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TECHNISCHE DATEN
zu Grosse Geschichten: Martin Luther

RC 2 FSK Freigabe ab 12 Jahren
DVD-Typ: 3 x DVD
Medium: DVD
Genre: Historienfilm
Bildformat:
4:3 Vollbild (1.33:1)
Tonformat:
Deutsch: Dolby Digital 2.0 Mono
Verpackung: Amaray Case
Anbieter:
Studio Hamburg
EAN-Code:
4052912773592 / 4052912773592
+++ ..DVD-RUBRIKEN.. +++

Sie befinden sich hier: Home > Historienfilm > DVD > Grosse Geschichten: Martin Luther

Grosse Geschichten: Martin Luther

Titel:

Grosse Geschichten: Martin Luther

Label:

Studio Hamburg

Regie:

Kurt Veth

Laufzeit:
466 Minuten
Genre:
Historienfilm
FSK:
ab 12 Jahren
Erscheinung:

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Stand der Preise: 12.07.2017 00:38:01.

Grosse Geschichten: Martin Luther Trailer ansehen:

Schauspieler / Schauspielerinnen in Grosse Geschichten: Martin Luther:


Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Grosse Geschichten: Martin Luther:
Zum großen Reformationsjubiläum 3 Luther-Filme neu auf DVD bei Studio Hamburg
Unterschiedliche Varianten zu einem bedeutenden und aktuellen Thema

Zum 500-jährigen Reformationsjubiläum gibt es 2017 viele Neuerscheinungen auf dem Medienmarkt. Neben zahlreichen neuen Büchern werden auch auf DVD unterschiedliche Neu- und Wiederauflagen angeboten. Studio Hamburg mit seinem riesigen Film- und TV-Archiv aus vielen Jahrzehnten hat sich dafür drei interessante Produktionen ausgewählt. Sie bieten jeweils besondere Interpretationen zur Geschichte und Bedeutung des großen Reformators und seiner Zeit. „Ich lehre die Schrift nach ihrem einfachen Sinn“, bekennt Martin Luther im Jahre 1517. Den päpstlichen Ablasshändlern klingen diese Worte wie eine Kampfansage in den Ohren. Kurz darauf folgt der bedeutende Thesenanschlag in Wittenberg, der weit reichende Auswirkungen auf nahezu alle gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Strukturen hat. Luther geht gegen Dogmen und Demagogen an, trotz allen Widersachern und gut gemeinten Ratschlägen, bekennt sich zum Ursprung der heiligen Schrift und löst damit eine gesellschaftliche Bewegung aus, deren revolutionäre Wirkung weit über den Rahmen der Kirche hinausgeht. Denn das Volk versteht seine Thesen als Aufruf zu einer Reformation der Kirche und des Feudalismus. Luther wollte einen Glaubensdisput und legte ohne es damals schon zu ahnen den Grundstein zum bedeutendsten Ereignis der frühen Neuzeit.

Die wohl bedeutendste und mit dem größten Aufwand produzierte Serie entstand 1983 zu Luthers 500. Geburtstag für das DDR-Fernsehen mit dem großartigen Ulrich Thein in der Titelrolle. Auf drei DVDs sind alle fünf Teile der monumentalen Serie mit einer Laufzeit von 466 Minuten enthalten. Als Bonus gibt es ein „Porträt per Telefon mit Ulrich Thein“ (45 Minuten), ebenfalls eine Produktion des DDR-Fernsehens. Im Gegensatz zum DEFA-Kinofilm „Thomas Müntzer“ von 1956 wird hier keine teils geschichtsfälschende Politik-Propaganda betrieben. Vielmehr wird Luthers Leben und Wirken in einem realistischen Bild beleuchtet. Trotz ihrer gegensätzlichen Ansichten haben Luther und Müntzer vieles gemeinsam. Beide stammen aus fast derselben Gegend, Müntzer aus Stolberg im Hartz, Luther aus Eisleben im Mansfelder Land. Beide waren Pastoren, führten die deutsche Messe ein und predigten für die reformatorische Sache, gegen den Ablass und andere Vergehen der römischen Kirche, und beide heirateten entlaufene Nonnen. Zum Konflikt kam es durch ihre unterschiedliche Bewertung der weltlichen Obrigkeit. Luther sah in den Fürsten eine durch die Bibel bezeugte gottgegebene Macht, die unantastbar war. Müntzer dagegen diente die Bibel nur als Anleitung und er wollte keine strikte Trennung von Staat und Kirche wie Luther. Später zog er zusammen mit den unterdrückten Bauern gegen die Obrigkeit zu Felde. Nach der Schlacht bei Frankenhausen wurde er gefoltert und hingerichtet.

Die Gegnerschaft der beiden ungleichen Reformatoren kommt in einer weiteren DVD-Neuveröffentlichung „Martin Luther und Thomas Müntzer oder Die Einführung der Buchhaltung“ besonders zum Ausdruck. Es ist ein verfilmtes dokumentarisches Theaterstück von Dieter Forte (Uraufführung 1970 in Basel) mit Uwe-Detlev Jessen als Martin Luther und Peter Radestock als Thomas Müntzer aus dem Volkstheater in Rostock von 1984 mit einer Laufzeit von 138 Minuten. Viele historische Personen treten hier auf, setzen aber beim Zuschauer viel Detailkenntnisse voraus. Denn es geht nicht nur um theologische Themen, sondern allgemein um Verflechtungen von Kirche, Politik und Wirtschaft in der Zeit von 1514 bis 1525, einer bedeutenden Epoche des sozialen und wirtschaftlichen Umbruchs in der deutschen Geschichte. Martin Luther, religiöser Reformator, steht mit seinem sozialen Gedankengut und seiner gesellschaftlichen Gebundenheit Thomas Müntzer gegenüber, einem Sinnbild des Aufbegehrens und revolutionärer Ideen. In diesen Jahren haben viele der handelspolitischen Aktivitäten wie der Ablasshandel weniger religiöse als pekuniäre Gründe. Eine zentrale Figur spielt der „Königmacher“ Jakob Fugger, der nicht schlecht am von Luther und anderen Reformatoren angeprangerten Ablasshandel mitverdient.

Wenn auch schon in Farbe produziert kommt diese Theaterinszenierung in der Aufmachung bei weitem nicht an die große fünfteilige Serie von 1983 heran. Ulrich Thein, im Müntzer-Film von 1956 noch als Student in einer Nebenrolle zu sehen, verkörpert den großen Reformator, wie man ihn sich kaum besser vorstellen kann. Im Gegensatz zu Joseph Fiennes in Eric Tills „Luther“ (2003) passt Theins Physiognomie perfekt zu den überlieferten Bildern des Wittenberger Reformators. Thein war damals bereits 53 Jahre alt. Luthers Zeit vor dem Eintritt ins Kloster wird ausgespart, sonst hätte man einen zweiten jüngeren Hauptdarsteller aufbieten müssen. Das ist kein Nachteil, denn die vorgestellte Dekade zwischen 1517 und 1527 war die wichtigste in Luthers Leben. Hauptgrund für seinen Thesenanschlag 1517 waren die Dekadenz der römischen Kirche und der Ablasshandel. Der überragende Hans-Peter Minetti spielt den verführerischen Dominikanermönch Johann Tetzel als verschmitzten und verlogenen Ablassprediger. Später werden Luthers Streitgespräche mit dem päpstlichen Nuntius Cajetan, glänzend unsympathisch gespielt von Arno Wyzniewski, in Augsburg und mit Johannes Eck (Horst Hiemer) in Leipzig fast wörtlich nach der Überlieferung wiedergegeben. In den fast acht Stunden Spielzeit können Luthers Predigten, Disputationen und Verhöre ausführlich gewürdigt werden. Am berühmtesten ist sein Auftritt in Worms vor dem Reichstag mit den Worten „Hier stehe ich, ich kann nicht anders, Amen“. Im letzten Teil heiratet er die entlaufene Nonne Katharina von Bora, weniger aus Liebe, sondern eher, weil kein anderer für sie übrig war. Dennoch wird es eine harmonische Ehe und Katharina das Urbild der evangelischen Pfarrersfrau. Auch Luthers Konflikt mit Thomas Müntzer wird erwähnt. Jetzt bleibt eher Luther als Hauptperson der moralische Sieger, wenn er auch am Ende bedauert, dass es wegen seiner Schrift „Wider die mörderischen und räuberischen Rotten der Bauern“ so viel Blutvergießen gab. Von den Darstellern ragen noch heraus Otto Mellies als Lucas Cranach der Ältere, Friedo Solter als Karlstadt und Ralf Kober als Melanchthon. Der spätere TV-Seriendarsteller Thomas Rühmann spielt den jungen Valentin Böhm. Im Gegensatz zum Müntzer-Film standen Theologen als Fachberater zur Verfügung, sodass hier kein politischer Propagandafilm entstand. Auch wird Luther nicht als Held dargestellt, wie es noch bei Müntzer war. Nach Aufwand, Wirkung und schauspielerischer Leistung schlägt dieser zum Teil in der ?SSR gedrehte Fünfteiler deutlich den in Westdeutschland zur selben Zeit entstandenen Zweiteiler mit Lambert Hamel in der Titelrolle. Rainer Wolffhardt führte Regie bei dieser abstrakten und minimalistischen, nur in der Nürnberger Lorenzkirche gedrehten ZDF-Produktion. Bei Kurt Veths DDR-Fünfteiler ist dagegen vieles überragend: Ulrich Thein in der Rolle seines Lebens, begleitet von einer Riege exzellenter Darsteller, die genau die mitteldeutsche Sprache sprechen, die Luthers Bibelübersetzung schließlich zur deutschen Hochsprache gemacht hat. Die aufwändige Inszenierung teils an Originalschauplätzen ist ebenso gelungen wie die passende Musik mit zeitgemäßen Weisen und als Titelmelodie eine originelle polyrhythmische Bearbeitung von Luthers berühmten Choral „Ein feste Burg ist unser Gott.“

Als einzige westdeutsche Produktion erscheint bei Studio Hamburg neu auf DVD das noch in Schwarz-Weiß gedrehte ZDF-Fernsehspiel „Der Reformator“ von 1968. Es ist stilistisch fast wie eine Dokumentation angelegt. Der Autor Günther Sawatzki ist zwischen den Szenen immer wieder mit Erklärungen zu sehen. Er verleiht der Produktion dadurch zwar etwas den Anschein einer Schulfunkproduktion, was aber der historischen Authentizität nicht schadet. In dieser Produktion mit 107 Minuten Dauer werden besonders die wichtigsten Stationen in Luthers Leben zwischen 1517 und 1530 näher vorgestellt. Ganz im Sinne des großen Reformators steht hier die Macht des Wortes im Zentrum und keine aktionsreichen Kampf- und Massenszenen. Die Kernaussagen wollen vor allem Luthers reformatorische Gedanken vermitteln, die das traditionelle römische Christentum erschütterten und einen Prozess in Gang setzten, die unsere Gesellschaft bis heute nachhaltig prägt und von katholisch geprägten Ländern unterscheidet. Die Hauptdarsteller sind Christan Rode als Martin Luther, Hermann Schomberg als Friedrich der Weiße von Sachsen und Ernst Fritz Fürbringer als Kardinal Cajetan.

Fazit: Die drei Neuerscheinungen zum Reformationsjubiläum bieten aus unterschiedlicher Sicht und Blickwinkeln das Leben und Wirken Martin Luthers und ergänzen sich gegenseitig. Als Reihenfolge der Betrachtung bietet sich an: „Der Reformator“, wahrscheinlich historisch am präzisesten mit einem großen Informationsgehalt, der große DDR-Fünfteiler „Martin Luther“, auch zum Entspannen und Genießen, und schließlich das anspruchsvollere Theaterstück „Martin Luther und Thomas Müntzer oder Die Einführung der Buchhaltung“, das schon ziemlich viel Vorwissen und historische Kenntnisse voraussetzt. ()

alle Rezensionen von Johannes Kösegi ...
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Weitere Filminfos:

Originaltitel: Martin Luther
Medien-Typ: DVD


Bonusmaterial:
Kapitel- / Szenenanwahl, Portr?t per Telefon mit Ulrich Thein
Kommentare:

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