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Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars  

Titel: Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars
Verlag: Schwarzkopf und Schwarzkopf
Autor: Adolf Heinzlmeier und Bernd Schulz
Seitenzahl: 404 Seiten
ISBN: 3896022296


Dot Rezension:

Ein Filmlexikon von A bis Z, genauer von Alfred Abel, Max Adalbert, zwei in Vergessenheit geratenen Filmgrößen aus vergangener Zeit, sowie dem jedermann bekannten Mario Adorf bis hin zu August Zirner und Hanns Zischler, die ebenfalls nicht ganz unbekannt sein dürften.

Im Vorwort wird der Leser zunächst darüber belehrt, dass es nichts schadet, wenn ein Star ein guter Schauspieler ist, doch sei ein Star mehr als das. In den zwanziger bis fünfziger Jahren waren die Stars noch Halbgötter ihrer Zeit. Dann verblasste ihr Bild durch den Siegeszug des Fernsehens. Ob der deutsche Film "in seiner Vielfältigkeit" gegenwärtig wirklich seinesgleichen sucht, wie die Herausgeber behaupten, darf allerdings bezweifelt werden, denkt man an die letzten Filmfestspiele in Cannes und Berlin. Aber spannend und interessant sind Geschichten um Filmgrößen und Filmsternchen allemal.

Nur gut, dass das Vorwort ziemlich kurz ausgefallen ist. Mit der Rechtschreibung hapert es nämlich hin und wieder. So stolpert über ein "zurecht", wo es "zu Recht" heißen müsste (so weit wollte man es mit der neuen Rechtschreibung wohl nicht treiben) oder über ein "war", wo ein "wahr" besser hingepasst hätte. Und was ein "Kondom des Grauens" sein soll, ist mir ebenfalls schleierhaft geblieben.

Aber seien wir nicht allzu streng. Auch wenn das Lexikon mit seinen fünfhundert Stars des deutschen Films von den Anfängen bis zur Gegenwart nicht auf Vollständigkeit angelegt ist, so lädt es doch zum Schmökern ein und enthält manch sensationelle Geschichte, wie etwa die von Lida Baarova, der schönen Tschechin, die das Wohlgefallen von Goebbels erregt hatte, des obersten Schirmherrn des deutschen Films im Dritten Reich, dem ihr Lebensgefährte Gustav Fröhlich sogar eine Ohrfeige verpasst haben soll.

Bald nach dem Jungschauspieler Ben Becker und seiner Schwester Meret, taucht Iris Berben auf. Von ihr heißt es, sie sei "dunkelhaarig, charmant, mit süßen Lippen und verführerischem Lächeln". Bei Willy Birgel loben die Herausgeber dessen "kultivierte Männlichkeit nach Gutsherrenart", die ihn für aristokratische Figuren geradezu prädestiniert habe, und bei René Deltgens wird vermerkt, dass seine tiefe kehlige Stimme, "nach tausend Gläsern Whisky klang". Auf einen kleinen Widerspruch bin ich allerdings auch gestoßen. Constanze Engelbrechts Todestag wird mit dem 20.7.2000 angegeben. Aber einige Zeilen weiter liest man: "Sie ist verheiratet und lebt in Paris." Von Hannelore Elsner erfahren wir, dass sie "als fraulicher Typ ihren Mann" steht, in Gestalt emanzipierter Ehefrauen. Der unvergessene Dieter Borsche fehlt ebenso wenig wie die unverwüstliche Inge Meisel. Aber man wird auch mit tragischen Schicksalen konfrontiert: Hans Brausewetter entging nur knapp dem Konzentrationslager. Stattdessen wurde er 1944 zum Volkssturm eingezogen und im April 1945 von einer Granate tödlich verletzt. Kurt Gerron starb im November 1944 in Auschwitz. Joachim Gottschalk nahm sich, als die Deportation seiner Frau und seines achtjährigen Sohnes in ein Konzentrationslager bevorstand, zusammen mit Frau und Sohn das Leben. Man wird an den früh verstorbenen Horst Caspar erinnert, an Lil Dagover, den Schwarm der älteren Generationen, und an Heinrich George, dem der Propagandafilm der Nazis "Hitlerjunge Quex" zum Verhängnis geworden war. Thomas Gottschalk hat als "begnadeter Entertainer fürs Massenmedium" ebenfalls Aufnahme in das Lexikon gefunden. Die Mitteilung, dass Heiner Lauterbach mit seiner Lebensgefährtin Jenny Elvers am Starnberger See" lebt, ist dagegen inzwischen längst überholt.

Dennoch es bleibt dabei - trotz mancher Schönheitsfehler haben uns Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz ein aufschluss- und hilfreiches Nachschlagebuch für Fernsehabende und Kinobesuche beschert. (Ursula Homann)

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