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MAGAZINE UND ZEITSCHRIFTEN Neu am Kiosk: DVD SPECIAL
Kino des Orients
 

Titel: Kino des Orients
Verlag: Schüren Presseverlag
Autor: Amin Farzanefar
Seitenzahl: 0 Seiten
ISBN: 3894723920


Dot Rezension:

Durch die zunehmende Öffnung des Orients wird immer deutlicher erkennbar, dass es sich dabei nicht um einen einheitlichen Kulturraum, sondern um viele unterschiedliche Kulturen handelt, die unmöglich in ein gemeinsames Raster passen. Das trifft natürlich auch auf Filme aus dem Orient zu, die zunehmend ihren Weg aus Ägypten, dem Iran, der Türkei oder Afghanistan in die deutschen Kinos finden bzw. einem interessierten Publikum via DVD-Veröffentlichung zugänglich gemacht werden. Der Filmjournalist und Islamwissenschaftler Amin Farzanefar hat mit dem Buch „Kino des Orients – Stimmen aus einer Region“ den Versuch unternommen, Schlaglichter auf die Filmwelten des Orients zu setzen und bewältigt diese anspruchsvolle Aufgabe mit Bravour. Kritisieren lassen sich allenfalls einige Details, aber kein noch so umfangreiches Werk kann jemals den Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Der Leser kann Farzanefar vielmehr dafür dankbar sein, dass er seinen Blick auf viele bisher verborgene Kleinode richtet. Dabei arbeitet er die Gegensätze ebenso heraus die wie einigenden Züge und erweist sich als kundiger Führer durch die bisher weitgehend unerschlossene Filmlandschaft des Orients. In langen Interviewpassagen kommen darüber hinaus Filmregisseure zu Wort und berichten von teilweise haarsträubenden Drehbedingungen, aber auch von unschätzbar wertvollen Erfahrungen, die sie während der Entstehung ihrer Filme gemacht haben. Neben vielen anderen talentierten Filmschaffenden kommt Siddik Barmak zu Wort, verantwortlich für den ersten afghanischen Film nach dem Ende der Talibanherrschaft, dessen Titel (wie könnte es auch anders sein?) Osama lautet. Vor den einzelnen Interviews und Gesprächen wird der Leser durch eine kompakte Einführung mit Informationen über den Film, seinen Hauptkonflikt und den zumeist politischen Kontext versorgt. Natürlich ist auch in der orientalischen Filmkunst nicht alles Gold, was glänzt und einige der Produktionen erfüllen kaum die geringsten subjektiven Qualitätsanforderungen, die Anzahl rundum gelungener Filme ist aber erfreulich hoch. Das Themenspektrum der Filme reicht dabei von politischen Stories, die um Migration und Globalisierung kreisen, bis hin zu integralen Themen wie Liebe, Leid und Leben. Die thematische Vielfalt ist deshalb ein weiterer Grund, sich mit dem „Kino des Orients“ zu beschäftigen und die Pionierarbeit des Autors mit einem Kauf des im Schüren-Verlag erschienenen Buchs zu würdigen.

Fazit: „Kino des Orients“ nimmt den Leser mit auf eine Reise durch die sich dem deutschen Publikum erst allmählich erschließende Filmkultur des Orients. Dabei ist der Autor stets um einen lockeren, sachlichen Schreibstil bemüht, der entscheidend dazu beiträgt, dass „Kino des Orients“ zu einem sehr gelungenen Reiseführer geworden ist, der cinephilen Lesern so manch lohnenswertes Reiseziel näher bringt. (Tino Hahn)

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