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''Die 3-Groschen-Oper'' - ein Film von Georg Wilhelm Pabst

''Die 3-Groschen-Oper'' - ein Film von Georg Wilhelm Pabst

DigitalVD.de News-Reader DigitalVD.de bei Facebook DigitalVD.de bei Twitter   2008-10-06 16:36:01 - Autor: Patrick Fiekers - Titel bei Amazon.de kaufen!

''Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.'' absolut Medien zeigt ''Die 3-Groschen-Oper''.


''Die 3-Groschen-Oper'' - ein Film von Georg Wilhelm Pabst ''Die 3-Groschen-Oper'' - ein Film von Georg Wilhelm Pabst

Der Filmverlag der Spezialisten präsentiert auf DVD ab 17.10.2008

DIE 3-GROSCHEN-OPER
Ein Film von Georg Wilhelm Pabst (1930/31)

Film: Macheath, genannt Mackie Messer, heiratet Polly, die Tochter des Londoner Bettlerkönigs Peachum. Dieser will seine Tochter nicht hergeben und erpresst den Polizeichef Tiger-Brown, seinen Schwiegersohn zu verhaften. Mackies eifersüchtige Freundin Jenny verrät ihn ...

Pabsts Film, im Atelier gedreht, vorwiegend im Halbdunkel spielend, erinnert in seiner Bildgestaltung (Kamera: Fritz Arno Wagner) nicht selten an die Ästhetik des deutschen Stummfilms der 20er Jahre. Rudolf Forster verkörpert Mackie Messer als zynischen und eleganten Gauner. Seine Beziehung zu Polly entwickelt beinahe romantische Züge – die beide, aus dem kriminellen Milieu aufgestiegen – in der Bürgerlichkeit ankommen lässt: Mackie wird Direktor einer von Polly gegründeten Bank.

Hintergrund: Die Dreigroschenoper von Kurt Weill und Bertolt Brecht, 1928 in Berlin uraufgeführt, wurde zum erfolgreichsten Bühnenstück der Weimarer Republik und bis zu ihrem Verbot 1933 über 10.000 mal aufgeführt. Als die Nero-Film für Warner Bros. und Tobis das Erfolgsstück verfilmen wollte, hatte Brecht begonnen, sich mit marxistischen Ideen auseinanderzusetzen und entwarf das Szenarium »Die Beule«. Regisseur Pabst und die Autoren Leo Lania, Ladislaus Vajda und Béla Bálazs übernahmen eine Anzahl der Ideen aus diesem Entwurf. Dennoch klagten sowohl Brecht als auch Weill gegen die Bearbeitung. Während jedoch Weill den Prozess gewann, verlor Brecht. Seine Niederlage versuchte er im Text »Der Dreigroschenprozess« in einen moralischen Sieg umzudeuten. Der Film, wie das Bühnenstück 1933 von den Nazis verboten, gilt inzwischen als ein Meisterwerk des frühen Tonfilms in Deutschland.

Parallel zur deutschen Fassung drehte Pabst eine französische Sprachversion mit dem Titel: L'Opéra de quat'sous (mit Florelle, Albert Préjean, Gaston Modot, Margo Lion, Odette Florelle, Vladimir Sokoloff und Antonin Artaud), die auf der Bonus-DVD dieser Ausgabe zu finden ist.

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Quelle: absolut MEDIEN
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