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„Jud Süß – Film ohne Gewissen“ – Die Geschichte hinter dem Propagandafilm

„Jud Süß – Film ohne Gewissen“ – Die Geschichte hinter dem Propagandafilm

DigitalVD.de News-Reader DigitalVD.de bei Facebook DigitalVD.de bei Twitter   2011-04-16 09:51:55 - Autor: Patrick Fiekers - Titel bei Amazon.de kaufen!

am 14. April 2011 erscheint „Jud Süß – Film ohne Gewissen“ bei Concorde Home Entertainment.


„Jud Süß – Film ohne Gewissen“ – Die Geschichte hinter dem Propagandafilm „Jud Süß – Film ohne Gewissen“ – Die Geschichte hinter dem Propagandafilm

Am 14. April 2011 erscheint das aufrüttelnde und kontroverse Drama mit Tobias Moretti, Moritz Bleibtreu und Martina Gedeck bei Concorde Home Entertainment auf DVD und Blu-ray Disc.

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Er gilt als einer der wirkungsmächtigsten Propagandafilme des Nationalsozialismus und als Synonym für die manipulative Macht der Bilder: im Auftrag von Reichspropagandaminister Joseph Goebbels inszenierte Veit Harlan 1940 „Jud Süß“, der im Gewand des Historienfilms die antijüdische Hetze des Nazi-Regimes auf die Leinwand brachte – „ein antisemitischer Film, wie wir ihn uns nur wünschen können“, wie Goebbels in seinem Tagebuch notierte. Die Entstehungsgeschichte des Goebbels’schen Prestigeprojekts, das den Judenhass im Deutschen Reich weiter anstacheln sollte, stellt Regisseur Oskar Roehler („Elementarteilchen“) in den Mittelpunkt seines Spielfilms Jud Süß – Film ohne Gewissen: Der mäßig erfolgreiche österreichische Schauspieler Ferdinand Marian (Tobias Moretti) wird von Joseph Goebbels (Moritz Bleibtreu) mit einer Mischung aus Drohungen und Versprechungen dazu gebracht, die Titelrolle in „Jud Süß“ zu übernehmen. Ausgerechnet als diabolisch-verführerischer Süß feiert Marian beim Publikum seinen größten Erfolg. Dafür muss er allerdings einen hohen Preis zahlen und sich von dem unmenschlichen Regime, das er insgeheim verachtet, instrumentalisieren lassen. Eine Entscheidung, die sein weiteres Leben bis zu seinem frühen Tod im Jahr 1946 überschatten wird. In Jud Süß – Film ohne Gewissen thematisiert Roehler eindrucksvoll die bis heute gültigen Fragen nach der Rolle der Kunst in einem totalitären Regime, nach den Mechanismen machtpolitischer Manipulation und nach der persönlichen Verantwortung des Einzelnen. Getragen wird das Drama von einem herausragenden Ensemble deutscher und österreichischer Schauspieler, allen voran Tobias Moretti als Marian, der durch sein rückgratloses Verhalten immer tiefer in die Machenschaften der Nazis verstrickt wird, und Moritz Bleibtreu als machtbesessener Joseph Goebbels. Das Drehbuch schrieb Klaus Richter, der schon mit dem Skript zu „Comedian Harmonists“ sein Gespür für historische Themen und überzeugende Charakterporträts demonstriert hatte.

Das Ergebnis ist ein Film, der – wie viele Werke von Roehler – polarisiert: So erschien einigen Kritikern Moritz Bleibtreus Goebbels-Darstellung zu grell und plakativ. Andere dagegen lobten gerade die Mischung aus schmierig-kumpelhafter Anbiederung und kaltschnäuziger Brutalität, die das Doppelgesichtige der Naziherrschaft gnadenlos bloßlegt: Diese stützte sich eben nicht nur auf nackte Gewalt, sondern ebenso sehr auf Verführung durch Privilegien und Aufstiegschancen – wie sich exemplarisch am Lebensweg von Ferdinand Marian ablesen lässt. Die Presse zollte der Inszenierung Oskar Roehlers und der Leistung der Hauptdarsteller Respekt: „Moritz Bleibtreu ist als Dämon Goebbels ebenso überzeugend wie Tobias Moretti als lebensfroher, getriebener Marian. Ein Skandalfilm? Kaum, aber der beste deutsche Kinofilm des Jahres“, urteilte die Leipziger Volkszeitung. Zu einem ähnlichen Ergebnis kam auch die Cinema: „Eine beklemmende, brillant gespielte Studie über die Verführbarkeit des Einzelnen in einer diktatorischen Gesellschaft. Fazit: Unbedingt sehenswert: Eine packende Geschichtsstunde.“ Am 14. April 2011 veröffentlicht Concorde HomeEntertainment Oskar Roehlers Jud Süß – Film ohne Gewissen als DVD und alsBlu-ray-Version. Als Extras enthalten beide Versionen u.a. die 30-minütige „Verführung und Verbrechen – Propagandafilme im Dritten Reich“, in der die Wirkungsgeschichte der nationalsozialistischen Filmpropaganda durch Gespräche mit Zeitzeugen und Historikern genauer beleuchtet wird. Hier kommt auch Friedrich Knilli zu Wort, dessen umfangreiche Marian-Biografie „Ich war Jud Süß – die Geschichte des Filmstars Ferdinand Marian“ die Inspiration für Jud Süß – Film ohne Gewissen war.

Jud Süß – Film ohne Gewissen
Berlin 1939. Der mäßig erfolgreiche Schauspieler Ferdinand Marian (Tobias Moretti) bekommt von Joseph Goebbels (Moritz Bleibtreu) die Rolle des „Jud Süß“ in dem gleichnamigen NS-Propagandafilm angeboten. Die Regie soll Veit Harlan übernehmen. Eine einmalige Karrierechance für Marian. Hin- und hergerissen weigert er sich zunächst, vor allem wegen der Einwände seiner halbjüdischen Frau Anna (Martina Gedeck) und seiner Befürchtung, danach auf jüdische Rollen festgelegt zu werden. Doch nachdem Minister Goebbels immer stärkeren Druck auf ihn ausübt, willigt er ein. Marian versucht, sich und seiner Frau einzureden, er könne die Rolle so spielen, dass der Titel-Bösewicht zum Sympathieträger würde. Doch selbst diese fromme Absicht macht sich der Film geschickt zunutze – sie steigert am Ende sogar noch dessen Wirkung auf die Massen. Im Film überredet der mephistophelisch gezeichnete Joseph Süß Oppenheimer im 18. Jahrhundert den Herzog von Württemberg, sein Volk durch Zölle auszubeuten, um damit den luxuriösen Hofstaat zu finanzieren. Der reißerische Kolportageplot zeichnet Süß Oppenheimer – der antisemitischen NSIdeologie folgend – als geldgierigen Opportunisten, der die eigenen Ziele rücksichtslos vorantreibt und auch vor der Vergewaltigung einer „arischen“ Frau nicht zurückschreckt. Marians Verstrickung in die Folgen dieser genau geplanten filmischen Propagandawaffe ist nicht mehr aufzuhalten...

Hintergrund
Emil Jannings, Gustav Gründgens, Paul Dahlke – sie waren nur einige der Schauspieler, die dem Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, Joseph Goebbels, einen Korb gaben. Der suchte 1939 einen Hauptdarsteller für die Titelrolle in „Jud Süß“. Doch keiner seiner Stars wollte sich für eine derart heikle Rolle hergeben – bis Goebbels mit Ferdinand Marian endlich einen, wenn auch weniger prominenten, Darsteller für die Titelrolle verpflichten konnte. Der verheerenden Wirkung des Propagandastreifens taten die Besetzungsquerelen keinen Abbruch: Bis zum Kriegsende wurde „Jud Süß“ von knapp zwanzig Millionen Menschen in Deutschland und dem besetzten Europa gesehen. Dass er seine aufpeitschende Wirkung nicht verfehlte, stellte der SSFührer Himmler unterstellte Sicherheitsdienst (SD) in einem Bericht fest: „Während der Vorführung des Films kam es zu offenen Demonstrationen und Ausrufen gegen das Judentum.“ Für SS- und Wehrmachtsangehörige wurden Sondervorstellungen befohlen, um sie ideologisch auf den „Kampf gegen das Judentum“ einzuschwören.

Drehbuchautor Klaus Richter und Regisseur Oskar Roehler stützten sich bei ihrer Arbeit an Jud Süß – Film ohne Gewissen auf umfangreiches Recherchematerial, darunter Friedrich Knillis Marian-Biografie „Ich war Jud Süß“, Biografien von Veit Harlan, die Gerichtsprotokolle aus den Verfahren gegen Harlan Ende der 40er und Anfang der 50er sowie die Tagebücher von Joseph Goebbels. Während die Geschichte der Entstehung des Films streng den historischen Fakten folgt, wurden einige Figuren aus dramaturgischen Gründen verdichtet – so war der reale Marian insgesamt zweimal verheiratet. Um die Tragik des Geschehens zu intensivieren, fügte man auch fiktive Elemente ein, etwa die Figur der Britta oder die jüdische Herkunft von Marians Frau.

Ab dem 14. April 2011 ist Jud Süß – Film ohne Gewissen auf DVD und Blu-ray- Disc überall im Handel erhältlich.

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Trailer ansehen:

Rund um Jud Süss

Jud Süss - Film ohne Gewissen
 
Jud Süss - Film ohne Gewissen
mit Tobias Moretti, Moritz Bleibtreu, Martina Gedeck, ...
Concorde Home Entertainment
Genre: Drama
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mit Tobias Moretti, Moritz Bleibtreu, Martina Gedeck, ...
Concorde Home Entertainment
Genre: Drama

Quelle: Concorde Home Entertainment
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2 Kommentare zu „Jud Süß – Film ohne Gewissen“ – Die Geschichte hinter dem Propagandafilm

  1. Anton zu dem Thema:

    Das stimmt, der Film ist sehr gut und regt zum Nachdenken an. Moretti spielt fantastisch! Bleibtreu spielt auch gut, aber er hat den Göbbels einfach falsch angelegt. Der war nämlich fies und wusste genau, wie er die Menschen manipulieren konnte. Bleibtreu spielt ihn als jovialen Komiker, und das war er nicht. Die historischen Veränderungen fand ich nicht schlecht. Ob nun die Frau von marian Halbjüdin ist oder ob, wie in Wirklichkeit die Tochter Halbjüdin ist, ist unerheblich. Moretti spielt den Marian ja nicht als Opfer, sondern als fiesen Weichling, der gar nicht weiss, was er tut, und so war es auch.

    4-.-0.2011 @ 25: 1 Uhr

  1. Tilly zu dem Thema:

    Dies ist ein unbedingt sehenswerter Film. Tobias Moretti ist absolut großartig. Moritz Bleibtreu spielt den Göbbels aber zu sehr als Karikatur, den man nicht ernstnehmen kann. Dadurch leidet der Film. Trotzdem unbedingt ansehen.

    4-.-0.2011 @ 22: 1 Uhr



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