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Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu :
„Cookie’s Fortune - Aufruhr in Holly Springs“ bei StudioCanal erstmals auf Blu-ray Disc
Robert Altmans meisterhaftes Spätwerk

Der amerikanische Filmregisseur und Produzent Robert Altman (1925-2006) galt als einer der Gegenpole zum renommierten Hollywood-Mainstream. Als Meister des Independent-Kinos hat er einige Meisterwerke geschaffen, die auch außerhalb des Oscar-Glamours viele Preise gewannen. Große Erfolge feierte er bereits früh mit „M.A.S.H.“ (1970), Nashville (1975) und „The Player“ (1992). Als einer der größten Satiriker der amerikanischen Verhältnisse in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gelang ihm schließlich mit „Cookie’s Fortune - Aufruhr in Holly Springs“ 1999 ein vielbeachtetes Spätwerk mit versöhnlichem Charakter, das jetzt bei StudioCanal mit einigen Extras erstmals auf Blu-ray Disc erscheint. „Cookie’s Fortune“ ist eine etwa zweistündige realistisch anmutende Provinzposse aus den Südstaaten der USA mit einem brillanten Schauspieler-Ensemble und einer klug verwickelten Handlung. Robert Altman kennt die Verhältnisse in dieser Gegend aus eigener Erfahrung sehr gut. Hier kennt jeder jeden und nichts entgeht der Öffentlichkeit, wie er im Interview auf dem Bonusmaterial bekennt. Die befragten Darstellerinnen, die führenden Rollen werden von Frauen verkörpert, loben den Regisseur bei dieser Gelegenheit in höchsten Tönen. Altman schreibt seine Drehbücher meist noch während der Dreharbeiten um und ermutigt seine Darsteller oft zur Improvisation, um natürlicher und weniger gekünstelt zu wirken.

Schauplatz ist Holly Springs, eine verschlafene Kleinstadt in den Südstaaten der USA. Die etwas skurrile Jewel Mae „Cookie“ Orcutt (Patricia Neal) wird von ihrem schwarzen Hausmeister Willis (Charles S. Dutton) liebevoll versorgt, von ihrer Familie jedoch verachtet. Die Nichte Camille (Glenn Close) ist eine schmallippige Kleinstadttyrannin, ihre Schwester Cora (Julianne Moore) eine rückgratlose Mitläuferin. Nur Emma (Liv Tyler), die in einer Fischfabrik jobbt und mit dem naiven Hilfspolizisten Jason (Chris O‘Donnel) flirtet, steht zu ihrer verschrobenen Großtante. Die wird etwas tun, was in der amerikanischen Provinz eigentlich tabuisiert ist. Nach den langen Jahren der Einsamkeit beschließt sie, sich auch aus Sehnsucht nach ihrem längst verstorbenen Mann das Leben zu nehmen. Ein letztes Mal blickt die alte Witwe auf die Gegenstände ihres Wohnzimmers, betrachtet ihre Umgebung und ihr Leben. Sie legt sich auf ihr Bett, betrachtet noch einmal ein altes Foto mit sich und ihrem Mann und schießt sich durch ein Kopfkissen in den Kopf, ein für die waffenverrückte USA kein untypischer Tod. Später wird sich die puritanische Intrigantin und Erbschleicherin Camille mit einem Kopfkissen ersticken, nachdem sie zunächst für Cookies Tod einen Raubmord vorgetäuscht hatte. Cookies plötzlicher Tod wirft bei den Bewohnern von Holly Springs eine Reihe ungeklärter Fragen auf. War es wirklich Selbstmord oder wurde sie absichtlich in den Tod getrieben? Was haben ihre Nichten Camille und Cora zu verbergen? Es scheint, als seien nahezu alle Bewohner der Kleinstadt am Mississippi in diesen Fall verwickelt, wobei Rassenkonflikte nicht ganz klar auszumachen sind. Die Nachforschungen bringen in dieser verwickelten und verzwickten Provinzkomödie die unglaublichsten und seltsamsten Dinge zutage.

In „Cookie’s Fortune“ überrascht Altman mit Warmherzigkeit und Großmut, indem er seinen Protagonisten ein Happy End gönnt, sodass der improvisationsfreudige Regisseur am Ende selbst etwas überrascht ist. So sanft wie in diesem Alterswerkt war der Meisterregisseur nicht immer. Neben Francis Ford Coppola, Martin Scorsese und Peter Bogdanovich schuf er neue Erzählweisen außerhalb des Hollywood-Kinos. Für seine Koreakrieg-Satire „M.A.S.H.“ erhielt er 1970 eine Goldene Palme in Cannes. Später nahm er sich amerikanische Filmmythen wie den Western oder die „Schwarze Serie“ vor und schuf neben Meilensteinen wie „Nashville“ auch einige Flops, die ihn aber nicht aus der Bahn warfen. Nach „The Player“ und „Short Cuts“ lockte er viele große Hollywood-Stars für seine Filme an, obwohl er bei den großen Studios und namhaften Produzenten als Außenseiter galt.

Fazit: Die 1999 von Robert Altman gedrehte Komödie ist eine Hommage an das Kleinstadtleben und die sozialen Zwänge der amerikanischen Provinz. In seinem mit Liv Tyler, Glenn Close und Julianne Moore hochkarätig besetzten Spätwerk zeigt der Regisseur seinen gewohnt satirischen Blick auf die amerikanische Gesellschaft. Auf der Berlinale 1999 gewann „Cookie’s Fortune - Aufruhr in Holly Springs“ den Preis der „Arbeitsgemeinschaft Kino - Gilde deutscher Filmkunsttheater“ und wurde für einen Goldenen Bären nominiert. ()

alle Rezensionen von Johannes Kösegi ...
Der in Kansas-City im Staat Missouri geborene Robert Altman (1925-2006) blieb mit seinen Filmen häufig dem Mittleren Westen und Osten der Vereinigten Staaten verhaftet und siedelte seine Filme nur selten in den ungleich stärker filmisch frequentierten Staaten Kalifornien oder New York an. Sein Blick galt der einfachen Landbevölkerung, den etwas rückständigen Menschen aus Tennessee (beispielsweise in seinem Meisterwerk „Nashville“), Missouri (hier setzte er seiner Heimatstadt „Kansas City“ im gleichnamigen Musikfilm ein Denkmal) oder eben Mississippi, wo sich das kleine Nest Holly Springs befindet, in dem sich die Verwicklungen in „Cookie’s Fortune“ entspinnen. Der langjährige Meister des Ensemblefilms setzte auch hier wieder auf die Kraft des reibungslosen Zusammenspiels einer ganzen Reihe erstklassiger Darsteller, die sich persönlich weitgehend zurücknahmen, um in der Kombination ihrer individuellen Talente den Mikrokosmos eines Südstaatenstädtchens zu entwerfen, dessen Alltag durch einen unerwarteten Zwischenfall gehörig aus dem gemächlichen Takt gerissen wird.

Jewel Mae Orcutt (Patricia Neal), von allen liebevoll Cookie genannt, ist eine betagte Witwe, die zunehmend gebrechlich wird und sich jeden Tag mehr nach einer Wiedervereinigung mit ihrem vor Jahren verstorbenen Ehemann Buck sehnt. Als sie ihrem Leben mit einer von Bucks Pistolen beherzt ein Ende setzt, sind insbesondere ihre beiden egoistischen Nichten Camille (Glenn Close) und Cora (Julianne Moore) schockiert. Als die beiden zickigen Schwestern Cookie tot in ihrem Bett finden, versuchen sie mit allen Mitteln, diesen peinlichen Selbstmord zu vertuschen. Camille arrangiert alles so, dass es nach einem Raubmord aussieht. Zu dumm, dass dadurch ausgerechnet der herzensgute Hausmeister und beste Freund Cookies, Willis Richland (Charles S. Dutton), zum Hauptverdächtigen wird. Zwar kann sich selbst Sheriff Lester Boyle (Ned Beatty) kaum vorstellen, dass Willis der Täter ist, aber die erdrückende Beweislast zwingt ihn dazu, den dunkelhäutigen Arbeiter ins Gefängnis zu stecken. Aus Solidarität lässt sich Coras Tochter Emma (Liv Tyler), die als einzige Verwandte ebenfalls noch eng mit der verstorbenen Cookie in Kontakt stand, zusammen mit Willis in Arrest nehmen.

Der Robert-Altman-Film ist wesentlich übersichtlicher geraten als seine klassischen Ensemblefilme, bietet aber nichtsdestotrotz eine höchst interessante und amüsante Kleinstadtgeschichte, die immer wieder Überraschungen für den Zuschauer bereithält. Gegen Ende wird das ganze zwar für einige Minuten unnötig kompliziert, insgesamt bleibt dieses Alterswerk aber durchaus konkurrenzfähig. Glenn Close trägt vielleicht etwas zu dick auf, die meisten anderen Darsteller werden ihren Rollen aber gerecht und unterstreichen mit ihrem subtilen Spiel den hintergründigen und facettenreichen Humor des Stoffes, der sich immer wieder in pointierten Dialogen und herrlicher Situationskomik Bahn bricht. Die BluRay-Erstveröffentlichung des Films aus dem Jahr 1999 wartet mit einem sehr guten Bild (im Widescreen-Format 1,78:1) auf, das angesichts seines Alters vollkommen überzeugen kann. Auch der Ton (Deutsch und Englisch im DTS HD Master Audio 5.1, optional mit deutschen Untertiteln) ist räumlich toll abgemischt und wartet mit überzeugenden atmosphärischen Effekten auf, lediglich der Subwoofer kommt so gut wie nicht zum Einsatz. Das Bonusmaterial ist relativ bescheiden ausgefallen und besteht lediglich aus einem „Behind-the-Scenes“-Feature (3 Minuten), Promo-Interviews mit Robert Altman, Glenn Close, Julianne Moore, Liv Tyler, Chris O’Donnell und Charles S. Dutton (zusammen 14 Minuten) sowie dem deutschen Kinotrailer zum Film. ()

alle Rezensionen von Frank Brenner ...
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Medien-Typ: DVD
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