Eine unbequeme Wahrheit
Rezension / Filmkritik von Frank Brenner (Review)
Al Gore war unter der Regierung Bill Clintons der 45. Vizepräsident der Vereinigten Staaten. In dieser Funktion war er maßgeblich daran beteiligt, für globalen Umweltschutz einzutreten und Gespräche zum Kyoto-Protokoll in die Wege zu leiten. Seinen größten Bekanntheitsgrad erlangte er im Jahr 2000 freilich durch eine Niederlage, die so hauchdünn wie nur möglich ausfiel: Als Präsidentschaftskandidat für den Posten des mächtigsten Mannes der Welt unterlag er seinem Kontrahenten George W. Bush aufgrund des Wahldebakels im US-Bundesstaat Florida. Michael Moore nahm diesen Wahlausgang in seinen Büchern und im Film Fahrenheit 9/11 zum Anlass, von Bush nur noch als dem „Präsidenten“ der Vereinigten Staaten in Anführungszeichen zu sprechen. Al Gore indessen nahm die Wahlschlappe schon sehr früh wie ein Mann hin und konzentrierte sich in Folge wieder auf die unbequeme Wahrheit der globalen Erderwärmung, mit der er sich schon seit seiner Collegezeit eingehend beschäftigt hatte. In weit über tausend Veranstaltungen weltweit hat der engagierte Politiker seitdem vor kleinem bis mittelgroßem Publikum seine Multimediaveranstaltung abgehalten, in der er auf ebenso eindringliche wie unterhaltsame Weise vor den Folgen der Erderwärmung warnt. |
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