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Verführung zum Film: Der amerikanische Kinotrailer seit 1912  

Titel: Verführung zum Film: Der amerikanische Kinotrailer seit 1912
Verlag: Schüren Verlag
Autor: Vinzenz Hediger
Seitenzahl: 400 Seiten
ISBN: 3894725052


Dot Inhaltsangabe des Buches:

Der Kinotrailer ist das Schlüsselelement jeder Filmwerbekampagne. Gleichwohl haben die Filmwissenschaft und die Filmgeschichtsschreibung sich mit dem Trailer - wie mit der Kinoreklame im allgemeinen - bislang nur sporadisch und am Rand befasst. Gerade im Zeitalter der globalen Medienkonglomerate aber besteht zu einer solchen Auseinandersetzung mehr Anlass denn je - kommt doch dem Film und der Filmvermarktung in den neuentstandenen Großkonzernen eine Schlüsselrolle zu. Mit "Verführung zum Film" legt Vinzenz Hediger die erste umfassende filmwissenschaftliche Studie zum Vorfilm und zur Geschichte der Filmvermarktung in den USA vor.

Dot Rezension:

Dass Werbung sich im 20. Jahrhundert und dem beginnenden 21. Jahrhundert zu einem Format mit kultureller Funktion aufgeschwungen hat, zeigen folgende Argumente: War es im 19. Jahrhundert noch Architektur, Literatur und politische Reden zuteil, Menschen kulturell und ideell zu prägen, so hat heutzutage Werbung immer mehr Einfluss darauf. Durch sie werden uns Lebensentwürfe gezeigt, die sich am Konsum bestimmter Dinge festmachen lassen.

Filme waren schon immer Wegbereiter für neue Trends, besonders auf dem modischen Sektor, aber auch in anderen Bereichen, deshalb ist es besonders interessant zu erfahren, wie für diese Wegbereiter selbst geworben wird.

Kinotrailer stellen in jeder Filmmarketing-Kampagne ein Schlüsselelement dar: Sie sorgen für ein Viertel bis ein Drittel des Umsatzes, die Produktionskosten belaufen sich jedoch nur auf einen geringen Bruchteil des Werbebudgets. Man kann fast sagen, dass kein Werbemedium mehr potenzielle Zuschauer zu einem niedrigeren Preis erreicht.

In der Reihe ‚Zürcher Filmstudien’ verfasste Vinzenz Hediger mit „Verführung zum Film – Der amerikanische Kinotrailer seit 1912“ ein universelles Werk, das sich ganz auf die Ästhetik, Wirkung und Historie von Kinotrailern spezialisiert. Auf insgesamt 303 Seiten wird sehr fundiert und detailliert auf die Schlüsselrolle eingegangen, die der Trailer in den globalen Medienkonglomeraten der Gegenwart bildet. Dabei wird besonders in den theoretischen Kapiteln, die sich mit der Ästhetik und Wirkung beschäftigen, ein hohes Fachwissen und großes Interesse am Thema vorausgesetzt. „Verführung zum Film“ ist eine hochkomplexe Auseinandersetzung mit dem Thema, was man an Kapitelüberschriften wie „Konstruktionsmuster: Klassische Struktur und protagonistenzentrierte Zweidrittelstruktur“ erkennen kann, wobei besonders in diesen Kapiteln sehr wertvolle Informationen vermittelt werden. Durch seine breit angelegte Struktur zeichnet die Studie auch ein Bild von der Entwicklung der Kinowerbung von den Anfängen in 1912 bis zur heutigen Zeit und ist dadurch auch für Werbetheoretiker interessant.

Beginnend mit der Analyse von Trailern zu Klassikern wie „Gone with the Wind“ und „Paths of Glory“ spannt sich der Bogen bis hin zu den modernen Trailern zu Filmen wie „Jaws“ und „Braveheart“. Dabei fällt geringfügig auf, dass die Filmnamen generell im Original belassen wurden, was jedoch bei eingefleischten Cineasten kein Problem darstellen dürfte, lediglich bei partiell Filminteressierten könnten Verständnisprobleme auftreten.

Auch auf die Schwierigkeiten der Trailerproduktion wird eingegangen, denn die primäre Aufgabe des Trailer ist es, Aufmerksamkeit zu erregen und Neugierde zu wecken, ohne jedoch entscheidende Dinge zu verraten. Die Kinotrailer werden auch niemals vom Regisseur selbst produziert, sondern von speziellen Fachleuten, die sich genau mit der suggestiven Wirkung ihrer Kreationen auskennen und sie sogar steuern können.

Hediger versteht es ausgezeichnet, die verschiedenen Facetten, die bei diesem Thema berücksichtigt werden müssen, ins richtige Licht zu rücken und ihre kausalen Zusammenhänge zu verdeutlichen. Auch die Konzentration auf amerikanische Kinotrailer stört nicht, da in den USA die Filmindustrie wesentlich früher die Wirkung des Trailers begriffen hatte als in anderen Ländern.

Als Bonus beinhaltet das Buch eine CD mit vielen Trailern zu im Buch besprochenen Filmen: z.B. „Alien“, Wege zum Ruhm“, „Der Pate“, „Der weiße Hai“ und vor allen Dingen den wirklich genialen Trailer zu Stanley Kubricks „Dr. Strangelove“.

Fazit: Vinzenz Hediger hat mit „Verführung zum Film eine ausgezeichnete Filmstudie über Kinotrailer und ihre Wirkung verfasst, die in keiner ernsthaften Sammlung zum Thema Filmtheorie und Filmästhetik fehlen sollte. Auch für Werbetheoretiker, die keinen Schwerpunkt auf das Thema Film gesetzt haben, ist die Studie sehr empfehlenswert, denn durch den Zeitbogen, den Hediger von 1912 bis in die Gegenwart spannt, ist gleichzeitig auch ein Werk über die Veränderungen in der Filmwerbebranche entstanden. (Tino Hahn)

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