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Film und Psychologie – nach der kognitiven Phase?  

Titel: Film und Psychologie – nach der kognitiven Phase?
Verlag: Infos folgen...
Autor: Infos folgen...
Seitenzahl: 0 Seiten
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Dot Rezension:

Auf dem immer unübersichtlicher werdenden Filmmarkt taucht zu allem Überdruss noch ein weiteres Betätigungsfeld für Medienwissenschaftler auf, das sich erst allmählich konturiert: Kognitive Filmpsychologie.

Im Verlauf der Filmgeschichte sind immer wieder Einzelversuche unternommen worden, Modelle zu entwickeln, die Kino und Film aus einer psychologischen Perspektive durchdringen und sezieren. Die besondere Wahrnehmung im Kinosaal stand ebenso zur Diskussion wie die emotionale Identifikation mit den Protagonisten. Doch es blieb bei Einzelversuchen, denn ein zusammenhängender Forschungskontext war so gut wie nie gegeben. Erst durch das kognitive Paradigma, das in den siebziger Jahren in der Psychologie immer breitere Akzeptanz und Verwendung fand, stieg auch das Interesse an einer längerfristigen und schematischen Auseinandersetzung mit den Prozessen des Filmverständnisses. Das Zeitalter der reinen Informationsverarbeitung ist inzwischen überschritten worden und neue Forschungsfelder wie die Emotionalität der Rezeption und die Interaktion der Zuschauer mit den Leinwandfiguren treten in den Mittelpunkt.

Jan Sellmer und Hans J. Wulff widmen sich diesen Aspekten in ihrem Buch „Film und Psychologie – nach der kognitiven Phase?“, das in der Schriftenreihe der Gesellschaft für Medienwissenschaft erschienen ist. Nach einer umfassenden und die Ziele der Autoren erklärenden Einleitung widmet sich das Buch einem der Meisterwerke von Takeshi Kitano: Anhand von „Hana-Bi“ wird die Initiation und Rezeptionssteuerung und die Bahnung eines Verstehens über die Geschichte hinaus erläutert und skizziert. Neben diesem und anderen bekannteren Filmen werden im Verlauf des Buchs allerdings auch einige unbekannte Filme erwähnt, die selbst eingefleischte Filmfans nicht alle kennen, so dass es gelegentlich schwer fällt, den Ausführungen der Autoren zu folgen.

Wie aus dem bisherigen Text zu ersehen ist, wendet sich das Buch nicht an Filmfans, die nur ein wenig blättern wollen, sondern an ambitionierte Cineasten, die jegliche Essenz von Filmen erfassen wollen und in sich aufnehmen. Der Schreibstil ist dementsprechend hochgestochen und der Leser muss sich einer Vielzahl von Fremdwörtern erwehren, die allerdings nicht zur reinen Nabelschau der Autoren eingesetzt werden, sondern fast immer notwendig sind, um den Sachverhalt entsprechend zu erläutern.

Die hohe Textlastigkeit des Buches trägt ihr Übriges dazu bei, dass Einsteiger frustriert aufgeben werden, während Filmstudenten und Cineasten das Buch so schnell nicht wieder aus der Hand nehmen und ihre Sicht auf Filme nach der Lektüre entscheidend verändert ist.

Fazit: „Film und Psychologie – nach der kognitiven Phase?“ ist ein hervorragendes, allerdings sehr schwieriges und erschöpfendes Filmbuch, dessen Lektüre sich definitiv lohnt. Viel Schweiß und einige durchwachte Nächte vor dem Fernseher sind dafür kein zu hoher Preis! (Tino Hahn)

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