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Walter Mitty

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MHP (Digital TV) braucht Engagement

MHP (Digital TV) braucht Engagement

DigitalVD.de News-Reader DigitalVD.de bei Facebook DigitalVD.de bei Twitter   2002-07-17 07:14:46 - Autor: Patrick Fiekers - Titel bei Amazon.de kaufen!

MHP (Digital TV) braucht Engagement. Visionäre dürfen nicht aufgeben.


MHP (Digital TV) braucht Engagement

Visionäre dürfen nicht aufgeben. Ein Zukunftsplan muss konsequent durchgezogen werden. In der Wertschöpfungskette partizipieren viele Macher, viele Mitläufer und wie immer die, die nur reden und nichts bewegen. Es wird geplant, geforscht, Konzepte entwickelt und viel Geld investiert um ein Visionäres Produkt in den Markt zubringen.

Meilensteine müssen kontinuierlich von allen verantwortlichen ins Visier genommen werden. Sie erfordern heute eine Effektive Teamarbeit, Marktorientierte Analyse und ein starkes Einführungskonzept als je zuvor. Doch das tatkräftige Engagement einiger Hersteller, Sendeanstalten, Netz- und Satellitenbetreiber fehlt, um den Grundstein für eine Erfolgreiche Markteinführung zu setzen.

In die Entwicklung von MHP wurden schon Millionen investieren und ein Ende ist nicht in Sicht. Viele innovative Firmen konnten die lange Durststrecke, bedingt durch die Verzögerung in der MHP-Standardisierung und der Test-Suite zur Zertifizierung der Hersteller nicht überleben, Schade! Die Euphorie für ein Interaktives Fernsehen ist weltweit zu hochgesteckt. Falsche Prognosen bei den Firmen die teure Marktanalysen verkaufen, haben in den letzten Jahren Ihre Glaubwürdigkeit verloren und bieten keine Basis für eine sichere Planung.

Steht MHP vor einer Krise oder sogar vordem scheitern, bevor es überhaupt ins Wohnzimmer gefunden hat? Nach Ansichten vieler renommierter Hersteller, Meinungsbildnern, den Early Adopters, also genau die Zielgruppe, die letztendlich den Erfolg von MHP oder dem Interaktivem Fernsehen entscheidet, fehlt der Schulterschluss und das Engagement der Industrie. In den letzten zwei Jahren wurde viel von den Machern versprochen und wenig gehalten. Mit dieser Irreführenden Medien-Euphorie wurden die Erwartungen zur letzten Internationalen Funkausstellung 2001 in den Himmel geschraubt. Nach der diesjährigen CeBIT, haben viel Händler vergebens auf den neuen und vielversprechenden TV-Standard und Produkte gewartet. Schöngeredet wird jetzt das kommende Weihnachtsgeschäft, doch die Signale stehen nicht auf Grün, sondern eher auf Orange.

Ein neues Medium wie z.B. MHP, kann nur durch die Inhalte den Verbraucher begeistern und überzeugen (das ist bei den Machern bekannt). Das angekündigte Angebot der Fernsehmacher von Interaktiven Digitalfernsehen auf MHP Basis, hat nicht das Zeug was für Euphorie sorgt. Selbst wen, die Bilder von Morgen Beine kriegen oder Aktiv anstatt Passiv geschaut werden, setzt das voraus, das die Bevölkerung durch Imagekampagnen aufmerksam gemacht werden. Aus der Vergangenheit hat man anscheint nicht gelernt.

Schleppend versucht die MHP Markteinführungs-Arbeitsgruppe der Deutsche TV-Pattform ein umfangreiches Budget zusammenzutreiben, um bis zur IFA2003 MHP auf breiter Masse zu vermarkten. Die öffentlich-rechtlichen und privaten freuen sich auf das Engagement der Hersteller, doch leider bleibt das Digitalfernsehen weiterhin ein Hobby der Techniker bei den Sendeanstalten. Der Mehrwert für ein attraktives Digitalfernsehen wir in Deutschland nicht wirtschaftlich geplant, so kann es gut sein, dass schon bald die Bastelstube zugemacht wird und dafür lineares Spartenfernsehen wie z.B. Teleshopping, Touristik, Lifestyle, Business und Zeitversetztes Fernsehen, die alle 20 Minuten immer wieder beginnen, unseren Tag bereichern.

Heißt das etwa, Back to Basics? Kein Risiko, keine Investitionen in neue Technologien? Wir haben das klassische Fernsehen und das Internet – Punkt! Ist Medienkonvergenz und iTV nur ein leeres Sprichwort oder ist MHP der falsche Standard für unsere Fernsehmacher? Wie es auch sein mag, dass Engagement und das eindeutige Bekenntnis zum Interaktiven Digitalfernsehen fehlen.

Auch die werbetreibende Industrie und die vielen TV-unabhängigen Firmen im Internet backen Ihre eigenen Brötchen. Ist den die „Lean-Backward“ Zielgruppe nicht attraktive genug um neue Kunden zu erschließen. Neue Initiativen gründen, über Standards streiten oder im täglichem Preiskampf zu verfallen ist kein Motor zum Erfolg. Nein, bitte nicht in den Alltagsrhythmus verfallen. Gerade die etablierte Old-Economy ist jetzt gefragt, die zukunftsweisenden Möglichkeiten vorhandener Technologien zu verknüpfen und mit erfahrungswerten erfolgsversprechend zu positionieren. Zukunftsweisende Standards und Technologien für den T/E Commerce, wie zum Beispiel DVB-RCS (Return-Channel via Satellit), DVB-HTML (XHTML, style sheets, ECMAScript u.v.m.) und DVB-Java stehen heute schon zur Verfügung.

Aus Sicht der Gerätehersteller, überschreiten die Investitionskosten mittlerweile die angesetzten Budgets. Viele der renommierten Decoderhersteller sind gar nicht bei MHP aktiv dabei oder schnuppern nur ab und zumal rein. Die kleineren Hersteller konzentrieren sich auf Nischenmärkte oder haben sogar schon Insolvenz angemeldet. Der laute Aufschrie der OCAP (OpenCable Application Platform) in Amerika, sorgte für positive Signale weltweit. Realistisch gesehen, ist es nur eine Empfehlung an die Kabelnetzbetreiber und nicht mehr. Der technische und wirtschaftliche Ansatz von einer standardisierten API (Application Programming Interface) ist ganz im Sinne der Wertschöpfungskette, doch leider bestehen unterschiedliche technische Geräteanforderung und das schon innerhalb Deutschland.

Was muss also passieren, damit der in Deutschland entwickelte MHP-Standard, der mittlerweile in Finnland ausgestrahlt wird, in Skandinavien, Zentral Europa, Asien und Australien akzeptiert worden ist, zum Durchbruch gelingt?

Die Programmmacher müssen jetzt endlich mal nachziehen. Der Content, sprich die Applikationen ist der „Standard“ zum Erfolg. Attraktive Inhalte müssen dem Zuschauer zuhause erreichen. Es muss ja nicht alles gleich voll Interaktiv sein. Wirkungsvolle und akzeptierte Beispiele wie „Tatort-Interaktiv“, „Wer wird Millionär“ oder die „Sydney Olympischen Spiele“ konnten gute Nutzerzugriffe aufweisen.

Das deutsche Gebührenfinanzierte Rundfunksystem ist überholt und passt nicht mehr in ein zukunftorientiertes Plattform- und Medienangebot? Das wirtschaftliche Gleichgewicht im Free-TV ist seit der Jahrtausendwende gestört und angeschlagen. Keiner der verantwortlichen handelt oder zeichnet neue Wege für ein tragfähiges Model auf. Wird in Zukunft das Free-TV Programm noch schlechter? Wie werden gute deutsche Filmproduktionen finanziert? Wie hoch ist das Budget um attraktive Filme aus Hollywood einzukaufen? Wie werden die Kapazitäten für die Ausstrahlung von Interaktive Applikationen bezahlt? Wer bezahlt gute Produzenten, die parallel zur Filmproduktion ein Interaktives Stroyboard schreiben?

Unser Volkssport musste mächtige zur WM2002 leiden und trieb die Leute auf die Straße. Knapp 2,7 Millionen digitale Sat-Haushalte durften keine WM schauen. In anderen Ländern konnten sich die Zuschauer über Interaktive Fußball-Ticker, Interaktive Wetten und über verschiedene Kamerapositionen per Fernbedienung im Stationen ihren Lieblingsspieler verfolgen.

Wer profitiert von MHP und dem Interaktivem Fernsehen?

- Die Fernsehsender – Kundenbindung durch Einschaltquoten, attraktive neue Sendeformate z.B. Fernsehen zum Mitmachen per Fernbedienung

- Die werbetreibende Wirtschaft – Shopping Portale, neue Werbeformate

- TV-unabhängige Marken aus dem Internet - die Möglichkeit, sich als digitaler Dienstleister auf dem Fernseher zu platzieren, ist eine weitaus kostengünstigere Alternative als über Satellit oder Kabel, um eine gigantischen Zielgruppe zu erschließen.

- Die Hersteller – Abverkauf der Produkte von Universaldecodern und Fernseher

- Entwicklungsfirmen – Softwareprogrammierer

- Satellitenbetreiber

- Contentanbieter und so weiter.

Als erfolgreiches Businessmodel und Beispiel brauchen wir nur nach England schauen. Hier wurde ein cleveres Businessmodel von BskyB langfristige geplant und realisiert. Der Kunde ist sogar bereit eine lästige Telefonschnur durchs Wohnzimmer verlegen zu lassen.

Die goldenen Regeln:

1. Strategische Partnerschaften zwischen Contentanbieter, Hersteller und Netzbetreiber bilden

2. Businessmodell

3. Die Hardware Plattform muss im vor Wege spezifiziert werden

4. Ziel- und Nutzergruppe definieren

5. Vermarktungskonzept

6. Marktorientierter Preis

(Autor: Lothar Kerestedjian, Panasonic Deutschland GmbH )

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Quelle: Panasonic Deutschland GmbH
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