Rezension:
„Seit Jay ihn kannte, war Kay kein Mann großer Worte gewesen, aber was er nun erlebte, war schon beinahe lächerlich. Auch bei Höchstgeschwindigkeit dauerte die Fahrt von Truro zur MIB-Zentrale ziemlich lange, doch die Konversation im Inneren des Wagens fiel so spärlich aus, dass er genauso gut einen Grabstein hätte mit nach Hause bringen können.“
Die Männer in Schwarz sind zurück – Und wenn man den Marketingstrategien von Columbia Tristar Glauben schenken darf, dann sind sie noch cooler, noch lustiger und noch actiongeladener als je zuvor. Erste Trailer bestätigen diesen Eindruck, doch neben Will Smith und Tommy Lee Jones hat sich ein dritter, heimlicher Hauptdarsteller mit vier Reifen etabliert, der von Mercedes stammt. Von dem wohl besten, effizientesten und nervigsten Prodcuct Placement der Filmgeschichte spürt man in der Buchvorlage von Esther M. Friesner wenig, doch auch vom unvergleichlichen Flair der außerirdischen Kreaturen spürt man kaum etwas. Aber gerade in ihrer liebevollen und detaillierten Darstellung und der Komik des Hauptdarstellers Will Smith liegt der grandiose Erfolg der Men in Black begründet, und von beidem wurde wenig in das Buch übertragen. Fans werden die Geschichte um das attraktive Dessous-Model, das in Wirklichkeit ein klyothianisches Monster ist, also nur aus Vollständigkeitsgründen oder aus purer Neugier lesen: Denn erst am 18.7.2002 werden die beiden Agenten wieder die deutschen Kinosäle heimsuchen und wer schon davor das Ende kennen möchte, wird um das belanglose Taschenbuch nicht umher kommen. Allzu viel sollte man sich davon aber nicht erwarten, denn die atemberaubenden Special Effects und die liebevoll designten Außerirdischen kommen nur auf der großen Leinwand oder in den Händen eines talentierteren Schreibers voll zur Geltung, aber nicht im vorliegenden Taschenbuch!
Fazit: „Men in Black 2“ wird als Film sicherlich wieder alle Rekorde brechen und ist in den USA auch schon fleißig dabei, doch die Verfassern der Taschenbuchvorlage sollte dringend geblitzdingst werden... (
Tino Hahn)