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Trailer zum Film
TECHNISCHE DATEN
zu 1 Mord für 2 - Home Edition

RC 2 FSK Freigabe ab 12 Jahren
DVD-Typ: 1 x DVD-9
Medium: DVD
Genre: Thriller
Bildformat:
16:9 (2.35:1) anamorph
Tonformat:
Deutsch: DTS 5.1,Deutsch: Dolby Digital 5.1,Englisch: Dolby Digital 5.1
Verpackung: Amaray Case
Untertitel:
Deutsch
EAN-Code:
4010324026439 / 4010324026439
Mehr von den Darstellern und Regisseuren:

- Weitere Filme vom Regisseur(in)
- Michael Caine
- Jude Law

+++ ..DVD-RUBRIKEN.. +++


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1 Mord für 2 - Home Edition

Titel:

1 Mord für 2 - Home Edition

Label:

Concorde Home Entertainment

Regie:

Kenneth Branagh Interview mit Kenneth Branagh: Ein Winternachtstraum

Laufzeit:
84 Minuten
Genre:
Thriller
FSK:
ab 12 Jahren
Erscheinung:
05.06.2008 (Verleih: 08.05.2008)

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Rezension / Filmkritik von Bernd Hellweg (Review)

Anthony Schaffer (Drehbuchautor unter anderem für Hitchcocks „Frenzy“ oder auch „Sommersby“) schrieb 1970 mit „Sleuth“ ein Zwei-Personen-Stück, das mit intelligenten Dialogen, elegant-pointierter Darstellung brillierte und als eine Parodie auf englische Kriminalromane den Tony Award (britischer Theaterpreis) mehr als verdient hatte. Es dauerte keine zwei Jahre, da wurde das Theaterstück von „Cleopatra“-Regisseur Joseph L. Mankiewicz (es war seine letzte Regiearbeit) für die Leinwand inszeniert. Heraus kam hervorragende und amüsante Krimiunterhaltung, mit Laurence Olivier und Michael Caine in den beiden Hauptrollen. Es ist schwer etwas über den Film (deutscher Verleihtitel „Mord mit kleinen Fehlern) zu sagen, ohne zu viel über den Inhalt zu verraten. Denn bei diesem Film gilt ein Satz besonders: Je mehr man weiß, desto geringer das Filmvergnügen. Deswegen nur so viel zur Story: Der egozentrische Krimiautor Andrew Wyke (Laurence Olivier) lädt Milo Tindle (Michael Caine) auf sein Anwesen ein, wo er ihm nicht nur seine zahlreichen mechanischen Spielereien vorführen will, sondern eine Aussprache anstrebt. Tindle hat ein Verhältnis mit Wykes Frau Marguerite. Zu Tindles und des Zuschauers Überraschung sieht Wyke darin aber scheinbar kein großes Problem, denn er gibt seine Frau frei, macht diesem aber klar, dass der Unterhalt von Marguerite recht teuer sei und Tindle doch kein Geld habe. So bekommt Tindle von ihm noch ein Angebot, das er nicht ausschlagen kann: eine Menge Bargeld für einen kleinen Versicherungsbetrug. Tindle soll aus Wykes Haus Schmuck stehlen, passend zu Wykes besonderem Humor verkleidet als Clown mit übergroßen Schuhen. Tindle lässt sich darauf ein, doch wie der deutsche Titel schon verrät, hat Wyke bei der Sache ganz andere Hintergedanken... Doch dies soll keine Kritik zu „Mord mit kleinen Fehlern“ werden, sondern vielmehr zu dessen Remake, welches jetzt, 35 Jahre später, von dem angesehenen und erfolgreichen Theater- und Filmregisseur sowie Schauspieler Kenneth Branagh („Hamlet", „Ein Winternachtstraum") einer Frischzellenkur erfuhr, und nun seinen Weg unter dem Titel „1 Mord für 2“, auf DVD gefunden hat. Michael Caine der im Original noch den jungen Liebhaber spielte, hat nun die Seite gewechselt und übernahm nun jenen Part, den einst Laurence Olivier gab, und sein Milo Tindle wird nun von Jude Law („Liebe braucht keine Ferien“) dargestellt. Jude Law trieb die Neuauflage auch als Produzent voran und gab bei Harold Pinter, immerhin 2005 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet, ein verschärftes Skript in Auftrag. Was dabei herauskam ist ein ganz neuer Film. Ein anspruchsvolles Duell auf höchsten Niveau, was ohne übertriebene Effekthascherei auskommt, und allein von den beiden exzellenten Darstellern, besonders Michael Caine, getragen wird. In der Summe bietet „1 Mord für 2" ein wirklich rundes, gelungenes Kammerspiel mit Tiefgang, doch an das Original reicht das Remake nicht ganz heran. Dazu fehlt dieser Verfilmung einfach die Ironie und der Witz, welcher „Mord mit kleinen Fehlern“ zu einem echten Krimi-Klassiker werden ließ. Dennoch: Zuschauer, die das Original nicht kennen, werden auch hier vorzüglich unterhalten, und vielleicht haben jetzt die deutschen DVD-Verleiher ein Einsehen und veröffentlichen auch das spannende und wendungsreiche Original endlich auf DVD. Zur DVD selbst gibt es nicht viel zu sagen. Die Bild- (Widescreen / 2.35:1 – anamorph) und Tonwerte (Dolby Digital 5.1) bieten recht gute Qualität, und an Bonusmaterial wird auch so einiges geboten, auch wenn es recht Werbelastig ist und im „Making Of“ jeder jeden Lobt ohne Ende. Neben dieser Lobhudelei im „Making Of“ gibt es noch Extras zum Make-up, B-Roll, den deutschen und englischen Trailer sowie eine Fotogalerie und natürlich eine paar Programmtipps.


Rezension / Filmkritik von Frank Brenner (Review)

Die Vorlage für 1 Mord für 2 lieferte das mit „Sleuth“ betitelte Bühnenstück des bekannten britischen Dramatikers Anthony Shaffer (Frenzy). Als Mord mit kleinen Fehlern wurde das intensive Zwei-Personen-Stück schon einmal für die Leinwand adaptiert. 1972 schien man sich allerdings noch nicht wirklich zu trauen, das Kammerspiel auch als solches den Kinogängern schmackhaft zu machen. Man erfand schlichtweg einige Darstellernamen, die auf den Plakaten prangten und im Vorspann auftauchten, obwohl man am Ende doch nur zwei Schauspieler zu sehen bekam. Und was für welche! Mit der Schauspiellegende Sir Laurence Olivier und dem erfolgreichsten Shooting Star seiner Tage, Michael Caine, erreichte das Duell zweier Kontrahenten nicht nur auf dem Papier das Kaliber wahrer Exzellenz. Der Schlagabtausch spiegelte sich auch in einem Schauspielzweikampf wider, dessen größter Nutznießer der begeisterte Zuschauer sein durfte. Jetzt hat sich Kenneth Branagh mit Hilfe des renommierten Literaten Harold Pinter an eine Neuinterpretation des Stoffes gemacht. Ironischerweise schlüpft Michael Caine nun 35 Jahre später in die Rolle Oliviers und Jude Law glänzt im einstigen Caine-Part – was ihm offensichtlich zu liegen scheint, denn bereits in Alfie, einem Remake des Caine-Films aus den Swinging Sixties, wurde Law als modernisierte Version des charmanten Herzensbrechers gecastet.

Milo Tindle (Jude Law) besucht den millionenschweren Erfolgsautor Andrew Wyke (Michael Caine) auf seinem noblen Landsitz. Er unterhält eine Affäre mit Wykes Noch-Ehefrau und möchte diesen auf deren Geheiß dazu bewegen, sich scheiden zu lassen. Doch der Kriminalschriftsteller möchte nicht einfach so das Feld räumen, sondern sich aus der vertrackten Situation noch einen Vorteil verschaffen. Tindle soll einen Einbruch in Wykes Residenz fingieren und ein Vermögen in Diamanten stehlen, damit Wyke die Versicherungssumme kassieren kann und Tindle seinerseits durch den Verkauf der Edelsteine genug Bargeld bekommt, um den verschwenderischen Lebensstil seiner Geliebten aufrecht zu erhalten. Doch plötzlich sind da Waffen im Spiel und alles läuft anders, als zunächst abgesprochen…

Schon mit seiner Eröffnungssequenz scheint uns Kenneth Branagh darauf aufmerksam machen zu wollen, wie die Größenverhältnisse zwischen seinen Protagonisten gelagert sind. Aus der Vogelperspektive zeigt er uns den kleinen Großstadtwagen Tindles beim Einparken vor der Villa neben Wykes großem Luxusschlitten. Doch mag es auch unter monetären Aspekten einen Größenunterschied zwischen den beiden Männern geben, so wird sich im Laufe des Films doch herauskristallisieren, dass der jugendliche Widersacher zumindest auf intellektuellem Niveau den Vergleich nicht zu scheuen braucht. Branaghs visuelle Konzeption von 1 Mord für 2 weiß vor allem im ersten Drittel sehr zu überzeugen, denn er lässt den Zuschauer in keinem Moment darüber nachdenken, dass er eigentlich nur ein Kammerspiel zwischen zwei Personen verfolgt. Er zeigt uns die Konfrontation aus den unterschiedlichsten Kameraperspektiven, macht sich die zahlreichen Überwachungskameras und deren Monitore als Projektionsfläche des Geschehens zu Eigen und nutzt das grandiose Design des luxuriösen Eigenheims für ungewöhnliche und teilweise atemberaubende Einstellungen. Zwar kann er dieses Konzept nicht den ganzen Film über aufrecht erhalten, zumal sich dieses mit der Zeit sicherlich abgenutzt hätte, aber das ist auch gar nicht weiter notwendig. Für die restliche Zeit kann sich Branagh bedenkenlos auf die witzig-süffisanten Dialoge Harold Pinters, das gelungene Knobelspiel Anthony Shaffers und die herausragenden Darstellerleistungen Caines und Laws verlassen. Der zweifache Oscar-Preisträger Caine braucht seine Kunst wahrlich nicht mehr unter Beweis zu stellen, aber das Stück liefert ohnehin dem Darsteller des Tindle die größeren Herausforderungen. Dass es Jude Law gelingt, diese mit Bravour zu meistern, qualifiziert ihn nun endgültig zum legitimen Nachfolger des großen Michael Caine.


Rezension / Filmkritik von Matthias Schmieder, dvdpalace.de (Review)

Der mittellose Milo (Jude Law) hat ein Verhältnis mit Mrs. Wyke und will ihren Gatten (Michael Caine) zur Scheidung überreden. Der schlägt ein Geschäft vor: Milo soll die Juwelen aus Wykes Safe rauben. So könnte er seiner Liebsten was bieten, während Wyke die Versicherungssumme kassiert. Eine Falle, natürlich. Und Runde eins in einem Machtkampf auf Leben und Tod. Der anamorphe 2.35:1-Transfer weist eine sehr sterile, in kühle Blautöne getauchte Farbbalance auf. Dem stark gefilterten Bild mangelt es jedoch an Tiefenschärfe und Durchzeichnung, vor allem in den dunklen Bildsegmenten. Der eher schwache Schwarzwert hilft dabei nicht das Bild plastischer erscheinen zu lassen. Das Hintergrundrauschen hält sich stark zurück &ndash dies scheint am Einsatz eines Rauschfilters zu liegen, was auch die verwaschenen Kanten erklärt. Die vor hellem Hintergrund deutlich sichtbaren Doppelkonturen rühren von Edge Enhancement her, welches die Schärfe nachträglich künstlich erhöhen sollte. In Verbindung mit dem äußerst steilen Kontrast wirkt das Bild in hellen Sequenzen sehr unnatürlich und grob.

Erfreulicherweise ist zumindest die Kompression nahezu unauffällig. Nur selten, wie ganz zu Beginn als Jude Law das Haus betritt, sind leichte Artefakte im Hintergrund auszumachen. Die DVD bietet neben den beiden Dolby Digital 5.1-Tonspuren in Deutsch sowie Englisch auch einen DTS-Track der Synchronisation.

Mehr als der Großteil anderer Thriller wird das Duell der beiden Protagonisten mit Dialogen ausgefochten. Aus diesem Grund wurde auch der Score auf ein Minimum reduziert. Die Sprachwiedergabe aller drei Tonspuren ist gut gelungen. Sowohl Auflösung als auch Dynamik bewegen sich auf hohem Niveau. Direktionale Effekte darf man natürlich nicht erwarten, wenn auch beispielsweise Schüsse sehr bedrohlich auf allen Lautsprechern abgebildet werden.

Unterschiede zwischen den einzelnen Tonspuren sind marginal. Während der DTS-Track etwas lauter abgemischt wurde, klingen die Dialoge der Originaltonspur homogener und natürlicher. Das Bonusmaterial der DVD ist nicht gerade umfangreich. Lediglich das Making of kann halbwegs überzeugen.

Trailer (3:40 Min): In diesem Abschnitt findet man den deutschen Kinotrailer sowie den Originaltrailer.

Making of "Sleuth" (14:49 Min): Das knapp viertelstündige Making of zeigt viele Interviews mit Darstellern und Produzenten, bietet jedoch auch einige Hintergrundinformationen über die Entstehung des Remakes. Spannend ist vor allem Michael Caines Erklärung, warum er sich ebenfalls für diese Neuauflage interessierte. Insgesamt ein gutes, wenn auch typisch promotionslastiges Feature.

Make-up-Tricks für Inspector Black (2:33 Min.): Dieser etwas oberflächliche Beitrag behandelt die aufwändige Umgestaltung von Jude Law. Die Laufzeit von weniger als drei Minuten lässt jedoch nicht viel Raum für Erläuterungen.

B-Roll (1:34 Min.): Noch unaussagekräftiger als das Feature zuvor ist dieser Beitrag, welcher lediglich kurze Ausschnitte vom Dreh zeigt.

Trailershow (6:31 Min.): Diese Trailershow umfasst „Mr. Brooks“, „Ein fliehendes Pferd“ sowie „4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage“ War das auf einem Theaterstück von Anthony Shaffer basierende Original MORD MIT KLEINEN FEHLERN (1972) von Regisseur Joseph L. Mankiewicz noch eine bitterböse, fantastisch inszenierte Thriller-Satire, ist das Remake 1 MORD FÜR 2 (2007) als ernstes Psychodrama ausgelegt. Erstaunlich ist, dass Michael Caine sowohl im Original als auch in der 35 Jahre später erschienen Neuauflage eine der beiden Hauptrollen übernahm. War er zunächst für die die Rolle des jüngeren Protagonisten Milo Tindle engagiert, wechselt er hier im vorliegenden Film die Seiten und spielt seinen ehemaligen Gegenpart, den Krimiautor Andrew Wyke.

Kenneth Branaghs Regiearbeit orientiert sich, vor allem im zweiten Part, nur noch lose an den Vorgaben vorangegangener Adaptionen. Dabei gelingen ihm einige Dinge sehr gut, andere wollen sich dem Zuschauer jedoch nicht so richtig erschließen. Positiv fällt zunächst das geniale Design des Sets auf, das durch seine moderne, enorm steril-düstere Ausrichtung zur Atmosphäre der Bühnen-Adaption maßgeblich beiträgt. Wären da nicht die ständigen Close-ups und teilweise unpassenden Kamerafahrten, dann würde man glatt vergessen, dass man gerade einem Film beiwohnt. Die Re-Orientierung der Geschichte zu einem Psychodrama mit etlichen Storytwists mag zunächst als gute Idee die Geschichte auf den neusten Stand zu bringen erscheinen, ist in der Durchführung aber nicht ganz so gut gelungen wie erhofft. Der satirische Unterton des Originals verhinderte eine Über-Interpretation des Geschehens – das Remake lässt dies aufgrund seiner Ernsthaftigkeit nicht mehr zu, weshalb die Motivation der beiden Protagonisten des Öfteren schleierhaft bleibt. Gerade das abrupte Ende lässt den Zuschauer mit mehr Fragen zurück als einem lieb ist, zumal es keine offensichtliche Zweideutigkeit des Geschehens zu entdecken gibt.

Bei einem Werk mit gerade einmal zwei Darstellern, steht und fällt das Vorhaben mit deren Leinwandpräsenz. Mit Michael Caine und Jude Law gingen die Produzenten jedoch kein Risiko ein – beide Mimen agieren herausragend, was das Katz-und-Mausspiel trotz der inhaltlichen Schwächen enorm unterhaltsam macht.

1 MORD FÜR 2 (2007) ist eine interessante Variante der Geschichte von Anthony Shaffer, bietet aber nicht die inszenatorische Leichfüßigkeit des Originals aus dem Jahr 1972. Thriller-Fans, die auch nach einem Film gerne noch etwas über das Geschehen grübeln, sind hier jedoch gut aufgehoben.

Die DVD bietet eine nur mäßige Performance. Das Bild wurde deutlicher digitaler Nachbearbeitung unterzogen, was sich in Doppelkonturen und einer unzureichenden Tiefenschärfe bemerkbar macht. Der Sound ist gelungen, wenn diese Art von Film auch nicht gerade viel Spielraum zur Entfaltung bietet. Die Extras sind bis auf das Making of eigentlich kaum nennenswert.


Subjektive Filmwertung: 6 von 10 interessante Ansätze



 
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