The One
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Es gibt nicht nur die Welt, wie wir sie sehen und wahrnehmen: In vielen parallel existierenden Universen leben gleichzeitig mehrere Versionen ein und desselben Menschen. Und jedes Mal, wenn einer von ihnen stirbt, übertragen sich seine Energie und seine Kraft auf die Überlebenden.
Deshalb taucht ...
1.12 Euro
Rezension / Filmkritik von Carlito Brigante, dvdpalace.de (Review)
Es gibt nicht nur die Welt, wie wir sie sehen und wahrnehmen: In vielen parallel existierenden Universen leben gleichzeitig mehrere Versionen ein und desselben Menschen. Und jedes Mal, wenn einer von ihnen stirbt, übertragen sich seine Energie und seine Kraft auf die Überlebenden.
Deshalb taucht der korrupte Agent Yulaw (Jet Li) nacheinander in den verschiedenen Paralleluniversen auf und tötet systematisch seine eigenen Doppelgänger: Er will THE ONE werden, der Einzige, der Unbesiegbare.
Nur ein Mann steht seinem verbrecherischen Plan noch im Wege: Gabe Yu Law (Jet Li), Polizist auf der uns bekannten Erde, genauso stark wie er und bereit zum alles entscheidenden Kampf... Der Film liegt im originalen Bildformat von 2,35:1 (anamorph, 1080p, VC1) vor. Die Qualität ist dabei bestechend. Die Schärfe ist außerordentlich gut. Das Bild ist knackig und detailreich. Die Farben sind kräftig, der Kontrast ausgewogen. Einziges Manko ist das leichte Bildrauschen, das durchaus ins Auge springt. Die Kompression ist unauffällig. Deutsch: DTS-HD Master Audio 5.1 Englisch: DTS-HD Master Audio 5.1
Der Sound könnte insgesamt noch etwas besser sein. Obwohl durch zahlreiche Soundeffekte, Umgebungsgeräusche und Musik alle Boxen oft zum Einsatz kommen und eine gute räumliche Klangkulisse erschaffen wird, sind immer wieder bestimmte Elemente zu frontlastig angelegt. Hier kommen sie dann ein wenig zu leise aus den hinteren Boxen, was die Frontdominanz herbeiführt. Trotzdem ist der Ton immer noch sehr gut und mehr als gelungen. Es rumst und kracht stets und ständig. Bei den Effekten ist von subtil und detailreich bis Krawall alles vorhanden. Die englische OF klingt dabei einen Tick besser, da sie etwas druckvoller daherkommt. Es gibt optionale deutsche Untertitel. Die Extras bestehen aus einem Audiokommentar vom Regisseur James Wong, dem Director of Photography, dem Production Designer und dem Cutter, einem Making of namens Jet Li ist „The One“ (ca. 15 min), das ein bisschen zu sehr auf Schulterklopfen und Lobeshymnen setzt, den drei Featurettes Multiverses (ca. 19 min), About Faces (ca. 6 min) und The Many Faces of Jet Li (ca. 2 min), einem Mini-Interview mit Jet Li (ca. 1 min), kurzen Animatics (ca. 1 min) und einem deutschsprachigen Filmtrailer. Dazu gibt es BD Live-Inhalte, die aber nicht filmspezifisch sind. Alle Extras sind in SD-Qualität und liegen in Englisch mit optionalen deutschen Untertiteln vor. THE ONE (USA, 2001) ist ein weiteres Werk vom kreativen Duo Glen Morgan und James Wong, die gemeinsam als Drehbuchautoren, Produzenten und Regisseure (THE X-FILES, FINAL DESTINATION 1 & 3, SPACE: ABOVE & BEYOND) unterwegs sind. Verbrochen haben sie aber auch den unterirdischen DRAGONBALL EVOLUTION.
THE ONE ist Martial Arts-Action im Sci-Fi-Gewand und ganz auf Jet Li zugeschnitten, obwohl der Film ursprünglich für The Rock entworfen und mit der Verpflichtung von Jet Li ein wenig verändert und angepasst wurde. Die Story ist irgendwo zwischen HIGHLANDER und THE MATRIX angesiedelt, auch wenn es genügend eigene Ansätze gibt. Jet Li verprügelt und tötet sich selbst, eine Idee, die auch schon bei Jean Claude Van Damme funktionierte, bei dem sogar zweimal: in DOUBLE IMPACT und REPLICANT.
An der Seite von Jet Li finden sich u. a. Carla Gugino (WATCHMEN, SNAKE EYES), Delroy Lindo (DOMINO, ROMEO MUST DIE) und Jason Statham (THE TRANSPORTER, CRANK) wieder, der hier noch an vierter Stelle im Vor- und Abspann genannt wird. Sein zwischenzeitlicher Aufstieg hat da einiges bewirkt. Mit Statham teilt sich Li übrigens den Agenten, weshalb auch beide später noch einmal in WAR (aka ROGUE) zusammen spielten.
THE ONE ist ein schnörkellos inszenierter Actionfilm - kurz, schnell, unterhaltsam. Von Beginn an geht es rund, Charakter und Tiefe sucht man vergebens, dafür gibt es jede Menge Logiklöcher und Drehbuchschwächen. Die meisten Tricks sind nett, wenn auch nicht immer überzeugende CGI, aber immerhin solide Kost. Aber wen interessiert das, so lange es kracht! Wer reines Entertainment will, liegt hier richtig - Anspruch gibt es woanders! Nur eines ist sicher: Die besten Filme von Jet Li entstehen und entstanden immer noch in China bzw. Hongkong.
Anmerkung: Das Kuriosum an diesem Film ist die Altersfreigabe. In den USA „PG 13“, bei uns in Deutschland „ab 18“ freigegeben. Und das obwohl der Film für die US-Freigabe bereits um alle vorhandenen Härten gekürzt wurde!
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