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Das Dick & Doof Buch  2007  

Titel: Das Dick & Doof Buch 2007
Verlag: Schüren Verlag
Autor: Norbert Aping
Seitenzahl: 576 Seiten
ISBN: 3894724919


Dot Rezension:

Wer kennt sie nicht, die beiden tollpatschigen Komiker aus den alten schwarzweiß Filmen: Laurel & Hardy, in Deutschland auch bekannt unter dem wenig schmeichelhafte Künstlername „Dick und Doof“, das größte Komikerpaar aller Zeiten.

Der Transport eines Klaviers über eine endlos langen Treppe der Hollywoodhügel („The Music Box“), das „Kniechen, Näschen, Öhrchen“-Spiel („Fra Diavolo“) oder „Kippel-Kappel“ das Stöckchenspiel („Abenteuer im Spielzeugland) sowie Hardys verlegendes Nesteln an der Krawatte, Laurels Kopfkratzen und deren verzweifelten Blicke in die Kamera sind unvergesslich und einmalig.

Stan Laurel (16. Juni 1890 – 23. Februar 1965) hieß eigentlich Arthur Stanley Jefferson und stammte aus einer Schauspieler- und Entertainerfamilie. 1910 wurde er in die legendäre Komikertruppe von Fred Karno aufgenommen, in der auch Charlie Chaplin seine ersten Erfolge feierte. Zweimal ging er mit Karno auf US-Tournee und blieb dann 1912 ganz in den USA. In den zwanziger Jahren brachte dann der bekannte Produzent Hal Roach Stan Laurel mit Oliver Hardy (18. Januar 1892 – 7. August 1957) zusammen, und die Beiden wurden mit wenigen Filmen weltberühmt.

Gerichtspräsident Norbert Aping hat ein Buch über das amerikanische Komiker-Duo geschrieben. Auf fast 600 Seiten mit 2.200 Abbildungen sind Norbert Apings akribisch gesammelten Bilder- und Faktenberge über die genialen Komiker in „Das Dick und Doof Buch“ nachzulesen.

Bei dem Titel „Das Dick und Doof Buch“ schreckt allerdings jeder aufrechte Fan von Laurel & Hardy erst einmal heftig zusammen. Der Titel des Buches ist unglücklich gewählt, da die Bezeichnung „Dick und Doof“ schon immer diskriminierend und ihre Leistungen als Komiker diskreditiert hat. Des Weiteren ist die Verlagswerbung „Das ultimative Buch über die Meister der Groteske“ recht irreführend. Zwar sind Apings Urteile über die Komiker und ihre Filme informativ und ausgewogen (gerade auch über gescholtene Werke, z.B. ihren letzten Spielfilm „Atoll K“ / „Dick und Doof erben eine Insel“) und sind liebevoll bebildert, aber jemand der ein „ultimatives“ Buch über „Dick und Doof“ kauft, interessiert sich unter Umständen eben doch mehr für Laurel und Hardy als dafür, welche Fehler in den Anmoderationen Theo Lingens in der ZDF-Reihe „Lachen Sie mit Stan und Ollie“ steckten. Aping listet all dies und vieles mehr auf.

Norbert Aping hatte wohl kein Buch über die beiden großen Komiker im Sinn, sondern eher in welcher Form Filme, in diesem Falle die Laurel & Hardy-Filme, im Laufe der Jahre dem Publikum gezeigt wurden. Er schreibt die Geschichte der Laurel & Hardy-Rezeption in Deutschland im Lichte der Zensur, des Filmverleih-Wesens, der Synchronisation und der Presse von den ersten Kurzfilmen in den 20er Jahren über die großen Erfolge der Langspielfilme bis hin zur Vermarktung von Laurel und Hardys Werk im Fernsehen, auf Video und auf DVD in der heutigen Gegenwart.

"Ich kann es immer noch nicht ganz fassen, welche Resonanz das Buch hervorgerufen hat", sagt Norbert Aping. Und echte Laurel & Hardy-Fans können dies wohl eigentlich auch nicht fassen! Sicherlich ist „Das Dick und Doof Buch“ ein wunderbar illustriertes und bravourös recherchiertes Mammutwerk und sollte bei echten Fans auf jeden Fall im Regal stehen, aber das Buch bleibt eher eine Zeitreise durch die deutsch Mediengeschichte, als ein Buch über Laurel & Hardy.

Es stellt eine enorme Forschungsleitung dar, geht aber am Thema „Laurel & Hardy“, welches ja eigentlich bei so einem Buch der Mittelpunkt sein sollte, teilweise vorbei. Und so schließt das Buch wohl eher eine Lücke in Sachen „Mediengeschichte in Deutschland am Fallbeispiel von Laurel & Hardy“. Dies wäre wohl auch eher ein passender Titel für das Buch gewesen.

Übrigens: Der akribisch gestaltete Anhang, der neben über eintausend Fußnoten auch die ausführlichste Filmographie sämtlicher deutschsprachiger Varianten der Solo- und Duo-Filme des Paares umfasst, die jemals veröffentlicht wurde, ist mit weit über 600 Seiten noch mal genauso lang wie der eigentliche Textteil ausgefallen, und damit dieses Buch nicht noch dicker wird, lieg ihm eine CD bei, wo digital neben dem Buchtext eben diese Anhänge dem Leser zur Verfügung stehen. Tolle Sache!

Zusätzliche Buchempfehlung: „Laurel & Hardy – Die Größten Komiker aller Zeiten“ von Rainer Dick, erschienen in der Heyne Filmbibliothek. (Bernd Hellweg)

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