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Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu :
Arthur Blake (Dominic Monaghan) ist am Ende einer erfolgreichen Karriere im Irland des 18. Jahrhunderts angelangt. Augenblicklich sitzt er im Gefängnis und wird seinem Kompagnon Willie Grimes (Larry Fessenden) bald auf die Guillotine folgen. Vorher aber legt er noch die Beichte ab, schildert Pater Francis Duffy (Ron Perlman), wie alles kam. Wie er Leichenräuber wurde, über seinen finsteren Auftraggeber Dr. Vernon Quint (Angus Scrimm), den blutigen Konkurrenzkampf mit der rivalisierenden Murphy-Gang und wie sich manch ausgegrabene Leiche als gar nicht so tot erwies. Hier mischt sich das good ol’ feeling der TALES FROM THE CRYPT mit vernebeltem Hammer-Retrostyle und einer guten Prise irischen Humors, wenn im Kampf gegen Vampire, Zombies & Co. die Friedhöfe durchforstet werden. Immer gemäß dem Motto: Vertraue niemals einer Leiche! Der Film liegt in seinem Originalbildformat von 2,35:1 (anamorph) vor. Leider könnte die Detailschärfe ein wenig besser sein, wirken viele Szenen doch einen Tick zu weich. Die Farben und der Kontrast wurden nachbearbeitet. Die Farben sind je nach Szene und Schauplatz entweder eher blass gehalten oder kräftig betont geworden. Es gibt ein leichtes Hintergrundrauschen, aber problematisch ist da eher die Kompression, die durch teils deutliche Unruhen auf sich aufmerksam macht. Deutsche Synchronisation und englische Originalfassung sind in Dolby Digital 5.1 vorhanden. Beide Spuren sind dabei von der Abmischung her praktisch identisch. Diese ist für so einen Film recht gelungen. Obwohl letztendlich immer noch einen Tick zu frontlastig, ist der Sound überaus gut geworden und überzeugt durch eine detailreiche Kulisse. Die hinteren Boxen sind fast immer im Einsatz und erschaffen so durch den Musikscore und die Umgebungsgeräusche eine tolle räumliche Atmosphäre. Es gibt optionale deutsche Untertitel. Die vorliegende Single-Disc verfügt über keinerlei Extras. I SELL THE DEAD (USA; 2008) ist das Spielfilmdebüt des Regisseurs Glenn McQuaid, der hier zugleich als Produzent, Autor und Regisseur in Personalunion agiert. McQuaid durfte aus seinem Kurzfilm THE RESURRECTION APPRENTICE von 2005 einen Langfilm machen und das Ergebnis sieht man hiermit. Die Aufgabe hatten schon viele und nahezu alle scheiterten daran, denn das Problem ist nun mal, was in einem Kurzfilm funktioniert, muss nicht in einem abendfüllenden Film funktionieren. Auch I SELL THE DEAD ist der erneute Beweis dafür, dass der Stoff, der für ein Kurzwerk ausreichte, keinen ganzen Film allein tragen kann.

Anfang des 19. Jahrhunderts in England. Die Grabräuber Arthur Blake (Dominic Monaghan, LOST) und Willie Grimes (Larry Fessenden, selber Regisseur, u. a. von WENDIGO und THE LAST WINTER), die unter anderem für den skrupellosen Doktor Vernon Quint arbeiten (Angus Scrimm, PHANTASM I bis IV), werden geschnappt und zum Tode verurteilt. Grimes hat bereits Bekanntschaft mit der Guillotine gemacht, während Blake noch etwa fünf Stunden in seiner Zelle auf die Hinrichtung warten muss. Er bekommt zuvor noch Besuch von einem Priester (Ron Perlman, HELLBOY), der scheinbar an seiner Lebensgeschichte interessiert ist. Diese wird in Rückblenden erzählt.

Es dauert zu lange, bis es richtig losgeht, dann werden die einzelnen Episoden (Vampire, Alien, Zombies) schnell abgespult, hier gibt es jedoch wenigstens Erzähltempo. Aber am Ende hängt der Erzählfluss wieder durch. Es gibt einfach viel zu viel Leerlauf. Auch ist der Streifen zu geschwätzig, zu dialoglastig, was ebenfalls kein Tempo aufkommen lässt. Die ganze Inszenierung ist schleppend. So etwas wie Spannung gibt es praktisch gar nicht. Und die finale Wendung ist nicht mal halb so überraschend wie vielleicht angedacht. Außerdem soll dies eine Horrorkomödie sein. Dumm nur, dass die Witze nicht lustig sind.

Wenigstens wurde der Film ein wenig verspielt inszeniert, mit Wischblenden, comicartigen Standbildern, etc. Auch ist der Streifen eine kleine, bescheidende Hommage an die Hammer-Filme. Er ist zumindest ansatzweise atmosphärisch gelungen, in der Darstellung der nebligen und düsteren Schauplätze. Dennoch ist das Endergebnis alles andere als überzeugend. Der Film krankt einfach an einer fehlenden überzeugenden Geschichte, die alles zusammenhält. Es gibt keine wirkliche Story, sondern mehr eine Aneinanderreihung von Episoden. I SELL THE DEAD ist als Horrorkomödie gescheitert, weil sie nicht komisch, sondern unwitzig ist und viel zu langweilig daherkommt. Schade, Chance vertan. Der Stoff hätte mehr hergeben können. ()

alle Rezensionen von Carlito Brigante ...
“I sell the Dead” stellt das Regiedebut für einen abendfüllenden Spielfilm von Glenn McQuaid dar. Mit diesem Streifen entführt er den Zuschauer in eine atmosphärisch an frühere Gruselfilme der 70er und 80er Jahre erinnernde Welt.

Arthur Blake ist ein Grabräuber. Zusammen mit seinem Partner plündert er die Friedhöfe und verkauft die Leichen anschließend an diverse Interessenten. Eines Tages werden er und sein Partner allerdings gefasst. Im Kerker wartet er auf seine Hinrichtung und nutzt die Gelegenheit seine Lebensgeschichte einem Pfarrer zu beichten.

“I sell the Dead” punktet durch eine gehörige Portion schwarzen Humors, der zwar nicht immer zündet, aber im Großen und Ganzen funktioniert und dadurch den Zuschauer zu unterhalten versteht. Leider ist dieser Humor in einer recht spannungsarmen Geschichte eingebaut, in der der Handlungsplot oft sehr dialoglastig vorangetrieben wird und so unfreiwillige Längen auftauchen. Der von der Ausstattung her sehr ansprechende Gruselfilm lässt oft das nötige Tempo vermissen, um über die gesamte Spieldauer zu fesseln. Optisch gefällt das dargebotene jedoch und entführt den Zuschauer in eine vergangene Welt, die mit vielen detailliert gestalteten Szenarien zu überzeugen weiß. Nebelschwaden auf düsteren Friedhöfen oder finstere Gebäude mit dunklen Ecken erzeugen beim Zuschauer die gewollte Wirkung. Bei den Darstellern sind Dominic Monaghan und Ron Perlman international bekannt. Horrorfreunden ist aber auch Angus Scrimm ein Begriff, der in der „Das Böse“ – Reihe den Tall Man spielte. Hier agieren sie allesamt auf einem annehmbaren Niveau ohne besonders aufzufallen.

Das 2-DVD Set enthält eine Bonus DVD mit einem umfangreichen Making of, sowie einem Visual FX Bericht. Eine Trailershow komplettiert das Bonusmaterial. Neben der 2-DVD Fassung ist der Film auch als Single-Disc Edition erhältlich, bei der keine Bonusmaterialien enthalten sind. Bei den tonalen Möglichkeiten kann man zwischen einer deutschen und englischen Tonspur in Dolby Digital 5.1 wählen.

Wer auf die alten Horrorklassiker der Hammer Studios steht, wird mit „I sell the Dead“ durchaus seine Freude haben. Obwohl es dem Film stellenweise ein wenig an Tempo fehlt, überzeugt er optisch mit einer klassischen Ausstattung. Hinzu kommt eine Portion schwarzen Humors, die das Werk insgesamt sehenswert macht. ()

alle Rezensionen von Oliver Anter ...
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Medien-Typ: DVD
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