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MAGAZINE UND ZEITSCHRIFTEN Neu am Kiosk: DVD SPECIAL
Kino als Kunst  

Titel: Kino als Kunst
Verlag: Schüren Presseverlag
Autor: Schüren Presseverlag
Seitenzahl: 144 Seiten
ISBN: 3894724498


Dot Rezension:

Während Literatur und Musik im Schulunterricht eine feste Größe sind, ist die Kunstform Film klar unterrepräsentiert. Das ist umso verwunderlicher, da nahezu jeder Schüler mit diesem Medium am häufigsten konfrontiert wird und die Medienkompetenz deshalb deutlich ausgebaut werden müsste. In Frankreich wurde deshalb im Jahr 2000 von dem damaligen Bildungsminister Jack Lang das nationale Schulfilmprogramm „Le cinéma à l’école“ ins Leben gerufen. Dieses Projekt unter der Leitung des Filmwissenschaftlers, Regisseurs und Autors Alain Bergala hatte zwar anfangs seine Durchsetzungsprobleme, wurde aber insgesamt zu einem beachtlichen Erfolg. Über seine Erfahrungen mit diesem Projekt und welche Chancen in der schulischen Beschäftigung mit diesem Medium liegen, berichtet Bergala in seinem Buch „Kino als Kunst“. Durch diese in der Praxis gesammelten Erfahrungen werden nicht nur erziehungspraktische und filmtheoretische Aspekte behandelt, sondern auch gesellschaftspolitische Fragen zur Wissensvermittlung aufgeworfen.

Natürlich kommt „Kino als Kunst“ nicht umhin, Filmtitel zu nennen und damit indirekt Empfehlungen auszusprechen, dennoch verströmt das Buch keinerlei dogmatischen Charakter oder kommt gar auf die Idee, einen Kanon aufzustellen. Autorenfilme und sonstige ‚schwere‘ Kost spielen ohne jeden Zweifel die erste Geige, doch Alain Bergala konzentriert sich vielmehr auf die Kernfragen: Wie kann Kino als Kunst unterrichtet werden? Was ist das Spezifische des Mediums und wie grenzt es sich von anderen Künsten ab? Erst mit der Frage, welche Filme sich für den Unterricht eignen könnten, werden Bergalas Ausführungen spezifischer. Diese Herangehensweise ist sehr erfrischend und angenehm unverbissen, denn bevor nicht diese grundlegenden Fragen geklärt sind und konkrete Schritte in die Wege geleitet werden, nützen auch die besten Empfehlungen nichts. Da Bergala von seinen eigenen Erfahrungen berichtet, liefert er damit die besten Argumente gegen die ständigen Behauptungen, dass Film in deutschen Schulen nicht als Kunst unterrichtet werden könnte. Denn es ist sehr wohl möglich – und definitiv nötig, denn der Film hat sich seinen Rang unter den Künsten redlich verdient und sollte nicht mehr ignoriert werden: Erst das behutsame Heranführen an bedeutende Werke der Filmgeschichte öffnet die Augen dafür, dass die flirrende Leinwandwelt weitaus mehr zu bieten hat als Action-Kurzweil.

Fazit: In „Kino als Kunst“ berichtet der französische Filmwissenschaftler, Regisseur und Autor Alain Bergala von seinen positiven Erfahrungen mit dem nationalen Schulfilmprogramm und liefert damit eine exzellente Argumentationsgrundlage für ein ähnlich gelagertes Projekt an deutschen Schulen. Gleichzeitig bricht das Buch eine Lanze für die wunderbare Welt des Films und ihre vielen Facetten. (Tino Hahn)

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