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Inhaltsangabe zu Agatha Christie: Zehn kleine Negerlein - Das letzte Wochenende:
Schauspieler / Schauspielerinnen in Agatha Christie: Zehn kleine Negerlein - Das letzte Wochenende:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Agatha Christie: Zehn kleine Negerlein - Das letzte Wochenende:
Es gab natürlich auch eine Reihe erfolgreicher Verfilmungen ihrer Romane. Zeitlos und immer wieder gern gesehen sind z.B. die vier Miss-Marple-Filme „16 Uhr 50 ab Paddington“, „Der Wachsblumenstrauss“, „Vier Frauen und ein Mord“ und „Mörder Ahoi“ mit Margaret Rutherford, oder auch die Poirot-Filme „Tod auf dem Nil“ und „Das Böse unter der Sonne“ mit Peter Ustinov. Nicht zu vergessen die hervorragende filmische Umsetzung von „Mord im Orientexpress“ durch Regisseur Sidney Lumet mit Albert Finney als Poirot. Eine bisher unveröffentlichte Agatha-Christie-Filmperle erscheint nun in der Al!ve-Reihe „Filmjuwelen“ auf DVD. Hierbei handelt es sich um die erste Verfilmung des Christie-Romans „Und dann gab’s keines mehr“ (dt. Alternativtitel: „Zehn kleine Negerlein“, „Letztes weekend“)* durch den französischen Regisseur René Clair („Meine Frau, die Hexe“) aus dem Jahr 1945 unter dem Titel „Das letzte Wochenende“. Diese Verfilmung, die sich eng an den Roman und für die Schlussszene an das Bühnenstück hält, gilt im Allgemeinen als die Beste Adaption des weltberühmten Romans, der übrigens bis heute zu den meistverkauften Kriminalromanen aller Zeiten zählt. Die Handlung spielt in einem luxuriösen Haus auf einer einsamen Insel. Dort treffen zehn geladene Gäste ein, die am ersten Abend, durch eine Stimme aus einem Lautsprecher, jeden beschuldigt, an einem oder mehrerer Todesfälle schuldig zu sein und allen Zehn bald dasselbe Schicksal wiederfahren wird. Nach dem ersten Todesfall am gleichen Abend denkt noch keiner an eine Mordserie. Als aber die zweite Person stirbt, glaubt keiner mehr an einen Zufall. Nach einer organisierten Suche durch das Haus und über die Insel kommt man zur Feststellung, dass sich keine zusätzliche Person auf der Insel befindet. Der Mörder muss also unter den noch verbliebenen acht Personen sein. René Clair schuf hier, mit Schauspielern wie Barry Fitzgerald („Der Sieger“), Louis Hayward („In den Fesseln von Shangri-La“) sowie Walter Huston („Der Schatz der Sierra Madre“) besetzt, einen hochkarätigen Thriller mit einer eleganten wie sehr stimmungsvollen Atmosphäre und einer herrlich bizarren Kulisse. Für Fans der „Queen of Crime“, wie auch für alle Krimi-Liebhaber, ein wahrer „Must have“-Streifen. Zur technischen Umsetzung auf DVD: Das s/w-Bild (4:3), bedenkt man das Alter des 97 Minuten langen Films, kommt mit einer ganz ordentlichen Schärfe daher sowie einem ansprechenden s/w-Kontrast. Sicherlich gibt es hier und da Schmutzpartikel, doch diese stören nicht weiter. Der Ton (Dolby Digital 2.0), auch wenn ein leichtes Grundrauschen vernehmbar ist, ist trotzdem immer gut zu verstehen und somit zufrieden stellend. An Bonusmaterial gibt es leider nur Trailer sowie „Entfernte Szenen“, die allerdings mehr als kurz sind. Dafür enthält die DVD noch ein sehr informatives Booklet und ist mit einem Wendecover, ohne das große FSK-Logo auf der Front, ausgestattet. Randnotiz: Neben dieser Erstverfilmung gibt es noch drei weitere Filme sowie eine deutsche Fernsehversion. Die zweite Verfilmung kam 1965 unter dem Titel „Geheimnis im Blauen Schloss“ (dt. Alternativtitel wie auch DVD-Titel: Und dann waren´s nur noch neun) in die Kinos. Unter der Regie des Miss-Marple-Regisseur George Pollock agierte eine internationale Schauspielriege, darunter Shirley Eaton (die goldüberzogene Tote aus James Bond: „Goldfinger), Daliah Lavi, Marianne Hoppe, Mario Adorf, Hugh O´Brain. 1974 folgte unter „Ein unbekannter Rechnet ab“. Hier standen u. a. Charles Aznavour, Richard Attenborough, Gert Fröbe, Herbert Lom, Oliver Reed und Elke Sommer von der Kamera. Leider ist diese Starbesetzte Version noch nicht auf DVD erschienen. 1989 wurde der Roman erneut verfilmt (Originaltitel: Death on Safari/ Ten Little Indians). Wieder mit dabei Herbert Lom und an dessen Seite u. a. Donald Pleasence und Frank Stallone (ebenfalls nicht auf DVD veröffentlicht). Die deutsche TV-Version des Klassikers, unter der Regie von Hans Quest noch unter dem Namen „Zehn kleine Negerlein“ ausgestrahlt, stammt aus dem Jahr 1969, und basierend auf dem Theaterstück. Hier spielt ein deutsches Staraufgebot: u. a. Werner Peters, Alexander Kerst, Nora Minor und Edith Volkmann (diese Version ist in der „Straßenfeger-Box Nr. 46“ unter dem Titel „Und dann gab’s keine mehr“ auf DVD zu sehen). *Der Titel war in den Folgejahren nach der Erscheinung immer wieder ein Problem. Ursprünglich war das Buch in Anlehnung an das Kinderlied „Ten Little Niggers“ (Zehn kleine Negerlein) benannt worden. Der Begriff „Nigger“ war in England seinerzeit sehr geläufig und galt auch als nicht abfällig. In den USA war es aber ein rassistischer Ausdruck. Darum erschien die Erstausgabe dort auch unter dem Titel „Ten Little Indians“ (Zehn kleine Indianer). 1944 wurde der US-Titel in „And Then There Were None“ (Und dann gab’s keines mehr), die letzte Zeile des Reims, geändert. In Deutschland trug das Buch bei seiner Erscheinung 1944 „Letztes Wochenende“, bis es mit einer Neuübersetzung 1985 den Originaltitel „Zehn kleine Negerlein“ erhielt. Nach Protesten wurde der Roman dann 2003 in „Und dann gab’s keines mehr“ geändert. (Bernd Hellweg) alle Rezensionen von Bernd Hellweg ... Reminder, PDF-Datenblatt zu dieser DVD:
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