Der menschliche Makel
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Durch jahrzehntelange Arbeit und Disziplin hat es der Universitätsprofessor Coleman Silk als Dekan am Athena-College in Massachusetts zu beträchtlichem Ansehen gebracht und kultiviert sein Image als jüdischer Ostküsten-Intellektueller. Doch während sich die amerikanische Gesellschaft in einem Klima überpolitischer Korrektheit an den Amtsenthebungs-Anhörungen zu Präsident Bill Clintons Lewinsky-Affäre ergötzt, wird Silks Leben durch eine groteske Hexenjagd aus der Bahn geworfen. Eine unbedeutende, missverständliche Bemerkung genügt der Fakultät, ihn öffentlich an den Pranger zu stellen und des Rassismus zu bezichtigen. Professor Silk verliert seinen Job, seinen glänzenden Ruf und kurz darauf durch einen Herzinfarkt auch seine Frau. Was niemand weiß und Coleman Silk nicht einmal seiner Frau anvertraut hatte: um dem Rassismus der 40er Jahre zu entgehen hatte er als junger Mann beschlossen, seine afroamerikanische Herkunft zu leugnen. Dank seiner helleren Hautfarbe ist es dem Sohn afroamerikanischer Eltern gelungen, seinen radikalen Identitätswechsel bis heute geheim zu halten - und bis heute hatte er auch mit niemandem über seine Lebenslüge gesprochen. Silk sucht den zurückgezogen lebenden Autor Nathan Zuckerman auf, um ihn als Ghostwriter und Chronisten für ein Buch über sein Leben zu gewinnen. Ihre Vorliebe für Jazz und das Gefühl, vom Leben enttäuscht zu sein, lässt die beiden sich näher kommen. Nathan erweist sich als idealer Zuhörer für den alten Professor, der endlich jemanden gefunden hat, um seine Wut über das erlittene Unrecht aussprechen zu können. Silk erzählt auch von seiner Beziehung mit der um viele Jahre jüngeren Melkerin und College-Putzfrau Faunia Farley, die ihn sowohl erotisch als auch emotional zurück ins Leben holt. Durch die Liebesbeziehung mit Faunia ist Coleman Silk erstmals in der Lage, sich mit den Schatten seiner eigenen Vergangenheit auseinander zu setzen und die eigentliche Tragödie seines Lebens aufzuarbeiten. Auch Faunia trägt eine ähnlich große Bürde wie Coleman, nach und nach vertraut sie ihm ihre Lebensgeschichte an und berichtet von der gescheiterten Beziehung zu ihrem Ex-Mann, der unter seinem Vietnamkrieg-Trauma leidet, von dem tragischen Verlust ihrer beiden Kinder und dem sexuellen Missbrauch durch ihren Stiefvater. Was zunächst als Amour Fou begann, weicht einer tiefen Beziehung zweier vom Leben gezeichneter Menschen. ...
Inhaltsangabe zu Der menschliche Makel: 
Durch jahrzehntelange Arbeit und Disziplin hat es der Universitätsprofessor Coleman Silk als Dekan am Athena-College in Massachusetts zu beträchtlichem Ansehen gebracht und kultiviert sein Image als jüdischer Ostküsten-Intellektueller. Doch während sich die amerikanische Gesellschaft in einem Klima überpolitischer Korrektheit an den Amtsenthebungs-Anhörungen zu Präsident Bill Clintons Lewinsky-Affäre ergötzt, wird Silks Leben durch eine groteske Hexenjagd aus der Bahn geworfen. Eine unbedeutende, missverständliche Bemerkung genügt der Fakultät, ihn öffentlich an den Pranger zu stellen und des Rassismus zu bezichtigen. Professor Silk verliert seinen Job, seinen glänzenden Ruf und kurz darauf durch einen Herzinfarkt auch seine Frau. Was niemand weiß und Coleman Silk nicht einmal seiner Frau anvertraut hatte: um dem Rassismus der 40er Jahre zu entgehen hatte er als junger Mann beschlossen, seine afroamerikanische Herkunft zu leugnen. Dank seiner helleren Hautfarbe ist es dem Sohn afroamerikanischer Eltern gelungen, seinen radikalen Identitätswechsel bis heute geheim zu halten - und bis heute hatte er auch mit niemandem über seine Lebenslüge gesprochen. Silk sucht den zurückgezogen lebenden Autor Nathan Zuckerman auf, um ihn als Ghostwriter und Chronisten für ein Buch über sein Leben zu gewinnen. Ihre Vorliebe für Jazz und das Gefühl, vom Leben enttäuscht zu sein, lässt die beiden sich näher kommen. Nathan erweist sich als idealer Zuhörer für den alten Professor, der endlich jemanden gefunden hat, um seine Wut über das erlittene Unrecht aussprechen zu können. Silk erzählt auch von seiner Beziehung mit der um viele Jahre jüngeren Melkerin und College-Putzfrau Faunia Farley, die ihn sowohl erotisch als auch emotional zurück ins Leben holt. Durch die Liebesbeziehung mit Faunia ist Coleman Silk erstmals in der Lage, sich mit den Schatten seiner eigenen Vergangenheit auseinander zu setzen und die eigentliche Tragödie seines Lebens aufzuarbeiten. Auch Faunia trägt eine ähnlich große Bürde wie Coleman, nach und nach vertraut sie ihm ihre Lebensgeschichte an und berichtet von der gescheiterten Beziehung zu ihrem Ex-Mann, der unter seinem Vietnamkrieg-Trauma leidet, von dem tragischen Verlust ihrer beiden Kinder und dem sexuellen Missbrauch durch ihren Stiefvater. Was zunächst als Amour Fou begann, weicht einer tiefen Beziehung zweier vom Leben gezeichneter Menschen. Der menschliche Makel stammt aus dem Hause Concorde Home Entertainment.
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Schauspieler / Schauspielerinnen in Der menschliche Makel:
Darsteller:
Anthony Hopkins  , Nicole Kidman  , Ed Harris  , Gary Sinise  , Wentworth Miller, Jacinda Barrett, Harry J. Lennix, Clark Gregg, Anna Deavere Smith, Lizan Mitchell, Kerry Washington, Phyllis Newman, Margo Martindale, Ron Canada, Mili Avital, Danny Blanco Hall, Kristen Blevins, Anne Dudek, Mimi Kuzyk, John Finn, Jeff Perry, Rick Snyder, Danny Stone, Vito DeFilippo, Robert Higden, Vlasta Vrana, Richard Mawe, Tom Rack, Bill Rowat, Richard Russo, Andrew Forge, Stella Arroyave, Jude Beny, Peter Cunningham, John Cenatiempo, Frank Proctor, Deano Clavet, Sylvain Dore, Neville Edwards, Phillip Colette Gervais, Allison Davis, Charles W. Gray, Edward Lafferty, Steven Grise, Kim Gandol Ferenczi, Terry Haig, Laurent Imbault, Sylvain Landry, Pierre LeBlanc, Nwamiko Madden,
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Der menschliche Makel:
0Bernd Hellweg2011-12-13Nach dem Roman „Der menschliche Makel“ von Philip Roth inszenierte der Regisseur Robert Benton („Kramer gegen Kramer“) 2003 ein sehr eindringlich gespieltes Drama mit Sir Anthony Hopkins und Nichole Kidman in den Hauptrollen.
Die Geschichte handelt vom moralischen Skandal einer öffentlich geächteten Liebe, von politischer Korrektheit und Rassismus in einer amerikanischen Kleinstadt. Mitten drin steht der angesehene Universitätsprofessor Coleman Silk (Hopkins), der durch eine politisch unkorrekte Bemerkung sein Lehramt verliert. Daraufhin folgen anklagende Verleumdungen und das Karrieretief. Bald darauf stirbt seine Frau, die die Situation nicht mehr erträgt. Erst die Freundschaft zu dem Autor Nathan Zuckerman (Gary Sinsie), den Silk mit seinen Memoiren beauftragt, und die Romanze mit der jüngeren Faunia Farley (Nicole Kidman) scheinen seinem Leben nach einiger Zeit einen neuen Sinn zu geben. Beim Verfassen von Silks Biografie stößt Zuckerman auf ein großes Geheimnis, das der Professor zeit seines Lebens vor seinen Mitmenschen verborgen gehalten hat. Silk selbst ist afroamerikanischer Herkunft. Zugleich wird Faunia von ihrer eigenen Vergangenheit in Gestalt ihres unberechenbaren Ex-Mannes Lester (Ed Harris) eingeholt. Begleitet von leidenschaftlichen Gefühlen, die zwischen Faunia und Silk aufflammen, beginnt für beide eine nervenaufreibende Auseinandersetzung mit vergangen geglaubten Lebensabschnitten.
Auch wenn man Hopkins seine afroamerikanische Herkunft und Nicole Kidman die unscheinbare Putzfrau nicht abnimmt und der Spannungsbogen nicht besonders hoch angesetzt ist, so ist diese Literaturverfilmung mit ihren sehr guten schauspielerischen Leistungen durchaus eine werkgetreue Umsetzung und bietet reichlich Diskussionsstoff.
Kurz und gut, sicherlich ist der Film keine leichte Kost, zu introspektiv und komplex, aber er ist dennoch ein sensibel erzähltes Drama über Identitätssuche, Freundschaft und persönlichen Lebenslügen, und somit durchaus sehenswert.
Die bei Concorde Home Entertainment erschienene Blu-ray präsentiert den Film mit einem recht guten Widescreen-Bild (2.35:1). Die Schärfe ist gut und lässt auch in dunklen Bildbereichen Details erkennen. Die Farben sind sehr intensiv und erscheinen durch ihren warmen Farbton auch sehr angenehm. Der Ton (DTS HD Master Audio 5.1) ist Genretypisch recht unspektakulär, hat aber auch keine Fehler. Dialoge sind klar und verständlich in allen Spuren. Die Extras sind leider nicht sonderlich interessant. Neben einen kurzen Blick hinter den Kulissen, ebenso kurze Interviews mit Regisseur und Darstellern sowie eine B-Roll und einer Fotogalerie hätte man sich hier ein interessantes Making Of gewünscht.
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Nach dem Roman „ Der menschliche Makel“ von Philip Roth inszenierte der Regisseur Robert Benton („Kramer gegen Kramer“) 2003 ein sehr eindringlich gespieltes Drama mit Sir Anthony Hopkins und Nichole Kidman in den Hauptrollen.
Die Geschichte handelt vom moralischen Skandal einer öffentlich geächteten Liebe, von politischer Korrektheit und Rassismus in einer amerikanischen Kleinstadt. Mitten drin steht der angesehene Universitätsprofessor Coleman Silk (Hopkins), der durch eine politisch unkorrekte Bemerkung sein Lehramt verliert. Daraufhin folgen anklagende Verleumdungen und das Karrieretief. Bald darauf stirbt seine Frau, die die Situation nicht mehr erträgt. Erst die Freundschaft zu dem Autor Nathan Zuckerman (Gary Sinsie), den Silk mit seinen Memoiren beauftragt, und die Romanze mit der jüngeren Faunia Farley (Nicole Kidman) scheinen seinem Leben nach einiger Zeit einen neuen Sinn zu geben. Beim Verfassen von Silks Biografie stößt Zuckerman auf ein großes Geheimnis, das der Professor zeit seines Lebens vor seinen Mitmenschen verborgen gehalten hat. Silk selbst ist afroamerikanischer Herkunft. Zugleich wird Faunia von ihrer eigenen Vergangenheit in Gestalt ihres unberechenbaren Ex-Mannes Lester (Ed Harris) eingeholt. Begleitet von leidenschaftlichen Gefühlen, die zwischen Faunia und Silk aufflammen, beginnt für beide eine nervenaufreibende Auseinandersetzung mit vergangen geglaubten Lebensabschnitten.
Auch wenn man Hopkins seine afroamerikanische Herkunft und Nicole Kidman die unscheinbare Putzfrau nicht abnimmt und der Spannungsbogen nicht besonders hoch angesetzt ist, so ist diese Literaturverfilmung mit ihren sehr guten schauspielerischen Leistungen durchaus eine werkgetreue Umsetzung und bietet reichlich Diskussionsstoff.
Kurz und gut, sicherlich ist der Film keine leichte Kost, zu introspektiv und komplex, aber er ist dennoch ein sensibel erzähltes Drama über Identitätssuche, Freundschaft und persönlichen Lebenslügen, und somit durchaus sehenswert.
Die bei Concorde Home Entertainment erschienene Blu-ray präsentiert den Film mit einem recht guten Widescreen-Bild (2.35:1). Die Schärfe ist gut und lässt auch in dunklen Bildbereichen Details erkennen. Die Farben sind sehr intensiv und erscheinen durch ihren warmen Farbton auch sehr angenehm. Der Ton (DTS HD Master Audio 5.1) ist Genretypisch recht unspektakulär, hat aber auch keine Fehler. Dialoge sind klar und verständlich in allen Spuren. Die Extras sind leider nicht sonderlich interessant. Neben einen kurzen Blick hinter den Kulissen, ebenso kurze Interviews mit Regisseur und Darstellern sowie eine B-Roll und einer Fotogalerie hätte man sich hier ein interessantes Making Of gewünscht.
(Bernd Hellweg)
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Weitere Filminfos zu Der menschliche Makel:
Originaltitel: The Human Stain / La couleur du mensonge
Land / Jahr: USA / Deutschland / Frankreich 2003
Medien-Typ:
Blu-ray Disc
Bonusmaterial zu Der menschliche Makel:
Kinotrailer, Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Hinter den Kulissen, Interviews mit Regisseur und Darstellern, B-Roll, Fotogalerie
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