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MAGAZINE UND ZEITSCHRIFTEN Neu am Kiosk: DVD SPECIAL
Family Affairs  

Titel: Family Affairs
Verlag: Schüren Presseverlag
Autor: Margrit Frölich, Reinhard Middel, Karsten Visarius
Seitenzahl: 0 Seiten
ISBN: 3894723858


Dot Rezension:

Seit jeher sind Familien in Film und Kino Quellen für anrührende und sentimentale, für kritisierende und zynische Geschichten, die ein breites Spektrum unserer täglichen Befindlichkeit abdecken. Im 21. Band der Arnoldshainer Filmgespräche mit dem Titel „Family Affairs – Ansichten der Familie im Film“ werden 10 cineastische Familienportraits mit Hilfe psychoanalytischer, theologischer und film- und fernsehwissenschaftlicher Fragestellungen analysiert. Filme, in denen die Familie als ein heiler Mikrokosmos inmitten einer sturmumtosten Welt dargestellt wird, interessieren die Autoren dabei eher weniger, sind doch Konflikte der Stoff, aus denen große Dramen gestrickt werden. Zerrüttete Familie, unter deren Oberfläche es vor unterdrückten Emotionen und verborgenen Lügen nur so brodelt, dominieren dann auch deutlich das 190 Seiten umfassende Buch. Besonders eindruckvoll wird das Grauen hinter dem Grinsen in „Sitcom“ demaskiert, einer bissigen Farce von Frankreichs Regiehoffnung Francois Ozon. Weitaus weniger plakativ, aber dafür umso schmerzhafter wird auch in Thomas Vinterbergs „Das Fest“ oder Ang Lees „Der Eissturm“ das Bild einer längst aus den Fugen geratenen Familie skizziert und bis ins kleinste Detail ausgeleuchtet. Die Analysen gehen dabei dezidiert auf die einzelnen Filme ein, verrennen sich aber nicht pseudointellektuellen Floskeln, sondern bleiben jederzeit leicht verständlich und bieten hohen Lesegenuss. Endgültig empfehlenswert wird „Family Affairs“ durch die ausgewählten Filmen, die, anders als bei den meisten anderen Arnoldshainer Filmgesprächen, diesmal erfreulich bekannt sind oder zumindest gute Bekannte von diversen Filmfestivals sind:

- Die Familie – Ettore Scola
- Familienbilder – Atom Egoyan
- Serial Mom – John Waters
- The Snapper – Stephen Frears
- Der Eissturm – Ang Lee
- Das Fest – Thomas Vinterberg
- Sitcom – Francois Ozon
- Yi Yi – Edward Yang
- Auszeit – Laurent Cantet
- Dem Himmel so fern – Todd Haynes

Fazit: In mehreren spannenden und lehrreichen Essays wird die Darstellung der Familie im Film mit Hilfe von theologischen, psychoanalytischen und film- und fernsehwissenschaftlichen Fragestellungen beleuchtet. Das Ergebnis ist ein komplexes, informatives und doch erfrischend leicht geschriebenes Werk, das nicht zuletzt durch die (im Vergleich zu vielen anderen Bänden der Arnoldshainer Filmgespräche) Auswahl populärer Filme auch für neugierige Filmfreunde ohne ausgeprägte cineastische Grundkenntnisse empfehlenswert ist. (Tino Hahn)

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