Sie befinden sich hier: Home - Filmbücher - Details
Werbung
Abonnieren Sie unseren DVD-Newsletter:


MAGAZINE UND ZEITSCHRIFTEN Neu am Kiosk: DVD SPECIAL
Das Ende im Spielfilm  

Titel: Das Ende im Spielfilm
Verlag: Schüren Verlag
Autor: Thomas Christen
Seitenzahl: 264 Seiten
ISBN: 3894725079


Dot Inhaltsangabe des Buches:

Ein Film kann ganz unterschiedlich enden: Mit der Lösung eines Rätsels, mit der Herstellung einer stabilen Ordnung und mit einem spektakulären Schluss, bei dem das Visuelle im Vordergrund steht und die Story keine Rolle mehr spielt. Was ist das Film-Ende und wie funktioniert es? In drei unterschiedlichen Ansätzen gibt das Buch Antworten auf diese grundsätzliche Fragestellung und beschäftigt sich neben einer theoretischen Fundierung und ästhetischen Typologie vertieft mit dem Werk des großen Stilisten und exemplarischen Vertreter des modernen Kinos, Michelangelo Antonioni. Anfang und Ende eines Films sind äußerst beliebte Objekte der Filmanalyse. Eine systematische und umfassende Untersuchung dieser "speziellen" Stellen, die über Einzelfälle hinausweist, fehlt innerhalb der Filmwissenschaft jedoch noch weitgehend. Christens Studie geht die Thematik aus drei unterschiedlichen Blickwinkeln an: aus einem theoretischen, der narratologische Methoden in den Mittelpunkt setzt, aus einem ikonographisch-formalen, der beispielhafte Verfahren der Endsetzung herauszuarbeiten versucht, und aus einer Fallstudie, die anhand des Werks von Michelangelo Antonioni eine Mikroanalyse unternimmt.

Dot Rezension:

Nach vielen Irrungen und Wirrungen, positiven und negativen Emotionen und kleinen und großen Katastrophen lauert es unbarmherzig auf uns und lässt uns wieder schmerzlich bewusst werden, dass es sich nur um einen Film handelt: Das Ende des Films ist unvermeidlich, doch was ist es und wie funktioniert es?

Dieser Fragestellung nähert sich Thomas Christen in seinem Werk „Das Ende im Spielfilm“ in drei unterschiedlichen Ansätzen. Neben einer theoretischen Fundierung und der ästhetischen Typologie beschäftigt sich der Autor exemplarisch mit dem Werk eines der Vertreter des modernen Kinos: Michelangelo Antonioni.

Antonioni hat mit seiner Trilogie „Die mit der Liebe spielen (1960)“, „Die Nacht (1961)“ und „Liebe 1962 (1962)“ die Regeln des narrativen Films gesprengt. Die Reaktionen beim Publikum und der internationalen Kritik reichten von extremster Ablehnung bis zu frenetischen Jubelstürmen, die einen neuen Meister der Leinwand feierten. Die Darstellung und Dramaturgie ist die Entdramatisierung der Handlung, während die Erzählweise offen und oftmals fragmentarisch ist. Filmische Wahrnehmungskonventionen werden ignoriert oder mehr noch, als nicht existent behandelt. Die wichtigsten Momente seiner Filme sind immer jene, in denen alles gesagt zu sein scheint und die Kamera das zeigt, was danach kommt, insofern fungierte vor allen Dingen seine erwähnte Trilogie als Paradigmenwechsel. Sein Werk beginnt Thomas Christen jedoch mit einem der Klassiker der Filmgeschichte, der maßgeblich auf sein Ende setzt: „Citizen Kane“ steht im Mittelpunkt des Interesses und anhand dieses Beispiels erläutert er, dass man mit dem Wissen vom Ende einen noch größeren Genuß aus einem Film ziehen kann, was selbstverständlich nicht auf den klassischen Spielfilm zutrifft, wie er noch immer produziert wird. Im Anschluss an seine ‚Rosebud’-Einführung beginnt der Autor dann mit den Elementen einer Theorie des Filmendes, bevor er den Bogen über Typologie/Ikonografie des Endes im Film spannt und schließlich bei seiner Fallstudie über das Ende in den Filmen Antonionis landet.

Fazit: „Das Ende im Spielfilm“ ist in der Reihe der inzwischen renommierten Zürcher Filmstudien erschienen und wendet sich wie ebenso wie die bisher erschienenen Filmstudien in erster Linie an Hardcore-Cineasten, die einen ganz speziellen Aspekt im grellen Scheinwerferlicht betrachten wollen. Definitiv empfehlenswert, allerdings wird eine erhebliche Filmkenntnis und intellektuelle Belastbarkeit vorausgesetzt, doch diese beiden Eigenschaften dürfte bei ernsthaften Cineasten vorhanden sein. (Tino Hahn)

 Aktuelle Bücher aus diesem Bereich, die wir Ihnen empfehlen können:
DVD Rubriken und Genres

WERBUNG


Klang und Kleid
Videos, 6000 DVDs, 2000 Plakate, 1500 Soundtracks!




Weitere Tipps
Copyright © 2001-2016 DigitalVD ® - Letzte Aktualisierung: 10.12.2016 12:43:41
DigitalVD.de - DVD und Heimkino Magazin. Alle Rechte vorbehalten. Haftungsauschluss
Alle Angaben sind ohne Gewähr!s
Tipps unserer Freunde
 
DVD A DVD B DVD C DVD D DVD E DVD F DVD G DVD H DVD I DVD J DVD K DVD L DVD M DVD N DVD O DVD P DVD Q DVD R DVD S DVD T DVD U DVD V DVD W DVD X DVD Y DVD Z DVD 1 DVD 2 DVD 3 DVD 4 DVD 5 DVD 6 DVD 7 DVD 8 DVD 9 DVD 0