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Augenblick 35 - Film und Musik  

Titel: Augenblick 35 - Film und Musik
Verlag: Universitäten Marburg
Autor: Thomas Koebner
Seitenzahl: 0 Seiten
ISBN: Infos folgen...


Dot Rezension:

Die Arbeit des Tonsetzers wird dadurch bedingt und begrenzt, dass seine Arbeit erst beginnt, wenn der Feinschnitt abgeschlossen und die Bilderzählung feststeht. Viele der bereits vorliegenden Studien zu Film und Musik nehmen diese Einschränkung in der Komposition durch die schnelle Erzählung in erzählten Bildern hin. Studien, die der Filmmusik eine relative Autonomie zubilligen, haben sich in der Praxis als nicht haltbar erwiesen, da eine zu starke musikalische Struktur die Filmerzählung verdeckt und dem Gesamtkunstwerk dadurch einen Bärendienst erweist. „Augenblick 35 – Film und Musik“ enthält vornehmlich Referate einer Ringvorlesung, die von Mainzer Filmwissenschaftlern im Sommersemester 2002 veranstaltet wurde. In ihnen wird die musikalische Partitur aus der Perspektive der Filmerzählung untersucht. Die Filmerzählung hat ihr eigenes Mustersystem geschaffen, das den Komponisten ein enges Korsett anlegt, ihm aber gleichzeitig auch enorme Bewegungsmöglichkeiten bietet: Die Grundstimmung, die beispielsweise durch eine Actionsequenz erzeugt werden soll, ist klar vorgegeben, doch innerhalb dieser Grenzen kann das musikalische Vokabular vollkommen autonom eingesetzt werden. Der Text von Andreas Solbach beschäftigt sich mit „Film und Musik: Ein klassifikatorischer Versuch in narratologischer Hinsicht“ und unterscheidet klar zwischen intradiegetischer und extradiegetischer Musik, ob Musik also nur vom Zuschauer oder auch von den Figuren im Film gehört wird. Die Komposition von Musik in Dramen und Melodramen wird von Thomas Koebner in einem sehr lesenswerten Referat thematisiert. Die inhaltliche Qualität der einzelnen Beiträge ist über die gesamten 128 Seiten der 35. Ausgabe von „Augenblick“ erfreulich hoch, deshalb lohnt sich die Anschaffung nicht nur für Medienwissenschaftler, sondern auch alle Filmmusikfreunde sowie Cineasten, die sich tiefer mit dem Themenkomplex „Film und Musik“ beschäftigen möchten. Ab dieser Ausgabe wird „Augenblick“ von den Universitäten Marburg und Mainz gemeinsam produziert. Redaktion und Verlag bleiben aber weiterhin in Marburg.

Fazit: Sammlung von interessanten und lohnenswerten Referaten zum Thema „Film und Musik“, die sich musikalischen Partituren aus der Perspektive der Filmerzählung nähert. Dabei wird die musikalische Dramaturgie von Geräuschen ebenso berücksichtigt wie Minimal Music oder Zeichentrickmusik, was zu einer weit gefächerten Themenbreite führt. (Tino Hahn)

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