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TECHNISCHE DATEN
zu Der Gott des Gemetzels

RC B FSK Freigabe ab 12 Jahren
BLU-RAY-Typ: 1 x Blu-ray
Medium: BLU-RAY
Genre: Tragikomödie
Bildformat:
High Definition (2.35:1) - 1080p
Tonformat:
Deutsch: DTS-HD Master Audio 5.0,Englisch: DTS-HD Master Audio 5.0
Verpackung: Blu-ray Case
EAN-Code:
4011976323082 / 4011976323082
+++ ..DVD-RUBRIKEN.. +++

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Der Gott des Gemetzels

Titel:

Der Gott des Gemetzels

Label:

Constantin Film

Regie:

Roman Polanski Roman Polanski Biografie Interview mit Roman Polanski: Die neun Pforten

Laufzeit:
80 Minuten
Genre:
Tragikomödie
FSK:
ab 12 Jahren
Erscheinung:

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Stand der Preise: 24.02.2017 00:38:02.
Inhaltsangabe zu Der Gott des Gemetzels:


Zwei Elfjährige prügeln sich auf einem Spielplatz, einem der beiden Jungen werden dabei Zähne ausgeschlagen. Die Eltern des „Opfers“, Penelope und Michael (JODIE FOSTER und JOHN C. REILLY) haben die Eltern des „Übeltäters“, Nancy und Alan (KATE WINSLET und CHRISTOPH WALTZ), eingeladen, um den Vorfall wie vernünftige Menschen zu klären. Was als friedlicher Austausch über Zivilisation, Gewalt und die Grenzen der Verantwortlichkeit beginnt, entwickelt sich schon bald zu einem Streit voller Widersprüche und grotesker Vorurteile. Und schließlich platzt die dünne Haut der bürgerlichen Kultiviertheit auf: Vier Erwachsene geraten aus der Fassung. Brutal und rücksichtslos werden Grenzen überschritten, provoziert und schließlich deutlich, dass sie alle hinter ihrer zivilisierten Maske einen ‘Gott des Gemetzels‘ anbeten. Auf dem Schlachtfeld dieser Tragikomödie versinkt am Ende nicht nur ein Handy in der Tulpenvase… Der Gott des Gemetzels stammt aus dem Hause Highlight Communications.


Der Gott des Gemetzels Trailer ansehen:

Schauspieler / Schauspielerinnen in Der Gott des Gemetzels:


Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Der Gott des Gemetzels:
Blu-ray-Premiere von Roman Polanskis „Der Gott des Gemetzels“.
Großes Theater auf der Kinoleinwand.

Nicht immer braucht man viel Action und Massen von Schauspielern für einen guten Kinofilm. Mit nur vier exzellenten Darstellern gelang Starregisseur Roman Polanski in seinem neuesten Kinofilm „Der Gott des Gemetzels“ eine Meisterleistung, die bei der internationalen Kritik großes Lob erntete. Der Film lief bei den Filmfestspielen in Venedig, erhielt französische und spanische Preise und bekam von der deutschen Filmbewertungsstelle das „Prädikat besonders wertvoll“. Constantin Film bringt den von Oliver Berben mitproduzierten Film auf Blu-ray Disc heraus. Polanski, der in den USA noch immer strafrechtliche Verfolgung befürchten muss, drehte den Film in Paris, obwohl der Schauplatz eigentlich Brooklyn ist. Aber das ist bei diesem Vierpersonen-Kammerspiel, das sich vorwiegend in der klaustrophobischen Atmosphäre einer Wohnung abspielt, nicht entscheidend. Hier zählt vor allem die schauspielerische Leistung der Protagonisten, und daran gibt es bei mehreren Oscar-Preisträgern keinen Zweifel. Jodie Foster, Kate Winslet, Christoph Waltz und John C. Reilly spielen zwei Ehepaare, die eine kämpferische Auseinandersetzung ihrer Kinder mit Wortgefechten fortsetzen. Als Vorlage diente das gleichnamige Theaterstück von Yasmina Reza. Der Film setzt es mit Prolog, Szenen und Epilog ziemlich originalgetreu um. Durch dramaturgische Dichte, Kameraführung, Schnitte und Musikuntermalung gelingt Polanski eine kinogerechte Inszenierung, die weit mehr ist als abgefilmtes Bühnentheater. Unterstützung findet die Regie von den vier glänzenden Darstellern, für die es eine Wonne ist, die Dialoge voller satirischer Zwischentöne und humoristischer Pointen mimisch und gestisch mit Leben zu füllen.

Der Film beginnt im Brooklyn Bridge Park und aus der Distanz sich prügelnde Kinder. Schließlich wird ein Junge geschlagen und verletzt. Dieses Vorspiel liefert den Anlass zur eigentlichen Handlung. Die Eltern des Täters, Penelope und Michael Longstreet (Jodie Foster, John C. Reilly) und des Opfers, Nancy und Alan Cowan (Kate Winslet, Christoph Waltz), haben sich in der Wohnung der Longstreets getroffen, um den Fall zu bereinigen. Nach einem relativ harmlosen Beginn steigern sich die beiden Paare immer mehr in heftige verbale Auseinandersetzungen. Allmählich wird neben dem Verhältnis der Kinder auch das der Eltern immer mehr aufgearbeitet. Nancy Cowan ist Investmentbankern, ihr Mann Alan Rechtsanwalt, Penelope Longstreet beschäftigt sich mit Büchern, ihr Mann handelt mit Haushaltswaren. Allein diese Unterschiede sind ein idealer Auslöser für manche Abneigungen und Vorurteile. Im Laufe des Gespräches kommt es zeitweise zu Bündnissen zwischen den beiden Männern, als sie Gemeinsamkeiten aus ihrer Jugend feststellen. Immer tiefer dringt die Szenerie in die seelischen Abgründe der Protagonisten ein. Wenn diese angeblich zivilisierten, in Wirklichkeit jedoch unreifen Erwachsenen durch immer mehr Alkoholkonsum ihre Scheinheiligkeit allmählich ablegen und ihre wahren Gesichter zeigen, kommen ihre negativen Charaktere erst richtig zur Geltung. Fast tiefenpsychologisch wird ihr Verhalten von gleichgültigem Zynismus bis zu oberlehrerhafter Weltverbesserungssucht offengelegt. Abwechslung und Unterbrechungen der Dialoge bringen immer wieder Telefonate mit dem Mobiltelefon. Nach einer letzten Steigerung der Kampfeslust aller endet der Film fast abrupt in einem ruhigen Moment. Der Epilog bringt eine versöhnliche Geste, als die beiden ehemals verfeindeten Kinder wieder miteinander spielen. Es bleibt zu wünschen, dass sich auch ihre Eltern versöhnt haben. Nach diesem 80-minütigen grandiosen Psychodrama bieten die vier Akteure als Zugabe noch für eine gute halbe Stunde Interviews mit interessanten Zusatzinformationen. ()

alle Rezensionen von Johannes Kösegi ...
Zwei Elfjährige prügeln sich auf einem Spielplatz, einem der beiden Jungen werden dabei Zähne ausgeschlagen. Die Eltern des „Opfers“, Penelope und Michael (JODIE FOSTER und JOHN C. REILLY) haben die Eltern des „Übeltäters“, Nancy und Alan (KATE WINSLET und CHRISTOPH WALTZ), eingeladen, um den Vorfall wie vernünftige Menschen zu klären. Was als friedlicher Austausch über Zivilisation, Gewalt und die Grenzen der Verantwortlichkeit beginnt, entwickelt sich schon bald zu einem Streit voller Widersprüche und grotesker Vorurteile. Und schließlich platzt die dünne Haut der bürgerlichen Kultiviertheit auf: Vier Erwachsene geraten aus der Fassung. Brutal und rücksichtslos werden Grenzen überschritten, provoziert und schließlich deutlich, dass sie alle hinter ihrer zivilisierten Maske einen ‘Gott des Gemetzels‘ anbeten. Auf dem Schlachtfeld dieser Tragikomödie versinkt am Ende nicht nur ein Handy in der Tulpenvase… Technische Daten:

Codec: MPEG-4 AVC Video (High Profile 4.1)
Bitrate: 21975 kbps
Auflösung: 1080p / 24 fps / 16:9

DER GOTT DES GEMETZELS wurde konventionell auf 35mm Film gedreht und besitzt auf dieser Blu-ray von Constantin Film das Bildformat 2,35:1. Die Bildqualität ist exzellent und bietet eine feine Detailzeichnung, welche auch kleinste Objekte und Texturen sauber herauszuarbeiten vermag. Ein mildes, sehr feines Filmkorn zieht sich durch den Film, stört aber keineswegs und lässt den Film organischer wirken als wenn er digital gedreht worden wäre. Konturen sind klar gezeichnet und nicht nachgeschärft. Leider sind die wenigen Außenaufnahmen etwas softer, was der Blu-ray die Höchstwertung kostet. Die Kompression arbeitet sauber und zeigt nirgends auch nur einen Hauch von Blockartefakten. Die Farben sind mit einem leichten Gelbfilter versehen und daher nicht völlig natürlich, sondern leicht verfremdet, wobei die Sättigung der Töne absolut perfekt ist. Die Kontrastbalance wirkt ausgewogen und bietet ein tolles Schwarz, welches tief erscheint, aber nicht dominant auftritt oder Details verschluckt. Weiß tendiert nicht zum Überstrahlen und allgemein wirkt das Bild für ein Kammerspiel sehr plastisch. Schmutz sowie analoge Defekte findet man auf dem Ausgangsmaterial indes nicht. Verfügbare Tonspuren:

Deutsch: DTS-HD High-Res Audio 5.0 / 48 kHz / 2046 kbps / 24-bit (DTS Core: 5.0 / 48 kHz / 1509 kbps / 24-bit)
Englisch: DTS-HD High-Res Audio 5.0 / 48 kHz / 2046 kbps / 24-bit (DTS Core: 5.0 / 48 kHz / 1509 kbps / 24-bit)
Hörfilm: Dolby Digital Audio 2.0 / 48 kHz / 224 kbps / DN -4dB

Eine deutsche sowie englische Tonspur befinden sich auf dieser Blu-ray Disc. Beide Tracks wurden in DTS-HD High Resolution 5.0 abgemischt. Auf den Subwoofer-Kanal kann man getrost verzichten, denn das Kammerspiel bietet sowieso keinerlei Gelegenheiten für Tiefbass-Attacken. Dasselbe kann man auch von den Surroundeffekten behaupten, denn es gibt praktisch kaum welche. Sehr dezente Umgebungsklänge sowie räumliche Musik im Vor- und Abspann sind schon das höchste der Gefühle. Die Front bietet feine Rechts-Links-Aktivitäten, die sich aber nie in den Vordergrund drängen. An der Dialogwiedergabe gibt es sowohl in der englischen als auch deutschen Sprachfassung nichts auszusetzen. Auch die Qualität der Synchronisation ist erfreulich gut ausgefallen. Die allgemeine Klangqualität bietet einen sehr realitätsnahen Sound, der sich vor allem auf eine warme Stimmenwiedergabe fokussiert. Ansonsten gibt es ordentliche Mitten, natürlich wirkende Höhen sowie dezente Bässe zu hören. Deutsche Untertitel sind für DER GOTT DES GEMETZELS vorhanden. Das Bonusmaterial ist für solch einen Top-Film etwas mager ausgefallen. Die knappe halbe Stunde an Interviews (HD) mit den Darstellern ist recht promolastig und die Ausführungen zwar relativ interessant, aber zu knapp, um in die Tiefe zu gehen. Weiterhin sind der Kinotrailer (HD) sowie Darstellerinfos zu finden, die in gedruckter Form auch im Booklet zu finden sind. DER GOTT DES GEMETZELS ist die 2011er-Filmadaption des gleichnamigen, preisgekrönten Theaterstücks von Yasmina Reza aus dem Jahr 2006. Erschaffen wurde das Werk von niemand Geringerem als Meisterregisseur Roman Polanski, dem die Filmwelt legendäre Filme wie EKEL, CHINATOWN oder TANZ DER VAMPIRE verdankt. In dem Kammerspiel dreht sich das Geschehen um zwei Ehepaare: Michael (John C. Reilly; DER DIKTATOR) und Penelope (Jodie Foster; DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER) Longstreet sowie Alan (Christoph Waltz; INGLOURIOUS BASTERDS) und Nancy (Kate Winslet; TITANIC) Cowan. Nachdem der Cowan-Sohn das Kind der Longstreets verprügelt hat, treffen sich die Eltern in der Wohnung der Longstreets, um die Angelegenheit aus der Welt zu schaffen. Die reichen Cowans bieten an, die Arztrechnungen für die nicht ganz so reichen Longstreets zu bezahlen. Die beiden Paare sind sich sympathisch und so laden die Longstreets die Cowans ein, zu bleiben und ein Stück Apfel-Birnen Cobbler zu essen. Es kommt zu Diskussionen über Beruf, Leben, Moralvorstellungen sowie weitere Themen, die zunehmend Risse in die scheinbar heilen Verhältnisse der jeweiligen Eheleute treiben. Und nicht nur das: Auch die Gräben zwischen den Paaren werden zunehmend tiefer und der Ton immer rauer und aggressiver, bis die Nerven blank liegen...

Ein wunderbares Kammerspiel mit bissigem, aber anspruchsvollem schwarzen Humor wird dem Zuschauer hier vorgesetzt. Die Ironie sowie Allegorie der Handlung wird jeweils im Pro- und Epilog verdeutlicht, wenn die Jungs sich zuerst kloppen und am Ende Freunde sind, während die Eltern genau die umgekehrte Entwicklung durchmachen. Dabei sind die Diskussionen der vier Protagonisten ein Offenbarungseid der modernen, materialistischen sowie egoistischen Gesellschaft. Langsam aber sicher bröckeln die heilen Familienwelten, die sich die zwei Paare gegenseitig vorspielen. Jeder hat seine Probleme, auch mit dem Partner. Das führt dazu, dass sich je nach Thema verschiedene Allianzen bilden, die mitunter verbal aufeinander giften und die aggressive Atmosphäre noch weiter anheizen. Das Ganze würde nicht funktionieren, wären hier nicht absolut brillante Darsteller am Werk. John C. Reilly geht da mit seiner leicht zurückhaltenden Art fast schon ein wenig unter, wogegen Christoph Waltz als aalglatter Star-Anwalt, Kate Winslet als frustrierte Ehefrau und Investmentbankerin sowie Jodie Foster, die beim Finale einen atemberaubend gespielten Wutausbruch hinlegt, spielen als gäbe es kein Morgen. DER GOTT DES GEMETZELS ist ein absolutes Meisterwerk, das man als Filmfreund auf jeden Fall einmal gesehen haben sollte. Das Kammerspiel fesselt durch die Absurdität des Ganzen, die zynischen, bissigen Dialoge, die grandiosen Darstellerleistungen sowie den schwarzen Humor ungemein an den Schirm.

Die Blu-ray Disc von Constantin Film zeigt DER GOTT DES GEMETZELS in sehr guter technischer Qualität. Das Bonusmaterial fällt aber enttäuschend mager aus. ()

alle Rezensionen von Danny Walch ...
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Weitere Filminfos:

Originaltitel: Carnage
Land / Jahr: Deutschland/Frankreich/Polen/Spanien 2011
Medien-Typ: Blu-ray Disc


Bonusmaterial:
Kinotrailer, Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Interviews, Darstellerinformationen
Kommentare:

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