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Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu :
Der italienische Regisseur Ruggero Deodato legte mit „Cannibal Holocaust“ den Grundstein der Found-Footage-Filme, bevor das neu entstandene Genre mit „The Blair Witch Project“ 1999 den bisher prägendsten Höhepunkt erreichte. Aktuell erfreuen sich die Filme, die sich mit angeblich aufgefundenem Filmmaterial beschäftigen, großer Beliebtheit. Die Möglichkeit im pseudodokumentarischen Stil rätselhafte Ereignisse, Mysterien oder Verschwörungen auf die Leinwand zu bringen, ist unter Umständen nicht nur sehr spannend, sondern bekommt durch die authentische Aufmachung auch einen eigenen, faszinierenden Charakter. Meist mit einer effektiven Werbekampagne via Internet verbunden, lösen Found-Footage-Filme ganze Hypes aus, wie es J.J. Abrams Monsterfilm „Cloverfield“ oder Oren Pelis „Paranormal Activity“ hervorragend zelebrierte. Mit „Apollo 18“ inszeniert Regisseur Gonzalo López-Gallego aufgefundenes Material der Mondmission Apollo 18, die „angeblich“ nur aus Kostengründen abgesagt wurde.

Obwohl die Apollo 18-Mission offiziell abgeschrieben wurde, bekommen die drei Astronauten Nathan Walker, Benjamin Anderson und John Grey eine Mitteilung, dass die Mission trotzdem stattfinden werde – natürlich strenggeheim. Nicht einmal ihren Familien dürfen sie ein Wort verraten. Was sie genau auf dem Mond erforschen sollen, wissen sie selbst nicht. Nach geglücktem Start und ruhig verlaufenem Flug landet Kommandant Walker zusammen mit Pilot Anderson auf dem kalten Gestein, während Grey im Orbit die Mission von „oben“ überwacht. Der Kontakt zu Housten steht und auch die ersten Arbeiten nähe Landeplatz der Mondfähre verlaufen ohne Zwischenfälle, bis das Bodenteam auf Fußspuren im Mondgestein trifft. Nach Spekulationen über Herkunft der Fußabdrücke entdecken Walker und Anderson eine weitere Fähre, die deutlich die Kennzeichen der UdSSR trägt. Doch das Auftauchen der verfeindeten Weltmacht ist nur der Anfang des langsam beginnenden Horrors.

Zuletzt verwendete Krawall-Regisseur Michael Bay Verschwörungstheorien rund um die erste Mondlandung als Aufhänger für seinen neusten Roboter-Actioner „Transformers 3“. López-Gallego widmet sich nun der letzten Mondmission. Die überschaubare Einleitung liefert schnell wichtige Eckdaten, was genau dafür ausreicht, um das Interesse der Zuschauer zu steigern. Gekonnt gibt das Autorenduo Brian Miller und Cory Goodman wenig Information über die offiziell dementierte Apollo-Mission bekannt und auch über die Charaktere erfährt man nur grobe Hintergründe. Dies erhöht den Spannungsgrat für die erste halbe Stunde ungemein, doch dann geht die Rechnung nicht mehr auf. Grey, spielt nach der Landung, den Mond im Orbit umkreisend, nur noch eine sehr passive Rolle und die schablonenhaft gezeichneten Charaktere Walker und Anderson entwickeln sich nach deren Einführung ebenso wenig. López-Gallego scheint über den weiteren Handlungsverlauf sein ganzes Interesse an den Figuren verloren zu haben, denn so degradiert er diese schlicht auf die Formel „Mittel zum Zweck“.

Ohne menschliche Protagonisten kann scheinbar keine Geschichte erzählt werden, auch wenn sie in dieser nur vernachlässigtes Beiwerk sind. López-Gallego will vielmehr den Spannungsgehalt von „Apollo 18“ in den Vordergrund setzten, was an sich keine schlechte Idee ist, da eine Mondverschwörung reichlich Potential dazu bietet. Trotzdem gelingt es ihm nicht dieses Konzept gut durchzusetzen. Nachdem der Zuschauer den Bezug zu den Figuren verliert, bleibt nur noch das große Unwissen über das eigentliche Mysterium der Mission. Doch sobald die Katze aus dem Sack ist, stellt sich Ernüchterung und vor allem – was noch viel schlimmer ist – Leerlauf ein. López-Gallego kann seinem eigenen Konzept nicht standhalten und beschert ein mehr oder weniger beschauliches und reichlich uninspirierendes Mondgeheimnis und bleibt damit im Mittelteil der Handlung hängen. Erst gegen Ende der knappen eineinhalb Stunden Laufzeit wird nochmal ein Gang eingelegt, doch der Preis sind die Konventionen des Genres.

Die konsequente und durch Authentizität gewollt schockierende Handlung eines Found-Footage-Films muss seit einiger Zeit damit leben, dass es nach der Menge an Vertretern des Genres schwierig geworden ist, den groben Richtlinien etwas Neues hinzuzufügen. López-Gallego versucht immerhin den Blickwinkel durch reichlich viele Kameraperspektiven zu erweitern, die sich zum einen durch klassische Handkamera-Perspektiven definieren, zum anderen durch statische Aufnahmen Aufmerksamkeit erlangen. Authentisch gestaltet ist das allemal, doch insgesamt wertet auch dieser Versuch, die Dramatik zu steigern, „Apollo 18“ nur bedingt auf, da ab einem gewissen Zeitpunkt nur noch Vorhersehbarkeit herrscht. Somit reduziert sich der größte Reiz von López-Gallegos Film auf das den Spannungsbogen im ersten Drittel, der dort konstant vorhanden ist und gelegentlich hervorragende Sequenzen zustande bringt.

Warren Christie, Lloyed Owen und Ryan Robbins sind zwar physisch präsent, doch dabei bleibt es auch. Ihre Rollen sind mehr standardisierte Backzutaten des Found-Footage-Films, als eine dramatische oder tiefgreifende Bereicherung. Schemenhafte Dialoge und wenig Platz zur Eigeninterpretation verengen ebenso den Spielraum der Darsteller. Letzten Endes bleibt die große Frage, warum López-Gallego trotz historischem Hintergrund und der damit verbundenen spannendsten Idee des letzten Kinojahrs mit „Apollo 18“ scheitert. An authentischen Bildern liegt es nicht, dafür mangelt es an funktionierender Dramatik und insgesamt bewegt sich López-Gallegos Film nur sehr oberflächlich auf dem Mond und verschenkt somit viel Potential. Found-Footage- und Science-Fiction-Horror-Fans kommen eventuell auf ihre Kosten, doch sollten die Erwartungen gedämpft werden, denn ein Highlight im jeweiligen Genre stellt „Apollo 18“ nicht dar. ()

alle Rezensionen von Matthias Hopf ...
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Medien-Typ: DVD
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