Wer`s glaubt wird selig
Inhaltsangabe zu Wer`s glaubt wird selig:
Schauspieler / Schauspielerinnen in Wer`s glaubt wird selig:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Wer`s glaubt wird selig:
Der Grund für Heukutschen in den Straßen und quietschende Geschäftsschildchen ist natürlich der Klimawandel. Seit fünf Jahren hat es nämlich schon nicht mehr im Ski-Gebiet um Hollerbach geschneit. Als sich dann zu den wirtschaftlichen Einbußen auch noch ein familiärer Verlust gesellt, hat Gregor allerdings eine Offenbarung. Weil die Schwiegermutter und fanatisch-salbadernde Katholikin als Kollateralschaden während der ehelichen Pflichterfüllung zwischen Gregor und Emilia draufgeht (vom Kreuz erschlagen – wunderbar blasphemisch...) und daher sowieso schon tot ist, besinnt sich Gregor auf die alte katholische Lehre, dass der Tod kein Ende, sondern ein Anfang ist und nutzt die Chance um aus Daisy eine Sankt Daisy machen zu lassen und das ausgestorbene Dorf mit Pilgern, Quacksalbern und anderen religiösen Zeloten zu bevölkern. Um das zu erreichen, müssen Schwiegermama allerdings posthum zwei Wunder untergejubelt werden und dem angereisten Pater Paolo, gespielt von dessen WG-Mitbewohner und sexuellem Freigeist Vincenzo Barsotti (gespielt von Fahri Yardim, unter anderem zu sehen in Kokowäh) bewiesen werden. Um diesen diabolischen Masterplan zu verwirklichen scharrt Gregor die Dorfprominenz bestehend aus dem Dorfsheriff mit Porno-Schnäuzer Hartl (Simon Schwarz), dem Dorfbestatter Möslang (Jürgen Tonkel) mit Original-Kluft aus dem vorletzten Jahrhundert und dem spießigen Exilschwaben und Oberlehrer Pelhammer (gemimt von Maximilian Schafroth) sowie zuletzt dem Klischee-Bajowaren und Kaufmann Gumberger (Johannes Herrschmann) um sich. Was dann folgt ist lediglich eine Aneinanderreihung der üblichen, vorraussehbaren Spannungselemente. Getreu dem Spruch „Pack schlägt sich, Pack verträgt sich.“ kriselt und harmoniert es in Georgs Ehe. Die Witze leben von der eher mauen Provokation Albernheiten mit einer Toten zu machen oder – niedlich altmodisch, mit einem Porno zu schocken, deren Hauptdarstellerin, Gregors Schwester, sich von der Dorfgemeinde dümmliche Zweideutigkeiten gefallen lassen muss. Darin liegt auch schon der komödiantische Höhepunkt. Diese Mittelmäßigkeit liegt vor allem an den eindimensionalen Charakteren, deren Schauspieler es meistens nicht schaffen, ihren Figuren Leben einzuhauchen. Selbst der großartigen Hannelore Elsner gelingt es nicht, vielleicht vom Drehbuch in Geiselhaft genommen, ihre ohnehin schon tote Figur zum Leben zu erwecken. Der Film versucht halbherzig beides zu sein: lustig und eine treudoofe Heimatschmonzette im bayrischen Bergdorf. Dies allerdings, anders als bei „Wer früher stirbt ist länger tot“ vollkommen ohne subtile Ironie. „Wer's glaubt, wird selig“ versucht dem Zuschauer ans Herz zu gehen, was aber bleibt ist höchstens ein warmer Handschlag. (Nils Rudi Kottmann) alle Rezensionen von Nils Rudi Kottmann ...
Es schneit einfach nicht mehr in dem ehemals florierenden, kleinen Skiort in den Bergen - und das schon seit 5 Jahren! Klimawandel sagen die einen, unterlassene Hilfeleistung Gottes die anderen. Die Touristen bleiben aus, der wirtschaftliche Kollaps sorgt für eine anhaltende Flaute - und zwar in jeder Hinsicht. Auch Wirt Georg (Christian Ulmen) und seine Frau Emilie (Marie Leuenberger) hatten definitiv schon bessere Zeiten, sowohl finanziell, als auch in ihrem Liebesleben. Als seine anstrengende und religionsfanatische Schwiegermutter Daisy (Hannelore Elsner) überraschend das Zeitliche segnet, hat Georg die kühne wie rettende Idee: Daisy muss heiliggesprochen werden! Wallfahrtsort statt Ski-Mekka! Zum Erstaunen Georgs scheint der Papst (Nikolaus Paryla) höchstpersönlich ein ganz spezielles Interesse an dem ehemaligen Skiörtchen zu haben. Und so entsendet der Vatikan tatsächlich einen Prüfer (Fahri Yardim), der sich von dem wundersamen Wirken der Heiligen Daisy überzeugen soll - oder besser gesagt: überzeugt werden muss! Eine gewaltige Aufgabe für Wundererfinder Georg, seine Freunde und Emilies unkonventionelle Schwester Evi (Lisa Maria Potthoff), die einen abenteuerlichen Plan beschließen - für's Geld und für die Liebe! Das Bild (2,35:1; anamorph) macht eine ziemlich gute Figur. Die Schärfe liegt auf hohem Niveau und bietet detailreiche Bilder, die nur in Totalen und in dunklen Nachtszenen etwas von ihrer Qualität einbüßen. Der Kontrast ist etwas steil, aber wohl ebenso gewollt wie der alles andere als natürliche Look der Farben. Diese wurden korrigiert und so hat der Film den berühmt-berüchtigen \'teal-orange-look\', also ein Farbschema aus den Gegensätzen Blau und Orange. Es gibt ein nur dezentes Bildrauschen und auch die Kompression arbeitet zumeist unauffällig. Deutsch: Dolby Digital 5.1
Deutsch: DTS 5.1 Deutsch: Dolby Digital 2.0 Hörfilmfassung Es gibt optionale deutsche Untertitel. Der DD-5.1-Ton und seine Abmischung ist in Ordnung. Da der Film recht dialoglastig ist, spielt sich das Geschehen natürlich überwiegend an der Front ab. Die hinteren Boxen kommen aber oft zum Einsatz, da der Film viel mit Musik zugekleistert wurde, die dann auch aus allen Boxen ertönt, was eine solide räumliche Kulisse kreiert. Die DTS-Fassung bietet dabei keinen signifikanten Vorteil. Die Extras bestehen aus einem Making of (ca. 10 min), einer Making of-Kurzversion (ca. 4 min), dessen überflüssiges Vorhandensein Fragen aufwirft, einem VFX-Making of (ca. 1 min), Deleted Scenes (ges. ca. 17 min), Outtakes (ca. 4 min), neun Interviews mit Cast & Crew (ca. 23 min), dem Musikvideo "Santa Subito" (ca. 3 min), "Evis heisses Filmchen" (ca. 1 min), das gar nicht so heiß ist, und sieben Darstellerinformationen in Form von Texttafeln. Marcus H. Rosenmüller (WER FRÜHER STIRBT, IST LÄNGER TOT; BESTE GEGEND; BESTE ZEIT; SCHWERE JUNGS; SOMMER IN ORANGE), der bayerische Regisseur mit Hang zu lokalpatriotischen Themen und der Vorliebe für starke, fiese Dialekte, lieferte einen unentschlossenen Film ab. Keine Ahnung, ob das alles Satire sein soll. Auf jeden Fall ist es slapstickhafter, überzogener Humor auf Schenkelklopfer-Niveau. Subtilität sucht man hier vergebens, denn alles wird mit dem Holzhammer erzählt. Überhaupt ist der ganze Film einfach nicht witzig oder gar amüsant. Es gibt z.B. eine peinliche Verwechslungsgeschichte mit dem Pfarrer oder die Pornomieze kehrt ins Dorf zurück, wo alle ihren Film kennen und Stielaugen bekommen. Wirklich unterirdisch. Christian Ulmen ist wie immer Christian Ulmen und Hannelore Elsner gibt die durchgeknallte, tiefreligiöse Schwiegermutter ohne weiter aufzufallen. Alle anderen sind eher unbekannte Gesichter. Der Film ist zu lang, weist zu viele Nebenfiguren auf und verzettelt sich unnötig in bedeutungslosen Subplots, was das Erzähltempo ausbremst. Alles geriet so recht träge, langatmig und dröge. WER\'S GLAUBT WIRD SELIG ist eine alberne Provinzposse mit schlichtem Humor, die keinem wehtut, den Finger nie wirklich in die Wunde legt und deshalb in jeder Hinsicht harmlos und ohne jeden Biss bleibt. (Carlito Brigante) alle Rezensionen von Carlito Brigante ... Reminder, PDF-Datenblatt zu dieser DVD:
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Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Deleted Scenes (ca. 16 Min.), Outtakes (ca. 3 Min.), Making of (ca. 10 Min.), Making of kurz (ca. 4 Min.), VFX Making of (ca. 1 Min.), Interviews, Evis heißes Filmchen (ca. 1 Min.)
Kommentare:
Unsere Extras zu dieser DVD:
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