An ihrer Seite - Special Edition
Rezension / Filmkritik von Frank Brenner (Review)
Fiona verliert durch Alzheimer nach und nach ihr Gedächtnis. Ihr langjähriger Ehemann Grant bringt sie widerwillig in ein Pflegeheim. Dort entgleitet Fiona jedoch völlig der Bezug zur Realität und sie hält den ebenfalls kranken Aubrey für ihren Mann, während sie Grant nicht wieder erkennt. Sarah Polley ist die herausragende Hauptdarstellerin aus den beiden bewegenden Charakterstudien der spanischen Regisseurin Isabel Coixet, Mein Leben ohne mich und Das geheime Leben der Worte. Ihrem ersten eigenen Film, den sie gleich in der Doppelfunktion als Drehbuchautorin und Regisseurin basierend auf einer Kurzgeschichte von Alice Munro realisiert hat, merkt man die Einflüsse Coixets sehr deutlich an. An ihrer Seite ist ein ruhiges und in klassischer Kameraführung eingefangenes Charakterdrama, das seine Zuschauer die Entwicklungen gebannt verfolgen lässt und trotz melodramatischer Elemente weitgehend vermeiden kann, in Kitsch abzudriften. Die Geschichte setzt zu einem Zeitpunkt an, als sich bei Fiona erste Konzentrationsschwächen bemerkbar machen, als alltägliche Dinge nicht mehr funktionieren und das Paar darüber zu diskutieren beginnt, ob eine Betreuung im Pflegeheim für beide die sinnvollere Alternative darstellt. |
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