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Rolle des Lebens. Die Filmbiographie als narratives System  

Titel: Rolle des Lebens. Die Filmbiographie als narratives System
Verlag: Schüren Presse
Autor: Henry McKean Taylor
Seitenzahl: 424 Seiten
ISBN: 3894725087


Dot Inhaltsangabe des Buches:

Die Filmbiographie ist eines der ältesten und vielschichtigsten Filmgenres überhaupt. Von Abel Gances Napoleon über die US-Biopics der Dreißigerjahre bis zu Oliver Stones umstrittenen Präsidentenfilmen JFK und Nixon reicht der Fächer der bekannten Beispiele dieser Filmgattung, die immer wieder zu leidenschaftlichen Kontroversen über Geschichte und ihre Darstellung im Kino Anlass gab.
Mit "Rolle des Lebens" legt Henry McKean Taylor die erste umfassende Aufarbeitung des Genres aus theoretischer Sicht vor. Er behandelt die kulturhistorischen Hintergründe und gesellschaftlichen Implikationen der Filmbiographie und analysiert aus erzähltheoretischer Perspektive zahlreiche Beispiele, wobei er sich im Unterschied zu Studien aus dem angelsächsischen Raum nicht auf Filme des Hollywood-Kinos beschränkt, sondern auch europäische und sowjetische Werke berücksichtigt: Neue Deutsche Filme wie Jutta Brückners "Kolossale Liebe", Francesco Rosis "Mafia-Biographie", Lucky Luciano oder auch Sergej P aradshanows "Sajat Nowa".

Dot Rezension:

Seit 1951 gibt es einen mehr oder weniger offiziellen Begriff für eines der ältesten und vielschichtigsten Filmgenres: Die Verfilmung des Lebens von real existierenden Personen wird seitdem als ‚Biopic’ bezeichnet. Angefangen bei Abel Gances Napoleon-Verfilmung über eine Vielzahl von verfilmten Biographien in den Dreißiger Jahren bis hin zu Oliver Stones Meisterwerken „JFK“ und „Nixon“ reicht der Bogen, den man spannen muss, um dieses Genre in seiner Gesamtheit zu erfassen. ``Henry McKean Taylor hat mit „Rolle des Lebens – Die Filmbiographie als narratives System“ jetzt eine umfangreiche Arbeit zu dieser Thematik abgeliefert. Auf 424 Seiten widmet er sich dem Genre Biopic und beschränkt sich im Gegensatz zu vielen Studien nicht nur auf den angelsächsischen Raum, sondern bezieht auch Europa und die Sowjetunion mit ein. Diese Entscheidung ist ambivalent, da viele der genannten Filme beim Leser nicht bekannt sein dürften, so dass man noch einen erheblichen cineastischen Nachholbedarf hat, bevor man die Thesen und Ausführungen des Autors in ihrer ganzen Komplexität begreifen kann. Doch im Interesse einer kulturhistorischen Aufarbeitung des Genres ist diese Vorgehensweise essentiell wichtig, denn ohne die Berücksichtigung der Werke aus Europa und der Sowjetunion würde ein verzerrter und letztendlich vollkommen subjektiver Blick auf das Genre entstehen. Gesellschaftliche Implikationen werden dabei genauso berücksichtigt, negativ fällt nur der fast vollkommene Verzicht auf populäre Meinungen auf, die doch zum Leidtragen vieler Filmschaffender den Grossteil der Betrachtungsweise ausmachen.

Durch seine stringente und wissenschaftliche Annäherung an das Thema definiert Taylor seine Zielgruppe sehr genau, doch manchmal schießt er über sein Ziel hinaus, denn einige seiner Ausführungen sind nahezu unverständlich und zeigen, dass eine weniger verkrampfte und mehr spielerische Annäherung an das Thema gut getan hätte. Doch unter dieser Kopflastigkeit leiden viele Filmpublikationen, so dass man diesen Vorwurf nicht konkret an „Rolle des Lebens“ richten kann, denn wie auch die anderen Filmstudien aus dem Schüren-Verlag ist auch die vorliegende Publikation ein kleiner Diamant unter all den anderen gleichförmigen Filmpublikationen, die meistens wenig mehr als das Werk eines ambitionierten Fans sind.

Fazit: Komplex, aber teilweise auch zu komplex, widmet sich Henry McKean Taylor der Filmbiographie als narratives System und hat damit ein lesenswertes Werk verfasst. Die anvisierte Zielgruppe wird sein Buch lieben, doch weniger besessene Cineasten werden seinen Ausführungen zwar mit Interesse folgen, aber das Buch letztendlich doch etwas frustriert zur Seite legen, deshalb ist intensives Probelesen vor dem Kauf unbedingt angeraten! (Tino Hahn)

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