitere Filme von Wolfgang Petersen:
Weitere Titel im Genre Kriegsfilm:
DVD Das Boot - Jubiläums Edition kaufen Das Boot - Jubiläums Edition
DVD Das Boot - Director`s Cut - Special Edition kaufen Das Boot - Director`s Cut - Special Edition
DVD Edition Deutscher Film - 30 - Das Boot kaufen Edition Deutscher Film - 30 - Das Boot
DVD Das Boot - Special Edition - Director`s Cut kaufen Das Boot - Special Edition - Director`s Cut
DVD Das Boot - Director`s Cut - Special Edition kaufen Das Boot - Director`s Cut - Special Edition
DVD Boot - Director`s Cut - SPECIAL Edition, Das kaufen Boot - Director`s Cut - SPECIAL Edition, Das
DVD Der längste Tag - Jubiläums Edition kaufen Der längste Tag - Jubiläums Edition
DVD Das Boot - TV Serie kaufen Das Boot - TV Serie
Weitere Filme von EuroVideo Medien GmbH: