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Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu :
Musik ist eines der schönsten Hobbys der Welt. Schließlich lenkt Musik ab und kann auch befreiend wirken. Eingesetzt wird die Musik oft auch, wenn sportliche Aktivitäten wie bei Sportkursen im Fitnessstudio. Allerdings kann Musik auch eine heilende Wirkung haben. Schon so mancher Fall ist in dieser Hinsicht bekannt geworden. Wie Musik sich ihre Wirkung erarbeiten kann, zeigt sich in dem Film „The Music never stoppend“, der inzwischen auf DVD erhältlich ist.

Eines Tages erhalten Henry und Hellen einen Anruf. Sie werden ins Krankenhaus bestellt, weil sich dort wohl ihr Sohn befindet. Von einer Schwester werden die beiden in ein Zimmer geführt, in dem tatsächlich Gabriel liegt. Über die Ärzte erhalten sie die Auskunft, wie es um ihren Sohn steht. Das schlimme ist dabei, dass sich ihr Sohn nicht mehr an alles erinnern kann. Nachdem er einige Zeit später aus dem Krankenhaus entlassen wird, bekommt er Kontakt mit einer Therapeutin. Henry stellt diesen Kontakt her. Die Therapeutin entdeckt schnell, dass Gabriel immer bei bestimmter Musik plötzlich ganz aufgeweckt wird. Dann strahlt er über das ganze Gesicht. Plötzlich jedoch verstimmt er wieder. Für den Vater stellt das genau den richtigen Ansatz dar. Er und sein Sohn waren schließlich der Musik immer sehr verbunden, ehe sein Sohn einfach aufgrund des Bruchs mit seinem Vater verschwunden ist. Mit Hilfe der Musik geht es Gabriel immer besser. Es ist sogar möglich, dass Gedächtnis zu trainieren. Doch auch Henry entdeckt, dass die Musik von seinem Sohn auch ausdrucksvoll sein kann. So bewegen sich zwei über lange Jahre unterschiedliche Welten aufeinander zu.

Für die Hauptrollen wurden J.K. Simmons, Lou Taylor Pucci und Cara Seymour verpflichtet. Sie folgten den Regieanweisungen von Jim Kohlberg. Zuständig für die Komposition der Musik war Paul Cantelon.

Gezeigt wird der Film in Deutsch und in Englisch, wobei jeweils das Tonformat Dolby Digital 5.1 gegeben ist. Angewählt werden können deutsche Untertitel, die auf dem Bildformat von 16:9 Anamorph 2.35:1 angezeigt werden.

Von der FSK wurde der Film ab sechs Jahren freigegeben. Zuständig für die Veröffentlichung war die Senator Home Entertainment (Vertrieb Universum Film). Produziert wurde der etwa 101minütige Film im Jahr 2011.

Zum Bonusmaterial gehören die Deleted Scenes sowie die Interviews. Außerdem gibt es das Interview mit dem Regisseur Jim Kohlberg als Extra. Komplettiert wird das Bonusmaterial vom Wendecover ohne FSK-Angabe.

Ganz witzig finde ich die Gestaltung der DVD, die als Single präsentiert wird. Nach Einlegen der DVD beginnt eine Geschichte, die wirklich berührt. Da treffen Eltern eines Tages wieder auf ihr Kind, das schwer krank ist. Sohn Gabriel hat einen Tumor im Kopf und sie müssen nach seiner Operation ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen. Das ist von allen Schauspielern beeindruckend dargestellt worden und geht dabei richtig unter die Haut. Schließlich möchte man doch seine Kinder gern im Erwachsenenalter glücklich sehen und nicht im Krankenhaus. Ein Film, der berührt und zugleich manchmal nachdenklich machen kann. ()

alle Rezensionen von Marina Teuscher ...
Nach fast 20 Jahren sieht das Ehepaar Sawyer den verlorenen Sohn Gabriel wieder. Aber ein Gehirntumor hat ihn vieler Erinnerungen beraubt. Einer Musiktherapeutin gelingt es mit Hilfe einiger alter Lieder, das Gedächtnis Gabriels sukzessive wieder zurückzuholen.

Den Namen des britischen Neurologen Dr. Oliver Sacks dürften die meisten Kinozuschauer aufgrund des Films „Zeit des Erwachens“ kennen, in dem Robert De Niro als lethargischer Patient glänzte, der aufgrund neuer Heilansätze eine unglaubliche Phase der geistigen Klarheit durchlief. Das zu Grunde liegende Buch aus der Feder von Sacks basierte auf tatsächlichen medizinischen Tests und ihren Auswirkungen. Auch „The Music Never Stopped“ diente ein authentischer Fall als Vorlage, den Sacks in seinem Buch „The Last Hippie“ auf leicht verständliche Weise seiner treuen Leserschaft nahe bringen konnte. Wie schon im Falle von Penny Marshalls Filmerfolg aus dem Jahr 1990, hat man auch hier die wissenschaftliche Sensation genutzt, um eine Geschichte zu erzählen, die es schafft, den Zuschauer darüber hinaus auch emotional anzusprechen. Dass das Beispiel eindrucksvoll belegt, auf welch komplexe Weise das menschliche Gehirn arbeitet und dass es noch Vieles gibt, was die Wissenschaft vor Rätsel stellt, ist die dahinter steckende Aussage von Oliver Sacks’ Sachbuch.

Für die filmische Umsetzung kommt es sehr gelegen, dass der familiäre Zwist auch ein Generationenkonflikt ist, wie er sich insbesondere in den revolutionären Zeiten der späten 60er Jahre zuhauf zugetragen haben dürfte. Die Jugend rebellierte damals nicht nur gegen spießige Erwachsene, sondern auch gegen eine unverständliche Außenpolitik, die die USA in einen sinnlosen Krieg stürzte. Jene Differenzen spiegeln sich auch sehr gut in der Musik jener Zeit wider, die in ihren Texten politische Haltungen transportierte und sich von den banalen Schmonzetten der älteren Generation zu distanzieren verstand. All das findet sich in „The Music Never Stopped“ wieder, denn der fast zwanzig Jahre zurückliegende Bruch zwischen Gabriel Sawyer und seinen Eltern ist sowohl auf politische Überzeugungen als auch auf unterschiedliche Musikgeschmäcker zurückzuführen. Damit sie nach der Operation wegen des Gehirntumors überhaupt wieder zu ihrem Sohn durchdringen können, müssen sich die Eltern auch auf dessen Musik einlassen, die den Schlüssel zu seinen verlorenen Erinnerungen darstellt. Diese geschickte symbolische Lösung für einen familiären Konflikt weiß Regiedebütant Jim Kohlberg in seinem Film pfiffig einzusetzen. In Rückblenden verdeutlicht er uns, dass auch schon für den Vater (wie immer überzeugend: J.K. Simmons) Musik ein wichtiger Bestandteil des Lebens war, an dem er besonders einschneidende Ereignisse festzumachen verstand. Inwieweit Musik auch unterbewusst das Denken, Handeln und Erinnern eines Menschen beeinflussen und steuern kann, wird einem spätestens dann bewusst, wenn einem der ungewöhnliche Heilungsprozess des Protagonisten hier vor Augen geführt wird. ()

alle Rezensionen von Frank Brenner ...
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Medien-Typ: DVD
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