Willenbrock
Rezension / Filmkritik von Frank Brenner (Review)
Der Autohändler Willenbrock hat sich mit seinem Leben arrangiert. Obwohl er verheiratet ist, lässt er nichts anbrennen. Als er eines Nachts Opfer eines brutalen Raubüberfalls in seinem Wochenendhaus wird, gerät sein geregeltes Leben aus den Fugen. Mit Filmen wie Nachtgestalten und Halbe Treppe hat der in Gera geborene Regisseur Andreas Dresen einen neuen Wind in die deutsche Kinoszene gebracht, der zu einer Renaissance der künstlerisch anspruchsvollen und dennoch unterhaltsamen Filme hierzulande geführt hat. Junge, engagierte Regisseure fanden sicherlich auch bestärkt durch Dresens Erfolge mit großen Geschichten um kleine Leute den Mut, ihre Ideen fürs Kino zu verwirklichen. Mit Willenbrock hat sich Dresen nun der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Christoph Hein angenommen, die er mit dem grandiosen Axel Prahl in der Titelrolle kongenial besetzt hat. Prahl, der bislang hauptsächlich als verlässlicher Nebendarsteller in lohnenden Charakterrollen eingesetzt wurde (NeuFundLand, Schussangst) und seit seinen Auftritten als „Tatort”-Assistent für den WDR einen größeren Bekanntheitsgrad erlangt hat, darf hier erstmals als Protagonist glänzen. |
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