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Smaugs Einöde

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DVD to Pocket-PC Guide von Marc Winter

DVD to Pocket-PC Guide von Marc Winter

Wie bitte?!

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich dachte das Gleiche wie alle anderen jetzt vermutlich denken, als ich das erste mal einen Überschrift zu diesem Thema las:

Warum um Alles in der Welt sollte jemand ausgerechnet eine DVD mit bis zum 9MBit/Sec Datenrate auf einen PocketPC bei 0,4MBit/Sec Datenrate runterkomprimieren wollen ? Die DVD ist der Inbegriff höchster Qualität, was für die Darstellung von Video auf einem PPC sicher nicht zutrifft.

Das ist zwar völlig richtig - die Fragestellung ist aber falsch - man müßte eher fragen: Wenn ich ohnehin DVDs und einen PocketPC habe, könnte ich da nicht ohne großen Aufwand einen trag- baren Mini-TV draus machen ?

Und diese Frage sieht dann schon sinnvoller aus...

Die folgenden Infos stammen aus dem englischen Artikel "The ultimate DVD to MPEG-1 FAQ", welcher unter http://www.pocketmovies.net/dvdrip.php3 im Original zu finden ist.

Was bringt's?

Die mit dem folgenden Guide erstellten Videos sind größenmäßig mehr oder weniger auch mit einem PocketPC noch zu verwenden (je nach Speichermedium). Die Qualität ist auf meinem iPaq sehr gut - d.h. es sind keinerlei Artefakte sichtbar, der Ton ist CD-Qualität. Natürlich hat ein PocketPC nur einen sehr kleinen Bildschirm; wenn man das Ganze aber als kostenlose Lösung für unterwegs sieht, macht es durchaus Sinn. Tragbare DVD-Player mit eigenem Display liefern mit Sicherheit ein erheblich größeres Bild, kosten dafür aber i.d.R. auch jenseits der 3000DM-Grenze.

Los geht's...

Zuerst müssen wir mal checken, ob die notwendigen Voraussetzungen gegeben sind. Neben einem leistungsfähigen PocketPC - ich gehe in diesem Artikel vom Compaq iPaq aus - braucht man natürlich einen PC mit DVD-Drive und ausreichend Speicherkapazität für den PocketPC. Sämtliche benötigte Software ist Freeware (im Falle von PocketTV für den PPC zumindest bei privater Nutzung).

Wieviel Platz braucht mein fertiger Film?

Zum Berechnen des benötigten Platzes für das Endprodukt benötigen wir drei Parameter: Die Video- und Audiodatenrate sowie die Spieldauer. Dann läßt sich mit untenstehender Formel mehr oder weniger genau ausrechnen, wie groß die Zieldatei werden wird:

DatenrateVideo + DatenrateAudio = Gesamtdatenrate
Gesamtdatenrate x Spieldauer = Dateigröße in KBit
Dateigröße in Bit : 8 = Dateigröße in KByte
Dateigröße in KByte : 1024 = Dateigröße in MByte


...oder für die Mathe-fähigen in Kurzform:

(DrV + DrA) * Sd : 8 : 1024

Die Datenraten sind in KBit anzugeben, die Spieldauer in Sekunden. Nehmen wir also als Beispiel einen Film mit 100 Minuten (= 6000 Sekunden) Spieldauer und eine Videodatenrate von 400 KBit, bzw. die CD-Audiodatenrate von 44KBit ergibt sich:

(400 + 96) * 6000 : 8 : 1024 = 363,28 MB

D.h. 100 Minuten Film brauchen bei einer richtig guten Qualität ca. 360MB Platz. 400KBit sind nach meinen Tests die höchste Datenrate, die der iPaq noch ruckfrei hinkriegt, wenn man den Ton in Stereo und CD-Qualität (96KBit) aufzeichnen will. Leistungsschwächere PocketPCs müssen natürlich mit niedrigeren Datenraten "gefüttert" werden. Hier hilft wohl nur ausprobieren, wie weit's noch klappt.

Wohin damit?

360MB sind natürlich kein Pappenstiel - bei den heutigen Speicherpreisen düften CompactFlash- oder PCMCIA-Speicherkarten wohl aus dem Rennen sein, denn wer sich diese Speichergröße als Flash-Speicher leisten kann und will, der könnte sich gleich einen tragbaren DVD-Player kaufen...

Der Vorteil des im Folgenden beschriebenen Verfahrens ist aber, daß man den Film in beliebige Häppchen aufteilen kann - d.h. das kürzeste Element, welches man ohne weiteren Aufwand produzieren kann ist ein einzelnes DVD-Kapitel. Da man im Bus oder Zug i.d.R. ohnehin keine stundenlange Filme am Stück ansehen kann, besteht natürlich die Möglichkeit, die Häppchen dann täglich auszutauschen.

Glücklich schätzen können sich dagegen Besitzer eines Microdrives. Die Minifestplatte von IBM faßt je nach Ausführung bis zu 1GB Daten und paßt in einen Typ2 CompaqFlash-Sockel - dort lassen sich dann entsprechend über 300 Minuten Video unterbringen...

Und wie geht das?

Um die vollständige Konvertierung durchzuführen werden drei Programme benötigt: Smartripper, DVD2AVI und TMPGEnc. Während Smartripper die DVD-Daten liest und auf die Platte speichert wird DVD2AVI hier nur zweckentfremdet, um den Audiotrack zu konvertieren - der verlustbehaftete Umweg der Videodaten über AVI ist nämlich gar nicht notwenig für unsere Zwecke. Abschließend werden dann der generierte Audiotrack und die vorhandenen Videodaten mit TMPGEnc in eine einzige MPEG-Datei zusammengefaßt und gepackt.

Fangen wir aber von vorne an:

Daten von der DVD rippen

Man nehme eine DVD und packe sie ins Laufwerk... Dann wird Smartripper gestartet, welcher zuerst einmal die DVD scannt und versucht die einzelnen Abschnitte zu "unlocken", d.h. freizustellen. Funktioniert dies nicht, haben wir leider schon Pech gehabt - dann hilft nur das Freistellen mit einem Software-DVD-Player. In der Regel klappt das Freistellen durch Smartripper aber recht problemlos und wir finden uns im Hauptfenster wieder. Hier haben wir in der Liste "IFO > Title > Angle" die einzelnen Elemente der DVD aufgelistet. Hat die DVD nur einen Abschnitt (was bei normalen Filmen der Fall sein sollte), können wir uns einfach nach der Größenangabe richten - das größte Verzeichnis ist das Richtige. Bei DVDs mit mehreren Episoden (z.B. Stargate oder AkteX), findet man normaler- weise große Verzeichnise entsprechend der Episodenzahl - d.h. bei vorgenannten zwei Beispielen dann eben vier große Verzeichnisse. Diese müssen leider einzeln heruntergezogen werden.

Hat man das gewünschte Verzeichnis gewählt, wählte man in der zweiten Liste "-> Chapters" die gewünschten Kapitel. Theoretisch könnte man noch in der dritten Liste "-> Cells" einzelne Abschnitte innerhalb der Kapitel wählen, im Normalfall sind diese aber alle angewählt.

Abschließend legen wir mit dem Button unter "Target" noch ein Zielverzeichnis fest, in dem die Files abgelegt werden sollen. Dann ein Klick auf "Start" und los geht's.

Wenn das Endprodukt in mehrere Abschnitte aufgeteilt werden soll, muß man schon hier entsprechend die Kapitel markieren - d.h. will man zwei Teile, wählt man z.B. Kapitel 1-9 und klickt auf "Start", anschließend wählt man 10-18 und gibt ein anderes Verzeichnis an und klickt wieder auf "Start". Später ist eine Teilung sehr aufwendig bzw. unmöglich.

Das Rippen der DVD dauert i.d.R. nicht besonders lange - je nach Lesegeschwindigkeit des Laufwerks ca. 10% der Spieldauer des Films. Smartripper übernimmt alle vorhandenen Audiospuren - d.h. um diese müssen wir uns hier noch nicht kümmern.

Audiodaten konvertieren

Smartripper hinterläßt uns im angegebenen Verzeichnis eine oder mehrere Dateien mit der Endung *.VOB. Diese Dateien enthalten sowohl Audio- als auch Videoinformationen. Um die Audioinformationen im benötigten Format zu extrahieren verwenden wir DVD2AVI. Nach dem Start wählen wir "File/Open" und anschließend die erste VOB-Datei. Es erscheint ein ADD-Fenster, in welchem wir normalerweise alle vorhandenen VOB-Dateien finden (sofern sie ordentlich numeriert waren). Ist dies nicht der Fall, müssen sie durch ADD in der richtigen Reihenfolge manuell hinzugefügt werden.

Bitte jetzt folgenden Einstellungen vornehmen:

- Audio/Dolby Digital sollte auf "Decode" stehen
- Audio/48->44.1KHz sollte aktiviert sein - je höher die Einstellung, desto besser die Qualität bzw. länger die Rechenzeit beim Konvertieren.
- Audio/Track Number muß auf der passenden Audiotracknummer stehen, die die gewünschte Sprache enthält.

Dann wählen wir "Save Project" und geben eine Zieldatei an. Beim Speichern wird gleich die Konvertierung durchgeführt - d.h. es dauert eine Weile - mein PIII733 braucht für 100 Minuten Audio ca. 1,5 bis 2 Stunden.

Nach erfolgtem Speichern finden wir im Verzeichnis neben einer .d2v-Datei mit der Steuerinformation für die Videodaten eine .wav-Datei mit dem konvertierten Audiotrack.

MPG-Datei erstellen

Nachdem jetzt alles vorbereitet ist, geht's jetzt ans "Eingemachte": Wir erstellen mit TMPGEnc eine MPG-Datei für den PocketPC.

Nach dem Start des Programmes wählen wir als "Video Source" die zuvor erzeugte d2v-Datei. Als "Audio Source" wird natürlich die passende wav-Datei gewählt. Zusätzlich vergeben wir bei "Output File Name" einen Dateinamen für die Zieldatei. "Stream-Type" bleibt sinnvollerweise auf "System (Video+Audio)" stehen.

Jetzt wird mit "Settings" der Einstellungsdialog aufgerufen. Hier stellen wir im Reiter "Video" folgende Parameter ein:

Stream Type: MPEG-1
Size: 320x192
Aspect ration: 1:1 (VGA)
Framerate: 25fps
Rate control mode: Constant bitrate (CBR)
Bitrate: 400KBit/sec
Motion search precision: Highest quality (very slow)

Die Bitrate hängt wie gesagt von der gewünschten Qualität und von der Leistungsfähigkeit des PocketPCs ab. 400Kbit sind das Maximum, was ich für den iPaq empfehlen kann. Für MIPS- oder SH3-basierende PPCs sollte die Bitrate unter 300KBit liegen.

Nun wird der Reiter "Advanced" gewählt und dort folgende Einstellungen vorgenommen:

Video source type: Interlace
Field order: Bottom field first (field B)
Source aspect ratio: 16:9 625 line (PAL)
Video arrange Method: Full screen (keep aspect ratio)

Bei "Source aspect ratio" ist das Bildformat des Films zu wählen - d.h. 4:3 oder 16:9 in PAL bzw. NTSC. Handelt es sich um 16:9-Format, können die Balken mit der Option "Clip Frame" von der Kompression ausgeschlossen werden, was zu einer besseren Bildqualität führt.

Zuletzt werden noch im Reiter "Audio" folgende Einstellungen vorgenommen:

Stream Type: MPEG-1 Audio Layer II
Sampling frequency: 44100Hz
Channel mode: Stereo Bitrate: 96 KBit
Alle andere Optionen aus.

Nach dem Schließen des Einstellungsdialogs empfiehlt es sich, die gemachten Einstellungen mit der "Save"-Funktion zu speichern. Man kann für zukünftige Konvertierungen dann einfach mit Load die Einstellungen laden - nur die Daten für das Bildformat müssen dann jeweils noch angepaßt werden.

Jetzt klicken wir auf "Start" und der Spaß beginnt. Die Konvertierung dauert auf jeden Fall diverse Stunden. Bei Rechnern unter 500MHz kann man sich in jedem Fall auf eine zweistellige Stundenzahl einrichten.

Jetzt habe ich den Film - aber wie spiele ich ihn ab?

Zum Abspielen des erzeugten MPG-Films brauchen wir einen MPG-Player für den PocketPC. Diesen gibt es z.B. mit dem Programm PocketTV bei MpegTV. Die Registrierung ist für private Nutzung kostenlos, das Programm für unsere Zwecke optimal - also ran an die Buletten... PocketTV gibt es für alle gängigen Pocket- und HandheldPC-Typen.

Text - © 2001 Marc Winter / DVD-Views.de

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