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Was tun, wenn  

Titel: Was tun, wenn's brennt
Verlag: Knaur Verlag
Autor: Ulrich Hoffmann
Seitenzahl: 325 Seiten
ISBN: 3426619652


Dot Rezension:

„Manowsky rasierte sich neben Pritt am Computerterminal. „Gruppe 36 war so eine Art autonomer Filmclub irgendwo in Kreuzberg“, rekapitulierte sie. „Die Chaoten haben geklaute Filmkopien gezeigt, verschnitten mit eigenen Propagandafilmen. Richtig?“ „Richtig.“ Manowsky legte sein Rasierzeug beiseite, wischte sich mit einem feuchten Handtuch den Schaum aus dem Gesicht. „Wir brauchen Veranstaltungshinweise, Melderegister, Datenabgleich von Sozialversicherungsnummern und so weiter.“ Er tippte auf einen der Computer. „So was können doch die Dinger heutzutage, oder?“ „Na, ich denke doch“, sagte Pritt grinsend.

„Dann soll dieser Typ vom BKA doch mal zeigen, was er kann“, befand Manowsky. „Wo steckt der eigentlich?“ Er sah sich suchend um.

Dieser kleine Textauszug aus „Was tun, wenn’s brennt“ macht wieder einmal exemplarisch deutlich, woran leider viel zu viele ‚Bücher zum Film’ kranken: Fehlende Atmosphäre und laue Dialoge, die oftmals 1:1 von der Leinwand übernommen scheinen. Autor Ulrich Hoffmann hat sich wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert, dabei bekamen die Drehbuchautoren Anne Wild und Stefan Dähnert für ihr Drehbuch sogar den Baden-Württembergischen Drehbuchpreis. Doch die Umsetzung in Buchform fungiert nur als weiteres Rädchen in der Merchandisingmaschinerie neben Postern und Soundtrack.

Der Unterhaltungswert der Story wird durch den Stil des Autors, der nur solides Handwerk einsetzt, allerdings nur unwesentlich gesenkt, denn die Vorlage war auch kein potentieller Nobelpreisgewinner, sondern lediglich ein humoresk angehauchter Versuch, einen Teil der deutschen Vergangenheit aufzuarbeiten. Im Mittelpunkt der Story stehen sechs Jugendliche, die man uns als sympathische Hausbesetzer verkaufen möchte, doch jeder der sechs ist nur eine Schnittmenge gängiger Klischees. Darunter leidet die Glaubwürdigkeit der ganzen Story, die eine interessante Grundidee besitzt: Ursprünglich wollten die sechs einen leerstehenden ‚Kapitalistenbau’ in die Luft jagen, doch die selbstgebaute Bombe streikt und die Jugendlichen gehen auseinander. Jahre später explodiert die Bombe dann noch und die Sechs, die eigentlich gar nichts mehr miteinander gemein haben, müssen jetzt gemeinsam überlegen und eine Antwort auf die Frage suchen: „Was tun, wenn’s brennt?“

Doch die interessante Grundidee wird durch die Handlung nicht aufgefangen, sondern plätschert lustlos vor sich und kumuliert schließlich irgendwann in einem Finale, das der Leser schon lange vorher herbeisehnt.

Fazit: „Was tun, wenn’s brennt“ ist eines jener Bücher zum Film, die man sich getrost sparen kann und stattdessen nur den Film schauen braucht. (Tino Hahn)

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