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MAGAZINE UND ZEITSCHRIFTEN Neu am Kiosk: DVD SPECIAL
Kinogefühle: Emotionalität und Film  

Titel: Kinogefühle: Emotionalität und Film
Verlag: Schüren Presseverlag
Autor: Matthias Brütsch, Vinzenz Hediger, Ursula von Keitz
Seitenzahl: 464 Seiten
ISBN: 3894725125


Dot Rezension:

Keine andere Kunstform produziert und provoziert mehr Emotionen wie Kino: Actionfilme und Thriller lassen den Zuschauer mitfiebern, während Liebesfilme den weichen Kern in harten Zeitgenossen zum Vorschein bringen. Dennoch beschäftigt sich die Filmwissenschaft erst seit kurzer Zeit mit dem Wechselbad der Gefühle, das der Zuschauer im dunklen Kinosaal durchläuft. Im Laufe der letzten zehn Jahre haben führende Filmwissenschaftler mehrere Ansätze und Modelle entwickelt, um der Wirkweise von Emotionen im Film auf die Schliche zu kommen. Psychologische und analytische Sichtweisen werden dabei ebenso berücksichtigt wie ästhetische Ansätze, die von einer primären Wirkung durch die geballten Oberflächenreize ausgeht.

In „Kinogefühle: Emotionalität und Film“ sind mehrere Texte versammelt, die entscheidende Impulse in der momentan vorherrschenden Debatte um das emotionale Erleben von Filmen gesetzt haben.

Bei der Lektüre fällt allerdings auf, dass die Herangehensweise einiger Texte erstaunlich nüchtern ist; die ungemein spannende Echtzeitserie „24“ wird beispielsweise zwar dreimal kurz erwähnt, aber ausschließlich unter stilistischen Gesichtspunkten betrachtet. Von der nervenzerreißenden Spannung, die beinah jeden Zuschauer unweigerlich in ihren Bann zieht, schwappt aus den Ausführungen des Autors nichts herüber. Die emotionale Wirkung wird auch nur am Rande gestreift, vielmehr werden einfach ästhetische Kniffe beleuchtet, die nur für einen Bruchteil der Wirkung verantwortlich sind.

Dieses kleine Manko wird allerdings von der Vielzahl diskussionswürdiger und sehr interessanter Ansätze mehr als wettgemacht; insbesondere die Untersuchung der emotionalen Wirkung von Filmmusik ist ebenso einleuchtend wie lesenswert. Filminteressierte Leser mit der Bereitschaft, sich für mehrere Stunden in das Buch einzugraben und die stellenweise recht komplizierten Texte mehrmals zu lesen, werden mit einem reichhaltigen Erfahrungsschatz belohnt. Dabei sollte sich der Leser allerdings im Klaren darüber sein, dass „Kinogefühle: Emotionalität und Film“ stellenweise die gleiche Wirkung erzielt wie ein Zauberer, der seine besten Zaubertricks dem Publikum verrät.

Fazit: „Kinogefühle – Emotionalität und Film“ behandelt Themen wie die Gefühlsbindung an Filmfiguren oder die emotionale Wirkung von Filmmusik. Die fundierten Texte sind eine echte Empfehlung für Cineasten, obwohl die Herangehensweise an die emotionale Wahrnehmung von Filmen stellenweise überraschend unemotional ausfällt. (Tino Hahn)

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