Sie befinden sich hier: Home - Filmbücher - Details
Werbung
Abonnieren Sie unseren DVD-Newsletter:


MAGAZINE UND ZEITSCHRIFTEN Neu am Kiosk: DVD SPECIAL
Das Gesicht im Film  

Titel: Das Gesicht im Film
Verlag: montage/av
Autor: Jacques Aumont
Seitenzahl: 0 Seiten
ISBN: Infos folgen...


Dot Rezension:

Momentaufnahmen von versteinerten Gesichtern, von geschlagenen Helden und strahlenden Siegern sind seit jeher unverzichtbare Elemente der filmischen Sprache. Die Inszenierung der Gesichter hat sich allerdings in der jüngsten Filmgeschichte verändert: Immer häufiger wird es nicht auf seine Innerlichkeit hin befragt, sondern dient lediglich als Projektionsfläche. Diesem Umstand wird die neueste Ausgabe von „montage/av“ gerecht, in dem sie die Analyse des Gesichts als Projektionsfläche in den Mittelpunkt stellt. In seinem Essay „Der portraitierte Mensch“ heftet sich Jacques Aumont an die Spuren der Veränderungen, denen die Darstellung des Gesichts im europäischen Film seit dem Zweiten Weltkrieg unterworfen ist. Dabei liegt eine besondere Gewichtung auf der medialen Inszenierung und den mannigfaltigen Einsatzmöglichkeiten von Gesichtern. Auch die weiteren Aufsätze und Auseinandersetzungen beinhalten viele interessante Gedanken, setzen allerdings ein hohes Maß an Vorwissen heraus. Lohnenswert ist die Lektüre deshalb vorwiegend für eingefleischte Cineasten oder Studenten, während „normale“ Filminteressierte die aktuelle „montage/av“ bereits nach wenigen Seiten frustriert beiseite legen dürften.

Ausgabe 13/1/04 der „Zeitschrift für Theorie & Geschichte audiovisueller Kommunikation“ wagt einen Spagat zwischen aktuellen Fragestellungen der Filmwissenschaft und theoretischen Diskussionen, die in den späten vierziger und fünfziger Jahren in Italien und Frankreich geführt wurden. Das Dossier „Filmologie und Psychoanalyse“ liegt hier zum ersten Mal in deutscher Sprache vor und wirft interessante Schlaglichter auf psychoanalytische Erkenntnisse der damaligen Zeit und weist die teilweise überdeutlichen Bezüge zwischen Traum, Unterbewusstsein und Film nach. Besonders lesenswert sind dabei die Ausführungen über den Nutzen und den Einfluss des Kinos für die psychoanalytische Praxis, da die immer stärker werdende Medienschwemme von Psychoanalytikern entsprechend gedeutet und gefiltert werden muss. Obwohl es sich bei dem Dossier um ein Werk aus den 50er Jahren handelt, ist der Bezug aktueller denn je; lediglich einige der erwähnten Filme dürften selbst eingefleischten Cineasten nicht bekannt sein und dementsprechend schwer zu besorgen sein.

Fazit: „Das Gesicht im Film“ und „Filmologie und Psychoanalyse“ setzt beim Leser eine hohe Vorbildung voraus und die Bereitschaft, sich intensiv und auf wissenschaftlicher Ebene mit zwei sehr interessanten Themensegmenten auseinanderzusetzen. Diese Mühen werden durch die qualitativ hochwertigen Inhalten der Zeitschrift belohnt. Ein abgeschlossenes geisteswissenschaftliches Studium sowie ausgeprägtes Interesse sind allerdings von großem Vorteil. (Tino Hahn)

 Aktuelle Bücher aus diesem Bereich, die wir Ihnen empfehlen können:
DVD Rubriken und Genres

WERBUNG


Klang und Kleid
Videos, 6000 DVDs, 2000 Plakate, 1500 Soundtracks!




Weitere Tipps
Copyright © 2001-2016 DigitalVD ® - Letzte Aktualisierung: 08.12.2016 17:18:38
DigitalVD.de - DVD und Heimkino Magazin. Alle Rechte vorbehalten. Haftungsauschluss
Alle Angaben sind ohne Gewähr!s
Tipps unserer Freunde
 
DVD A DVD B DVD C DVD D DVD E DVD F DVD G DVD H DVD I DVD J DVD K DVD L DVD M DVD N DVD O DVD P DVD Q DVD R DVD S DVD T DVD U DVD V DVD W DVD X DVD Y DVD Z DVD 1 DVD 2 DVD 3 DVD 4 DVD 5 DVD 6 DVD 7 DVD 8 DVD 9 DVD 0