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Sound Design – Die virtuelle Klangwelt des Films  

Titel: Sound Design – Die virtuelle Klangwelt des Films
Verlag: Schüren Verlag
Autor: Barbara Flückinger
Seitenzahl: 517 Seiten
ISBN: 3894725060


Dot Rezension:

In der Mitte der 70er Jahre begann sich das ästhetische Vokabular des Films plötzlich zu verändern. Wo früher noch beschauliche Stille herrschte, jagten auf einmal kreischende Jets verblüffend realistisch über die Köpfe des Publikums und zu den Klängen des Ritts der Walküren durchflogen Hubschrauber alle vier Quadranten des Kinoraums. Neben des Dolby-Stereo-Logos erschienen plötzlich auch Berufsbezeichnungen wie Sound Designer auf der Leinwand. Eine neue Generation von Regisseuren enterte die Kinosäle, und mit Francis Ford Coppola, George Lucas, Martin Scorsese wurden auch das suggestive Potential des Filmsounds erkannt.

Autorin Dr. phil Barbara Flückiger analysiert mit „Sound Design – die virtuelle Klangwelt des Films“ die jüngsten klangästhetischen Entwicklungen des amerikanischen Mainstreamfilms. Flückinger hat die Tonspuren von mehr als 30 europäischen Spielfilmen gestaltet und beschäftigt sich heute als Filmwissenschaftlerin mit den kreativen Strategien des Sound Design in Theorie und Praxis.

Dieses gebündelte Wissen und ihr Know-how konnte sie bestens in die 517-seitige Analyse einfließen lassen, die in der Reihe ‚Zürcher Filmstudien’ erschienen ist, die schon mit „Verführung zum Film“ ein äußerst fundiertes und profundes Buch zu einem sehr speziellen Filmthema herausgebracht haben.

Ausgehend von der Einleitung, in der unter anderem auf die Historie, die Zielsetzung und die methodische Vorgehensweise eingegangen wird, gliedert sich die Dissertation in sechs Kapitel auf, die sich in weitere Subkapitel aufgliedern. Beginnt das erste Kapitel über die Prämissen noch mit allgemeinen Informationen über die Entwicklung des Lichttons und einer detaillierten Beschreibung der verschiedenen Tonformate, so wird die Dissertation sehr schnell komplex und erfordert eine komplexe Auseinandersetzung mit der Materie. Dieser hohe Anspruch zieht sich durch die gesamte Analyse wie ein roter Faden, doch nur auf diese anspruchsvolle Art und Weise ist es möglich, sich dem Thema adäquat zu nähern. Mehrere Fallstudien bringen ein wenig Auflockerung in die vorwiegend theoretischen Ansätze, die ihren Höhepunkt in mehrseitigen, detaillierten Frequenzanalysen von Grillenzirpen über Staubsauger bis hin zur Frequenzdistribution in „Das Schweigen der Lämmer“ findet.

Für einige Aspekte der Dissertation sind physikalische Grundkenntnisse sehr von Vorteil, besonders wenn auf die subjektive und objektive Wahrnehmung von Lautstärke und der damit verbundenen Schallwellen eingegangen wird.

So unbestritten die hohe Dichte und Qualität der Analyse auch ist, einige Wermutstropfen haben sich eingeschlichen: Die Autorin erliegt zu sehr der Faszination des Klangs, denn die meisten Filme, die wirkliche Emotionen wecken können, benötigen keine Töne, sondern spielen kongenial auf der Klaviatur der Gefühle. Auch das Zusammenspiel von Klang und Filmmusik wird ein wenig zu stiefmütterlich behandelt, doch trotzdem ist das Buch jedem Filmmusikliebhaber ans Herz gelegt, da in keiner anderen Publikation auch nur annährend so detailliert auf das ästhetische Vokabular des Films eingegangen wird.

Anhand einiger Detailanalysen wird die Wirkung von Klang im Film dann in tabellarischer Form umgesetzt; unter anderem werden „Jurassic Park“ und „The right Stuff“ analysiert.

Fazit: Ohne jeden Zweifel ist „Sound Design – Die virtuelle Klangwelt des Films“ ein umfassendes und äußerst kompetent und qualitativ hochwertig geschriebene Filmdissertation, die jedem Cineasten und Klangfanatiker das gleiche Schaudern auf den Rücken zaubern dürfte wie das THX-Logo auf der Leinwand. (Tino Hahn)

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