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Aufbruch zur Kontinuität - Kontinuität im Auftbruch  

Titel: Aufbruch zur Kontinuität - Kontinuität im Auftbruch
Verlag: Schüren Verlag
Autor: Anja Horbrügger
Seitenzahl: 279 Seiten
ISBN: 3894724935


Dot Rezension:

Wissenwertes, vor allem Wissenschafliches in akribischer Genauigkeit liefert Dr.Anja Horbrügger mit dieser gut strukturierten Dissertation, für Studenten und profunde orientierte Filmfreunde ideal:

Die meisten deutschen Filme der unmittelbaren Nachkriegszeit werden als sogenannte „Trümmerfilme“ bezeichnet und fokussieren das Leben „da-nach“: Das weitgehend zerstörten Nachkriegsdeutschland und seiner leidlichen Vergangenheitsbewältigung. Die Filme dieser Epoche waren stark vom italienischen Neorealismus beeinflusst und häufig dokumenta-ristisch orientiert. Als erster deutscher Nachkriegsfilm ist Wolfgang Staudtes Film „Die Mörder sind unter uns“ aus dem Jahr 1946 bezeichnet worden. Ein weiterer bekannter Trümmerfilm war „Liebe 47“ (1949, Regie: Wolfgang Liebeneiner) nach dem naturalistischen Roman „Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert. Der italienische Regisseur Roberto Rossellini drehte im Jahr 1946 im zerbombten Berlin den Film „Deutschland im Jahre Null“ an Originalschauplätzen und mit Laiendarstellern. Die Studie ver-gleicht den frühen westdeutschen mit dem DEFA-Film, um Aufschluss über das Verhältnis von Geschlechterkonstruktionen und politischer bzw. gesell-schaftlicher Symbolik zu geben. Trotz der vielbeschworenen "Stunde Null" dominieren schnell wieder die Kontinuitäten. Daß aber Spielräume blieben, belegen die vielschichtigen Geschlechterentwürfe im Nachkriegs-film: Sie zeigen kulturell-historische Wandelbarkeit der Geschlechts-Definition.

Anja Hörbrügger spezifiziert diese Phase des Auf- und Umbruches: Trotz der viel beschworenen Stunde Null dominierten schnell wieder die Kontinuitäten. Neben den Trümmerfilmen, z. B. HAFENMELODIE (1949), werden melodramatische und satirische Filme wie SCHICKSAL AUS ZWEITER HAND (1949) und DER APFEL IST AB (1948) analysiert. Die Studie geht über die Zäsur des Jahres 1949 hinaus und zeigt mit Filmen wie ROMAN EINER JUNGEN EHE (1952) oder DER VERLORENE (1952) die Überwindung der Trümmerphase und wie die Geschlechterverhältnisse wieder fester und „normaler“ verfugt wurden. Es geht aber nicht nur um Geschlechterbilder, sondern um harte Politik, wie beispielsweise die Alliierten gegen die Sowjetunion filmisch agierten wie in den Kapiteln „Kultureller Neubeginn unter sowjetischem Einfluß“ oder „Alliierte Ein-flußnahme und alte Kontinuitäten“ zu erfahren ist. Anja Hörbrügger schafft den Spagat zwischen universitärer Trockenheit und Lesefreundlichkeit, so in den Exkursen über „Die Sünderin“ 1950, Regie Willi Forst. Fazit: Eine mächtig Fleißarbeit, zur Garde anspruchsvoller Filmbücher gehörig. (Jean Lüdeke)

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